<Desc/Clms Page number 1>
Steuerung für Ölbrenner
Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuerung für Ölbrenner.
Ölbrenner, die eine komplizierte Steuerung haben. etwa solche mit Luftabsperrklappe. Vor- und
Nachspülung, ferner Brenner mit zwei Stufen, Gross-Klein-Regelung mittels zweier Düsen oder einer Rück- laufdüse, sind mit Steuerelementen ausgerüstet, die aus der Hydraulik bekannt sind, wie hydraulische
Verzögerer (Drosseln), Magnetventile verschiedener Funktion und Art usw. Bei Verfeuerung von Ölen, die keiner Vorwärmung Dedürfen und ausserdem frei von Verunreinigungen sind, ist der Einsatz derartiger Ab- sperr-und Regelelemente gerechtfertigt und eine entsprechende Funktionssicherheit gegeben.
Wird jedoch Heizöl mittel und Heizöl schwer verfeuert, so versagen diese Elemte wegen der kleinen
Bohrungen, Ventilsitze und Spalte, z. B. bei Magnetventilen zwischen dem Anker und dessen Hülse, be- sonders nach längeren Stillstandsperioden, wenn das Öl eindickt. Auch wirken sich die asphaltischen Be- standteile dieser Öle, die auch nach feinster Filterung vorhanden sind, nachteilig aus, so dass etwa an eine Drosselung zwecks Verzögerung eines Schaltvorganges, durch feine Bohrungen oder Spalte auch bei erwärmtem Öl nicht zu denken ist. Ein Teil der oben genannten Schaltelelemente kann überhaupt nicht ein- gesetzt werden, beim Rest müsste durch Warmhaltevorrichtungen dafür gesorgt werden, dass ein Eindicken des Öles im Stillstand nicht möglich ist. Anderseits kann aber auch zu viel Wärme z.
B. bei einem Magnetventil, das die Rücklaufleitung einer Rücklaufdüse absperren soll, durch den Durchfluss von heissem Öl (bei geottnetem Rucklauf) auftreten, der die Magnetspule mctit mehr gewachsen ist.
Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden, die darin besteht, dass die einzelnen Regel-und Absperrorgane durch ein mit einer Flüssigkeit mit über den ganzen in Frage kommenden Temperaturbereich praktisch gleichbleibender Viskosität, vorzugsweise Hydrauliköl, gefülltes System von Leitungen verbunden sind. in das ein Impulsdruckgeber eingeschaltet ist.
Im Verlauf des Verbindungsleitungssystems können alle aus der Hydraulik bekannten Schalt- und Regelelemente eingesetzt werden und werden vorzugsweise von reinem dünnflüssigem, auch bei niederen Temperaturen nicht stockendem Hydrauliköl durchflossen. Ausserdem können sie an Stellen angeordnet werden, an denen z. B. keine hohen Temperaturen herrschen oder die sonst günstig erscheinen. Absperrorgane für heisses Schweröl, z. B. in der Rücklaufleitung, können nun konstruktiv so ausgebildet werden, dass sie sich für dieses Medium eignen. Als Impulsübertrager dient die im System befindliche Hydraulik flüssigkeit.
Vorzugsweise ist der Impulsdruckgeber durch einen Hubmagneten betätigbar.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist als Impulsdruckgeber eine vorzugsweise von einem Elektromotor angetriebene Zahnradpumpe vorgesehen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Impulsdruckgeber von einem vom Brenner unabhängigen, ständig unter Druck stehenden System über ein Elektroventil mit Druckluft, Wasser od. dgl, beaufschlagbar.
In Anwendung der Erfindung bei einer Düse mit Rücklaufsteuerung können mit Vorteil der Impuls-
<Desc/Clms Page number 2>
druckgeber sowohl mit dem Balg des Rücklaufventils als auch mit dem Balg eines Überströmventilsder Heizölpumpe über Leitungen verbunden und in dem Leitungssystem gerichtete Drosseln und Magnetventi- le angeordnet sein. Hiebei istvorzugsweise vom Impulsdruckgeber in Parallelschaltung über je ein Magnetventil und eine Drossel eine druckabhängig gesteuerte Luftklappe angeordnet, von denen bei Halblast nur eine, bei Vollast hingegen beide geöffnet sind.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann ferner zumindest der Hubmagnet oder der Motor des Impulsdruckgebers, gegebenenfalls auch das Überströmventil, die Drosseln und die Magnetventile, ausserhalb des Bereiches der Strahlungswärme der Brennerdüse angeordnet sein.
Diese und weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der in den Fig. l und 2 je ein Anwendungsbeispiel schematisch dargestellt ist. Fig. 3 zeigt eine Einzelheit der Fig. 2, nämlich das Druckhalte- und Schnellschlussventll in seiner speziellen Anorddung. In den Figuren sind vom mit Heizöl durchflossenen Leitungen mit vollen Linien, die mit der Hydraulikflüssigkeit gefüllten Leitungen mit strichlierten Linien dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Zweistufenhrenner mit Rücklaufdüse. Mit HM ist ein Hubmagnet, mit IDG ein Impulsdruckgeber, mit L eine Luftklappe, mit RD eine Rücklaufdüse, mit RL eine Rücklaufleitung, mit RV ein Rücklaufventil, mit VL eine Verbindungsleitung und mit Dr eine nur in einer Richtung wirkende Drossel bezeichnet.
Bei Stillstand und Halblast ist die Luftklappe L der Halblast entsprechend offen (Stellung 1/2), das Riicklaufventil RV offen und der Hubmagnet HM stromlos.
EMI2.1
Schaltungdrücktdie Feder im Balg des Impulsdruckgebers IDG zusammen. Die Luftklappe L ist offen, das Rücklaufventil RV schliesst allmählich, verzögert durcn die Drossel Dr und bewirkt in diesem Masse ein Anwachsen der Flamme auf Vollast.
Bei Schaltung auf Halblast fällt der Hubmagnet HM ab und der Impulsdruckgeber IDG wird drucklos. Das Rüc1 < laufvcntil RV öffnet rasch und die Luftklappe L geht auf Stellung 1/2,
Bei diesem einfachen Anwendungsbeispiel sind der Hubmagnet H und der Impulsdruckgeber IDG nicht der Hitze ausgesetzt. Das Rücklaufventil RV, dessen Funktion sonst ein Magnetventil ausführen müsste, kann in einer warmen Zone, wo ein Eindicken des Schweröles bei Stillstand verhindert wird, an-
EMI2.2
re für Schweröl nicht ausführbar.
In Fig. 2 ist das Schaltschema eines Zweistufenbrenners mit Rücklaufdüse, Luftabschluss während des
EMI2.3
seln, die in einer Richtung drosseln, in der entgegengesetzten Richtung die Flüssigkeit aber ungedrosselt passieren lassen. Mit DSV ist ein Druckhalte- und Schnellschlussventil, mit HM ein Hubmagnet, mit IDG ein Impulsdruckgeber, mit LI ein Betätigungselement für eine Luftklappe I, die geöffnet die für Kleinlast erforderliche Luftmenge passieren lässt und mit L II ein Betätigungselement für eine Luftklappe II bezeichnet, die die für Grosslast zusätzlich erforderliche Luft passieren lässt. MV 1 und MV 2 sind Magnetventile, P ist die Ölbrennerpumpe mit Regel- und Schnellschlussorgan.
RD bezeichnet eine Rücklaufdüse, und RL eine Rücklaufleitung, RV ist ein Rücklaufventil und ÜV ein Überströmventil.
Bei Stillstand ist der Hubmagnet HM stromlos und abgefallen. Der Impulsdruckgeber IDG ist drucklos, die Luftklappen I und II sind geschlossen (Stellung Z) und die Magnetventile MV 1 und MV 2, das Rücklaufventil RV und das Überströmventil ÜV offen.
Bei Luftvorspülung Istdas Magnetventil MV zu. Der Hubmagnet HM zieht an und der Impulsdruckgeber IDG gibt Druck, der über die Drossel Dr 2 rasch zum Betätigungselement LI und über die Drossel Drl verzögert zum Überströmventil W gelangt,
EMI2.4
statt der Drossel Dr 1 ein Magnetventil vorzusehen.
Bei Kleinlast hat das Überströmventil ÜV geschlossen, die Pumpe P kommt auf Druck und das Ventil DSV gibt den Weg zur Düse frei, die bei offenem Rücklaufventil RV auf Kleinlastfährt.
Bei Schaltung auf Grosslast geht das Magnetventil MV 1 zu und das Magnetventil MV 2 auf. Der Impulsdruckgeber IDG ist noch auf Druck, der rasch über die Drossel Dr 3 zum Betätigungselement L II und verzögert zum Rücklaufventil RV gelangt. Die Luftklappe II geht auf (Stellung A), das
<Desc/Clms Page number 3>
Rücklaufventil RV zu und die Rücklaufdüse RD auf Grosslast.
WennvonGrosslastaufKleinIastgeschaltetwird, bleibt das Magnetventil MY 1 weiterhin geschlos- sen und hält Druck im dahinterliegenden System. Der Hubmagnet HM wird stromlos und der Impuls- druckgeber IDG drucklos. Das Rücklaufventil RV öffnet über die Drossel Dr4 rasch und die Luftklappe
L II schliesst über die Drossel Dr 3 verzögert. Die Stellungen Grosslast und Kleinlast können nun be- liebig oft hergestellt werden.
Beim Abstellen geht das Magnetventil MV l auf und das Überströmventil ÜV fällt rasch über die Drossel Dr 1 ab. Die Pumpe P wird Jrucklos, das Ventil DSV schliesst und die Flamme er- lischt. Die Luftklappe I schliesst verzögert über die Drossel Dr 2. Während dieser Zeit erfolgt die
Nachspülung.
Die Feder im Impulsdruckgeber IDG muss beim ersten Anziehen des Hubmagneten HM soweit gespannt werden, dass der entstehende Druck mit Sicherheit für die einmalige Betätigung aller Elemente ausreicht.
An Stelle des Hubmagneten und Impulsdruckgebers kann sinngemäss beispielsweise auch eine mit einem Elektromotor angetriebene Zahnradpumpe eingesetzt werden. Dies wird vor allem bei grösseren
Systemen notwendig sein.
Als Energiequelle für den Impulsdruckgeber kann, wie erwähnt, ausser den beispielsweise angeführten (Hubmagnet oder Motor) auch ein vom Brenner unabhängiges, ständig unter Druck stehendes System, z. B.
Pressluft oder Wasser, verwendet werden.
Mit Hilfe eines Elektroventils (Dreiwegventil) wird der jeweils erforderliche Druckimpuls auf den Impulsdruckgeber des Brennersystems geleitet.
Das in Fig. 3 gezeigte Druckhalte- und Schnellschlussventil DSV ist zwischen Durchlauferhitzer DH und Rücklaufdüse RD angeordnet und von dem zur Düse fliessenden warmen Heizöl sowie durch Kontaktwärme vom Durchlauferhitzer aus warm gehalten. Es wirkt daheralsunmittelbaraurchdiebetriebsmässig im Heizöl auftretenden Impulsdrücke beaufschlagtes Steuerorgan. Bei Abstellen des Brenners wird einerseits die Düse augenblicklich geschlossen und damit Nachtropfen derselben und Verstopfen durch verkokendes Öl an ihrem Austritt verhindert, durch den im Durchlauferhitzer aber durch Nacherhitzung (Ausdehnung bzw. Verdampfen der Feuchtigkeit) des Heizöles gebildeten geringeren Druck überschüssiges Heizöl über die Leitung Z in die Pumpenzulaufleitung zurückgeführt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steuerung für Ölbrenner, bei dem die Heizölleitung zur Düse, in der hinter einem Durchflusserhitzer als Steuerelement ein Druckhalte- und Schnellschlussventil angeordnet ist, einen Steuerkreis für dieses Ventil bildet, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Steuerkreis für das durch Leitungen verbundene System der übrigen Steuerelemente vorgesehen ist, dessen Füllung aus einer Flüssigkeit mit temperaturunabhängiger Viskosität, vorzugsweise Hydrauliköl, besteht und in dem ein die übrigen Steuerelemente beeinflussender Impulsdruckgeber eingeschaltet ist.