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Weichenklappe für Weichenrohrpostanlagen
Es ist bekannt, Weichenklappen für Weichenrohrpostanlagen aus vorzugsweise imprägniertem Leinen- gewebe herzustellen, welches beidseitig an mindestens zwei Teilflächen, beispielsweise mittels Blech, verstärkt ist. Die beidseitig angeordneten Verstärkungsbleche sind hiebei durch Nieten miteinander und somit auch mit dem Leinengewebe verbunden. Die Weichenklappe selbst ist im Auslaufstutzen der Rohrpostweiche frei hängend angeordnet. Beim Einlaufen einer Rohrpostbüchse in den Auslaufstutzen wird die Weichenklappe durch die hiebei jeweils anstossende Rohrpostbüchse in einer Fuge zwischen den beiden auf einer Gewebeseite angeordneten Verstärkungsblechen abgeknickt.
Nach oftmaliger Knickung während des laufenden Rohrpostbetriebes reisst das Leinengewebe entlang der Fuge ein, was im weiteren Verlauf zur vollständigen Zerstörung der Weichenklappe führt.
Die Erfindung betrifft eine Weichenklappe für Weichenrohrpostanlagen, welche vorzugsweise an ihrer oberen Berandung im Auslaufstutzen der Rohrpostweiche frei hängend angeordnet ist. Die Erfindung vermeidet den oben angeführten Mangel und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Weichenklappe vollständig aus Federstahlblech besteht und mittels mindestens einer Schraube eines Stiftes od. dgl. mit freiem Spiel gegenüber der oberen Berandung des Auslaufstutzens aufgehängt ist, wobei die Weichenklappe in ihrer Wandstärke so bemessen ist, dass sie sich unter der Wirkung einer anstossenden Rohrpostbüchse mindestens an einer Stelle ihres Randes soweit abhebt, dass ein kurzzeitiger Druckausgleich vor dem vollständigen Öffnen der Weichenklappe erzielt wird.
Dadurch wird die unter der Wirkung einer Druckdifferenz an ihrer Auflage sitzende Klappe beim Auftreffen einer Rohrpostbüchse im Bereich der Stossstelle zufolge ihrer Deformation leicht von der Sitzfläche abgehoben. Dabei wird noch vor dem vollständigen Öffnen der Klappe ein Druckausgleich erzielt, der die beim Öffnen zu leistende Arbeit verringer. Ausserdem ist durch die Verwendung von Federstahlblech eine maximale Haltbarkeit erreicht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Rohrpostweiche, die an einem vertikalen Fahrrohr 1 mit Förderrichtung von oben nach unten angesetzt ist, im Schnitt und Fig. 2 zeigt diese in Seitenansicht. Fig. 3 zeigt vergrössert ein Detail. Den Abzweig der Weiche bildet ein Auslaufstutzen 2, der nur in Fig. l dargestellt und in Fig. 2 der Übersichtlichkeit wegen weggelassen ist. Der Auslaufstutzen 2 ist mittels eines Flansches 3 an einen Gegenflansch 4 des Fahrrohres 1 angesetzt. In Fig. 2 ist der Auslaufstutzen 2 knapp über seinem Flansch 3 abgeschnitten, so dass gerade nur die Kontur seiner Querschnittsfläche mit schraffierten Linien dargestellt ist.
Die Weichenzunge, deren Betätigungsorgane nicht näher dargestellt sind, ist mit 5 bezeichnet.
Im Betrieb steht das Fahrrohr unter einem Unterdruck vor der Büchse. Um ein Einströmen von Luft aus dem ins Freie mündenden Auslaufstutzen 2 in das Fahrrohr 1 zu verhindern, ist am Flansch 4 eine Weichenklappe 6 vorgesehen, die die Durchlassöffnung des Flansches 4 luftdicht abschliesst. Die von der Weichenklappe 6 abgedeckte Durchlassöffnung ist in Fig. 2 mittels strichlierter Linien dargestellt.
Die Weichenklappe 6 ist an ihrer oberen Berandung mittels zweier Stifte oder Schrauben 7 frei hängend angeordnet. Sie liegt zufolge des Unterdruckes im Fahrrohr 1 während des Betriebes fest am Flansch 4 an. Beim Auftreffen einer durch die Weichenzunge 5 zum Auslaufstutzen 2 abgelenk-
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ten Rohrpostbüchse wird die erfindungsgemäss aus Federstahlblech bestehende Weichenklappe 6 zunächst nur. in der Umgebung der Auftreffstelle der Rohrpostbüchse vom Flansch 4 abgehoben.
Hiedurch wird beim Stoss ein Druckausgleich erzielt, der die weitere Arbeit bis zum vollständigen Öffnen der Weichenklappe wesentlich reduziert. Das Ausmass des beim Anstossen der Rohrpostbüchse erzielbaren Druckausgleiches ist von der Deformierbarkeit und damit von der Stärke der Weichenklappe abhängig, die in diesem Sinn in Abhängigkeit vom Gewicht der jeweils verwendeten Rohrpostbüchsen zu bemessen ist.
Zur Führung der Rohrpostbüchsen innerhalb des Auslaufstutzens 2 dient ein Bügel 8, der ebenfalls mittels der Schrauben 7 am Flansch 4 befestigt ist. Die Art und Weise der Befestigung der Weichenklappe 6 und des Bügels 8 zeigt Fig. 3. Der Bügel 8 ist zwischen den Kopf der Schrauben 7 und je einer Gegenmutter 9 festgeklemmt. Die Gegenmuttern 9 lassen jedoch gegenüber dem Flansch 4 ein freies Spiel für die Weichenklappe 6, die dadurch frei herabhängt und leicht zu öffnen ist.