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Flüssigkeitsmesser
Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsmesser, bei dem eine während der Flüssigkeitsabgabe sich drehende Antriebswelle vorgesehen ist, die mit einer Abschnitte unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit aufweisenden Scheibe gekuppelt ist, auf deren einer Seite eine Lichtquelle und auf deren anderer Seite eine von der Lichtquelle beaufschlagbare photoelektrische Zelle angeordnet ist, die entsprechend den empfangenen Lichtimpulsen elektrische Impulse weiterleitet, deren Anzahl ein Mass für die abgegebene
Flüssigkeitsmenge ist. Bei einer Einrichtung dieser Art ist es bekannt, als Antriebswelle eine Schnecken- welle zu verwenden, die in dem Rohr gelagert ist, durch welches die Messflüssigkeit hindurchströmt.
Mit dem Umfang dieser Welle ist eine Scheibe fest verbunden, die in eine Ausnehmung des Anschlussflansches eingreift, mit welchem das die Schneckenwelle aufweisende Rohrstück an einem Ende mit der Rohrlei- tung verbunden ist. Diese Scheibe trägt die Abschnitte unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit. Der ge- nannte Flansch ist ausserdem mit einer durch Glas od. dgl. verschlossenen Öffnung versehen, durch welche die von einer Glühlampe kommenden Lichtstrahlen hindurchtreten und nach dem Durchgang durch die
Scheibe auf eine photoelektrische Zelle auftreffen. Die Abdichtung ist nur schwer in zufriedenstellender Weise zu lösen. Nachdem nur eine einzige Scheibe mit der Welle verbunden ist, kann jeweils nur die
Flüssigkeitsmenge zur Anzeige gebracht werden.
Bei Anbringen einer zweiten Scheibe, die an sich die
Anzeige einer Funktion der Flüssigkeitsmenge ermöglichen könnte, würde die Gefahr des Entstehens von
Undichtheitsstellen noch erhöht werden. Eine auswechselbare Befestigung dieser zweiten Scheibe wäre bei der bekannten Einrichtung kaum rationell durchführbar, da hiezu die Leitung jeweils entleert werden müsste und beim Wiederfüllen der Leitung Falschanzeigen durch die abströmende Luft verursacht werden könnten.
Diese Nachteile können jedoch vermieden werden, wenn erfindungsgemäss in an sich bekannter
Weise über eine einzige Welle zwei verschiedene Messwerte abgeleitet werden, wobei die Scheibe auf einer Hohlwelle montiert ist, die in axialer Richtung von einer weiteren, mit der Antriebswelle gekuppel- ten, insbesondere vollen Welle durchsetzt ist, mit der lösbar eine weitere, vorzugsweise auf einer auf die
Welle aufschiebbaren Büchse befestigte Scheibe koaxial verbunden ist, die Abschnitte unterschiedlicher
Lichtdurchlässigkeit aufweist und mit einer weiteren, insbesondere von derselben Lichtquelle beaufschlag- ten photoelektrischen Zelle zusammenarbeitet, welche die bei Drehung der Welle empfangenen Impulse weiterleitet, deren Anzahl eine Funktion der abgegebenen Flüssigkeitsmenge, z. B. in an sich bekannter
Weise der Preis ist.
Durch die erfindungsgemässeweiterbildung einer Einrichtung der eingangs erwähntenArt, ist es mög- lich, dass neben der Flüssigkeitsmenge auch noch eine Funktion der Flüssigkeitsmenge, z. B. der Preis zur
Anzeige kommt. Da die zweite Scheibe abnehmbar befestigt ist, kann sie gegen eine weitere Scheibe aus- getauscht werden, durch die eine andere Impulsreihe erzeugt wird. Auf diese Weise kann die Vorrichtung an jeden beliebigen Preis pro Einheitsmenge angepasst werden.
Die Scheibe kann aus einem matten Material hergestellt sein, in das Perforationen eingebracht sind.
Die Bahn kann aber auch Nasen an einem Rand tragen, so dass sie nach Art eines Zahnrades wirkt, durch welches ein Lichtstrahl hinduichgeleitet wird. Die Scheibe kann auch aus einem durchsichtigen oder durchscheinenden Material bestehen, auf dem relativ dunkle Abschnitte vorgesehen sind. Auf diese Weise kann die Scheibe aus photographischem Material hergestellt werden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung hat besondere Bedeutung, wenn sie in ein Flüssigkeitsverteilungs- system für Kraftstoff eingebaut ist.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise beschrieben. Es zeigen Fig. l einen Querschnitt nach der Linie A-A der Fig. 2, wobei ein Flüssigkeitsmesser entsprechend der Erfindung dargestellt ist, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie B-B der Fig. l, Fig. 3 einen Querschnitt. nach der Linie C-C in Fig. 2 und Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Treibstoffverteilersystems.
Die Antriebswelle l eines Flüssigkeitsmessers treibt eine Welle 2 eines Impulsgebers über ein Zahnradgetriebe 3,4, 5 und 6. Eine Hohlwelle 7 wird von der Abtriebswelle 1 über ein Zahnradgetriebe 3,4, 8 und 9 angetrieben. Die Zahnräder 4,5 und 8 sind auf einer Vorgelegewelle 10 angeordnet. Die Wellen 2 und 10 sind in Lagern in einem Gehäuse 11 gelagert.
Auf der Welle 2 ist eine Scheibe 12 montiert, die abwechselnd matte und durchscheinende Ab- schnitte trägt, die eine ringförmige Bahn nahe dem Umfang der Teile bilden. Die Scheibe 12 ist zwi- schen Schalen 13 und 14 aus Metall angeordnet, die eine Versteifung der äusseren Kante bewirken.
Die Schalen 13 und 14 liegen zwischen Metallplatten 15 und 16. Die aus den Schalen 13,14, den Metallplatten 15,16 und der Scheibe 12 bestehende Baugruppe ist lösbar durch die Mutter 17 mit der Welle 2 verbunden. Unter dieserBaugruppe ist im Gehäuse 11 eine Abdeckscheibe 18 befestigt, die eine verglaste Öffnung 24 trägt. Die Befestigung dieser Platte am Gehäuse kann gegebe-
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versiegelt werden, um einen unbefugtenZutritt zur tiefer gelegenen ScheibeZwischen der Scheibe 12 und der Abdeckscheibe 18 ist eine elektrische Lampe 20 montiert, durch welche Licht durch die durchscheinenden Abschnitte auf den Scheiben 12 und 19 geworfen wird.
DerLichtstrahltrifftaufphotoelektrischeZellen 21 bzw. 22. Die Leitungen zur elektrischen Lampe 20 und den Zellen 21 und 22 gehen durch eine Führung 23 hindurch. Das Gehäuse 11 trägt einen dichtenden Verschlussdeckel 25. Gewöhnlich ist die vorrichtung so ausgebildet, dass sie in explosionsgefährdetenRäumen aufgestellt werden kann. Die Scheibe 12 kann zwischen 30 und 120 durchschei- nende Abschnitte aufweisen, während die Scheibe 19 einhundert durchscheinende Abschnitte aufweist.
ImBetrieb wird durch. dieDrehung der Antriebswelle 1 eine Reihe von Signalen auf die photoelektrischen Zellen 21 und 22 einwirken, wobei die von der Zelle 21 erzeugten Impulse ein Mass für
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Die Impulsreihen werden gewöhnlich an elektromechanische Geräte weitergeleitet, durch welche jeder Impuls in eine Drehung einer Welle rückverwandelt wird, wodurch sichtbare Anzeiger für die Menge der durch das Messgerät hindurchgegangenen Flüssigkeit bzw. den Preis betätigt werden.
In dem in Fig. 4 dargestellten Blockschaltbild ist eine Flüssigkeitsleitung 1A mit einem Durchflussmesser 2A verbunden, dessen Auslass durch die Leitung 3A erfolgt. Das Ausgangssignal der zu messendenGrösse wird durch Rotation der Welle 4A bewirkt, die mit den Scheiben 5A und 6A verbunden ist. Diese Scheiben haben abwechselnde Abschnitte aus durchscheinendem und mattem Material, das nahe der Peripherie einen Ring bildet. Weiters ist eine Lichtquelle 7A angeordnet, die einen Lichtstrahl durch die durchscheinenden Abschnitte der Scheiben 5A und 6A hindurchwirft. Der Lichtstrahl wird durch die photoelektrische Zelle 8A empfangen, die als Ergebnis der Unterbrechung des Lichtstrahles während der Drehung der Scheibe 5A eine Impulsreihe an die Leitung 9A abgibt. Die entsprechende Scheibe 6A gibt eine Impulsreihe an die Leitung 10A ab.
InähnlicherWeiseisteinezweiteFlüssigkeitsverteilungsleitung 1B mitdemMessgerät 2B verbun- den, dasineinemDoppelsystemverwendetwird, umdieLeitungen 9B und 10B mit Impulsreihen zu versorgen. Die Flüssigkeitsabgabe erfolgt durch die Leitung 3B. Die Leitungen 3A und 3B gehen durch ein Flüssigkeitskontrollventil 23 hindurch. Ein gemeinsamer Ausgang ist durch die Leitung 24 gegeben.
Die Impulsreihen, die durch die Leitungen 9A, 9B, 10A und 10B geführt werden, werden durch Impulswandler (Impulsentzerrer) HA, 11B bzw. 12A und 12B in rechteckige Wellen umgewandelt.
Der Ausgang erfolgt durch Leitungen 12A, 13B bzw. 14A und 14B.
Impulsreihen, die durch die Leitungen 13A und 13B geleitet werden, werden in einer Impulssummiereinheit 15 addiert. Ähnliche Impulsreihen, die durch die Leitung 14A und 14B geleitet werden, werden in der Einheit 16 addiert.
Die Ausgangsimpulsreihen der Einheiten 15 und 16 werden durch die Leitungen 17 und 18 ge- führt und stehen wie folgt zum Fluss der Flüssigkeit durch die Messgeräte 2A und 2B in Verbindung :
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Die Scheiben 6A und 6B sind mit einer Anzahl abwechselnder Abschnitte aus durchscheinendem und mattem Material versehen, so dass das Ausgangssignal, das durch die Leitung 18 geleitet wird, eine geeignete Impulsfrequenz zur nachfolgenden Verwendung in einem Impulszähler ausweist. Die Scheibe SA hat eine Anzahl von Abschnitten, die eine Impulsreihe an die Leitung 13A abgeben, die ein Mass des Gesamtpreises der Flüssigkeit sind, die durch das Messgerät 2A hindurchgeflossen ist.
Die Scheibe 5B hat im allgemeinen eine abweichende Anzahl von Abschnitten, proportional dem verschiedenen Preis der Flüssigkeit, die durch das Messgerät 2B hindurchgeht, wodurch eine Impulsreihe in die Leitung 13B abgegeben wird, die ein Mass des Gesamtpreises der Flüssigkeit ist, die durch das Messgerät 2B hindurchgeht. Die Summenimpulsreihe in der Leitung 17 ist ein Mass des Gesamtpreises zweier Flüssigkeiten, die durch die Messgeräte hindurchgeflossen sind.
Die Impulsreihen in den Leitungen 17 und 18 werden zu Impulszählern 19 bzw. 20 geführt, die gewöhnlich mechanisch oder elektrisch mit Ableseanzeigegeräten 21 bzw. 22 verbunden sind.