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Tüte
Die Erfindung bezieht sich auf eine TUte, bestehend aus einem schlauchförmigen Teil aus biegsamem, flächenhaftem Material, mit einander gegenüberliegenden Seitenwänden und einer durch Randteile der Seitenwände gebildeten Öffnung.
Es ist allgemein üblich, die herkömmlichen PapiertUten, wie sie im Kleinhandel zum Verpacken verwendet werden, mit irgendeinem Handgriff zu versehen. Die Verwendung solcher Tüts : i ist für den Kunden zwar sehr angenehm, jedoch wegen der zusätzlichen Kosten nicht weit verbreitet. Da die Verpackungskosten im Kleinhandel eine wesentliche Rolle spielen, müssen sie bei einem angemessenen Schutz der Ware so gering als möglich gehalten werden. Der Käufer muss jedoch trotzdem eine zufriedenstellende und bequeme Verpackung erhalten.
Ausserdem muss die Verpackungstüte so beschaffen sein, dass in ihr auch Gegenstände von höherem Gewicht ohne Beschädigung der 1 ;'Ute, wie insbesondere Einreissen der Tragöifnungen, Uber eine entsprechende Strecke oder Dauer transportiert werden können.
Zur Vermeidung des Einreissens der Tragöffnungen ist es schon bekanntgeworden, an den Innenseiten der TUte oder des Säckchens Verstärkungsteile zu befestigen, in deren Bereich die Handöffnungen unter Bildung von Lappen ausgeschnitten wurden. Bei derartigen innenliegenden Versteifungen ist es auch bekannt, die Verstärkungsstreifen über die Öffnung des Säckchens vorstehen zu lassen, Einschnitte bestimmter Art vorzusehen sowie die Streifen über den Rand der Öffnung der TUte nach aussen umzubiegen zum Zweck zusätzlicher Versteifung bzw. zur Ermöglichung eines dauerhaften Verschliessens des Säckchens. Diese Verstärkungsart ist aber teuer, da das Aufkleben von zwei Verstärkungen an der Innenseite zusätzliche Arbeitsgänge bei der Herstellung des Säckchens erforderlich macht.
Eine nachträgliche Anbringung solcher innenliegender Verstärkungen ist gerade wegen der Umständlichkeit der Arbeit - Entfalten und Öffnen des Säckchens-nur sehr schwierig durchführbar.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird eine Tüte der eingangs angegebenen Art vorgeschlagen, welche gemäss der Erfindung gekennzeichnet ist durch die Befestigung eines im wesentlichen rechteckigen Blattes durch Kleben an der Aussenseite lediglich einer der beiden Seitenwände, welches Blatt mit dieser einen Seitenwand einen zweischichtigen Seitenwand-Bereich bildet und eine Seitenkante besitzt, die mit der die Öffnung der Tüte bildenden Kante der einen Seitenwand abschliesst, und durch zwei einander ge- genüberliegende Lappen, deren einer aus dem zweischichtigen Bereich der einen Seitenwand und deren anderer aus der andern Seitenwand zur Bildung einer Handöffnung teilweise abgetrennt sind,
wobei die Handöffnung in einem hinreichenden Abstand von der Öffnung der Tüte liegt, um das Zusammenfalten der zwischen der Handöffnung und der Öffnung der Tüte liegenden Randteile der Seitenwände im wesentlichen bis zu dem der Tütenöffnung zunächstliegenden Rand der Handöffnung leicht zu ermöglichen.
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Tüte in geöffnetem Zustand, Fig. 2 eine Seitenansiclit der in Fig. 1 gezeigten Tüte in geschlossenem Zustand, Fig. 3 eine schaubildliche Ansicht der geschlossenen Tüte und Fig. 4 eine schaubildliche Teilansicht, teilweise im Schnitt, einer abgeänderten Ausfüh- rungsform der Tüte.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist eine Papiertüte 10 herkömmlicher Art dargestellt, die Seitenwände 11, einen unteren Verschluss 12 und eine Öffnung 13 aufweist.
Die Tüte kann aus einem biegsamen flächenhaften Material, wie Papier oder Kunststoff, hergestellt werden. Zur Versteifung und Verstärkung wird ein rechteckiges Blatt 14, vorzugsweise aus einem schwereren Material, vorzugsweise starkes Papier, als das der Tüte, auf die eine Seitenwand 11 der
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Tüte aufgeklebt. Das Blatt 14 hat Breiten- und Längenabmessungen, die beträchtlich geringer sind als die entsprechenden Abmessungen der Seitenwand 11. Zweckmässig sollen bei dem Papierblatt 14 Breite und Länge nicht wesentlich weniger als je 10 cm betragen. Anderseits brauchen Breite und Länge nicht wesentlich grösser als 10 - 12, 5 cm zu sein.
Das Blatt 14 ist im wesentlichen in der Mitte zwischen den Seitenwandfalten 15 der Tüte und vorzugsweise so angeordnet, dass sein oberer Rand im wesentlichen mit dem die Öffnung 13 der Tüte bildenden oberen Rand zusammenfällt. Das Blatt 14 bildet daher eine doppellagige Wandfläche benachbart der Tütenoffhung.
Eine Handöffnung 16 wird durch teil weisen Ausstanzen von Lappen 17 und 18 aus den Seitenwänden 11 gebildet, wobei eine der Klappen aus dem doppellagigen Bereich herausgeschnitten wird, der durch das Blatt 14 gebildet wird.
Im Gebrauch werden, nachdem eine Ware in die TUte gelegt worden ist, die Wände 11 der Tuiez benachbartderÖffnung13, aufeinandergelegtundderdarananschliessendeÖffnungsrandteilwirdselbst längs der Knicklinie 19 gefaltet und auf sich selbst umgelegt; vorzugsweise wird er längs der Knicklinie 20 nochmals umgefaltet, u. zw. in der Weiser dass die Knicklinie 18 mit der Knicklinie der Handöffnungslappen 17 und 1S zusammenfällt, die dnrch die Handöffnung hindurch so umgelegt werden, dass sie auf den umgefalteten Randteilen aufliegen, wie sich aus Fig. 3 ergibt.
Wie ersichtlich, besitzt die erhaltene Handgriffanordnung eine angemessene Steifigkeit und bildet ein kräftiges Tragstück für die TUte.
DieKosten zur Bildung eines solchen Handgriffs bei einer herkömmlichen Tute sind-auch bei nachträglicher Anbringung-sehr niedrig, da es lediglich erforderlich ist, an einer der TUten-Aussenwände ein Versteifungsblatt anzubringen und das Handloch auszuschneiden. Ausserdem erfordert das Verschliessen der Tüte nur das herkömmliche Falten.
In Fig. 4 ist eine geringfügig abgeänderte Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Wie gezeigt, wird ein Papierstück 21 auf jede Wand 22 einer herkömmlichen Tüte 23 von aussen her aufgeklebt. Jedes StUck 21 hat die gleiche Form und Anordnung'mit Bezug auf die Tüte wie das Blatt 14 bei der ersten Ausführungsform. Eine Handöffnung 24 wird durch das Durchtrennen von zwei doppellagigen Lappen 25 aus den durch die Papierstücke 21 gebildeten doppellagigen Flächen gebildet.
Im Gebrauch wird die Tüte dadurch geschlossen, dass die Öffnungsrandteile der Tütenwände aneinandergelegt werden und die Lappen 25 durch die Handöffnung 24 hindurch umgefaltet werden, wie gezeigt. In diesem Falle können die Öffnungsrandfaltungen weggelassen, jedoch gegebenenfalls die Kanten der Tütenöffnungsrandteile nach innen gefaltet werden. Diese Ausführungsform der Erfindung ist besonders vorteilhaft bei den üblichen, mit Zwickeln versehenen Tüten.