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Vorrichtung zum volumetrischen Dosieren von körnigem, pulverförmigem od. dgl. Gut, insbesondere von Zement
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Dadurch wird jede Brückenbildung das zulaufenden Gutes im Dosierzylinder selbst verhindert, die, wie bereits erwähnt, bei den bekannten Dosiervorrichtungen mit ausschliesslich lotrecht gestellten oder gar gegen die Öffnung des Dosierraumes hin divergierendenBegrenzungsflächen leicht eintreten kann. Die erfindungsgemäss angestrebte Wirkung tritt auch ein, wenn nur eine der eben ausgebildeten Begrenzungsflächen schräg steht, die andere dagegen lotrecht, also im rechten Winkel zur Dosierzylinderachse, weil auch dann die Längsausdehnung des Dosierrélumes beim Füllen von oben nach unten zunimmt. Ist eine einstellbare Dosierung vorgesehen, dann ist es gleichgültig, ob bei Verstellung nur eines der Kolben der verstellbare Kolben eine lotrechte oder schräge Bodenfläche aufweist.
Um auch im Zulaufstutzen das Entstehen von Brücken sicher hintanzuhalten, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung die Ausbildung so getroffen, dass sich der Zulaufstutzen gegen die Zutrittsöffnung des Aussenzylinders hin im lichten Querschnitt erweitert, vorzugsweise indem die Neigung seiner Wandung (en) jener der schräggestellten Begrenzungsfläche (n) des Dosierraumes entspricht. Dabei sind in erster Linie die Wandungen des Zulaufstutzen schräggestellt, die sich in die zulaufenden Begrenzungsflächen des Dosierraumes fortsetzen, es können aber ebenso auch, gegebenenfalls zusätzlich, dazwischenliegende Wandteile des Zulaufstutzen, stets jedoch unter Querschnittsvergrösserung desselben, geneigt angeordnet sein.
Um die Bildung von Hohlräumen beim Füllen des Dosierzylinders in demselben und damit Unterdosierung mit Sicherheit auszuschliessen, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung die Zutrittsöff.
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sierzylinders bei Einstellung des Kolbens auf Maximalmenge gleich. Um aber auch ein Verbleiben von Gutresten beim Entleeren des Dosierzylinders in diesem zu verhindern und dadurch ebenfalls Unterdosierung unmöglich zu machen, ist nach der Erfindung die Austrittsöffnung des Aussenzylinders in Form und Grösse wenigstens der Öffnung des in Abgabestellung befindlichenDosierzylinders bei Einstellung des Kol bens auf Maximalmenge gleich.
Endlich ist es erfindungsgemäss noch von Bedeutung, dass der Zulauf-und gegebenenfalls auch der Ablaufstutzen in ihren Anschlussbereichen an den Aussenzylinder mit den Öffnungen in Form und Grösse gleiche lichte Querschnitte aufweisen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung schematisch in Füllstellung dargestellt. Fig. 1 zeigt die Vorrichtung im Längsschnitt, Fig. 2 im Schnitt nach der Linie II-II der Fig. l, gesehen in Richtung des Pfeiles a.
Der Dosierzylinder 1 bzw. der Dosierraum desselben besitzt eine im dargestellten Betriebszustand oben stehende, aber nicht näher gezeichnete, Öffnung 2 und eine feste, jedoch gegen die Öffnung 2 zulaufende schräge Begrenzungsfläche 3 sowie einen verstellbaren Kolben 4 mit ebenso zulaufender Begrenzungsfläche 5. Dieser Kolben ist zwar mittels einer nicht gezeigten Einrichtung axial verstell-
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und Nutanordnung 6 od. dgl. gegen Verdrehung im Dosier-zeigten Einrichtung 7, wobei ein mit dem Zylinder 1 fest verbundener Arm 8 in den beiden möglichen, gegeneinander um 1800 versetzten Stellungen (Einlass- und Auslassstellung) gegen an den Aussenzylinder 9 starr angeschlossene Anschläge 10. 11 stösst.
Das harte Aufkommen des Armes 8 auf den Anschlag 11 erleichtert beim Erreichen der Auslassstellung die restlose Entleerung des Dosierrau- mes. Eine in ihrerAxiallage zumKolben 4 unverstellbareMuffe 12 trägt einenlängs einer Skala 13 laufenden Zeiger 14, mittels dessen, wie leicht einzusehen ist, das Aufnahmevermögen des Dosier- zylinders eingestellt werden kann.
An den Aussenzylinder 9 ist oben der Zulaufstutzen 15 und unten der Ablaufstutzen 16 angeschlossen und es steht der Zulaufstutzen 15 mit seinem oberen Ende mit einer Gutabgabeeinrichtung, z. B. einem, nicht dargestellten, Hochsilo für Zement in fester Verbindung.
Man erkennt, dass der prismatische, vierseitige Zulaufstutzen 15 zwei parallele lotrechte und dazwischen zwei schräg nach unten auseinanderlaufende Wände aufweist, welch letztere die gleiche Schräglage einnehmen wie die Begrenzungsflächen 3,5 des Dosierzylinders. Der lichte Querschnitt des Stutzens 15 erweitert sich also gegen die Öffnung 2 des Dosierraumes hin und verhindert damit jegliche Brückenbildung in seinem Bereich.
Die Zutritts- und Austrittsöffnung 17 bzw. 18 des Aussenzylinders 9 muss bei Einstellung des Kolbens 4 (oder der Kolben) auf Maximalmenge der dabei bestehenden Öffnung 2 des Dosierraumes
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in Form und Grösse mindestens gleich sein, damit nicht "tote Ecken" im Dosicrraum ungefüllt bzw. unentleert bleiben. Mit andernWorten, es darf keine Stelle des Randes der Öffnungen 17,18 des Aussen zylinders in welchem Betriebszustand immer, über die Öffnung 2 des Dosierraumes nach innen vorragen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum volumetrischen Dosieren von körnigem, pulverförmigem od. dgl. Gut, insbe- sondere Zement, geeignet zum Anschluss an den Auslauf eines Behälters, beispielsweise Hochsüos, einer Zubringereinrichtung od.
dgl., bestehend im wesentlichen aus einem um seine waagrechte Achse diekbarenDosierzylinder mit einer je nach seiner Winkellage als Ein- oder Auslass für das Gut dienenden Öffnung am Mantel desselben, und einem den Dosierzylinder umschliessenden, feststehenden Aussenzylinder mit einer mit der Öffnung des innerenDosierzylinders im wesentlichen in Deckung bringbaren oberen Zu- tritts- und einer unteren Austrittsöffnung für das Gut sowie aus einem an die Zutrittsöffnung anschliessen" den Zulaufstutzen am Aussenzylinder zur Verbindung der Vorrichtung mit dem Behälter od.
dgl., gegebenenfalls auch einem Ablaufstutzen an der Unterseite des Aussenzylinders, wobei die axiale Länge des DoN sierraumes sich in Beschickungsrichtung verändert und vorzugsweise wenigstens eine der Begrenzungsflä chen des Dosierraumes zum Einstellen des Aufnahmevermögens des Dosierzylinders die Bodenfläche eines axial im Dosierzylinder verstellbaren und mit ihm auf Drehung verbundenen Kolbens bildet, dadurch gekennze ichnet, dass wenigstens eine der eben ausgebildeten Begrenzungsflächen (3,5) des Dosier" raumes derart schräg zur Zylinderachse geneigt ist, dass die axiale Länge des Dosierraumes gegen seine Öffnung (2) hin abnimmt.