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Einrichtung zum Konservieren von Kartoffeln, Rüben u. dgl. in Feldmieten.
Es war bisher bekannt, zur Regelung der Lagertemperatur in Kellern und Feldmieten bei Kartoffeln und anderen Früchten durch die ganze Miete und Keller gelochte Längsröhren zu legen, durch die dann entweder die erhitzte Innenluft von selber entweichen soll oder in die von einem beliebigen Luftkompressor Luft hineingedrückt wird, um die Ventilation zu beschleunigen. Es ist ferner bekannt, dass senkrecht in die Mieten längere oder kürzere Schornsteine hineingesetzt werden, die am oberen Ende teils offen sind, teils Vorrichtungen haben, wie Windhauben usw. Es ist auch bekannt, dass man von einer Seite ein Rohr in feste Lagerräume (Korn- und Heusilos) leitet, das, im Inneren der Früchte endigend,
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Konservierung der Früchte zu bewirken.
Alle diese bekannten Einrichtungen haben den Nachteil, dass man die dazu benötigten Vorrichtungen nur einrichten kann, bevor die Früchte aufgeschüttet wurden : wollte man aber nach Fertigstellung einer Miete die Apparate anbringen, so wäre man gezwungen, die ganze Miete, d. h. Erddecke und Früchte, wieder auseinander zu reissen, um die wagerechten oder senkrechten Röhren hineinlegen zu können.
Die bekannten Vorrichtungen sind deshalb nicht jederzeit anzuwenden und wenn sie
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kostspielig.
Die neue Einrichtung hat gegenüber diesen bekannten Verfahren den Vorteil, dass sie gar keiner Röhren durch die Früchte bedarf und deshalb hilliger ist und dass sie jederzeit und überall sogar an jeder fertigen, unvorbereiteten Feldmiete schnell und ohne jedes Umarbeiten der in der Miete lagernden Früchte einfach dadurch ausgeführt werden kann, dass man kurze Rohrenden mit wenigen Spatenstichen möglichst nur durch die Wandung der Miete bis auf die Früchte führt und die Luft zwingt, sich selbst ihren Weg durch die Zwischenräume der Früchte zu bahnen.
Die Erfindung besteht darin, dass man ein kurzes Rohrstück, das möglichst nur durch die Wandung der Miete bis zu den Früchten reicht, auf beliebige Weise mit einem Ventilator, Kompressor, Exhaustor verbindet, um durch letztere den Strom von Luft, Gasen oder Dämpfen von einer Eigenschaft, wie es der Zustand der Früchte verlangt, in und durch die Früchte zu treiben und diese dadurch gegen Fäulnis, Krankheit und Keimen zu konservieren und Ungeziefer zu vertreiben. Diese Luftgase oder Dämpfe werden entweder aus der Umgebung entnommen oder sie können durch künstliche Vorrichtungen erzeugt werden.
Eine zweite Öffnung der Miete an beliebiger anderer Stelle, die je nach der Kraft des Ventilators usw. von dem ersten Rohre entfernt oder diesem näher gelegen ist, kann, um die Zirkulation der Luftgase oder Dämpfe zu ermöglichen, auf heliebige Art angebracht werden, z. B. als ein einfaches, durch die Erdwandung gegrabenes Loch oder ebenfalls durch ein kurzes Rohr.
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Luft. oder Dampfstrom ausgesetzt, im Gegensatze zu den vorher beschriebenen, bekannten Verfahren, bei denen nur die zwischen der Einstrllmblfnung und der Oberfläche oder der zweiten Öffnung lagernden Früchte, also nicht alle gelüftet werden.
Die Röhren können an einem Ende zweckentsprechend eine tellerartige Erweiterung erhalten, sowohl, um unter der Erdwandung festen Halt zu erlangen, als auch, um ein Verstopfen der Mündung zu verhindern.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Konservieren von Kartoffeln, Rüben u. dgl. in Feldmieten, dadurch gekennzeichnet, dass ein transportablen, beliebiger Luftbewegungsapparat, z. B. ein Kompressor, Exhaustor, auf beliebige Weise mit einem kurzen, möglichst nur durch die Wandung der Miete gesteckten Rohre verbunden wird, während an einer geeigneten anderen Stelle der Miete eine beliebig gestaltete Austrittsöffnung vorgesehen wird, zum Zwecke, die Einrichtung bei schon bestehenden Mieten leicht anbringen zu können, ohne gezwungen zu sein, die Früchte umzulagern.