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Einrichtung zum Wegfüllen losgeschossenen Gebirges.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Einrichtung für das im Stamm-Patente Nr. 7810 enthaltene Vorfahren. Die Einrichtung zeichnet sich durch eine Reihe von Verbesserungen aus, welche sich beim praktischen Gebrauch des im StammPatente angegebenen Behälters als vorteilhaft herausgestellt haben. Wenn nämlich ein solcher Behälter (oder Pritsche) mit dem losgeschossenen Gebirge angefüllt ist, so ist es erst möglich, denselben zurückzuziehen, nachdem die direkt über der vordersten Sohlklappf liegenden Massen von Hand entfernt worden sind, um die Klappe nach oben umlegen u können. Ferner hat sich gezeigt, dass das fliegende Gestein den Behälter leicht beschädigt, auch wenn derselbe sehr fest ausgeführt ist.
Auch die an den Seitenwänden befindlichen Klappen waren Zerstörungen ausgesetzt, da sie infolge verschieden grosser Abstände von den
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Mit der vorliegenden Erfindung ist diesen Mängeln durch entsprechende Verbesserungen abgeholfen. Der zweckmässig auf Rädern bewegliche Behälter für die Aufnahme des ge- schossenen Gebirges wird vorn, an dem gegen das Ort zu liegende Ende nach unten
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kommt und somit keine Sohlklappen mehr erforderlich sind. Ferner ist der vordere Teil des Behälters mit Blechtafeln oder dgl. belegt, so dass er von dem fliegenden Gestein nicht so leicht beschädigt wird. Um auch die Seitenwände gegen Stösse durch das Gestein zu schützen, sowie das Einfallen von Gestein zwischen dieselben zu verhindern, sind die Wände oben durch zweckmässig elastisch oder federnd gelagerte, abnehmbare Überdeckungen (Schienen usw.) abgeschlossen.
Desgleichen können auch die Behälter selbst während des Schiessens federnd unterstützt sein. Statt der seitlichen Klappen können an den Behältern zweckmässig abnehmbare Bügel oder dgl. angebracht sein, deren Länge in jedem Falle nach dem Abstande der Behälterwand von der Stollenwand gewählt werden kann. Diese Buge ! werden dann, da sie alle in einor Ebene liegen, mit Blechtafeln, Holzbohlen oder
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eine leichte Beweglichkeit, z. B. zum Befahren starker Krümmungen auf Trucks oder Lenkachsen zu lagern.
In der Zeichnung ist die Einrichtung mit allen Verbesserungen dargestellt
Fig. 1 veranschaulicht einen fahrbaren, mit den Verbesserungen ausgestatteten Be- hälter, Fig. 2 die Anordnung getrennter Behälter hintereinander, Fig. 3 einen Behälter,
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Fig. 5 zeigt eine Einrichtung zum schnellen Entleeren der Behälter, z. n. auf einer Hatdo. Die Fig. 0 zeigt die federnde Auflagerung von abnehmbaren Überdockungen bei
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Stollenwand dienen.
Der fahrbare Behälter 1 ist am vorderen Ende mit einer schräg nach der Ortssohle abfallenden Ebene 2 versehen, um das leichte Aufliegen des losgeschossenen Gesteines zu ermöglichen (Fig. 1). Damit das letztere beim Zurückziehen des Behälters 1 nicht herunterrutscht, ist auf dem vorderen Ende eine Schiene 3 oder eine Leiste oder dgl. quer be- festigt. Die vorderste, schräg abfallende Ebene kann auch als besonderer fahrbarer Be- hlilter 4 ausgebildet sein (Fig. 2) und es können sich dann an denselben rückwärts in der Regel horizontale Behälter 5, 5 abschliessen.
Durch die schräge Fläche ist die Anordnung einer Sohlklappe am vorderen Ende des Behälters vermieden. In ähnlicher Weise kann auch der Behälter in seiner ganzen Länge geneigt ausgeführt sein, wie Fig. 3 zeigt. Bei dieser Ausführungsform wird der Behälter in der Weise angewendet, dass er von dem Fahrgestell abgehoben und auf Walzen 7 vor Ort festgelegt wird. Ist der Behälter gefüllt, so wird er über diese Walze rückwärts und zugleich auf das Fahrzeug hochgezogen, auf welchem er zurückgefahren worden kann.
Eine weitere Verbesserung des Behälters ist dadurch herbeigeführt, dass der vordere Teil der Plattform aus hartem Material besteht oder mit solchem, z. B. mit Blechtafeln 6, Schienen usw. bedeckt ist (Fig. 1, 2 und 5). Dadurch wird einesteils der vordere, den Stössen des direkt aufliegenden Materiales stark ausgesetzte Teil des Behälters widerstandsfähiger gemacht. Andernteils wird noch folgender Vorteil erzielt.
Wird der ganze Behälter aus Holz auch mit genügender Widerstandsfähigkeit hergestellt, so zeigt es sich, dass das darauffliegende Gestein sich sehr rasch in seiner Bewegung beruhigt, indem es vom Flug auf eine verhältnismässig weiche Unterlage fällt, sich dort eindrückt und in seiner Be- wegung unterbrochen wird ; es bleibt liegen und bietet dem Gestein, das infolge des nächsten Schusses herbeifliegt, einen Widerstand und veranlasst dasselbe, sich ebenfalls rasch festzulegen. Es entsteht deshalb zu weit vorn durch Anhäufung von Material ein Schuttwall, welcher verhindert, dass der rückwärtige Teil des Behälters richtig beladen wird.
Dieser Übelstand kann beinahe vollständig beseitigt werden, wenn dafür gesorgt wird, dass das Material der ersten Schüsse möglichst weit geschleudert wird.
Wird daher der vordere Teil des Bodens des Behälters statt aus Holz oder anderem weichen Material aus hartem und glatten Material hergestellt, dann bietet dieses Material dem Gestein keine Anhaltspunkte zum Festsetzen, sondern das Gestein gleitet über diese Fläche schnell hinweg, bis es auf das Holz gelangt und dort aus den vorerwähnten Gründen am Weitergleiten gehindert wird.
Diese Verschiodenartigkeit in der Beschaffenheit des Bodens ist ein wesentlicher und
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Um die Elastizität des Behälters und somit die Widerstandsfähigkeit gegen auffallendes Gestein zu erhöhen, kann derselbe für das Schiessen federnd gelagert werden. Es können zu diesem Zwecke unter den Behälter Schraubenfedern untergesetzt werden oder auch federnd ausgebildete Gestelle.
Da bei breiteren Profilen die geschossenen Gebirgsmengen ein so grosses Gewicht ausmachen, dass die sich daraus ergebende Belastung von Achsenlagern, Schienen usw. in konstruktiver und praktischer Hinsicht zu gross wird, so wird nach der Erfindung an Stelle eines breiteren Behälters eine Unterteilung in mehrere für sich bewegliche, nebeneinander liegende Behälter angewendet, wie in Fig. 4 dargestellt ist.
Nicht nur wird es dadurch ermöglicht, dass normale Spurweite der Grubenbahnen verwendet worden können und dass das Arbeiten mit dem Behälter bezw. mit den einzelnen Teilen desselben leichter wird, sondern es wird auch bequemer, mit Förderwagen usw. links und rechts neben die schmieren Behälter zu gelangen, Kurven zu durchfahren, Bohrwagen am Behälter vorbeipassieren zu lassen, alles Tatsachen, die bei einer einzigen breiten Plattform unmöglich sind. Ganz besonders soll aber durch die Teilung dos Gewichtes ermöglicht werden, dass bei Unterteilung der Plattform ein Transport auf bedeutend weitere Distanz durchführbar ist, als dies bei gesamter Breite möglich wäre.
Um ein Einfallen von Gestein zwischen die einzelnen Behälter zu verhindern, ist eine Üherdeckung 8 für die Zwischenräume angeordnet, welche während des Abschiessons aufgelegt und vor dem Wegfahren abgehoben wird (Fig. 4 und 6).
Um diese Uberdeckung und die vertikalen Zwischenwände zu schonen, kann dieselbe auf der Innenseite gefedert sein, beispielsweise durch Metallfedoru ss, wie in Fig. 6 dar-
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ganzen Geleise 12 getrennt und in einem Gelenk 13 gelagert, um weiches es leicht beim Kippen des Behälters gedroht worden kann.
Eine weitere Verbesserung der vorliegenden Erfindung erstreckt sich auf die Seitenklappon der Behälter. Diese liegen nämlich niemals derart am Stollen an, dass sie eine gemeinsame, zusammenhängende, schiefe Ebene bilden, über welche die Gesteinstücke leicht in den Behälter hineinrollen können, sondern dort, wo der Zwischenraum zwischen Stollenwand und Pritschenwand grösser ist, ist die Stellung der Klappen beinahe horizontal, dort wo dieser Zwischenraum gering ist, ist sie steil. Steht nun eine, dem Ort nahe Klappe flach, die benachbarte aber steil, dann wird letztere beim Schiessen gewöhnlich stark beschädigt, wenn nicht gar weggerissen werden.
Immer aber wird an dieser Stelle durch die Lücke, die die beiden ungleich stehenden Klappen bilden, Material zwischen die Pritschenwand und den Stollen geschleudert werden, was doch gerade durch Anwendung der Klappen verhindert werden soll.
Diesem Nachteil ist dadurch abgeholfen, dass der Zwischenraum zwischen dem oberen Teil der Seitenwand der Pritsche und dem Stollen durch Elemente abgeschlossen wird, welche sich diesem höchst unregelmässigen Zwischenraum möglichst gut anschmiegen. Zu diesem Zwecke werden an Stelle der Klappen einfache Bügel 15 angewendet, kurze oder lange, je nach dem Abstand der Oberkante der Behälterwandung 14 von der Stollenwand (Fig. 7). Diese Bügel können dann zweckmässig, weil sie alle in einer Ebene liegen, mit Blechtafeln, Holzbohlen oder Faschinen 16 überdeckt werden. Auf diese Art wird ein dem Gesteinhagel sehr gut Widerstand bietende Abschluss zwischen Stollen und Behälter erhalten.
An Stelle der türartigen Stirnklappen werden ferner besonders hiefür geeignete Sc1lild- oder Panzerplatten angewendet, welche an ihrem oberen Teil so hoch hinaufreichen, dass sie die seitlichen Überdeckungen zwischen Pritsche und Stollen vor direkten Schüssen schützen.
Das Arbeiten mit der beschriebenen Einrichtung ist sehr einfach : Nachdem die Bohrmaschinen weggeräumt und die Bohrlöcher besetzt sind, werden die Behälter vor Ort geschoben und die Bügel und Überdeckungen so gestellt, dass alle Zwischenräume möglichst gut abgeschlossen sind. In vielen Fällen empfiehlt es sich auch, um die Achsen und Räder des Behälters vor zu schweren Schüssen zu schützen, den ganzen Behälter hinten etwas hoch zu heben, so dass die Räder die Schienen während des Schiessens nicht berühren.
Nach dem Abschiessen der Ortsscheibe wird dann die Pritsche, sofern sie gehoben wurde, wieder auf die Schienen gesenkt und samt Inhalt zurückgezogen.
Dank der vorstehend beschriebenen Einrichtung kann in viel kürzerer Zeit eine bedeutend grössere Schuttmenge vom Ort entfernt werden, als dies bisher möglich war.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Für das Verfahren zum Wegfüllen losgeschossenen Gebirges nach Patent Nr. 7810 eine Einrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattform des Behälters für das Auffangen des geschossenen Gebirges nach der Ortssohle schräg abfallend angeordnet und am vorderen Ende mit einer Querleiste, Schiene oder dgl. versehen ist, um das Abrutschen des Gesteins zu verhindern.