<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung eines eisenhaltigen Präparats für intramuskuläre Injektion
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Eisenpräparaten für intramuskuläre Injektion in der Human- und Veterinärmedizin unter Verwendung von Ferrisalzlösungen, Oxycarbonsäuren und Hexiten.
In gewissen Zuständen des Eisenmangels, z. B. solchen. wo peroral verabreichtes Eisen nicht in befriedigender Weise reagiert oder eine solche Behandlung nicht vertragen werden kann, muss Eisen parenteral verabreicht werden, um ein genügend rasches therapeutisches Ansprechen zu erreichen. Es sind viele Eisenpräparate für intravenöse Injektion auf dem Markt. Eines derselben besteht im wesentlichen aus einer wässerigen Lösung von sacchariertem Eisenoxyd, ein anderes besteht aus einer wässerigen Lösung eines neutralen Eisenkomplexes von hohem Molekulargewicht und einem Kohlehydrat. Wenn Eisen intravenös injiziert wird, erreicht man eine nahezu vollständige Ausnutzung des injizierten Eisens, aber diese Methode schliesst eine beträchtliche Zahl von Nachteilen in sich.
Beispielsweise muss die Injektion selbst nach einer besonderen Injektionstechnik ausgeführt werden, die grosse Erfahrung erfordert, um paravenöse Injektion, z. B. eine Injektion auf der Aussenseite der Vene zu verhindern, denn in diesem Falle werden intensive Schmerzen und langdauernde Verfärbung hervorgerufen. Ein anderer Nachteil besteht darin, dass der Patient keine schlechten oder tiefliegenden Venen haben darf. Gelegentlich sind andere Schädigungen und selbst Tod infolge Schock als Folge der intravenösen Injektion einer Lösung von saechariertem Eisenoxyd aufgetreten.
Obgleich die Eisenpräparate für intravenösen Gebrauch ohne einen ernsthaften toxischen Effekt verabreicht werden können, sind sie aus verschiedenen Gründen für intramuskuläre oder subkutane Injektionen ungeeignet. So besitzt das oben erwähnte saccharierte Eisenoxyd einen hohen osmotischen Druck und basische Reaktion, die zu Schmerzen während der Injektion, Entzündung und unbefriedigender Resorption führen.
Bisher gab es nur wenige Eisenpräparate auf dem Markt, die zur intramuskulären Injektion brauchbar sind. Eines dieser Präparate enthält als aktiven Bestandteil einen Komplex von niedrigmolekularem Dextran und Eisen. Diese Präparate haben jedoch gewisse nachteilige Nebenwirkungen gezeigt, von denen einige ziemlich ernsthaften Charakters sind. So ist in vielen Fällen eine lokale Verfärbung der Haut in der Umgebung der Injektionsstelle beobachtet worden. Die Gefahr der Verfärbung kann durch Benutzung einer besonderen, ziemlich komplizierten Injektionstechnik vermindert werden, die darin besteht, dass man die Haut vor der Injektion seitlich verschiebt, um so zu verhindern, dass das in den Muskel unter Druck injizierte Präparat durch das Stichloch nach Entfernung der Nadel heraussickert.
Diese Technik ist jedoch mit einer Neigung des injizierten Präparates verbunden, zurückzusickern und sich zwischen Muskel und Haut anzusammeln. Die Technik verlangt auch Praxis und Erfahrung und selbst wenn sie angewendet wird, tritt in 25% der behandelten Fälle eine Verfärbung an der Einstichstelle auf (s. Acta Medica Scandinavia Suppl. 342, T. Karlefors und . Norden"Studies on iron-dextran complex"), was ein erheblicher Nachteil ist. Von denselben Autoren wurde auch darauf hingewiesen, dass in einigen Fällen intramuskuläre Injektion von Eisen-Dextran andere Nebenwirkungen, wie Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit,
<Desc/Clms Page number 2>
Erbrechen und Schüttelfrost, insbesondere am vierten Tag einer Behandlung unter Anwendung täglicher Injektionen hervorruft.
Ausserdem wurde bei Benutzung eines mit Fe markierten Eisen-Dextran-Präparates festgestellt, dass das injizierte Eisen sehr lange Zeit im Injektionsbereich verbleibt. Eine andere
EMI2.1
von Eisen-Dextran-Lösungen erhalten haben, Krebs beobachtet. Die von Richmond durchgeführten Versuche wurden von Haddow an Mäusen wiederholt (s. Ciba Foundation Symposium on Carcinogenesis, London [1959], S. 300-306) und Haddow und Horning (J. Nat. Cancer Inst. 24, [1960], S. 109), der zu derselben Schlussfolgerung kam.
Die Verfasser sehen den Eisen-Dextran-Komplex als carcinogen an und glauben, dass die Zurückhaltung von Eisen im Injektionsbereich in dieser Beziehung von Bedeutung zu sein scheint, da Dextran von höherem Molekulargewicht und infolgedessen langsamere Resorption als Dextran mit niedrigerem Molekulargewicht zur Entstehung von mehr Tumoren führt.
Die Erfindung zielt auf die Schaffung eines intramuskulär injizierbaren Eisenpräparates zum Gebrauch in der Human-und Veterinärmedizin ab, das die Nachteile der älteren Präparate nicht aufweist, eine sehr prompte Resorption ergibt, frei von lokalen Reaktionen oder Schädigungen für die Gewebe ist und ein gutes hämatologisches Ansprechen ergibt. Das erfindungsgemäss hergestellte Präparat führt ausserdem selbst nach wiederholten Injektionen nicht zu Sarcomen an der Injektionsstelle.
Das Verfahren zur Herstellung der neuen Eisenpräparate besteht darin, dass man bei einer Temperatur von 18 bis 1300C und in Gegenwart eines physiologisch harmlosen, wasserlöslichen Dispersionsstabilisators wie Dextrin, Glucose, Saccharose und einer physiologisch harmlosen niedrigmolekularen Dextranfraktion durch Reaktion in wässeriger Lösung zwischen (a) einer nichtkolloidalen Eisenverbindung, (b) mindestens einem Hexitbestandteil, wie Hexit oder einem Derivat oder Oxydationsprodukt hievon und (c) mindestens einer Oxycarbonsäure, wie Citronen-, Gluon-, Wein- oder Äpfelsäure, einem Eisenkomplex mittlerer Molekulargrösse aufbaut, wobei der Gehalt der Ferriverbindung 1 - 35 Mol je Mol Hexitbestandteil, der Gehalt des Hexitbestandteils 2 - 20 Gew.
-0/0, der Gehalt der Oxycarbonsäure 1-10 Gew.-% und der Gehalt des Dispersionsstabilisators 5 - 50, vorzugsweise 20-40 Gew.- o, bezogen auf die Gesamtmenge der Reaktionsmischung, beträgt, den gebildeten Eisen-Hexit-Oxycarbonsäurekomplex mit einem
EMI2.2
aktiven Bestandteil einen Eisenkomplex der beschriebenen Art enthalten und aus denen die neuen Eisenpräparate leicht hergestellt werden können.
Die neuen, erfindungsgemäss hergestellten Eisenpräparate enthalten einen Eisenkomplex mittlerer Molekulargrösse, wobei unter "mittlerer Molekulargrösse" zu verstehen ist, dass der grössere Teil der Teilchen eine Sedimentationskonstante unter 17. 10-13sec aufweist und dass das durchschnittliche Verhältnis der g-Mole Oxycarbonsäure zu den Gramatomen Eisen im Komplex unterhalb 0, 5 liegt. Die neuen Eisenpräparate sind bei physiologischen pH-Werten leicht löslich und zur Sterilisierung durch Behandlung im Autoklaven genügend stabil.
In der deutschen Patentschrift Nr. 862482 ist ein Verfahren zur Darstellung haltbarer, injizierbare Lösungen von Ferrisalzen beschrieben, bei dem man frisch gefälltes Ferrihydroxyd mit mindestens einer äquivalenten Menge komplexbildenden Mittels (Saccharose + Gluconsäure) behandelt, um einen Ferrikomplex zu erhalten, der selbst in neutralem und alkalischem Medium beständig ist. Diese Methode ist strikt an die Verwendung von Gluconsäure gebunden ; nach den Aussagen in dieser Patentschrift erhält man mit Weinsäure keine beständige Lösung. Über die Molekulargrösse des hergestellten Komplexes enthält die genannte deutsche Patentschriftkeine Angabe. Es wird jedoch eine Überschussmenge an komplexbildenden Mitteln empfohlen. Der Überschuss des komplexbildenden Mittels wird aber bei diesem Verfahren durch keine Verfahrensstufe, z.
B. durch Fällung, entfernt, wie dies gemäss der Erfindung geschieht. Hieraus ist zu folgern, dass der Komplex nach dieser Patentschrift sehr wenig Eisenatome je Molekül enthält, was bei den erfindungsgemäss hergestellten Präparaten nicht der Fall ist. Ausserdem liefert die hohe Mengekomplexbildender Bestandteile, die für das Verfahren gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 862482 empfohlen wird, Eisenkomplexe von niedrigerer Molekulargrösse als das Verfahren nach der Erfindung. Gemaald letzterem ist es durch geeignete Wahl der Konzentrationen der komplexbildenden Bestandteile möglich einen Eisenkomplex von mittlerer Molekulargrösse, d. h. stabile Eisenkomplexe von weniger als kolloidaler Abmessung, zu erhalten.
Wegen des relativ hohen Molekulargewichtes des Komplexes nach der Erfindung im Vergleich zu einem Präparat nach der genannten deutschen Patentschrift hat ersterer eine geeignete geringe Reaktivität. Bei der Arbeitsweise nach der deutschen Patentschrift Nr. 862482 wird die
<Desc/Clms Page number 3>
hohe Instabilität einige der niedrig-molekularen Komplexe zu einem unkontrollierbaren Wachstum der Teilchengrösse führen, wenn die Liganden durch Hydrolyse, wie sie bei Verdünnung, z. B. bei intramuskulärer Injektion auftritt, abgelöst werden. Einige der Präparate nach der deutschen Patentschrift Nr. 862482 mit grösserer Haltbarkeit werden anderseits zu ernsthaften Nebenreaktionen führen, weil die Konzentration dieser Präparate an stabilen Verbindungen niedrigen Molekulargewichtes hoch ist.
Ein anderes wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen dem Verfahren gemäss der genannten deutschen Patentschrift und demjenigen nach der Erfindung besteht in den verschiedenen Ausgangsstoffen. Das Verfahren nach der deutschen Patentschrift verwendet als Ferriverbindung ein frisch gefälltes Ferrihydroxyd von kolloidaler Abmessung, das frei von Kationen gewaschen worden ist, denn es wird keine Entfernung von Ionen mit toxischen Eigenschaften vorgeschrieben. Beim Verfahren nach der Erfindung stellt dagegen eine nicht-kolloidale Lösung einer Ferriverbindung das Ausgangsmaterial dar. Gemäss der Erfindung ist der Eisenkomplex aus niedrigmolekularen Eisenverbindungen durch einen Polymerisationsprozess aufgebaut.
Im Gegensatz zu dieser Methode geht das Verfahren nach der deutschen Patentschrift Nr. 862482 von riesigen kolloidalen Molekülen aus, die auf niedrigere Molekulargrössen zerbrochen werden. Ferner ist gemäss der Erfindung ein Stabilisator ein notwendiger Bestandteil, ohne den es unmöglich ist, ein haltbares Präparat von geeigneter Molekulargrösse zu erhalten. Durch die Wahl von Komplexbildnern, ihrer pH-Stabilität, die Konzentrationsverhältnisse usw. werden Eisenmolekülkomplexe von mittlerer Molekulargrösse richtiger Reaktionsfähigkeit und Stabilität hergestellt, die den erfindungsgemäss hergestellten Präparaten die vorteilhaften Eigenschaften hinsichtlich Absorptionsgeschwindigkeit, absorbierter Eisenmenge und klinischer Brauchbarkeit verleihen.
Als nicht-kolloidale Eisenverbindungen zur Verwendung beim Verfahren gemäss der Erfindung sind z. B. wasserlösliche Ferrisalze, z. B. Ferrichlorid, -nitrat, -sulfat und -acetat und Doppelsalze, wie Ferriammoniumsulfat sowie deren chemische Äquivalente geeignet. Unter diesen ist die bevorzugte Verbindung Ferrichlorid. Ferroverbindungen ergeben nicht die gewünschte Beständigkeit.
Die trockenen Massen enthalten vorzugsweise 5-301o, insbesondere 12-16 Gew.-% Eisen, und die injizierbaren Lösungen enthalten vorzugsweise 5 - 60 mg Eisen je ml, besonders etwa 50 mg Eisen je ml.
Es ist natürlich wünschenswert, dass die Eisenkonzentration in der Injektionslösung so hoch wie möglich sein soll, damit das injizierte Volumen klein sein kann. In einigen Fällen können jedoch weniger konzentrierte Präparate geeigneter sein.
Der Hexitbestandteil des Komplexes soll in der Lage sein, einen Komplex mit dreiwertigem Eisen in wässeriger Lösung bei pH-Werten im Bereich von 5 bis 10, vorzugsweise bei 8, 0-8, 4, zu bilden. Er kann aus Hexiten, wie Dulcit, Mit, Mannit und Sorbit gebildet werden, aber es ist auch möglich, deren Derivate, wie Äther und Ester, z. B. Hydroxypropylsorbit, für diesen Zweck anzuwenden. Oxydationsprodukte, die durch Erhitzen von Hexiten oder deren Derivaten bei pH 5 - 10 gebildet werden, wie Glucuronsäure sowie Mischungen der erwähnten Substanzen, können auch als der Hexitbestandteil benutzt werden.
Der Oxycarbonsäurebestandteil des Komplexes muss von einer Oxycarbonsäure stammen, die ungiftig ist, und einen Komplex mit dreiwertigem Eisen bei pH-Werten im Bereich von 5 bis 10 bilden wird. Citronensäure und Gluconsäure werden bevorzugt, aber auch solche Säuren, wie Weinsäure und Äpfelsäure, können vorteilhaft gebraucht werden. Milchsäure kann ebenfalls benutzt werden, aber diese Säure hat nicht ganz so gute Eigenschaften wie die Säuren der zwei eben erwähnten Gruppen.
Zur Stabilisierung der Dispersion werden Dextrine mit einer Anzahl reduzierender Gruppen entspre- chend40-200 mgGlucose je g Dextrin wegen ihrer guten Verträglichkeit im Organismus bevorzugt, aber andere wasserlösliche Kohlehydrate können bequem benutzt werden, z. B. Glucose, Saccharose oder Dextranfraktionen von niedrigem Molekulargewicht.
Obgleich die Molekülstruktur des in der Masse vorhandenen aktiven Eisenkomplexes nicht vollständig erklärt worden ist, wird angenommen, dass die Masse einen Komplex, in dem sowohl der Oxycarbonsäureals auch der Hexitbestandteil unmittelbar an das Eisenatom gebunden sind, enthält ; das Präparat kann in Wasser eine Dispersion bilden, in der das Molekulargewicht des Komplexes im Mittel 5000 nicht überschreitet.
Die Teilchengrösse der neuen eisenhältigen Präparate soll vorzugsweise so sein, dass mehr als 90 Gew. % der Teilchen eine Sedimentationskonstante von weniger als 17. 10-13 sec, vorzugsweise weniger als 14. 10-13sec, haben ; die Sedimentationskonstante wird an einer physiologischen Kochsalzlösung mit 1 mg Eisen je ml in einer Ultrazentrifuge, 900 sec nachdem der Rotor eine konstante Geschwindigkeit von 59 780 Umdr/min erreicht hat, bestimmt. Durch Elektrophorese einer Lösung des Präparates kann letzteres in drei eisenhaltige Bestandteile unterteilt werden, von denen mindestens zwei das Eisen in kom-
<Desc/Clms Page number 4>
plexer Form enthalten und langsam gegen die Anode wandern.
Der am raschesten wandernde Eisenbestandteil dieser zwei wandernden Komplexe, der etwa 61o beträgt, ist dialysierfähig.
Die neuen Eisenpräparate können unmittelbar hergestellt werden, aber gewöhnlich stellt man vorzugsweise zunächst die trockene Masse her und bereitet dann das Präparat auf Anforderung zu, wobei die Dispersion zu ihrer Sterilisierung vor Gebrauch im Autoklaven behandelt wird. Die Anwendung des letztgenannten Verfahrens macht die Lagerung des Präparates über lange Zeiträume möglich, da die trockene Masse zur Aufbewahrung sehr geeignet ist.
Die trockene Masse kann z. B. auf folgende Weise hergestellt werden :
Eine wässerige Lösung der nicht-kolloidalen Ferriverbindung wird gewöhnlich unter Rühren zu einer wässerigen Lösung gegeben, die eine Temperatur von 18 bis 100 C, vorzugsweise 50-70 C, aufweist und den Hexitbestandteil, die Oxycarbonsäure und den physiologischharmlosen Dispersionsstabilisator enthält. (Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich alle Mengenangaben in dieser Beschreibung auf das Gewicht.) Die Ferriverbindung wird vorzugsweise in einer ausreichenden Menge zugegeben, um höchstens 35 Mol, vorzugsweise mindestens 1 Mol Ferriverbindung je Mol Hexit-Bestandteil vorzusehen.
Die Ferriverbindung wird vorzugsweise in Teilmengen zugesetzt und der pH-Wert der Lösung auf 5-10, vorzugsweise 7, nach Zusatz jeder Teilmenge eingestellt.
Nach Abkühlung der Mischung auf Umgebungstemperatur erfolgt eine Ausfällung, vorzugsweise durch Zusatzvon Alkohol, oder einem sonstigen Nichtlöser für den Komplex, z. B. in zwei-bis vierfacher Menge des Mischungsvolumens. Der gebildete Niederschlag wird abgetrennt, durch wiederholte Auflösung, Ausfällung und Waschung gereinigt und schliesslich getrocknet. Wenn die Lösung unmittelbar benutzt werden soll, wird der Komplex nicht ausgefällt und die Losung wird vor Gebrauch sterilisiert.
Während derReinigung des Niederschlages wird eine Wiederauflösung zweckmässig mit Wasser durchgeführt, das mit einer kleinen Menge der komplexbildenden Oxycarbonsäure vermischt ist. Wenn die Lö-
EMI4.1
derschlag wird zweckmässig Alkohol benutzt.
Die Reinigung ist notwendig, um einen ausreichenden Reinheitsgrad für intramuskulare Injektion ohne Gefahr von Nebeneffekten zu erreichen. Nach dem Reinigungsverfahren kann der erhaltene Niederschlag getrocknet werden, u. zw. vorzugsweise im Vakuum.
Wenn man eine Injektionslösung zubereitet, wird vorzugsweise eine gewisse Menge des Hexit-Be- standteiles dem destillierten Wasser zugegeben, das zur Herstellung der Lösung gebraucht wird. Diese zusätzliche Menge Hexit-Bestandteil ist wertvoll, weil etwas Zucker während der verschiedenen Reinigungsstufen bei der Herstellung des trockenen Präparates verlorengeht. Eine Injektionslösung kann also hergestellt werden, indem man eine wässerige Lösung mit 70 - 110 g Hexit-Bestandteil je l Lösung zubereitet, die Lösung auf etwa 600C unter Rühren erwärmt und dann das trockene Präparat in Anteilen zugibt, während weiter gerührt wird, bis die Lösung die gewünschte Eisenkonzentration erreicht.
Wenn das ganze trockene Präparat zugegeben worden ist, hält man die Lösung eine weitere h unter Rühren auf 600C.
Dann wird der pH-Wert der Lösung auf 8, 0-8, 4, vorzugsweise 8, 2, eingestellt und die Lösung auf Umgebungstemperatur abgekühlt, filtriert, abgezapft und im Autoklaven etwa 20 min bei 1200C sterilisiert.
Nach durchgeführten Versuchen scheint der erreichte Absorptionsgrad unabhängig vom pH-Wert der Injektionslösung vor der Autoklaven-Behandlung zu sein, vorausgesetzt, dass dieser pH-Wert zwischen 5 und 10 liegt. Es wurde festgestellt, dass der pH-Wert der Injektionslösung während der Autoklaven-Behandlung sich in einer solchen Weise verändert, dass die hohen pH-Werte abnehmen und die niedrigen pH-Werte ansteigen. Um einen pH-Wert von etwa 7, 5, d. h. den pH-Wert in der Muskulatur und im Blut, zu erreichen, soll der pH-Wert der Injektionslösung vor der Autoklaven-Behandlung zwischen 8, 0 und 8, 4 liegen. Ein Wert von 8, 2 hat sich als besonders geeignet erwiesen.
Ausgedehnte Untersuchungen sind durchgeführt worden, um die Eigenschaften der Präparate unter den Gebrauchsbedingungen zu ermitteln, und gleichzeitig sind die Präparate pharmakologischen und klinischen Untersuchungen unterzogen worden.
Fällungsversuche haben erwiesen, dass das Präparat bei dem pH'Wert des Blutes völlig beständig ist.
Es hat sich keinerlei haemolytischer Effekt gezeigt. Der Einfluss des Präparates auf die Koagulation des Blutes ist in vivo an Kaninchen in Dosen entsprechend den therapeutischen Dosen für Menschen sowie in vivo am Menschen ermittelt worden. Es wurde kein Einfluss auf die Koagulation innerhalb 1 h nach der Injektion beobachtet.
Die akute Giftigkeit des Präparates wurde durch subkutane und intravenöse Verabreichung an weisse
<Desc/Clms Page number 5>
Mäuse ermittelt. Männliche Tiere mit einem Gewicht von 17 bis 24 g wurden verwendet. Die Konzentrationen der injizierten Lösungen, die mit physiologischer Kochsalzlösung verdünnt wurden, entspra-
EMI5.1
50/0Verabreichung entsprach 36 mg/kg Körpergewicht, bei intraperitonaler Verabreichung 50 mg/kg Körpergewicht und bei intravenöser Verabreichung 35 mg/kg Körpergewicht. Es lag kein statistisch feststellbarer Unterschied zwischen diesen drei Arten von Verabreichungen vor. Die Giftigkeit wurde auch durch intramuskuläre Verabreichung an Ratten und intramuskuläre und intravenöse Verabreichung an Kaninchen ermittelt, und die erhaltenen Werte von LD50 waren von derselben Grössenordnung wie die Dosis für Mäuse.
Antigene Eigenschaften sind nicht beobachtet worden, was von praktischer Bedeutung ist, da die unerwünschten Systemreaktionen, über die bei den älteren Präparaten berichtet worden ist, wahrscheinlich allergischen Ursprunges sind.
Der Eisentransport von der Injektionsstelle wurde nach der Injektion von Lösungen des Präparates sowie nach Injektion von Lösungen mit einem handelsüblichen Eisen-Dextran-Komplex geprüft. Tiefe Intraglutealinjektionen wurden in Dosen von 20 mg Fe (0, 4 ml) je kg Körpergewicht an 2-3 kg schweren Kaninchen vorgenommen. Zu verschiedenen Zeiten nach den Injektionen wurden die Tiere getötet und die glutealen Muskeln vom Bein seziert. Muskulatur und Haut in der Umgebung der Injektionsstelle wurden nass mit Schwefelsäure und Salpetersäure oxydiert, und dann wurde der Eisengehalt mittels einer kolorimetrischen Rhodanid-Methode bestimmt.
Es wurde gefunden, dass das Präparat sehr rasch absorbiert war, u. zw. waren 70% des zugeführten Eisens von der Injektionsstelle schon 3 h nach der Injektion ent-
EMI5.2
Absorptionsphase"desständig, wenn etwa 150/0 des injizierten Eisens an der Injektionsstelle gelassen wurden, während diese Phase für den handelsüblichen Eisen-Dextran-Komplex noch nach etwa 72 h unvollständig war, wenn etwa 20% des Eisens im Muskel zurückgehalten wurden. (S.
Fig. l der Zeichnung, in der der Prozentsatz absorbierten Eisens gegen die Zeit aufgetragen ist ; Kurve 1 bezieht sich auf Eisen-Sorbit-Citronensäure, Kurve 2 auf Eisen-Dextran.)
Der Eisengehalt von Serum wurde in Versuchen mit Ratten zu verschiedenen Zeiten nach intramuskulärer Injektion des Präparates nach der Erfindung und des Eisen-Dextran-Komplexes in Dosen von I, 5 mg Eisen/kg Körpergewicht ermittelt. Tiefe Intraglutealinjektionen wurden durchgeführt und dann Blutproben von der Randvene des Ohrs entnommen. Der Eisengehalt in 1 ml Serum wurde grundsätzlich nach der von Heilmeyer und Plötner [1937] beschriebenen Methode ermittelt. Die Ergebnisse finden sich in Fig. 2, worin die Eisenmenge in mg je 100 ml Serum gegen das Zeitintervall nach der Injektion in h aufgetragen ist.
Wie ersichtlich, wird die Resorption von intramuskulär injiziertem Eisen von dem Präparat nach der Erfindung (Kurve 3) sehr rasch in einem Anstieg des Eisens im Serum reflektiert. Bei dem Eisen-Dextran-Komplex (Kurve 4) wird auch ein Anstieg des Serumeisens erhalten, aber die Höchstwerte werden erst nach mindestens 6 h erreicht. Um die Bedingungen während der ersten h nach der Injektion genauer zu untersuchen, wurden mehrere Blutproben bei einem andern Versuch während dieser Zeit entnommen. Die Ergebnisse finden sich in Fig. 3, nach der anscheinend der höchste Eisenspiegel des Serums mit dem Präparat nach der Erfindung schon nach etwa 20 min erreicht wurde (Kurve 5) und dieser Höchstwert weitere etwa 30 min nach der Injektion unverändert blieb.
Die nach der Injektion des Eisen-DextranPräparates (Kurve 6) ermittelten Werte zeigten keinen merklichen Anstieg während dieses Zeitraumes.
Entsprechende Versuche sind auch mit dem Präparat nach der Erfindung am Menschen durchgeführt worden, und die Ergebnisse dieser Versuche finden sich in Fig. 4. 25,50 und 100 mg Eisen (Kurven 7, 8 und 9) wurden tief intramuskulär in den Glutealbereich von 12 gesunden Personen gegeben. Aus der Vene wurden Blutproben vor und zu verschiedenen Perioden nach den Injektionen entnommen. Wie aus der Aufzeichnung des Eisengehaltes des Serums ersichtlich ist, stieg er unmittelbar nach der Injektion, erreichte seinen Höchstwert nach etwa 2 h und fiel dann allmählich ab.
Am Menschen wurden auch Versuche durchgeführt, um die Bindungsfähigkeit des Serums für ungesättigtes Eisen (UIBC) zu ermitteln. Dabei wurde eine Methode angewendet, die von Cartwright und Wintrobe [1949] veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass der UIBC-Wert als Folge der Injektionen abnahm. Die Eisenbindungskapazität des Transferrins war nach Dosen von 50 und 100 mg am stärksten ausgesprochen. Das Präparat nach der Erfindung enthält also einen Eisenbestandteil von solchen Eigenschaften, dass er leicht unmittelbar mit Transferrin reagieren kann, und er unterscheidet sich in dieser Hinsicht auch vom handelsüblichen Eisen-Dextran.
<Desc/Clms Page number 6>
Um die Verträglichkeit des Präparates, seinen therapeutischen Effekt und mögliche Nebenwirkunger zu ermitteln, sind klinische Untersuchungen durchgeführt worden, bei denen das Präparat mit einer EisenDextran enthaltenden Lösung verglichen worden ist. Beide Präparate enthielten 50 mg Eisen/ml und wurden tief intramuskulär in den Glutealbereich in Dosen von 100 mg Eisen je Injektion gegeben. Die Injektionen erfolgten täglich an abwechselnden Stellen im Verlauf eines Zeitraumes von 10 Tagen (insgesamt 1000 mg Eisen). Die Probe bestand aus 65 Patienten mit üblichen klinischen Kriterien für stabilisierter Eisenmangel und sehr unterschiedliche Grade an Anämie. Für die Auswertung des therapeutischen Effekte ! wurden die Versuchspersonen daher in drei Untergruppen unterteilt.
Jeder zweite Patient wurde mit derr Präparat nach der Erfindung und der Rest mit Eisen-Dextran behandelt. Bei diesen Untersuchungen wurder die Hb-Werte (Haemoglobin-Wert), Erythrocytenzahl, Reticulocytenzahl und Serumeisen ermittelt, unc die Sedimentationsgeschwindigkeit, Urinsediment, Nichtproteinstickstoff und Leber-und Nierenfunktio- nen wurden ständig beobachtet. Der therapeutische Effekt wurde durch Ermittlung der Reticulocytenzah] und derAnstiege an Haemoglobin und Serumeisen ausgewertet. Die für Reticulocytenzahl, Haemoglobinanstieg und Anstieg an Serumeisen erhaltenen Werte waren im wesentlichen für beide Präparate bei der drei Patientengruppen identisch.
Während der Untersuchungsdauer wurden auch Nebeneffekte, wie Temperaturanstieg, Übelkeit, Erbrechen und Schüttelfrost aufgezeichnet.
In der Gruppe von 35 Patienten, die mit Eisen-Dextran behandelt wurden, wurde bei einem Patienten eine systemische Reaktion, bestehend in einem Temperaturanstieg auf 38, 20C nach der letzten Injektion verzeichnet. Ein anderer Patient musste die Behandlung wegen der intensiven lokalen Reaktionen an der Injektionsstelle, verbunden mit einem allgemeinen Gefühl von Übelkeit und Temperaturanstieg auf etwa 380C unterbrechen. Ausser diesen zwei Patienten berichteten sechs andere über Schmerzen nicht nur an der Injektionsstelle, sondern über den ganzen Schenkel. Vier von diesen wurden verpflichtet zij bleiben und zwei von ihnen mussten sogar eine Reihe von Tagen im Bett liegen.
In diesen zwei letzterwähnten Fällen zeigten die Hinterbacken und Schenkel eine ausgesprochene Rötung und Empfindlichkeit, obgleich lokale Verfärbung der Haut an der Injektionsstelle nicht beobachtet wurde. Dies kann auf der Tatsache beruhen, dass die Eisendosis niedrig war (100 mg je Injektion). Systematische Reaktionen wurden so bei etwa 230/0 der mit Eisen-Dextran behandelten Patienten beobachtet.
In der mit dem Präparat nach der Erfindung behandelten Patientengruppe wurde eine leichte lokale Reaktion bei 5 von 40 der Patienten unmittelbar nach der Injektion beobachtet. Diese zeigte sich selbst in einem Spannungsgefühl und einer mässigen Empfindlichkeit bei Betastung an der Injektionsstelle und beruhte wahrscheinlich auf dem hypertonischen Effekt des Präparates. Die Empfindlichkeit nahm innerhalb kurzer Zeit ab und war vergleichbar mit dem Gefühl nach einer intramuskulären Vitamin- oder Penicillininjektion. In keinem Fall war die Reaktion derart, dass die Behandlung unterbrochen werden musste. Es wurde keine Verfärbung der Haut oder ein Zeichen einer lokalen Irritation in irgendeinem Fall beobachtet. Zwei Patienten ausserhalb dieser Versuchsgruppe ertrugen die Behandlung trotz der sehr verminderten Nierenfunktionen.
Zusammenfassend wurde also sichergestellt, dass die Absorption des neuen Präparates vom Muskel sehr rasch und wesentlich schneller als diejenige von Eisen-Dextran erfolgt. Die gute Absorption spiegelt sich in einer Erhöhung des Eisens im Serum wieder, die praktisch schon nach 5 min erfolgt und nach etwa 20 min ihr Maximum erreicht hat, während Eisen-Dextran seinen Höchstwert erst nach vielen Stunden erreicht. Das Eisen-Dextran wird vermutlich durch die Lymphgefässe absorbiert und ist wahrscheinlich abhängig von dem lokalen Entzündungsherd, der dadurch an der Injektionsstelle verursacht wird (sogenannte reaktive Absorption).
Wahrscheinlich werden die hochmolekularen Bestandteile des Präparates nach der Erfindung, die jedoch beträchtlich niedrigeres Molekulargewicht haben als das Eisen-Dextran, auch durch die Lymphgefässe zu einem gewissen Grade absorbiert, während der Bestandteil von niedrigem Molekulargewicht auch durch die Blutgefässe absorbiert werden mag. Der Hauptteil des Eisens im Präparat nach der Erfindung liegt in Bestandteilen vor, die unmittelbar absorbiert werden, ohne dass notwendigerweise irgendein lokaler entzündlicher Irritationsprozess zunächst eingeleitet werden müsste, und dies kann darauf beruhen, dass das Molekulargewicht kleiner ist als das des Eisen-Dextrans. Ausser diesen Eisenbestandteilen enthält das neue Präparat auch eine kleine Menge dialysierbaren Eisens, das die Fähigkeit zur Bildung von Komplexen mit Transferrin hat.
Dieses dialysierbare Eisen ist von besonderer Bedeutung, da der EisenTransferrinkomplex unmittelbar in der Erythropoese benutzt werden kann ; die höhermolekularen Bestandteile können durch das Reticuloendothelial-System zu weiterer Umlagerung und Metabolismus absorbiert werden.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert.
<Desc/Clms Page number 7>
Beispiel 1 :
Herstellung der trockenen Masse.
30 ml 70 vol. -%gen Sorbits wurden in 225 ml destilliertem Wasser aufgelöst, worauf 75 g Dextrin zugegeben wurden und die Mischung auf 600C unter Rühren erwärmt wurde. Nach Auflösung des Dextrins wurden 10, 5 g kristallisierte Citronensäure zugesetzt. 45 g Natriumhydroxyd wurden in 225 ml destilliertem Wasser aufgelöst (Lösung III) und von dieser Lösung wurden 22, 5 ml der erst erwähnten Lösung von Sorbit, Dextrin und Citronensäure (Lösung I) zugesetzt. Dann wurde Lösung II, die 84 g Ferrichloridhexahydrat, aufgelöst in 115 ml destilliertem Wasser, enthielt, zu Lösung 1 in acht Anteilen gegeben, während Lösung I gerührt und auf einer Temperatur von 600C gehalten wurde.
Nach jedem dieser Zusätze wurde die Reaktionsmischung mit 23 ml von Lösung III neutralisiert. Der Zeitraum für jeden Zusatz betrug 1 min. Nach der achten Neutralisation war der PH-Wert 6, 95. Er wurde durch Zusatz von 7, 3 ml der Lösung III auf 8,2 eingestellt. Die Lösung wurde unter weiterem 30 min langem Rühren erwärmt und dann auf 300C abgekühlt und auf eine Raummenge von 675 ml mit destilliertem Wasser verdünnt.
Zu der verdünnten Lösung wurden 2025 ml 83 voliges Äthanol zugegeben, während die Lösung gerührt wurde. Das Rühren wurde weitere 5 min fortgesetzt. Wenn der gebildete Niederschlag sich abge-
EMI7.1
Wasser mit 3 g kristallisierter Citronensäure aufgelöst, worauf der pH-Wert auf 8, 2 mit 2 ml Lösung III eingestellt wurde. Nach 1/2 h wurde die Lösung auf 300C abgekühlt, durch doppeltes Filterpapier filtriert und auf ein Volumen von 675 ml mit destilliertem Wasser verdünnt.
Zur filtrierten Lösung wurden 2025 ml 83loges Äthanol unter Rühren gegeben. Weitere 10 min wurde gerührt, worauf der gebildete Niederschlag absitzen gelassen wurde. Nach 20 min wurde die Mutterlauge abgegossen. Der Niederschlag wurde zweimal mit 630/oigem Äthanol und dreimal mit unverdünntem Äthanol gewaschen und dann im Vakuum bei einer Temperatur von 45 bis 50 C getrocknet. 100 g des trockenen Präparates mit einem Eisengehalt von 16, 1% wurden erhalten.
Herstellung der Injektionslösung.
15 ml 66, 71piger Sorbit wurden in 105 ml destilliertem Wasser aufgelöst und auf 600C erwärmt.
47, 0 g des trockenen Präparates wurden in Anteilen unter Rühren zugesetzt, worauf die Mischung unter ständigem weiterem Rühren eine weitere h auf 600C gehalten wurde. Der pH-Wert der Lösung betrug 7, 85.
Die Lösung wurde, auf Zimmertemperatur abgekühlt und dann mit destilliertem Wasser auf ein Volumen von 150 ml verdünnt. Die verdünnte Lösung wurde durch eine dünne Schicht raffinierten Filterhilfsmittels (Theorit Nr. 3) auf doppeltem Filterpapier in einer Nutsche filtriert. Die filtrierte Lösung wurde nochmals durch ein Celas-Filter unter sterilen Bedingungen gegeben und in Ampullen abgezogen, die dann 20 min in einem Autoklaven bei 1200C sterilisiert wurden.
Die sterilisierten Eisenlösungen hatten einen Gesamteisengehalt von 51, 2 mg/ml, einen pH-Wert von 7, 4, eine Viskosität von 9,6 Centipoise bei 200C und eine Gefrierpunktsemiedrigung von 2, 44 C. Sie waren steril, nicht pyrogen und gaben eine Absorption von 86% am Kaninchen nach Injektion einer Dosis von 20 mg Eisen je kg Körpergewicht.
Beispiel 2-7 : Absorptionsversuche mit verschiedenen Gehalten an Hexit in dem trockenen Präparat wurden durchgeführt, wobei während der Herstellung der Injektionslösung kein weiterer Hexitzusatz erfolgte. Im übrigen war das Verfahren mit dem in Beispiel 1 beschriebenen identisch. Die Ergebnisse finden sich in der folgenden Tabelle :
Tabelle 1
EMI7.2
<tb>
<tb> ml <SEP> 70% <SEP> figer <SEP> Sorbit <SEP> je <SEP> Absorption <SEP> vom <SEP> Kaninkg <SEP> trockenes <SEP> Präparat <SEP> chenmuskel <SEP> in <SEP> %
<tb> II <SEP> 34 <SEP> 43
<tb> III <SEP> 100 <SEP> 47
<tb> IV <SEP> 155 <SEP> 62
<tb> V <SEP> 300 <SEP> 72
<tb> VI <SEP> 557 <SEP> 74
<tb> VII <SEP> 260 <SEP> g <SEP> pulverisierter <SEP> wasser- <SEP> 81 <SEP>
<tb> freier <SEP> Sorbit
<tb>
<Desc/Clms Page number 8>
Beispiel 8 :
Ein trockenes Präparat wurde in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise hergestellt jedoch wurde keine komplexbildende Carbonsäure zugegeben, und die Base und das Eisen wurden in An teilen zugesetzt, u. zw. die Base vor Zugabe des Eisens. Wenn das ganze Eisen hinzugefügt war, wurde der pH-Wert auf 9,8 eingestellt. Nach der ersten Ausfällung mit 4 Volumen Alkohol wurde der Nieder schlag in reinem Wasser wieder aufgelöst. Der pH-Wert der erhaltenen Lösung betrug 10,4 und wurde mi 2n HCl auf 9, 5 eingestellt, worauf durch Ausfällung, Waschung und Trocknung ein trockenes Präpara auf der in Beispiel 1 beschriebenen Weise hergestellt wurde.
Aus diesem trockenen Präparat wurde daru eine sterile Injektionslösung in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise zubereitet, wobei ein weiterer Sor bitzusatz entsprechend 100 ml einer 70% igen Sorbitlösung je 1 Injektionslösung erfolgte. Die Lösung er gab eine Absorption vom Kaninchenmuskel von 45%.
Beispiel 9 : Ein trockenes Präparat wurde im wesentlichen, wie in Beispiel 8 beschrieben, zube reitet, jedoch wurde Citronensäure in einer Menge entsprechend einem Gehalt von 28,9 g/kg des trocke nen Präparates dem Reaktionsgemisch zugesetzt, und die Eisenlösung wurde vor Zusatz der Base zugege ben. Wenn die Ferriverbindung und die Base zugesetzt worden waren, wurde der pH-Wert der Mischunj auf 9, 9 eingestellt und die Ausfällung erfolgte mit 4 Volumen Äthanol. Nach Auflösung in destillierten Wasser, Wiederausfällung mit Äthanol, Waschen und Trocknen, wurde ein trockenes Präparat erhalten aus dem eine Injektionslösung auf dem in Beispiel 8 beschriebenen Wege zubereitet wurde. Diese Lösung ergab eine Absorption vom Kaninchenmuskel von 49%.
Beispiel 10 : Ein trockenes Präparat wurde in der im Beispiel 9 beschriebenen Weise hergestellt jedoch wurden 71, 7 g Citronensäure je. kg trockenes Präparat zugegeben, und der pH-Wert wurde auf 8, in der Reaktionsmischung nach Zugabe der Ferriverbindung eingestellt. Dann wurde eine sterile Injek tionslösung auf dem in Beispiel 8 beschriebenen Wege von dem erhaltenen trockenen Präparat zubereitet, Diese Injektionslösung hatte eine Absorption von 78% vom Kaninchenmuskel.
Beispiel 11 : Ein trockenes Präparat wurde auf dem in Beispiel 10 dargelegten Wege hergestellt jedoch wurden 97, 7 g Citronensäure je kg trockenes Präparat zugesetzt. Eine sterile Injektionslösung wur de aus dem trockenen Präparat in der in Beispiel 8 beschriebenen Weise zubereitet und ergab eine Ab sorption vom Kaninchenmuskel von 81%.
Beispiel 12 : Ein trockenes Präparat wurde auf dem in Beispiel 10 dargelegten Wege hergestellt jedoch wurden 100 g Citronensäure je kg trockenes Präparat dem Reaktionsgemisch zugesetzt und nacl Wiederauflösung des Niederschlages vor der Wiederausfällung wurden weitere 28,7 g Citronensäure je k ; trockenes Präparat zugegeben. Eine sterile Injektionslösung wurde auf dem in Beispiel 8 beschriebene Wege hergestellt und ergab eine Absorption von 92% vom Kaninchenmuskel.
Beispiel 13 : Ein trockenes Präparat wurde auf dem in Beispiel 10 beschriebenen Wege herge stellt, jedoch wurden 92, 3 g Citronensäure je kg trockenes Präparat dem Reaktionsgemisch zugesetzt, un nach Wiederauflösung des Niederschlages vor der Wiederausfällung wurden weitere 92, 3 g Citronensäure je kg trockenes Präparat zugegeben. Eine sterile Injektionslösung wurde auf dem in Beispiel 8 beschrie benen Wege zubereitet und ergab eine Absorption von 94% vom Kaninchenmuskel.
Beispiel 14 : Ein trockenes Präparat wurde auf folgende Weise erhalten : 21, 0 g Mannit und 75. 0 ! Dextrin wurden in 225 ml destilliertem Wasser aufgelöst. Nach Auflösung dieser zwei Bestandteile be 600C wurden 10, 5 g Citronensäure zugegeben. Zu der gebildeten Lösung wurden 22, 5 ml einer Lösung mit 45,0 g Natriumhydroxyd in 225 ml destilliertem Wasser hinzugefügt. Dann wurden 84, 0 g Ferri chloridhexahydrat aufgelöst in 115 ml destilliertem Wasser in 8 Anteilen zugesetzt. Nach Zugabe jede Teilmenge wurden 23 ml der Natriumhydroxydlösung zum Reaktionsgemisch gegeben.
Nach vollständi
EMI8.1
wurde während eines weiteren Zeitraumes von etwa 30 min auf 600C gehalten, worauf die Mischung au Zimmertemperatur abgekühlt, auf 675 ml verdünnt und mit 2, 7 l 83% igem Äthanol vermischt wurde Nachdem der Niederschlag sich abgesetzt hatte, wurde die Mutterlauge entfernt und der Niederschlag mit 150 ml Alkohol behandelt, der auf dieselbe Konzentration wie die Mutterlauge verdünnt war. Del Niederschlag wurde auf einer Nutsche trocken gesaugt, worauf er unter Rühren bei einer Temperatur vol 50 C in 450 ml destilliertem Wasser mit 3 g kristallisierter Citronensäure aufgelöst wurde.
Der pH-Wer
EMI8.2
<Desc/Clms Page number 9>
83% igem47, 0 g des erhaltenen trockenen Präparates wurden in Anteilen zu einer Lösung von 10, 5 g Mannit in 105 ml destilliertem Wasser bei einar Temperatur von 650C unter Rühren gegeben. Nach 1 h wurde die erhaltene Lösung auf Zimmertemperatur abgekühlt und mit destilliertem Wasser auf 150 ml verdünnt.
Dann wurde die Lösung durch Filterpapier und ein steriles Filter filtriert und in Ampullen abgezogen, die in einem Autoklaven 20 min bei einer Temperatur'von 1200C sterilisiert wurden. Die Lösung, die zur
EMI9.1
sorption von 75% vom Kaninchenmuskel.
Beispiel 15 : Ein trockenes Präparat wurde in folgenderweise erhalten : 7, 0 g kristallisierter Dulcit und 25, 0 g Dextrin wurden in 75 ml destilliertem Wasser bei 450C aufgelöst. 3, 5 g Citronensäure wurden dann zugegeben. Zu der gebildeten Lösung wurden 7 ml einer. Lösung von 15, 0 g Natriumhydroxyd in 75 ml destilliertem Wasser zugefügt. Darauf wurde eine Lösung von 28, 0 g Ferrichloridhexahydrat, aufgelöst in 38 ml destilliertem Wasser, in acht Anteilen unter Rühren und ständiger Erwärmung zugesetzt.
Nach Zugabe jedes Anteiles wurden 7, 5 ml Natriumhydroxydlösung zur Reaktionsmischung gegeben. Nach Beendigung der Zugabe von Ferrichlorid und Base wurde der pH-Wert der Reaktionsmischung auf 8, 25 eingestellt. Die Mischung wurde weitere 30 min auf einer Temperatur von 450C gehalten, worauf sie auf Zimmertemperatur abgekühlt, auf 225 ml verdünnt und mit 900 ml 93% gem Äthanol vermischt wurde.
Nach Absetzen des Niederschlages wurde die Mutterlauge entfernt und der Niederschlag dann mit 50 ml Alkohol behandelt, der auf dieselbe Konzentration wie die Mutterlauge verdünnt war. Der Niederschlag wurde auf einer Nutsche zur Trockne abgesaugt und dann bei einer Temperatur von 60 G in 150ml destilliertem Wasser mit 1, 0 g kristallisierter Citronensäure aufgelöst. Der pH-Wert wurde auf 8, 3 eingestellt und die Erwärmung wurde einige min fortgesetzt. Dann wurde die Lösung auf 300C abgekühlt, filtriert, auf 225 ml verdünnt und wieder mit 900 ml einer 83% eigen Alkohollösung gefällt. Nach 1/2 h wurde die Mutterlauge abgesaugt, und der Niederschlag wurde zweimal mit einer Alkohollösung derselben Konzentration wie die Mutterlauge und dreimal mit unverdünntem Äthanol gewaschen.
Der gewa-
EMI9.2
einen Gesamteisengehalt von 14, 9%.
17, 0 g des so erhaltenen trockenen Präparates wurden unter Rühren zu einer Lösung von 3, - 5 g Dulcit in 40 ml destilliertem Wasser bei einer Temperatur von 600C zugegeben. Nach 1 h wurde die gebildete Lösung auf Zimmertemperatur abgekühlt und mit destilliertem Wasser auf ein Volumen von 50 ml verdünnt. Nach Filtration durch Filterpapier und ein steriles Filter wurde die Lösung in Ampullen abgefüllt,
EMI9.3
Sie ergab eine Absorption von 75% vom Kaninchenmuskel.
Beispiel 16 : Ein trockenes Präparat wurde in folgender Weise hergestellt : 30 ml einer 70% eigen Sorbitlösung und 75, 0 g gereinigtes Dextrin wurden in 225 ml destilliertem Wasser bei 60 C aufgelöst.
52, 2 g einer 50% gen wässerigen Lösung von Gluconsäure wurden darauf zugegeben. Die gebildete Lösung wurde mit 22, 5 ml einer Lösung von 50, 0 g Natriumhydroxyd in 250 ml destilliertem Wasser vermischt. Unter Fortsetzung des Rührens und Erwärmens wurden 200 ml Natriumhydroxydlösung in acht Anteilen zugefügt. Nach Beendigung der Zugabe der Base wurde 1/8 einer Lösung von 84, 0g Ferrichloridhexahydrat in 115 ml destilliertem Wasser zugegeben. Der pH-Wert wurde auf 8, 3 eingestellt und die Reaktionsmischung 1 h unter Rühren auf 600C gehalten. Dann wurde die Lösung auf 300C gekühlt und mit 2720 ml 83% gem Äthanol unter Rühren vermischt.
Nach 1 h wurde die Mutterlauge abgesaugt und der erhaltene Niederschlag auf einer Nutsche mit 150 ml Äthanol derselben Konzentration wie die Mutterlauge gewaschen. Der gewaschene Niederschlag wurde bei einer Temperatur von 600C in 450 ml destilliertem Wasser mit 8, 4 g Gluconsäure aufgelöst und der pH-Wert auf 8, 1 eingestellt. Nach 1/2 h wurde die Lösung auf 300C gekühlt, filtriert und mit destilliertem Wasser auf ein Volumen von 750 ml verdünnt.
Die verdünnte Lösung wurde unter Rühren mit 3000 ml 83% igem Äthanol vermischt und dann die Mutterlauge abgegossen. Der erhaltene Niederschlag wurde mit 150 ml verdünntem Alkohol derselben Konzentration wie die Mutterlauge vermischt und über Nacht stehen gelassen. Die Mutterlauge wurde dann abgesaugt, und der Niederschlag wurde zweimal mit 150 ml verdünntem Äthanol derselben Konzentration wie die Mutterlauge und dreimal mit 150 ml unverdünntem Äthanol gewaschen. Der gewaschene Niederschlag wurde 12 h bei 45 - 500C im Vakuum getrocknet. Das erhaltene Produkt hatte einen Eisengehalt von 13, 50/0'
56, 0 g des erhaltenen trockenen Präparates wurden in Anteilen unter Rühren zu einer Lösung von 15 ml 70% igem Sorbit in 105 ml destilliertem Wasser bei einer Temperatur von 600C gegeben.
Nach 1 h bei 600C wurde die Lösung auf Zimmertemperatur abgekühlt und mit destilliertem Wasser auf ein Volu-
<Desc/Clms Page number 10>
men von 150 ml verdünnt. Die verdünnte Lösung wurde filtriert, in Ampullen abgezogen und in einem Autoklaven 20 min bei einer Temperatur von 120 C sterilisiert. Die sterilisierte Lösung hatte einen Gesamteisengehalt von 51. 1 mg/mI, einen pH-Wert von 7, 65 und eine Absorption von 871o am Kaninchenmuskel.
Beispiel n : Ein trockenes Präparat wurde in folgender Weise erhalten : 30 ml einer 70% igen Sor- bitlösung und 75, 0 g Dextrin wurden zu 225 ml Wasser gegeben. Nach Auflösung dieser Bestandteile bei 600C wurden 11,3 g Weinsäure (Molekulargewicht 150, 05) zugesetzt. Zu der so gebildeten Lösung wur den 40 ml einer Lösung von 50, 0 g Natriumhydroxyd in 250 ml destilliertem Wasser zugesetzt. Dann wurden 184 ml der obigen Base in acht Anteilen hinzugefügt. Nach Zusatz jedes Anteiles wurde ein Achte] einer Lösung von 84, 0 g Ferrichloridhexahydrat in 115 ml destilliertem Wasser zugesetzt. Nach Beendigung dieser Zugaben wurde der pH-Wert auf 9, 2 eingestellt und eine weitere h gerührt und erwärmt. Dann wurde die Lösung auf 300C abgekühlt und filtriert.
Zur filtrierten Lösung wurden 2700 ml 83%iges Äthanol unter Rühren zugesetzt. Nach 1 h wurde die Mutterlauge abgegossen und der erhaltene Niederschlag mit 150 ml Äthanol derselben Konzentration wie die Mutterlauge gewaschen. Der gewaschene Niederschlag
EMI10.1
vermischt. Nach 1/2 h wurde die Mutterlauge abgesaugt und der Niederschlag zweimal mit 150 ml Äthanol derselben Konzentration wie die Mutterlauge und dreimal mit 150 ml unverdünntem Alkohol gewaschen und 12 h im Vakuum bei 45 - 500C getrocknet. Der getrocknete Niederschlag hatte einen Eisengehalt von 15,4%.
EMI10.2
dieser Temperatur 1 h gerührt und dann auf Zimmertemperatur abgekühlt, mit destilliertem Wasser auf ein Volumen von 150- ml verdünnt und filtriert.
Nachdem die Lösung 20 min in einem Autoklaven bei einer Temperatur von 1200C sterilisiert worden war, war sie fertig zur Injektion, hatte einen pH-Wert von 8, 27 und einen Gesamteisengehalt von 51, 6 mg/ml. Sie gab eine Absorption von 620lu am Kaninchenmuskel.
Beispiel 18 : Ein trockenes Präparat wurde auf folgendem Wege erhalten : 30 ml 70% figer Sorbit und 75, 0 g Dextrin wurden zu 225 ml Wasser gegeben. Nach Auflösung dieser Bestandteile bei 600C wurden 10, 0 g Äpfelsäure zugesetzt. Zu der erhaltenen Lösung wurden 22,5 ml einer Lösung von 50, 0 g Natriumhydroxyd in 250 ml destilliertem Wasser zugesetzt. Dann wurde eine Lösung von 84, 0 g Ferrichloridhexahydrat in 150 ml destilliertem Wasser in acht Anteilen zugegeben. Nach Zugabe jedes Anteiles wurde die Reaktionsmischung mit 23 ml Natriumhydroxydlösung neutralisiert.
Nach der achten Neutralisation wurde der pH-Wert auf 8, 2 eingestellt und 1/2 h bei 600C weiter gerührt, worauf die Lösung auf 300C abgekühlt und auf ein Volumen von 675 ml mit destilliertem Wasser verdünnt wurde. Zu der verdünnten Lösung wurden 2700 ml 83% igues Äthanol unter Rühren gegeben. Nach 1 h wurde die Mutterlauge abgegossen und der erhaltene Niederschlag mit 150 ml Äthanol derselben Konzentration wie die Mutterlauge gewaschen. Der gewaschene Niederschlag wurde bei 600C in 450 ml destilliertem Wasser mit 3, 0 g Äpfelsäure aufgelöst, und der PH-Wert wurde auf 8, 2 eingestellt.
Nach halbstündigem Rühren bei 600C wurde die gebildete Lösung auf 30 C abgekühlt, filtriert und mit destilliertem Wasser auf ein Volumen von 750 ml verdünnt. Die verdünnte Lösung wurde mit 3000 ml 83% igem Äthanol unter Rühren vermischt.
Nach 1/2 h wurde die Mutterlauge abgegossen und der erhaltene Niederschlag zweimal mit 150 ml Äthanol derselben Konzentration wie die Mutterlauge und dreimal mit 150 ml unverdünntem Äthanol gewaschen und 12 h im Vakuum bei 45 - 500C getrocknet. Der getrocknete Niederschlag hatte einen Eisengehalt von 15, 2%.
50, 0g des so erhaltenen trockenen Präparates wurden in Anteilen zu einer Lösung von 15 ml 70%obigem Sorbit in 105 ml destilliertem Wasser bei 600C unter Rühren zugesetzt. Nach 1 h Rühren bei dieser Temperatur wurde die gebildete Lösung auf Zimmertemperatur abgekühlt, mit destilliertem Wasser auf ein Volumen von 150 ml verdünnt und filtriert. Nach 20 min langer Sterilisierung bei 1200C in einem Autoklaven hatte die jetzt für die Injektion fertige Lösung einen pH-Wert von 7, 4 und einen Gesamteisengehalt von 54, 6 mg/ml. Sie ergab eine Absorption von 69% am Kaninchenmuskel.
Beispiel19 :DurcheinähnilchesVerfahrenwieimBeispiel1wurdenInjektionslösungenmiteinem Eisengehalt von 50 mg/ml unter Benutzung von zunächst Ferriammoniumsulfat und zweitens Ferrisulfat als Ferriverbindung zubereitet. Die Absorption am Kaninchenmuskel betrug 66% für das Präparat unter Verwendung von Ferriammoniumsulfat und 77% für das unter Benutzung von Ferrisulfat.
<Desc/Clms Page number 11>
Beispiel 20 : Ein trockenes Präparat aus Ferrichlorid, Sorbit, Citronensäure und Glucose wurde unter Verwendung eines ähnlichen Verfahrens wie im Beispiel 1 zubereitet mit der Ausnahme, dass nur eine Ausfällung mitAlkohol durchgeführt wurde. Aus dem trockenen Präparat wurde eine Injektionslösung
EMI11.1
unter Anwendung eines ähnlichen Verfahrens wie im Beispiel 1 zubereitet. Aus dem trockenen Präparat wurde eine Injektionslösung mit 57, 3 mg Eisen/ml Lösung hergestellt. Diese ergab eine Absorption am Kaninchenmuskel von 89%.
Beispiel 22 : Ein trockenes Präparat aus Ferrichlorid, Sorbit, Citronensäure und Dextran mit einem Gehalt an reduzierenden Gruppen je g entsprechend 275 mg Glucose wurde unter Anwendung einer ähnlichen Arbeitsweise wie im Beispiel 1 zubereitet. Aus dem trockenen Präparat wurde eine Injektionslösung mit 50, 1 mg Eisen/ml hergestellt. Diese ergab eine Absorption am Kaninchenmuskel von 88%.
Beispiel 23 : Ein trockenes Präparat aus Ferrichlorid, Sorbit, Citronensäure und Dextrin wurde unter Anwendung einer ähnlichen Methode wie im Beispiel 1 zubereitet. Eine Injektionslösung mit 52, 1 mg Eisen/ml wurde aus dem trockenen Präparat im wesentlichen wie in Beispiel 1 angegeben, hergestellt.
Jedoch wurde ausser Sorbit eine weitere Menge Citronensäure entsprechend 5 g je l Injektionslösung zugesetzt. Diese Injektionslösung ergab eine Absorption von 870/0 am Kaninchenmuskel.
Beispiel 24 : Ein trockenes Präparat wurde durch Auflösung von 25 ml Oxypropylsorbit (Atlas Powder Company Nr. G-2401) und 75, 0 g Dextrin in 225 ml destilliertem Wasser hergestellt. Nach Auflösung dieser Bestandteile bei 600C wurden 10, 5 g Citronensäure zugesetzt. Zu der gebildeten Lösung wurden 22,5 ml einer Lösung von 45, 0 g Natriumhydroxyd in 225 ml destilliertem Wasser zugegeben.
Dann wurden 84, 0 g Ferrichloridhexahydrat, aufgelöst in 115 ml destilliertem Wasser, in 8 Anteilen hin-
EMI11.2
gehalten, worauf sie auf Zimmertemperatur abgekühlt und mit destilliertem Wasser auf 675 ml verdünnt wurde. Dann wurden 2025 ml 83% gen Äthanols zugegeben. Nach Absetzung des anfallenden Niederschlages wurde die Mutterlauge abgetrennt. Der erhaltene Niederschlag wurde mit 150 ml Alkohol derselben Konzentration wie die Mutterlauge behandelt und dann auf einer Nutsche getrocknet. Darauf wurde er bei 600C unter Rühren in 450 ml destilliertem Wasser mit 3, 0 g kristallisierter Citronensäure aufgelöst.
Der pH-Wert der Lösung wurde auf 8,2 eingestellt und die Erwärmung wurde einige min fortgesetzt. Die
EMI11.3
und der Niederschlag zweimal mit 150 ml Alkohol derselben Konzentration wie die Mutterlauge und dreimal mit konzentriertem Alkohol gewaschen. Der gewaschene Niederschlag wurde 15 h im Vakuum bei einer Temperatur von 45 bis 500C getrocknet. Ausbeute : 97, 4 g eines Präparates mit einem Gesamteisengehalt von 15, 3%.
49 g des getrockneten Präparates wurden in Teilmengen zu einer Lösung von 12, 5 ml Oxypropylsorbit in 105 ml destilliertem Wasser bei 600C unter Rühren zugesetzt. Nach 20 min wurde der pH-Wert der Lösung mit Natriumhydroxyd auf 8, 2 eingestellt. Nach 1 h wurde die erhaltene Lösung auf Zimmertemperatur abgekühlt und mit destilliertem Wasser auf ein Volumen von 150 ml verdünnt. Nach Filtrierung durch Filterpapier und ein steriles Filter wurde die Lösung in Ampullen abgefüllt, die 20 min in einem Autoklaven bei 1200C sterilisiert wurden. Die vorbereitete Injektionslösung hatte einen Eisengehalt von 54,0 mg/ml und einen pH-Wert von 7, 1. Sie ergab eine Absorption von 84% am Kaninchenmuskel nach sieben Tagen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.