AT240736B - Sprenggranate - Google Patents

Sprenggranate

Info

Publication number
AT240736B
AT240736B AT33864A AT33864A AT240736B AT 240736 B AT240736 B AT 240736B AT 33864 A AT33864 A AT 33864A AT 33864 A AT33864 A AT 33864A AT 240736 B AT240736 B AT 240736B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
inner jacket
jacket
hand grenade
impact
grenade
Prior art date
Application number
AT33864A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ulbricht Hein Wwe Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ulbricht Hein Wwe Gmbh filed Critical Ulbricht Hein Wwe Gmbh
Priority to AT33864A priority Critical patent/AT240736B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT240736B publication Critical patent/AT240736B/de

Links

Landscapes

  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Sprenggranate 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 tem Polystyrol ist. 



   Der Innenmantel 2 besteht aus zwei in der Längsrichtung des Handgranatenkörpers getrennten Teilen. Längs der Trennfuge 4 sind die beiden Teile des Innenmantels verklebt. 



   Der in Fig. 2 dargestellte Handgranatenkörper unterscheidet sich von dem nach Fig. l lediglich durch den Innenmantel 2, welcher im Falle der Fig. 2 zwar auch aus Polystyrol besteht, ohne jedoch Eisenteile zu enthalten. 



   In den in Fig. l und 2 dargestellten Handgranatenkörpern ist noch nicht die Sprengladung eingefüllt und der Zünder aufgeschraubt. 



   Der Handgranatenkörper nach Fig. l gehört zu einer sogenannten Abwehrhandgranate (Defensivhandgranate), für welche aus militärisch taktischen Gründen eine gute Splitterwirkung gefordert wird. Die wirksamen Splitter sind im Falle der Fig. l als Eisenteile 3 im Innenmantel 2 eingebettet. Der Innenmanteldientdaher inerster Linie als Trägerschichte für die Splitter. Bei einer Handgranate nach Fig. l ist eine sehr gute Splitterwirkung (Splitterdurchschlagsleistung) zu erwarten, denn der Energieaufwand für die Zerlegung des äusseren Gehäusemantels und des Innenmantels bei der Detonation der Sprengladung ist sehr gering, so dass ein grösstmöglicher Anteil der Energie des Sprengstoffes auf die wirksamen Splitter übertragen wird.

   Dies ist eine Folge der Verwendung eines relativ spröden Werkstoffes (Polystyrol) für den Innenmantel 2 und der relativ geringen Wandstärke des schlagzähen Werkstoffes (Polyäthylen) für den äusseren Gehäusemantel 1. Ein solcher Handgranatenkörper weist aber auch wegen des schlagfesten äusseren Gehäusemantels 1 eine ausreichende Resistenz gegenüber stossartigen Beanspruchungen beim Transport und Aufprall am Wurfziel auf und lässt sich wegen des relativ starren Innenmantels 2 nicht leicht deformieren. Der Innenmantel übt demnach auch eine Stützfunktion aus. 



   Diese Verhältnisse gelten auch für den Handgranatenkörper nach Fig. 2, welcher für eine sogenannte Sturmhandgranate (Offensivhandgranate) bestimmt ist, bei welcher man nur eine moralische Wirkung anstrebt. Auchhier geht für die Zerlegung des Handgranatenkörpers sehr wenig Energie verloren. Die Energie der Sprengladung wird aber nicht auf Splitter übertragen, sondern auf die Luft und verursacht Verdichtungsstösse, welche einen eindrucksvollen akustischen Effekt (moralische Wirkung) hervorrufen. 



   Derartige Handgranatenkörper können zweckmässig wie folgt hergestellt werden :
In einem ersten Verfahrensschritt werden in einem Spritzgusswerkzeug die schalenförmigen Hälften   des Innenmantels (Fig. 3, Fig. 4)   hergestellt. An den Verbindungsflächen 5 der schalenförmigen Hälften des Innenmantels sind Stifte 6 und Löcher 7 ausgebildet. Für einen Handgranatenkörper einer Abwehrhandgranate   (Fig. l)   werden gleichzeitig mit der Formgebung der   schalenförmigen   Hälften des In-   nenmantels (imSpritzgussverfahren) Eisenteile   3 mit eingespritzt, indem man diese vor dem Einspritzen des Kunststoffes in die Werkzeughöhlung des Spritzgusswerkzeuges einfüllt, vorzugsweise einrüttelt. 



   In einem zweiten Verfahrensschritt werden nun je zwei fertiggestellte Hälften des Innenmantels verklebt, wobei die Stifte. 6 der einen Hälfte in die Löcher 7 der   andern'Hälfte   eingreifend, eine Zentrierung der beiden Hälften bewirken. Als Klebstoff sei Butyl-Acetat genannt. 



   Der so gebildete Innenmantel wird nun als Kern in ein weiteres Spritzgusswerkzeug eingelegt. Der als
Kern dienende Innenmantel wird dabei von einem mit dem Spritzgusswerkzeug verbundenen Dorn gehalten, welcher im Inneren des Innenmantels in der Ausnehmung   d   am Boden und im Hals 9 des Innenmantels gelagert ist. Der Innenmantel wird hierauf mit dem Werkstoff des äusseren   Gehäusemantels   umspritzt, d. h. dieser Werkstoff wird in flüssigem Zustand in den Raum zwischen der Aussenwandung des als Kern dienenden Innenmantels und der Innenwandung der Werkzeughöhlung eingespritzt. 



   Auf diese Weise erhält man einen völlig nahtlosen äusseren Gehäusemantel, welcher fest am Innenmantel aufliegt, was eine Folge des Schwindens des umspritzten Werkstoffes des äusseren Gehäusemantels nach der Fertigung ist. 



   Ferner wird durch den Wärmeeinfluss beim Umspritzen des Werkstoffes eine Verschmelzung der Werkstoffe des äusseren Gehäusemantels und des Innenmantels eintreten, wodurch der äussere Gehäusemantel und der Innenmantel zu einem einheitlichen Verbundkörper vereinigt werden. 



   Gegenüber den beschriebenen Ausführungsbeispielen sind verschiedene werkstoffmässige, konstruktive und anwendungsgemässige Varianten im Rahmen der Erfindung möglich. Es seien hier nur einige dieser Varianten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, genannt
Als Werkstoffe für den äusseren Gehäusemantel eignen sich neben Polyäthylen in besonderer Weise auch andere thermoplastische hochpolymere, insbesondere hochschlagfeste Werkstoffe (z. B. Polyamid) 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   In den vorstehenden Ausführungen sind vielfach Bezeichnungen wie schlagfest, hochschlagfest, spröd und starr im Zusammenhang mit hochpolymeren Werkstoffen verwendet. Unter einem schlagfesten hochpolymeren Werkstoff soll dabei ein solcher verstanden sein, dessen Schlagzähigkeit grösser als 50   cmkg/cm   ist. Ein hochschlagfester Werkstoff ist ein solcher mit einer Schlagzähigkeit grösser als 100 cmkg/cm2. 



  Als spröde hochpclymere Werkstoffe sind jene zu betrachten, deren Schlagzähigkeit kleiner als 50   cmkgl cm 2.     vorzugsweise kleiner als 20 cmkg/cm2 ist. Ein starrer hochpolymerer Werkstoff soll durch einen Elastizitätsmodul, welcher grösser als 150 kg/mm2, vorzugsweise grösser als 300 kg/mm2 ist, charakterisiert   sein. 



   Als konstruktive Variante sei der Aufbau des Innenmantels aus mehr als zwei vorzugsweise schalenförmigen Teilen erwähnt. Ausserdem muss die Teilung des Innenmantels nicht unbedingt eine Längsteilung, sondern kann auch eine Querteilung sein. Ausserdem kann man den Innenmantel einteilig ausbilden. 



   Wie bereits ausgeführt, können im Innenmantel Metallpartikel eingebettet sein (z. B. Eisenteile in Vierkant-oder Zylinderform). Der Innenmantel kann aber auch als Trägerschichte für andere Wirkstoffe (Brandstoffe, nebelerzeugende Stoffe usw. ) ausgebildet sein. 



   Anwendungsmässigistdie Erfindung nicht auf Handgranaten beschränkt. Auch andere   Sprenggranaten,   wie z. B. Wurfgranaten, können die erfindungsgemässen Merkmale aufweisen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Sprenggranate mit einem äusseren Gehäusemantel aus thermoplastischem hochpolymerem Werkstoff und einem an der Innenwandung des äusseren Gehäusemantels anliegenden, mindestens teilweise aus einem thermoplastischen, hochpolymerenwerkstoffbestehenden Innenmantel, dadurch gekenn- zeichnet, dass an der Berührungsfläche des Aussenmantels mit dem Innenmantel der hochpolymere Werkstoff des Aussenmantels mit dem des Innenmantels verschmolzen (verschweisst) ist.
AT33864A 1961-06-09 1961-06-09 Sprenggranate AT240736B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT33864A AT240736B (de) 1961-06-09 1961-06-09 Sprenggranate

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT33864A AT240736B (de) 1961-06-09 1961-06-09 Sprenggranate

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT240736B true AT240736B (de) 1965-06-10

Family

ID=3672046

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT33864A AT240736B (de) 1961-06-09 1961-06-09 Sprenggranate

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT240736B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69820281T2 (de) Nichttoxisches kleinkalibriges wuchtgeschoss
DE2947165A1 (de) Geschoss mit kinetischer energie
DE1212294B (de) Verfahren zur Herstellung des Gehaeusemantels eines Munitionskoerpers
EP0291845B1 (de) Geschoss mit einem Geschosskern und einem Geschossmantel
DE3039880A1 (de) Geschoss fuer eine glattrohrwaffe
DE602005002639T2 (de) Fragmentierbare granate
DE2155167A1 (de) Ladeeinsatz für Schrotpatronen und Verfahren zum Herstellen desselben
DE19626660C2 (de) Sprenggeschoß
DE2919268A1 (de) Splitterhuelle fuer geschosse, gefechtskoepfe u.dgl. und verfahren zu ihrer herstellung
EP0200856A1 (de) Granatenkörper, insbesondere für Handgranaten
AT240736B (de) Sprenggranate
DE1800848C3 (de) Geschweißtes Panzergehäuse
DE102012023398A1 (de) Teilzerlegungsgeschoss oder Zerlegungsgeschoss mit einem Pb-freien Kern durchzogen mit Sollbruchstellen
DE3741141A1 (de) Splitterkoerper fuer splittergeschosse
DE19722698C1 (de) Übungsgeschoß
AT236841B (de) Verfahren zur Herstellung von splitterwirksamen Sprenggranaten
AT240735B (de) Splitterwirksames Geschoß
CH385677A (de) Verfahren zur Herstellung eines Munitionskörpers und nach diesem Verfahren hergestellter Munitionskörper
AT407088B (de) Bauteil für sicherheitsfahrzeuge
DE819375C (de) Elektrische Sprenganordnungen
DE1174213B (de) Sprenggeschoss
DE2644230A1 (de) Handgranate mit zuendverzoegerung
DE1112350B (de) Bedaempfter, als Hohlkoerper ausgebildeter Koerper und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1134003B (de) Hand- und Wurfgranate
DE1428698A1 (de) Splitterwirksamer Munitionskoerper