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Verfahren zur Feststellung von Unvollkommenheiten des Trägermaterials bei der mechanischen Aufzeichnung von z. B. akustischen Informationen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Feststellung von Unvollkommenheiten des Trägermaterials bei der mechanischen Aufzeichnung von, z. B. akustischen, Informationen auf einen Träger, z. B. auf eine Schallplatte.
, Bei Systemen zum Übertragen oder Wiedergeben von Informationen ist es üblich, diese Informationen in irgendeiner Form aufzuzeichnen und die Aufzeichnung auf das Vorhandensein störender Fehler zu untersuchen,. bevor sie übertragen oder wiedergegeben wird. Je nach der Art des Systems und der Art der Informationsaufzeichnung sind auch die Prüfungsverfahren, wenigstens in Einzelheiten, verschieden.
Sind die akustischen Signale auf einer Schallplattenmatrize aufgezeichnet, von der eine mehr oder weniger grosse Anzahl von Schallplatten hergestellt wird, kann die Aufzeichnungsspur in dieser Matrize auf das Vorhandensein störender Unvollkommenheiten der Rillenwand untersucht werden. Zur Untersuchung von Schallplattenmatrizen kann eine Vorrichtung verwendet werden, bei der solche Unvollkommenheiten der Schallspur mit Hilfe eines Abtastkopfes abgetastet werden, worauf sie nach entsprechender Verstär-
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Signal nicht gross genug ist, um das durch die Unvollkommenheit herbeigeführte"Ticken"oder"Knistern" zu übertönen.
Bei einer aus der deutschen Patentschrift Nr. 1068906 bekannten Vorrichtung dieser Art wird eine Trennung des von der Schallspur abgetasteten Signals in den dem akustischen Signal entsprechenden Anteil und in den von den Unvollkommenheiten herrührenden Anteil dadurch erzielt, dass zwei Abtastnadeln verwendet werden, eine für das akustische Signal und eine für das Störsignal, wobei diese Nadeln die Rille in verschiedener Weise abtasten. Es kann dabei eine gewisse Rillenlänge als Abstand zwischen den beiden Nadeln nicht vermieden werden, so dass zum richtigen Vergleich der durch diese Nadeln abgelesenen Ströme eine Verzögerungsvorrichtung verwendet werden muss.
Das erfindungsgemässe Verfahren vermeidet Nachteile der bekannten Verfahren und weist das Merkmal auf, dass bei der Aufzeichnung ein innerhalb des Gesamtfrequenzbereiches der Signale liegendes schmales Frequenzband aus den Signalen entfernt wird, wobei dieses Band im Vergleich zu dem erwähntenGesamtfrequenzbereich so schmal ist, dass dessen Unterdrückung bei der Wiedergabe der Aufzeichnung fast nicht erkennbar ist und dass zur Überprüfung der Aufzeichnung auf Unvollkommenheiten des Trägermaterials lediglich jenes Frequenzband des Wiedergabesignals, das mit dem bei der Aufzeichnung unterdrücken Frequenzband identisch ist, auf die Anwesenheit von solchen Unvollkommenheiten untersucht wird.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass allfällige störende Fehler in der Aufzeichnung innerhalb dieses schmalen Frequenzbandes in dem kein Signalanteil aufgezeichnet ist und das bei der Prüfung durch Filter leicht abgesondert werden kann, gut erkennbar gemacht werden können, welche Erkennbarkeit durch Steuerung der Verstärkung des innerhalb des schmalen Frequenzbandes liegendenSignalan- teiles durch den ausserhalb dieses Bereiches liegenden Anteil der aufgezeichneten Signale weiter verbessert wird.
Für die Prüfung von Matrizen zurSchallplattenherstellungreichtbeiAnwendung des erfindungsgemä-
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ssen Verfahrens ein Abtastkopf mit einer einzigen Nadel aus.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Feststellung von Unvollkommenheiten von Schallplattenmatrizen wird an Hand der Zeichnung erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 das Frequenzspektrum eines Signals, bei dem ein schmales Frequenzband unterdrückt ist, und Fig. 2 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur Prüfung einer Aufzeichnung von aus elektrischen Signalen bestehenden Informationen auf etwaigeStö- rungen.
Die in derSchallrille der endgültig in grossen Zahlen herzustellenden Schallplatten aufzuzeichnenden akustischen Schwingungen werdenmeist erst auf einem Magnetband aufgezeichnet und dann auf eineLackplatte übertragen. Bei dieser Übertragung wird nun nach der Erfindung ein äusserst schmales Frequenzband, das vorzugsweise bei einer hohen Frequenz von z. B. 5000 Hz liegt, z. B. 5000 : 100 Hz, vollkommen unterdrückt, z. B. mit 60 dB. Aus dieser Lackplatte werden mit Hilfe von meist aus Metall bestehenden Hilfspositiven die Platten hergestellt.
Wenn die Lackplatte frei von Unvollkommenheiten der Rillenwand ist, ist beim Abspielen dieser Platte oder eines aus dieser hergestellten Positivs mit einem Tonabnehmer, dessen Ausgangssignal über einen scharf auf das schmale Frequenzband, das bei der Aufzeichnung unterdrückt wurde, abgestimmten Verstärker geführt wird, das Ausgangssignal dieses Verstärkers nahezu Null.
Sind jedoch in der Rillenwand örtlich Unvollkommenheiten vorhanden, tritt auch innerhalb des un- terdrückten Frequenzbandes einSignal auf und der erwähnte Schmalbandverstärker gibt jeweils, wenn eine solche Fehlstelle den Tonabnehmer passiert, ein Signal ab, dessen Amplitude etwa proportional zur Amplitude und der Dauer der Unvollkommenheit der Rillenwand ist.
In Fig. 1 ist das akustische Signal dargestellt, wie es unter Verwendung der Erfindung in der Lackplatte aufgezeichnet worden ist. Bei einer Frequenz von 5000 Hz wird ein schmales Band fi-f mit einer Breite von etwa 200 Hz nahezu völlig unterdrückt.
Zur Prüfung auf das Vorhandensein von Unvollkommenheiten der Rillenwand wird nach etwaiger Metallisierung dieLackplatte selber oder ein aus dieser Platte hergestelltes Hilfspositiv mitHilfe der in Fig. 2 schematisch gezeigten Vorrichtung abgespielt.
Der Tonabnehmer 1, der ein ganz normaler Tonabnehmer sein kann, ist über einen scharf selektiven Verstärker 2, der im wesentlichen nur Frequenzen zwischen fi und f2 durchlässt und über einen Regelverstärker 5, dessen Zweck noch näher erläutert wird, mit einem Gerät 6 verbunden, das die bei Auftreten von Unvollkommenheiten der Rillenwand am Ausgang des Verstärkers 2 auftretenden Spannungen, nachdem diese den Regelverstärker 5 passiert haben, anzeigt und registriert.
Der Regelverstärker 5 dient dazu, den Schwellwert der Unvollkommenheiten, der eine Registrierung durch das Gerät 6 auslöst, vom Verhältnis zwischen dem Umfang der Unvollkommenheit und dem Signalpegel an der Stelle dieser Unvollkommenheit abhängig zu machen. Die Ausgangsspannung des Tonabnehmers 1 wird zu diesem Zweck mit der ganzen Bandbreite über einen Verstärker 3 verstärkt..
und durch einen Integrator 4 in eine Regelspannung für den Verstärker 5 umgewandelt, welche den Verstärkung- faktor des letztgenannten Verstärkers bei zunehmender Stärke des durch den Tonabnehmer gelieferten Signals herabsetzt und umgekehrt, in der Weise, dass, wenn das letztgenannte Signal stark genug ist, um den von der Unvollkommenheit der Rillenwand herrührenden Anteil des Abtastsignals zu überdecken, der Regelverstärker im wesentlichen gesperrt wird.
Wie schon oben ausgeführt, ist die Erfindung nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt, son- dern kann auch zur Feststellung von Unvollkommenheiten des Trägermaterials bei der mechanischen Aufzeichnung andersartiger Informationen dienen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Feststellung von Unvollkommenheiten des Trägermaterials bei der mechanischen Aufzeichnung von, z. B. akustischen, Informationen auf einen Träger, z. B. auf eine Schallplatte, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Aufzeichnung ein innerhalb des Gesamtfrequenzbereiches der Signale liegendes schmales Frequenzband aus den Signalen entfernt wird, wobei dieses Band im Vergleich zu dem erwähnten Gesamtfrequenzbereich so schmal ist, dass dessen Unterdrückung bei der Wiedergabe der Aufzeichnung fast nicht erkennbar ist und dass zur Überprüfung der Aufzeichnung auf Unvollkommenheiten des Trägermaterials lediglich jenes Frequenzband des Wiedergabesignals, das mit dem bei der Aufzeichnung unterdrückten Frequenzband identisch ist,
auf die Anwesenheit von solchen Unvollkommenheiten untersucht wird.