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Selbsttätige Aufwickelvorrichtung für den Schreibstreifen von
Registrierinstrumenten
Die Erfindung betrifft eine mechanische Vorrichtung, welche ein automatisches Erfassen und Aufwickeln des Schreibstreifens in Registriergeräten ermöglicht. Die bisher verwendete Registriertisch-Kon- struktion erfordert das Einlegen des Schreibstreifens in die Aufwickelwalze mit der Hand, was jedoch die Bedienung kompliziert und Ursache von Störungen ist.
Aus der franz. Patentschrift Nr. 1088377 ist bereits eine selbsttätige Aufwickeleinrichtung für Schreibstreifen von Registrierinstrumenten bekanntgeworden, bei welcher gemäss einer Ausführungsform der Schreibstreifen auf eine Aufwickelwalze mit einer im Raum beweglichen Achse aufgewickelt wird. Diese Achse wird mittels einer Feder gegen eine Rolle gedrückt, wobei der Schreibstreifen zwischen diese beiden Elemente geführt, durch Reibung von ihnen erfasst, getragen und in einer Rolle festgezogen wird. Bei einer andern in der genannten franz.
Patentschrift beschriebenen Ausführungsform hat die Aufwickelwalze mit einer im Räume festen Welle Nuten am Umfang, in welchen elastische Tasthebel angeordnet sind. die den durch ein Leitblech kreisförmig gestalteten Schreibstreifen erfassen und zufolge Reibung mitnehmen. Nach dem Aufwickeln und Festziehen von einigen Windungen befinden sich die Tasthebel in aufgewickeltem Zustand in den Nuten.
Diese bekannte selbsttätige Aufwickelvorrichtung gewährleistet jedoch nicht in allen Fällen eine einwandfreie Schleifenbildung und ermöglicht auch nicht das unbedingt erforderliche rasche Festziehen des Registrierstreifens auf der Aufwickelwalze, da der Anfangsdurchmesser der Schleife in jedem Fall zu gross ist.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer selbsttätigen Aufwickelvorrichtung, die die vorstehend aufgezeigten Nachteile der bekannten Einrichtungen vermeidet und ausserdem einen möglichst einfachen und betriebssicheren Aufbau besitzt.
Dies wird bei einer selbsttätigenAufwickelvorrichtung für denSchreibstreifenvonRegistrierinstrumenten, bei welcher am Ende des Registriertisches ein Leitblech mit Schlitz vorgesehen ist, in welchem eine Andrückvorrichtung befestigt ist, erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Andrückvorrichtung durch eine Rolle gebildet ist, welche drehbar im Schlitz des Leitbleches an der Stelle vorgesehen ist, wo sich das Leitblech am nächsten gegenüber der Aufwickelwalze befindet, wobei das Leitblech drehbar um eine zu der Achse der Aufwickelwalze parallele und höher als dieselbe befindliche Achse angeordnet ist und durch eine Feder an die Aufwickelwalze gedrückt wird,
und dass knapp hinter der Stelle der Berührung der Rolle mit der Aufwickelwalze von dem Leitblech ein an ihm befestigtes elastisches Leitband in den Raum zwischen der Aufwickelwalze und dem Leitblech hervorragt, welches Leitband einen Teil der Mantelfläche der Aufwickelwalze umschliesst, und dass ein weiteres in die engste Stelle des Raumes zwischen der Aufwickelwalze und dem Leitblech herausragendes, den andern Teil des Mantels der Aufwickelwalze umschliessendes elastisches Leitband vorgesehen ist, welches an dem ausschwenkbaren unteren Teil des Tisches drehbar um eine Achse etwa in der Niveauebene der Achse des Leitbleches befestigt ist.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässenkonstruktion ist darin zu sehen, dass es beim Abnehmen des Registrierstreifens von der Aufwickelwalze möglich ist, die Walze einfach herauszunehmen und die Rolle von derselben abzustreifen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in Fig. l in Seitenansicht und Teilschnitt und in Fig. 2 in Stirnansicht und gleichfalls im Teilschnitt veranschaulicht.
Die Registriervorrichtung hat am oberen Ende eine Transportwalze 1 mit Verzahnungen für die Führung des Registrierstreifens 2 mit perforierten Rändern. Das Papierband wird von der Walze über die Tischplatte 3 nach unten geschoben und an den Rändern mittels der nach vorn ausschwenkbaren Leitleisten 4 geführt. Die Spitze der Schreibfeder 5 berührt den Schreibstreifen auf der höchsten Mantelgeraden der Transportwalze und im Laufe ihrer Tätigkeit bewegt sie sich in Richtung dieser Geraden und ist zu ihr vertikal ausschwenkbar.
Die Bestandteile des eigentlichen Aufwickelmechanismus sind auf den in den Seitenwänden der Vorrichtung befestigten Achsen angeordnet. Mit dem unteren, ausschwenkbar um die Achse 3b ausgeführten Teil 3a der Tischplatte ist der Teil 12 des Aufwickelmechanismus fest verbunden. Seine für das Aufwikkeln des Schreibstreifens 2 bestimmte Walze 6 wird mittels eines Satzes von Zahnrädern 7 von der Transportwalze 1 angetrieben, welche wieder durch einen Elektromotor angetrieben wird. Die Aufwickelwalze 6, auf welcher die Rolle des Registrierstreifens gebildet wird, wird mit einer etwas grösseren Geschwindigkeit angetrieben als die Transportwalze 1 (Übersetzung ins Schnelle). Zwischen das Antriebszahnrad der Aufwickelwalze 6 und die eigentliche Walze ist eine Reibungskupplung 8 zwischengeschaltet.
Auf dem unteren Teil des Vorrichtungsgestelles ist ein umgebogenes Leitblech 9 vorgesehen, welches mit einem Ende drehbar um eine mit der Achse der Aufwickelwalze parallele Achse 14 gelagert ist und mit dem andern freien Ende an den Rand der Stirntischplatte an jene Stelle reicht, wo der aufzuwickelnde Streifen den Tisch verlässt.
Das Blech 9 wird in Richtung zur Walze 6 mittels einer Feder 13 gedrückt. Dieses Blech ist an der zur Aufwickelwalze nächsten Stelle mit einer Öffnung versehen, in welcher eine Andrückvorrichtung angeordnet ist, z. B. die veranschaulichte Andrückrolle 10, die mit der Aufwickelwalze parallellaufend und auf dem Blech 9 gelagert ist, welches sie an die Walze 6 längs der Mantelgeraden andrückt. Um die Walze 6 herum befinden sich zwei weitere elastische Leitbänder 11 und 12 einer solchen Gestalt, dass sie den aufzuwickelnden Registrierstreifen am Anfang des Aufwickelns biegen und ihn über den Walzenumfang führen, und mit der Walzenoberfläche einen im wesentlichen ringförmigen Raum bilden.
Das Leitband 11 ist an dem Leitblech 9 befestigt und das Leitband 12 ist, wie schon erwähnt, mit dem um die Achse 3b schwenkbaren Teil 3a der Tischplatte verbunden.
Der Papierschreibstreifen wird von der Registrierstelle 5 in Richtung nach unten mittels der Transportwalze 1 über die Stirntischplatte 3 geschoben, wobei er von den Rändern mit Hilfe der Leisten4 geführt wird. Auf der unteren Kante des ausschwenkbaren Teiles 3a des Tisches wird er in dem Spalt zwischen diesem Teil und dem Leitblech 9 in Richtung zur Aufwickelwalze 6 gebogen.
Im Raum zwischen dem Blech 9 und dem elastischen Leitband 12 wird an der verengten Stelle das Schreibstreifenende zwangsweise zwischen die Aufwickelwalze 6 und die Andrückrolle 10 eingeschoben.
Durch Einfluss der Reibung an der Walzenoberfläche wird er von der Walze erfasst und gezogen, wobei die Geschwindigkeit seines Vorschubes auch weiterhin von der Drehzahl der Transportwalze 1 bestimmt ist.
Die Differenz zwischen der Drehzahl der Aufwickelwalze und der Transportwalze wird durch das Gleiten der Reibungskupplung 8 korrigiert. Wenn der Rand des Registrierstreifens zwischen der Walze 6 und der Rolle 10 hindurchgegangen ist, ist er mittels der Leitbänder 11 und 12 gezwungen, eine sich allmählich schliessende Schleife zu bilden. Sobald sich die Schleife schliesst, wird sie dank der schnelleren Umdrehung der Walze gegenüber der Transportwalze festgezogen. Nach vollständiger Festziehung kommt das Gleiten auf der Reibungskupplung zur Geltung, welche die Differenzen der Umfangsgeschwindigkeiten einstellt. So wird die vollkommene Festziehung des Papierstreifens auf der Aufwickelwalze garantiert.
Um die Reibung auf der Oberfläche der Aufwickelwalze zu erhöhen, wird dieselbe mit Vorteil mit einem Überzug aus einer die Reibung steigenden Masse, z. B. Gummi, versehen, oder die Oberfläche rauh gemacht.
Die in der Zeichnung dargestellte und hier beschriebene Ausführung ist ein Beispiel der Realisierung der Erfindung. Die Einrichtung kann in Einzelheiten im Rahmen der Erfindung auch anders ausgeführt werden. Es können z. B. die elastischen Leitbänder 11,12 nicht aus einem Stück ausgeführt werden, sondern aus mehreren parallel angeordneten Bändern bestehen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung hat ausser dem schon angeführten noch einen weiteren Vorteil, nämlich dass die Papierschleife mit kleinem Anfangs-Durchmesser gebildet wird, so dass der Übergangszustand bis zum Augenblick des Festanziehens des Streifens auf der Aufwickelwalze eine kürzere Zeit in Anspruch nimmt als bei den bekannten Einrichtungen, was eine störungsfreie Funktion garantiert. Dabei ist der Mechanismus sehr einfach und trotzdem billig in der Herstellung. Die erfindungsgemässe Einrich-
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tung hat den weiteren Vorteil, dass es möglich ist, einen Teil des Schreibstreifens auszuschneiden, wobei der neue Rand des Restteils des Streifens im Gerät wieder automatisch erfasst und auf die auf der Aufwikkelwalze 6 schon vorhandene Rolle aufgewickelt wird, was z. B. bei der Einrichtung nach der franz.
Patentschrift Nr. 1088377 nicht möglich ist.
PATENTANS-PRUCH :
Selbsttätige Aufwickelvorrichtung für den Schreibstreifen von Registrierinstrumenten, bei welcher am Ende des Registriertisches ein Leitblech mit Schlitz vorgesehen ist, in welchem eine Andrückvorrichtung befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückvorrichtung durch eine Rolle (10) gebildet ist, welche drehbar im Schlitz des Leitbleches an der Stelle vorgesehen ist, wo sich das Leitblech am nächsten gegenüber der Aufwickelwalze (6) befindet, wobei das Leitblech (9) drehbar um eine zu der Achse der Aufwickelwalze (6) parallele und höher als dieselbe befindliche Achse (14) angeordnet ist und durch eine Feder (13) an die Aufwickelwalze (6) gedrückt wird, und dass knapp hinter der Stelle der Berührung der Rolle (10) mit der Aufwickelwalze (6) von dem Leitblech (9) ein an ihm befestigtes elastisches Leitband (11)
in den Raum zwischen der Aufwickelwalze (6) und dem Leitblech (9) hervorragt, welches Leitband (11) einen Teil der Mantelfläche der Aufwickelwalze (6) umschliesst, und dass ein weiteres in die engste Stelle des Raumes zwischen der Aufwickelwalze (6) und dem Leitblech (9) herausragendes, den andern Teil des Mantels der Aufwickelwalze (6) umschliessendes elastisches Leitband (12) vorgesehen ist, welches an dem ausschwenkbaren unteren Teil (3a) des Tisches drehbar um eine Achse (3b), etwa in der Niveauebene der Achse (14) des Leitbleches (9) befestigt ist.
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