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Selbsttätiger Schliesser für Türen vorzugsweise Pendeltüren, insbesondere Bodentürschliesser
Die Erfindung bezieht sich auf einen insbesondere als Bodentürschliesser verwendbaren Schliesser für
Türen vorzugsweise Pendeltüren, dessen flaches langgestrecktes Gehäuse eine Schliesserwelle führt, die über einen Antriebsnocken einen geradlinig im Gehäuse verschiebbaren Schlitten steuert, der einen mit dem Nocken zusammenwirkenden, Druckfedern einendig stützenden Kopf und die Druckfedern durch- setzende Stangen umfasst, deren freie Endbereiche in die andern Enden der Druckfedern stützenden, be- triebsmässig feststehenden Gegenlagern verschiebbar geführt sind, und die mit einem neben dem An- triebsnocken angeordneten Steuernocken auf einen federbelasteten Kolben einer hydraulischen Dämpfungseinrichtung einwirkt.
Selbsttätige Türschliesser dieser Art haben den Vorteil, dass das anfallende Schliessdrehmoment bei jeder gegebenen Charakteristik der Federanordnung den jeweiligen Anforderungen durch sinngemässe
Gestaltung des Nockens einwandfrei angepasst werden kann. In der Regel werden bei solchen Anordnungen zwei parallelgeschaltete Federn verwendet, die bei jeder Bewegung der Tür gleichmässig belastet werden.
Der beim Gebrauch des Türschliessers auftretende Verschleiss in den Nockengetrieben lässt sich geringhalten, wenn in bekannter Art die Nocken auf Rollen der zu verstellenden Glieder einwirken.
Bei Pendeltürschliessern trägt der durch die als Arbeitsspeicher verwendeten Federn belastete Schiitten zwei Rollen, von denen je nach der Öffnungsrichtung der Tür die eine oder andere wirksam wird. Nur in der Schliesslage liegen beide Rollen gegen den Antriebsnocken an. Die von der Wirkverbindung zwischen der Federanordnung und der Schliesserwelle unabhängige Steuerung der Dämpfungseinrichtung mittels eines neben dem Antriebsnocken auf der Schliesserwelle sitzenden Steuernockens lässt eine freizügige Wahl der jeweils für zweckmässig erachteten Dämpfungswirkung zu und bietet überdies den Vorteil, dass auch im Laufe des Gebrauches etwa entstehender Verschleiss im Triebwerk die einwandfreie Wirkung des Türschliessers nicht beeinträchtigen kann,
weil einerseits der federbelastete Schlitten und anderseits der federbelastete Kolben stets spielfrei gegen die ihnen zugeordneten Nocken der Schliesserwelle anliegen. Die bekannten Türschliesser der eingangs umschriebenen Art genügen jedoch in bezug auf die Fertigungskosten, die Justiermöglichkeiten und die Abmessungen den Anforderungen noch nicht zufriedenstellend.
Man hat z. B. vorgesehen, die Glieder eines solchen Türschliessers insgesamt an einer ein Gehäuse abdeckenden Platte zu haltern. Die mit dem Schlittenkopf fest verbundenen Stangen fassen mit ihren freien Endbereichen in an dem Gehäusedeckel starr befestigte Gegenlager. Zum Justieren der Federvorspannung ist es daher erforderlich, einen in dem Gehäusedeckel angeordneten Stopfen zu lösen, um Schraubenmuttern zugänglich zu machen, die auf den dem Schlittenkopf benachbarten Bereichen der schlittenfesten Stangen verschraubbar sind und die Vorspannung der Federn bestimmen.
Bei solchen Anordnungen besteht naturgemäss die Gefahr, dass beim Justieren, insbesondere bei einem Nachjustieren des eingebauten Schliessers, Schmutzteilchen in den Innenraum des Gehäuses gelangen, die die ordnungsgemässe Arbeitsweise der Dämpfungseinrichtung zumindest beeinträchtigen können.
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Bei diesem vorbekannten Türschliesser sitzt überdies die Dämpfungseinrichtung mit dem ihr zuge- ordneten Steuernocken insgesamt unterhalb der Federanordnung, so dass bei Wahrung praktisch brauch- barer Durchmesser für die Federn einerseits und den Dämpfungskolben anderseits eine recht grosse Bau- höhe anfällt, die die Anwendungsmöglichkeiten des Türschliessers einengt.
Es ist auch ein selbsttätiger, insbesondere für Pendeltüren bestimmter Bodentürschliesser bekannt, bei dem der durch einen Nockenantrieb gesteuerte, in dem. Gehäuse längsverschiebbare Schlitten sowohl auf die Federn als auch auf die Dämpfungseinrichtung einwirkt. Die betriebsmässig feststehenden Federwider- lager sind dem Schlittenkopf benachbart angeordnet. Hiebei ist schon vorgesehen, die Dämpfungsein- richtung zu einer Baugruppe zusammenzufassen, die selbständig montiert werden kann. Die Montage der
Baugruppe in dem Schliesser ist jedoch langwierig, da zum Lösen der Dämpfungseinrichtung aus dem Tür- schliesser noch Schraubmittel betätigt werden müssen, die die Verbindung des Dämpfungskolbens mit dem
Schlitten herstellen.
Ausserdem führen bei solchen Türschliessern der Schlitten und das bewegliche Glied der Dämpfungseinrichtung zwangsläufig gleiche Bewegungen aus, so dass es schwierig ist, die Wirkungen in zufriedenstellender Weise aufeinander abzustimmen.
Die Steuerung der Dämpfungseinrichtung durch den federbelasteten Schlitten erfordert es ausserdem sicherzustellen, dass der Schlitten den Bewegungen der Türschliesserwelle auch dann folgt, wenn auf die geöffnete Tür im Schliesssinne eine äussere Kraft ausgeübt wird. Zu diesem Zweck ist an dem Schlitten eine dritte Rolle vorgesehen, die im Zusammenwirken mit einem zugeordneten Nocken bzw. Nockenbereich der Türschliesserwelle solche Unterbrechungen des Kraftflusses ausschliesst. Derartige Anordnungen setzen jedoch die Einhaltung äusserst enger Genauigkeitsgrenzen in der Form der Nocken und der Anordnung der Rollen voraus, wobei sich überdies jeder etwa beim Gebrauch eingetretene Verschleiss als Spiel äussert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen selbsttätigen Türschliesser der eingangs umschriebenen
Art zu schaffen, der kleine Abmessungen aufweist, einfach herstellbar ist und Beeinträchtigungen der
Betriebssicherheit insbesondere durch Schmutzteilchen ausschliesst.
Dies wird erfindungsgemäss im wesentlichen dadurch erreicht, dass der der Dämpfungseinrichtung zugeordnete Steuernocken zwischen dem Antriebsnocken und dem lösbaren Gehäusedeckel angeordnet wird und die Dämpfungseinrichtung einen dem geöffneten Gehäuse einsetzbaren, eine selbständige Baugruppe darstellenden und in der Einbaulage den Schlittenkopf teilweise überdeckenden Block bildet, und dass die Gegenlager in dem Gehäuse in Richtung der schlittenfesten Stangen verschiebbar geführt und durch von aussen zugängliche'Stellmittel einstellbar sind.
Die Anordnung des der Dämpfungseinrichtung zugeordneten Steuernockens oberhalb des Antriebsnockens, d. 1i. zwischen diesem und dem lösbaren Gehäusedeckel ermöglicht es, die Dämpfungseinrichtung völlig unabhängig von der in dem Gehäuse untergebrachten Federanordnung zu montieren. Damit ergeben sich günstige Abmessungen, ein übersichtlicher Aufbau und eine hohe Betriebssicherheit. Die weiterhin vorgesehene verschiebbare Anordnung der Gegenlager berücksichtigt die Tatsache, dass der die Dämpfungs- einrichtungumfassende Block den Schlittenkopf teilweise überdeckt, so dass etwa in diesem Bereich angeordnete, die Vorspannung der Federn bestimmende Justiermittel nicht ohne weiteres zugänglich wären.
Gleichzeitig wird damit erreicht, dass das Gehäuse zum Justieren der Federvorspannung, d. h. zum Anpassen der Anordnung an die jeweils verwendete Tür nicht geöffnet zu werden braucht, so dass jegliche Verschmutzungsgefahr entfällt.
Die Erfindung lässt sich in mancherlei Arten verwirklichen. Im Interesse eines geringen Verschleisses, d. h. einer langdauernden Brauchbarkeit empfiehlt es sich, in dem die Dämpfungseinrichtung umfassenden Block neben einer Kolben-Zylinder-Anordnung und den zugeordneten Steuermitteln für die Dämpfungsflüssigkeit eine selbständig längsverschiebbar geführte, die Verbindung zwischen dem Kolben und dem Steuernocken herstellende Steuerstange vorzusehen. Bei einer solchen Anordnung werden die betriebsmässig auftretenden, durch den Nockenantrieb hervorgerufenen Seitendrücke insgesamt von der selbständig geführten Steuerstange aufgenommen, so dass der Verschleiss an dem Kolben gering bleibt.
Dies trifft auch zu, wenn gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung die Längsachse der KolbenZylinder-Anordnung gegenüber der Rotationsebene des ihr zugeordneten Steuernockens tiefergelegt bzw. die Längsachse der Steuerstange gegenüber der Kolbenlängsachse zum Gehäusedeckel hin parallel versetzt wird. Dann drückt zwar die Steuerstange aussermittig auf den Kolben, doch bleiben die hiebei an dem Kolben auftretenden Seitenkräfte gering, so dass sie sich ohne weiters in Kauf nehmen lassen. Es wäre übrigens auch möglich, die dem Kolben zugewendete Druckfläche der. Steuerstange gegenüber deren Längsmitte zur Kolbenmitte hin zu versetzen, um von dem Kolben jegliche Seitendrücke fernzuhalten.
Der die Dämpfungseinrichtung umfassende Block kann in dem Gehäuse verschiedenartig befestigt
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werden. Besonders zweckdienlich ist es, ihn mit den Längsseitenwänden des Gehäuses zu verschrauben.
Dies ergibt eine einfache Montage. Ausserdem wird damit das Gehäuse in zweckmässiger Weise versteift, so dass es trotz hoher Belastbarkeit dünnwandig hergestellt sein kann. Es empfiehlt sich ferner, die
Steuerstange von zwei mit freiem Abstand angeordneten Stegen zu bilden, zwischen denen einendig eine gegen den Steuernocken anliegende Rolle gelagert ist. Dann lässt sich die Führung für die Steuerstange schnell und genau bearbeiten und die Beanspruchungen der Führungsflächen bleiben gering, da die die
Kräfte übertragende Rolle zu der Steuerstange mittig liegt.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung empfiehlt es sich, den mit seinem Kopf den die
Dämpfungseinrichtung bildenden, selbständig lösbaren Block teilweise untergreifenden, an den Endbe- reichen seiner Stangen in den Gegenlagern gleitend geführten Schlitten kopfseitig durch Rollen zu führen, denen die radial und axial führende gehäusefeste Laufbahnen zugeordnet sind, welche unmittelbar am
Gehäuse oder an diesem eingesetzten Schienen sitzen. Der Schlitten wird bei einer solchen Ausführung also in seinem mit grösseren Seitendrücken beanspruchten Kopfteil rollend und im Bereich der freien Enden der mit ihm fest verbundenen Stangen gleitend geführt. Die Führungsmittel sind demnach bei raumsparen- der Ausbildung den auftretenden Kräften einwandfrei angepasst.
Eine besonders geringe Breite des Türschliessers lässt sich erzielen, indem an dem Schlittenkopf den Führungsrollen drehbare, mit dem Antriebsnocken zusammenwirkende Druckrollen etwa in der Bewegungs- richtungdes Schlittens vorgelagert werden. Zwar wirken die von den Druckrollen übertragenen Seitenkräf- te dann an gewissen Hebelarmen auf die Führungsmittel des Schlittens ein, doch ist dies unbedenklich, da der Schlitten durch die kopfseitig vorgesehenen Rollen sehr sicher in dem Gehäuse abgestützt wird. Eine besonders einfache Fertigung ergibt sich, indem gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ein
Schlittenkopf mit etwa H-förmigem Querschnitt verwendet wird, der seitliche Randaussparungen trägt, die die Führungsrollen, die Druckrollen und die Anschlussenden der Stangen aufnehmen.
Der hiebei vorgesehene H-förmige Grundquerschnitt des Schlittenkopfes lässt es zu, die Dämpfungeinrichtung weit in das Gehäuse eintauchen zu lassen, so dass dieses nur einer verhältnismässig geringen
Tiefe bedarf. Ein Schlittenkopf der vorerwähnten Art lässt sich besonders einfach herstellen, indem er gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung aus zwei etwa spiegelbildlich gleichen Blechformteile zusammengefügt wird. Bei dem Verbinden dieser Blechformteile können zugleich die Druckrollen, die Führungsrollen und die die Federn durchsetzenden Stangen an dem Schlittenkopf gehaltert werden.
Es ist schon ausgeführt worden, dass die erfindungsgemässe Ausgestaltung es zweckmässig erscheinen lässt, die Gegenlager verstellbar anzuordnen, um die Federvorspannung den jeweiligen Erfordernissen anpassen zu können. In diesem Sinne empfiehlt es sich, für die Gegenlager in dem Gehäuse einen quer zu seiner Längserstreckung verschiebbar geführten Steg vorzusehen, der in seinen die Federn stützenden Endbereichen Führungsdurchbrüche für die Stangen des Schlittens aufweist und im mittleren Längenbereich eine Gewindebohrung für eine seine Stellung im Gehäuse bestimmende Gewindespindel trägt, die drehbar und axial abgestützt eine Querseitenwand des Gehäuses durchdringt. Die hiebei vorgesehene, der Stelleinrichtung nebengeordnete Führung des Steges in dem Gehäuse gewährleistet, dass der Schlitten stets zuverlässig geführt wird.
Um schliesslich die Wirksamkeit der Dämpfungseinrichtung in einfacher Art den jeweiligen Anforderungen angleichen zu können, empfiehlt es sich gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung, in dem die Dämpfungseinrichtung umfassenden Block eine die Wirkung der die Dämpfung bestimmende Regulierschraube derart anzuordnen, dass deren Stellteil aus dem Block vorragt und unter Zwischenschaltung einer Dichtung den Gehäusedeckel bzw. eine diesem eingefügte Hülse durchdringt. Die Schraube ist dann ohne weiteres auch bei dem eingebauten Türschliesser von oben her zugänglich, so dass eine feinfühlige Einstellung erfolgen kann, ohne den Schliesser teilweise demontieren zu müssen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen Bodentürschliesser in teils geschnittener Seitenansicht, Fig. 2 den Türschliesser nach Fig. l gemäss einem Schnitt Il-Il nach Fig. 3, Fig. 3 den Türschliesser nach Fig. l bei abgenommenem Gehäusedeckel teils in Draufsicht, teils in einem Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 4, Fig. 4 einen Schnitt
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in Fig. 1.
Dem dem Ausführungsbeispiel zugrundeliegenden Türschliesser ist in bekannter Weise ein oberseitig offener Einbaukasten 10 zugeordnet, der fest im Boden verankert wird. Zur Justierung seiner Lage in dem Boden während des Befestigens, wie L., betonierens, trägt er in angefügten Winkeln 11 verschraubbare Gewindestifte 12 die Auflagerpunkte bilden, so dass seine Öffnungsebene genau dem Bodenverlauf eingeordnet werden kann. In dem Kasten 10 ist der Türschliesser in an sich bekannter Weise begrenzt justierbar gehaltert.
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Erweisteinoberseitigdurch einen Deckel 13 verschliessbares, vorzugsweise von einem Gussteil gebildetes, in der Grundform rechteckiges Gehäuse 14 auf. Zwischen das Gehäuse 14 und den Deckel 13 ist eine
Flachdichtung 15 geschaltet. Der Deckel 13 wird auf dem'Gehäuse durch Schrauben befestigt, die in
Gewindebohrungen 16 des Gehäuses fassen. Diese sind im Bereich von dem Gehäuse 14 aussenseitig angeformten Nocken 17 angeordnet, denen sich noch Versteifungsrippen 18 anschliessen können. In dem
Gehäuse 14 ist einseitig eine Schliesserwelle 19 drehbar gelagert, die zapfenartig aus dem Gehäuse vorragt und einen Ansatz 20 trägt, der vorzugsweise unmittelbar als unterer Tragzapfen für die Tür verwendet wird, aber auch einen auf die Tür einwirkenden Hebel tragen könnte.
Die Schliesserwelle 19 umfasst unterendig unter Vermittlung eines Radialnadellagers 21 einen von der Unterseite her in eine
Gewindebohrung des Gehäusebodens eingeschraubten Führungszapfen 22.
Die Axialbelastung wird durch ein Axialnadellager 23 aufgenommen. Diese Lageranordnung könn- te durch ein sowohl Radial- als auch Axialkräfte übertragendes Kugellager ersetzt sein. Der obere Teil der Schliesserwelle 19 ist in einem Radialwälzlager 24 geführt, das in einem den Deckel 13 untergreifen- den Ansatz 25 des Gehäuses 14 gehaltert ist. Im Durchtrittsbereich der Schliesserwelle 19 trägt der Ge- häusedeckel 13 Dichtungsmittel 26, die das Austreten von Flüssigkeit aus dem Gehäuse ebenso wie das
Eindringen von. Verunreinigungen ausschliessen. Der Schliesserwelle 19 ist in ihrem den Führungszapfen 22 umfassenden Bereich ein in bezug auf die Längsmittelebene symmetrischer Nocken 27 angeformt, der sich, wie Fig. 3 zeigt, etwa über die Hälfte des Umfanges erstreckt und eine ansteigende Steuerfläche 28 auf- weist.
Diese kann von beiden Seiten her etwa bis zur Symmetrielinie hin stetig ansteigen.
Es ist jedoch auch möglich, die ansteigenden Bereiche auf kleinere Umfangsteile zu beschränken.
Ferner könnte die Steuerfläche 28 des Nockens 27 mulden-bzw. kerbförmige Aussparungen tragen, um die Tür in bestimmten Öffnungslagen festhalten zu können. Die Steuerfläche 28 des Nockens 27 geht beidendig in sich etwa radial zur Schliesserwelle 19 erstreckende Flächenteile 29 über. In gleicher
Längslage mit dem Nocken 27 ist der Schliesserwelle ein Ansatz 30 angeformt, der eineneingenieteten
Zapfen 31 trägt, welcher mit gewissem Spiel eine Bohrung 32 eines Nockens 33 durchsetzt, der auf einem zylindrischen Bereich 34 der Schliesserwelle 19 drehbar sitzt. Der Zapfen 31 könnte auch fest in dem Nocken 33 sitzen und mit Spielin eine Bohrungdes Ansatzes 30 fassen. Der Nocken 33 ist, wie insbesondere
Fig. 3 zeigt, etwa oval geformt, läuft jedoch einendig in eine Spitze 35 aus.
Der den Nocken 33 überragende Teil des Zapfens 31 nimmt in einer Ringnut einen Federring 36 auf, welcher Axialverlagerungen des Nockens 33 auf dem zylindrischen Bereich 34 der Schliesserwelle 19 ausschliesst. Die durch das Übermass der Bohrung 32 bedingte begrenzte Beweglichkeit des Nockens 33 wird in bekannter Weise ausgenutzt, um auch im Bereich der Schliesslage der Tür noch eine wirksame Dämpfung zu erhalten.
In dem der Schliesserwellenanordnung gegenüberliegenden Endbereich des Gehäuses 14 ist eine Brücke 40 angeordnet. Sie ist quer zu ihrer Längserstreckung, d. h. parallel zur Länge des Gehäuses 14 durch Führungsflächen 41 und 42 verschiebbar geführt. Die Endbereiche der Brücke 40 bilden Federwiderlager und tragen Durchbrüche, in denen Stangen 43 verschiebbar sind. Die die Brücke 40 durchragenden Endteile der Stangen 43 tragen je in einer Ringnut einen Federring 44. Die Federringe 44 verhindern, dass die Stangen 43 aus den Bohrungen der Brücke 40 gleiten. Sie schliessen dagegen nicht aus, dass die Stangen sich zum Gehäuseende hin gegenüber der Brücke 40 verschieben. Um solche Verschiebungen zu ermög- lichen, trägt die zugeordnete Querwand des Gehäuses 14 angeformte Kammern 45.
Die Brücke 40 weist eine mittlere Gewindebohrung auf, in die eine Gewindespindel 46 fasst. Diese ist in der Gehäusequerwand 47 drehbar und abgedichtet gelagert und fasst mit ihrem abgesetzten freien Ende 48 in eine Bohrung eines an dem Boden des Gehäuses 14 sitzenden Vorsprunges 49.
Die Gewindespindel 46 ist also zweifach gelagert. Sie weist einen aus dem Gehäuse 14 vorragenden Zapfen 50 auf, der mit zum Angriff eines zum Drehen dienenden Werkzeuges bestimmten Flächenteilen versehen ist. Gemäss dem Ausführungsbeispiel trägt der Zapfen 50 der Gewindespindel 46 Querbohrungen 51. Die Gewindespindel 46 ist in der Einbaulage axial durch einen Federring 52 abgestützt, der sich in der Gebrauchsstellung einer Einsenkung der Querwand 47 des Gehäuses 14 einlegt. Mit Hilfe der Gewindespindel 46 kann die Längslage der Brücke 40 innerhalb des Gehäuses verändert werden, wobei jedoch die Brücke 40 sich stets nur parallel zu sich selbst verlagert, weil sie in den gehäusefesten Führungen 41, 42 abgestützt ist.
Die schon erwähnten Stangen 43, welche einendig die Brücke 40 durchsetzen, bilden Teile eines Schlittens, der in dem Gehäuse 14 längsverschiebbar lagert. Dieser Schlitten umfasst einen starr mit den Stangen 43 verbundenen Schlittenkopf 55, der, wie insbesondere Fig. 4-zeigt, aus zwei vorzugsweise gleichen Blechprägeteilen zusammengefügt ist, wobei deren Rücken aneinanderliegen. Deren Querschnitte
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Wälzlagern laufen. Die Druckrollen 59 wirken mit dem schon erwähnten Antriebsnocken 27 zusam- men.
Die Führungsrollen 58 laufen je in einer Führungsbahn 60, die die Rolle 58 radial und axial führt.
Die Führungsbahnen 60 sind von dem Gehäuse eingesetzten und durch Schrauben 62 befestigten Schienen
63 gebildet, könnten aber auch unmittelbar den Gehäuseseitenwänden eingeformt sein. Zwischen die
Brücke 40 und die dieser zugewendete Stirnfläche des Schlittenkopfes 55 ist je eine Schraubendruckfeder
61 eingespannt, die die zugeordnete Stange 43 umfasst. Die Vorspannung dieser Federn 61 kann gemeinsam durch Drehen der Gewindespindel 46 verändert werden, die die Brücke 40 in dem Gehäuse 14 verschiebt.
Der Schlittenkopf 55 und die sich ihm anschliessenden Teile der Stangen 43 sowie der Federn 61 werden teilweise durch einen Block 70 übergriffen, der eine selbständige Baugruppe bildet und die Dämpfungs- einrichtung umfasst. Der Block 70 ist im wesentlichen als gegliederte Platte ausgebildet, die unterseitig einen Zylinder 71 und eine Geradführung 72 trägt. In dem Zylinder 71 ist ein Kolben 73 verschiebbar.
Der Kolben 73 ist topfförmig ausgebildet und umfasst eine vorgespannte Schraubendruckfeder 74, die sich andernends an einem Zylinderkopf 75 abstützt, welcher mit einem Ansatz 76 abgedichtet in den Zylinder fasst und in dieser Stellung durch Schrauben 77 gehalten wird.
Die Feder 74 belastet den Kolben 73 im Sinne einer Bewegung von dem Zylinderkopf 75 weg. Der Zylinderkopf75 enthält ein als Kugelventil ausgebildetes Rückschlagventil 78, das ein Füllen des Zylinders mit in dem Gehäuse 14 enthaltenem Öl zulässt, wenn der Kolben von dem Zylinderkopf 75 entfernt wird, jedoch ein Abströmen des in den Arbeitsraum gelangten Öles ausschliesst, wenn der Kolben sich zu dem Zylinderkopf hin bewegt. Bei dieser Bewegung des Kolbens fliesst das Öl durch einen Kanal 79 über ein regulierbares Ventil 80. Neben dem regulierbaren Ventil 80 ist ein nicht näher dargestelltes
Sicherheitsventil vorgesehen, das öffnet, wenn der Druck des in dem Arbeitsraum befindlichen Öles einen eingestellten Grenzwert überschreitet.
Das Rückschlagventil 78 und das Regulierventil 80 sind gemeinsam an einen Kanal 81 angeschlossen, der, durch ein Filtersieb 82 abgedeckt, die Verbindung mit dem Innenraum des Gehäuses 14 herstellt.
Das schraubbare Regulierventil 80 weist einen zylindrischen Schaftteil 83 auf, der abgedichtet in eine Buchse 84 des Gehäusedeckels 13 fasst. Das Regulierventil ist also zur Justierung der Dämpfwirkung ohne weiteres von oben her zugänglich. Der Gehäusedeckel könnte statt dessen einen lösbaren Verschlussstopfen aufweisen, unter dem der Kopf des schraubbaren Regulierventil liegt.
Der Kolben 73 liegt mit seiner aus dem Zylinder 71 vorragenden Stirnfläche gegen das ihm zugewendete Stirnende einer Steuerstange an, die von zwei mit freiem Abstand angeordneten Stegen 90 gebildet ist. Die beiden Stege 90 sind durch Bundnietzapfen 91 od. dgl. miteinander starr verbunden. Auf dem an dem dem Kolben 73 abgewendeten Ende der Steuerstange 90 sitzenden Nietzapfen 91 lagert drehbar eine Rolle 92, die mit dem Nocken 33 zusammenwirkt. Die Steuerstange 90 ist in dem Block 70 geradlinig verschiebbar geführt, wie insbesondere Fig. 4 zeigt. Unter dem Druck der Feder 74 liegt der Kolben 73 stets gegen die Steuerstange 90 und diese stets gegen den Nocken 33 an. Im Interesse einer günstigen Raumausnutzung ist die Längsmitte der Steuerstange 90 gegenüber derjenigen des Kolbens 73 zu dem Gehäusedeckel 13 hin versetzt.
Dies lässt es zu, die Dämpfungseinrichtung tief in das Gehäuse 14 eintauchen zu lassen. Der Block 70 ist im übrigen mit den einander gegenüberliegenden Längsseitenwänden des Gehäuses 14 durch Schrauben 93 lösbar verbunden. Das dem Kolben zugewendete Ende der Steuerstange könnte derart abgesetzt sein, dass es mittig gegen den Kolbenboden anliegt.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise des dem Ausführungsbeispiel zugrundeliegenden Türschliessers sei von der in Fig. 3 dargestellten Schliesslage der Tür ausgegangen. In dieser liegen die beiden Druckrollen 59 des Schlittenkopfes 55 gegen die Übergangsbereiche zwischen den Flächenteilen 28 und 29 des Nockens 27 an. Die Schliesslage der Tür wird also sehr sicher aufrechterhalten. Der Dämpfungskolben 73 nimmt auf Grund der dargestellten Form und Lage des ihm zugeordneten Steuernockens 33 im wesentlichen diejenige Endstellung ein, in der er dem Zylinderkopf 75 weitestgehend genähert ist.
Der Schlittenkopf 55 liegt unter Wirkung der in den Federn 61 vorhandenen Vorspannung fest, d. h. spielfrei gegen den Nocken 27 an, während die Rolle 92 sich unter Wirkung der den Kolben 73 belastenden Feder 74 fest gegen den Nocken 33 anlegt. Beim Öffnen der Pendeltür, d. h. beim Drehen der Schliesserwelle 19 in der einen oder andern Richtung wird der Schlitten 55,43 gemäss Fig. 2 und 3 nach rechts verschoben, wobei eine Rolle 59 im Eingriff mit dem Nocken 27 bleibt, während sich der Nocken 27 von der andern Rolle 59 entfernt. Parallel zu dem Zurückschieben des Schlittens 55,43 nach rechts, wobei
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die Federn 61 zusätzlich gespannt werden, d. h. mechanische Arbeit speichern, lässt der Nocken 33 die
Steuerstange 90 und mit ihr den Kolben 73 unter Wirkung der Vorspannung der Feder 74 nach links wan- dern.
Dabei fliesst in den sich vergrössernden Arbeitsraum der Kolben-Zylinder-Anordnung 71,73 Öl aus dem Gehäuse 14 durch den Kanal 81 und das Rückschlagventil 78 nach, wobei das Öl auch das Filtersieb 82 durchströmt. Wird nun die Tür nach dem Öffnen freigegeben, so treibt die in den Federn 61 gespeicherte mechanische Arbeit unter Vermittlung des Nockens 27 die Schliesserwelle 19 im Türschliesssinne an. Die
Tür kann diesem Antrieb jedoch nicht mit beliebiger Geschwindigkeit folgen, weil bei der Schliessbewegung der Nocken 33 über die Steuerstange 90 den Kolben 73 nach rechts bewegt, wobei aus dem Arbeitsraum der Kolben-Zylinder-Anordnung Öl verdrängt wird, das nur durch das Regulierventil 80 entweichen kann, wenn normale Verhältnisse vorliegen. Die Schliessgeschwindigkeit der Tür ist daher begrenzt.
Sofern im
Schliesssinne auf die Tür eine äussere Kraft einwirkt, könnte der Druck des in dem Arbeitsraum der Kol- ben-Zylinder-Anordnung enthaltenen Öles ungünstig hoch werden. Dies wird durch das schon erwähnte, nicht näher dargestellte Überdruckventil ausgeschlossen. In diesem Fall kann die eingestellte Schliess - geschwindigkeit überschritten werden. Das Überdruckventil verhindert jedoch Beschädigungen des Tür- schliessers bzw. der Kolben-Zylinder-Anordnung.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass der erfindungsgemässe Türschliesser stets spielfrei arbeitet, und dass diese Eigenschaft auch durch etwa eingetretenen Verschleiss nicht beeinträchtigt wird. Die Montage des Türschliessers ist einfach, da die Federanordnung und die Dämpfungseinrichtung je völlig, d. h. auch in bezug auf den Antrieb selbständig sind. Damit ergibt sich auch eine günstige Raumausnutzung.
Die dargestellte Ausführung ist, wie schon erwähnt wurde, nur eine beispielsweise Verwirklichung der Erfindung. Diese ist nicht darauf beschränkt. Es sind vielmehr noch mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich. Der Türschliesser könnte beispielsweise auch einem Türrahmen eingelagert werden. Seine Bauteile lassen sich gegenüber dem Ausführungsbeispiel abweichend ausgestalten und anordnen. Der Türschliesser kann selbstverständlich auch für nur einseitig öffnende, d. h. in der Schliessstellung gegen einen Anschlag anliegende Türen verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Schliesser für Türen vorzugsweise Pendeltüren, insbesondere Bodentürschliesser, dessen flaches langgestrecktes Gehäuse eine Schliesserwelle führt, die über einen Antriebsnocken einen geradlinig im Gehäuse verschiebbaren Schlitten steuert, der einen mit dem Nocken zusammenwirkenden, Druckfedem einendig stützenden Kopf und die Druckfedern durchsetzende Stangen umfasst, deren freie Endbereiche in die andern Enden der Druckfedern stützenden, betriebsmässig feststehenden Gegenlagern verschiebbar geführt sind, und die mit einem neben dem Antriebsnocken angeordneten Steuernocken auf einen federbelasteten Kolben einer hydraulischen Dämpfungseinrichtung einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der der Dämpfungseinrichtung zugeordnete Steuernocken (33) zwischen dem Antriebsnocken (27)
und dem lösbaren Gehäusedeckel (13) angeordnet ist und die Dämpfungseinrichtung einen in der Einbaulage den Schlittenkopf (55) teilweise überdeckenden, in an sich bekannter Weise eine selbständige Baugruppe darstellenden und dem geöffneten Gehäuse (14) einsetzbaren Block (70) bildet, und dass die Gegenlager (40) in dem Gehäuse (14) in Richtung der schlittenfesten Stangen (43) verschiebbar geführt und durch von aussen zugängliche Stellmittel (46) einstellbar sind.