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Feldhäcksler
Die Erfindung bezieht sich auf einen Feldhäcksler mit einem Gestell, das ein Abfuhrrohr für das Erntegut, ein als Abschneider, Häcksler und Förderorgan für das Emtegut dienendes Schneidglied, z. B. eine Messertrommel und ein zusätzliches Gebläse aufweist.
Bei den bekannten Häckslern wird das Gut durch den Ventilator geleitet, was zu Verstopfungen führt.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Mangel zu beheben und erreicht dies dadurch, dass das zusätzliche Gebläse ausserhalb des Abfuhrrohres vorgesehen ist und zwischen der Zufuhröffnungund der Abfuhröffnung in dieses ausmündet.
Damit der Feldhäcksler auch nur als Fördergerät, wenn das Schneidglied im Stillstand ist, benutzt werden kann, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung das Abfuhrrohr des Häckslers mit einer zusätzlichen Zufuhröffnung für bereits abgeschnittenes Gut versehen, die vorzugsweise trichterförmig gestaltet ist. Hiebei ist es zweckmässig, wenn die zusätzliche Zufuhröffnung in der Fahrtrichtung gesehen, an der Hinterseite des Abfuhrrohres angeordnet ist.
Damit der grösste Erfolg erzielt wird, wenn man das Gebläse zusätzlich bei der Abfuhr des vom Schneidglied abgeschnittenen Gutes benutzt, kann gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung das zusätzliche Gebläse in der Fahrtrichtung gesehen, hinter dem Schneidglied angeordnet sein. wobei es zweckmässig ist, wenn der Gebläseraum des zusätzlichen Gebläses oberhalb des Schneidgliedes ausmündet. Der Gebläseraum des zusätzlichen Gebläses kann aber auch unter der zusätzlichen Zufuhröffnung ausmünden.
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Klappe versehen. Damitin Richtung des Pfeiles 71 drehen, wobei das Erntegut durch das Schneidglied in das Abfuhrrohr 70 gewor- fen wird. Auch dieses Schneidglied kann eine Gebläsewirkung ausüben, so dass eine Luftströmung im Rohr 70 entsteht.
Zur Verstärkung dieser Luftströmung ist der erfindungsgemässe Feldhäcksler mit einem zusätzlichen Gebläse 72 versehen, welches auf der Achse 64 angeordnet ist. Der Antrieb des Gebläses 72 und des Schneidgliedes 57 erfolgt durch ein Zahnradvorgelege 73, das mittels Wellen 74 und 75 von der Zapfwelle des Schleppers 56 her angetrieben werden kann. Der Antrieb der Achse 64 erfolgt über das Zahnradvorgelege 73 mittels eines Kettenrades 76, einer Kette 77 und eines auf der Achse 64 angebrachten Kettenrades 78. Das Schneidglied 57 wird von der Achse 64 her durch eine Riemenscheibe 79 od. dgl., einen Keilriemen 80 und eine auf der Achse 59 angebrachte Riemenscheibe 81angetrieben.
Die Vorrichtung mit dem zusätzlichen Gebläse eigent sich auch dazu, das Gut vom Wagen oder von andern Stellen her in Speicher zu fördern.
Die Drehung des Schneidgliedes 57 kann abgeschaltet werden, worauf nur das zusätzliche Gebläse 72 wirksam bleibt. Zum Fördern des Gutes in einen Speicher ist auf der Hinterseite des Abfuhrrohres 70 eine Zufuhröffnung 82 vorgesehen, in welcher das Gut geworfen werden kann, das anschliessend durch die vom zusätzlichen Gebläse 72 erzeugte Luftströmung in Richtung des Pfeiles 83 durch das Abfuhrrohr 70 abgeführt wird. Die Zufuhröffnung82 ist nahe der Mündung des Ventilators 72 mit einer Klappe 98 versehen, die unter Federdruck nach unten ausweichen kann. Dadurch wird verhindert, dass die zugeführte Luft durch die Zufuhröffnung82 entweicht. Das obere Ende des Abfuhrrohres 70 trägt eine Kappe 84, die durch einen Draht 85 und eine Stange 86 betätigt werden kann.
Das obere Ende des Abfuhrrohres 70 ist in Teile
94 und 95 geteilt, die zueinander und in bezug auf das Abfuhrrohr 70 schwenkbar angeordnet und mittels der Stifte 96 und 97 verriegelbar sind. Dadurch ist es möglich, sehr grosse Unterschiede in der Auswerfrichtung des Gutes zu erzielen, was insbesondere für das Fördern in Speicher von Bedeutung ist.
Das Schneidglied 57 kann mit einem grösseren oder kleineren Druck auf dem Boden aufruhen. Dazu ist die Achse 59 mit den Rahmenbalken 62 und 63verbunden, und wie es für die Stange 87 dargestellt ist. sind Federn 89 und 90 beiderseits eines Hebels 91 angebracht, der um eine Achse 92 schwenkbar ist.
Der Druck des Schneidgliedes 57 auf den Boden lässt sich durch Verstellung eines Hebelarmes 93 ändern, mit dem die Achse 92 verbunden ist.
Die in Fig. 2 hinter dem Schlepper angebrachte Vorrichtung kann zufolge der teleskopartigen Ausbildung des Zugarmes 54 auch neben dem Schlepper angeordnet werden. Damit in der Arbeitslage, in welcher der Häcksler neben dem Schlepper arbeitet, doch ein sicherer Antrieb des Zahnradvorgeleges 73 gewährleistet ist, ist zwischen der Welle 74 und der Welle 75 ein Zahnradvorgelege 98 angeordnet, das über der lotrechten Schwenkachse 99 des Armes 55 liegt.
Der Feldhäckler nach Fig. 2 ist zum Ankuppeln eines Wagens auf der Hinterseite mit einer Öse 99 versehen., die in der Mitte hinten am Häcksler angebracht ist, wogegen eine Öse 100 seitlich des Häckslers vorgesehen ist. Die Öse 100 lässt sich vorteilhaft anwenden, wenn der Wagen etwas seitlich vom Häcksler fahren soll, so dass das Schneidglied nahe an den Feldrainen wirksam seinkann. Das Schneidglied 57 kann auch zum Aufnehmen bereits gemähten Grases von dem Boden und zum Fördern desselben durch das Abfuhrrohr 70 benutzt werden. In dieser Arbeitslage wird die Vorrichtung zweckdienlich hinten am Schlepper angehängt, wie dies in Fig. 2 veranschaulicht ist.
Auch ohne zusätzliches Gebläse 72 könnte der Häcksler beim Stillstehen das durch die Zufuhröffnung 82 aufgegebene Gut durch das Abfuhrrohr fördern, wenn das Schneidglied so hoch über den Boden gehoben wird, dass es frei drehbar ist und eine Luftströmung erzeugt, welche das Gut durch das Abfuhrrohr fördert. Die Zufuhröffnung kann in diesem Falle auch auf der Vorderseite des Abfuhrrohres 70 angebracht werden
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