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Verfahren zur Kennzeichnung von Klarsichtpackungen
Es ist bekannt, aus Kunststoff-Folien oder Schläuchen, die aus einem weitgehend durchsichtigen Ma- terial bestehen, sogenannte Klarsichtpackungen herzustellen. Im allgemeinen werden die Klarsichtpak- kungen zur Kennzeichnung des Inhaltes mit Etiketten versehen. Diese werden leicht, insbesondere beim
Gebrauch der Packung, beschädigt, unleserlich oder auch abgelöst. Eine Kennzeichnung durch direkte Be- druckung auf der Aussenseite der Klarsichtpackungen hat zwar gegenüber einem Etikett gewisse Vorteile, jedoch ist eine derartige Bedruckung ebenfalls noch in erheblichem Masse Ausseneinwirkungen ausgesetzt und zeigt im allgemeinen nur einen matten Glanz im Druckbild.
Es w urde nun gefunden, dass man diese Mängel weitgehend beseitigt, wenn man sich des nachstehend beschriebenen Verfahrens zur Kennzeichnung von aus schlauchförmigem Material, insbesondere Kunst- stoffschläuchen, hergestellten Klarsichtpackungen bedient. Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass schlauchförmiges Material von aussen bedruckt und dann gewendet wird, wobei zum Umwenden der Schlauch mit seinem Ende auf einem Rohr oder einem Rohrstück befestigt und auf die Schlauchfläche am Rohranfang ein Druck ausgeübt wird.
Bei dem Aufdrucken ist es selbstverständlich wegen des Umwendens zu beachten, dass die Schrift hinterher in normaler Form erscheint. Daher ist im allgemeinen ein seitenvertauschter bzw. spiegelbildlicher Aufdruck zu verwenden.
Das Verfahren gestattet es, elastische Kunststoffschläuche, insbesondere auch in Längen von 1 m bis 50 m oder auch gegebenenfalls noch grössere Längen, wie sie oft in der Praxis vorkommen, umzuwenden.
Es ist im allgemeinen zweckmässig, dabei ein längeres Rohr zu verwenden, da dieses dann gleichzeitig als Führungsrohr dienen kann. Im einfachsten Fall kann das Rohr jedoch auch aus einem Ring bestehen, der breit genug ist, um den Schlauch daran zu befestigen. Die Befestigung kann erfolgen mit Hilfe von Klemmvorrichtungen oder aber durch eine am Rohranfang an der Aussenseite des Rohres befindliche wulstförmige Verdickung, über die der Schlauch gespannt werden kann.
Bei der Herstellung von Klarsichtpackungen werden im allgemeinen sehr dünnwandige, jedoch hochelastische Kunststoffschläuche verwendet, die auf einer Rolle aufgewickelt werden können. Wird ein derartiger Schlauch unter Abwickeln von der Rolle an dem Rohr befestigt, so bildet sich am Rohranfang eine Fläche, auf die erfindungsgemäss der Druck ausgeübt wird. Zur Erzeugung des Druckes können Gase, vorzugsweise Luft, aber auch Flüssigkeiten, verwendet werden.
Eine besondere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass der umzuwendende Schlauch sich in einem geschlossenen und mit dem Rohr verbundenen Behälter befindet, wobei das Innere unter Druck gesetzt wird. Eine derartige Anordnung ist in der Fig. l dargestellt. Dabei bedeutet das Rohrstück mit Wulst D zur Befestigung des Schlauches. Der von einer Rolle abgezogene Schlauch wird zwischen zwei Führungrollen U geleitet und auf die am Rohranfang gebildete Schlauchfläche C ein Druck P ausgeübt. Dabei schiebt sich diese in das Rohr hinein unter Umwendung des Schlauches. Die Druckzufuhr erfolgt über den Stutzen A und kann durch das Manometer M kontrolliert werden. Das Rohrstück ist im übrigen mit dem geschlossenen Behälter B verbunden.
Wie weiterhin gefunden wurde, kann man nach einer andern Arbeitsweise auf den geschlossenen Behälter auch verzichten, wenn man durch Evakuierung des Rohres einen Druck auf die Innenfläche des
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Schlauches ausübt. In diesem Fall ist es jedoch notwendig, ein längeres Rohr zu verwenden, während dies bei der vorstehend beschriebenen Arbeitsweise nicht unbedingt notwendig, aber zweckmässig ist.
Eine geeignete Ausführungsform ist in der Fig. 2 dargestellt. Auf das Rohr R, welches an einem Ende verschlossen ist und am andern Ende einen ringförmigen Wulst D zum Aufschieben bzw. Befestigen des
Schlauchendes enthält, wird der Kunststoffschlauch aufgeschoben. Am Ende des Rohres in der Verschluss- kappe A ist eine Pumpe (nicht eingezeichnet) über einen Dreiwegehahn H angeschlossen. Sobald an das Rohr Vakuum angelegt wird, stülpt sich der Schlauch ein und wendet sich fortwährend um. Er wickelt sich dabei gleichzeitig von einer Vorratsrolle, die nicht gesondert eingezeichnet ist, ab.
In der Fig. 2 ist die Phase dargestellt, in der bereits ein Teil des Schlauches umgestülpt ist, wobei der
Druck P auf die Schlauchwand C einwirkt. Durch Druckänderung kann gewünschtenfalls die Geschwindigkeit des Umstülpens variiert werden. Der Umstülpvorgang wird dadurch beendet, dass der umgestülpte
Schlauch das Ende des Rohres erreicht oder durch Wegnahme des Vakuums. Es ist zweckmässig, ein Rohr zu verwenden, dessen Durchmesser etwa 20-30 % grösser als der des zu wendenden Schlauches ist, sofern es sich um Schläuche mit einer hinreichenden Elastizität, wie sie vorzugsweise bei Klarsichtpackungen verwendet werden, handelt.
Eine besondere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass das Umwenden des Schlauches vorzeitig, vorzugsweise nach Umwenden etwa der halben Schlauchlänge, abgebrochen wird. Bei dieser Arbeitsweise erhält man doppelwandige Schläuche. Eine derartige Arbeitsweise ist beispielsweise dann von Interesse, wenn die Hülle der Verpackung verstärkt und insbesondere der Aufdruck, der auf die Innenseite gelangt, vor dem Angriff durch das Füllgut geschützt werden soll. Im allgemeinen ist jedoch ein derartiger Schutz nicht erforderlich, da im hinreichenden Masse Druckfarben im Handel erhältlich sind, die einen gegen den Inhalt der Packung unempfindlichen Aufdruck gestatten.
MitHilfe der oben beschriebenen Arbeitsweise zum Umwenden der bedruckten Schläuche ist insofern noch ein weiterer vorteilhafter Spielraum verbunden, als diese Arbeitsweise nicht nur zum Umwenden von elastischen Schläuchen, sondern auch von solchen Kunststoffschläuchen, die eine erhebliche Plastizität besitzen, geeignet ist.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, durchscheinendes Papier, welches in Form eines endlosen Streifens zugeführt wird, auf der Rückseite mit Spiegelschrift zu bedrucken. Das hier zu lösende Problem, das bedruckte und in Schlauchform vorliegende Material nach dem Drucken umwenden zu müssen, liegt bei diesem bekannten Verfahren nicht vor, so dass die vorstehend beschriebene Arbeitsweise hiedurch nicht nahegelegt wurde.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Kennzeichnung von aus schlauchförmigem Material insbesondere Kunststoffschläu- chen hergestellten Klarsichtpackungen, dadurch gekennzeichnet, dass schlauchförmiges Material von aussen bedruckt und dann gewendet wird, wobei zum Umwenden der Schlauch mit seinem Ende auf einem Rohr oder einem Rohrstück (R) befestigt und auf die Schlauchfläche (C) am Rohranfang ein Druck ausge- übt wird.