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Dichtungsanordnung für eine Dreh- oder Schwenkverbindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Dichtungsanordnung für eine Dreh- oder Schwenkverbindung zwischen einem zweiteiligen Gehäuse und einem darin drehbaren Teil mit einem letzteren koaxial durchsetzenden und sich in das Gehäuse erstreckenden ortsfesten Rohr unter Verwendung eines Packungsringes, bestehend aus einem flachen Streifen aus Kunststoff in Form einer Schraubenlinie, von dem jedes Ende federartig verjüngt ausgebildet ist, wobei diese Enden in einer sich überlappenden Stellung liegen.
In vielen Industriebetrieben, z. B. in der Papier- und Textilindustrie, wird eine durch Dampf erhitzte Walze zur Trocknung gewisser Produkte benutzt. Dabei wird Hitze von der Walze auf das Produkt übertragen, um die Verdampfung von Feuchtigkeit aus dem Produkt zu fördern. Dies führt zu einer Ver- . nir erung der Temperatur der Walze, wobei Dampf in der Walze kondensiert. Das kondensierte Wasser sammelt sich in der Walze und muss entfernt werden, um die Walze unter maximalem Wirkungsgrad zu halten. Die Entfernung des Kondensates erfolgt üblicherweise mittels eines Siphonrohres, das in eine Drehverbindung eingeführt ist, die an einem Ende der Walze bei der Achse liegt. Die Drehverbindung dient sowohl alsDurchlass für Dampf in die Walze, als auch als Auslass für das in der Walze gebildete Kondensat.
Da Auslecken von Dampf aus der Verbindung unerwünscht ist, wird eine Dichtung zwischen die sich relativ gegeneinander drehenden Teile der Drehverbindung eingesetzt, die Leckverluste unterbindet. Der Ersatz einer solchen Dichtung durch eine neue erfolgt normalerweise so, dass die Drehverbindung völlig auseinandergenommen wird, was in der Regel viel Zeit benötigt, während der die Produktionsanlage still- gelegt werden muss.
Die erfindungsgemässe Dichtungsanordnung bezweckt die Schaffung einer verbesserten Dreh- oder Schwenkverbindung, bei welcher der Packungsring ohne völliges Auseinandernehmen der Verbindung eingebaut bzw. ersetzt werden kann, ohne dass die Drehverbindung von einem der Teile, die sie drehbar miteinander verbindet, gelöst werden muss.
Die erfindungsgemässe Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die aussenliegenden Teile der
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Bildung einer statischennamischenDichtung gleitend am Ende des drehbaren Teiles anliegen. Mit der erfindungsgemässen Anordnung ist es möglich, den Ring auf einer Welle einzubauen, deren Enden unzugänglich sind, wobei die neben der Welle befindlichen Schlitze oder Einschnitte im Betrieb sich selbst wieder dicht schliessen.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Anordnung wird in der Beschreibung näher erläutert, in der auf die Figuren Bezug genommen wird. Es zeigen :
Fig. 1 einen Axialschnitt durch den Erfindungsgegenstand, Fig. 2 eine perspektivische AnsichtdesPakkungsringes und Fig. 3 eine Seitenansicht desselben.
In Fig. l ist eine bekannte Schwenkrohrverbindung 10 dargestellt, wie sie in der Regel als Verbindung zu dampferhitzten Walzen von Trocknungsmaschinen benutzt wird. Sie weist ein Rohrstück 14 auf, an dessen einem Ende sich ein Aussengewinde 16 befindet, das in die Nabe der Trockenwalze eingeschraubt werden kann. Ferner ist ein Sockel 18 an der Schwenkverbindung 10 vorgesehen, in dem das andere Ende 20 des Rohrstückes drehbar liegt. Am Sockel 18 ist ein Verbindungskörper 22 mit einer Mehrzahl von Kopfschrauben 24 befestigt, die sich durch ringsum im Abstand voneinander befindliche Löcher 26 in einem Flansch 30 des Verbindungskörpers 22 befinden. Die Schrauben sind in Gewindelöcher 28 in einem Flansch
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32 des Sockels 18 eingeschraubt.
Der Sockel 18 und der Verbindungskörper 22 bilden derart zusammen das Gehäuse 31 der Schwenkverbindung 10, in welcher das Rohrstück 14 drehbar ist.
Zu der Drehverbindung 10 führt ein Dampfeinlass 34, der durch eine Querbohrung 36 und eine mit dieser in Verbindung stehende Längsbohrung 38 im Verbindungskörper 22 gebildet ist, welche sich in das
Innere 40 des Rohrstückes 14 öffnet. Ein Siphonrohr 42 liegt koaxial im Rohrstück 14 in Abstand von dessen Innenwand. Das Rohr 42 erstreckt sich in der Längsbohrung 38 koaxial zu dieser in Abstand von ihrer Innenwand. Das Rohr 42 ist in ein Ende 44 eines Auslasses 46 im Verbindungskörper 22 einge- schraubt.
Der Aussenumfangsbereich des Packungsringes 12 ist zwischen die einander gegenüberstehenden Flä- chen 48 und 50 der Flanschen 30 bzw. 32 eingeklemmt, wenn die Flanschen durch Anziehen der Bol- zen oder Kopfschrauben 24 zusammengezogen werden, so dass sich eine statische Dichtung ergibt, die
Leckverluste von Dampf durch diese Verbindung verhütet. Ein unter Federwirkung stehender Druckring
52 liegt in einer Gegenbohrung 54 in der Oberfläche 48 des Flansches 30 und drückt gegen die ihm zu- nächst stehende Oberfläche des Ringes 12, um weiterhin die Gleitdichtung des inneren Umfangsbereiches mit dem inneren Ende des Rohrstückes 14 zu sichern.
Die Dichtung 12 (Fig. 2 und 3) besteht aus einem schmalen Streifen 60 eines Materials, wie etwa
Polytetrafluoräthylen von geeigneter, im wesentlichen gleichmässiger Dicke. Der Streifen 60 ist schrau- bengängig gewunden und in axialer Richtung dünn und in radialer Richtung breit. Die Seitenkanten des Streifens bilden die innere und äussere Umfangkante 64 und 66 des Ringes 12. Da der Streifen 60 über sei- ne Länge eine gleichmässige Breite hat, liegen die inneren und äusseren Kanten 64 und 66 des Ringes 12 konzentrisch.
Die einander gegenüberliegenden Enden 68 des Streifens 60 sind in Längsrichtung zugespitzt oder ver- jüngt, wie bei 70 angedeutet (Fig. 2 und 3), so dass die axialen Stirnflächen des Ringes 12 im wesentlichen ununterbrochene glatte Oberflächen haben, welche die Flächen 48 und 50 der Schwenkverbindung 10 berühren. Die zugespitzten Endteile des schraubengängigen Packungsringes liegen einander überlappend, so dass die installierte Dichtung um ihren Umfang im wesentlichen gleichmässig dicht ist.
Zum Einbau einer Dichtung 12 in die Schwenkverbindung 10 werden die Kopfschrauben 24 zunächst gelöst, so dass die Flanschen 30 und 32 voneinander getrennt werden können. Ein Ende 68 der Dichtung 12 wird dann in den Raum zwischen die Flächen 48 und 50 eingefügt ; danach wird der Teil des Streifens, der noch ausserhalb der Schwenkverbindung ist, in den genannten Raum hineingeschraubt, bis der Streifen zur Gänze zwischen den Flächen 48 und 50 liegt. Die Flanschen 30 und 32 des Körpers 22 bzw. des Sockels 18 werden dann mittels der Kopfschrauben 24 miteinander verbunden, wobei der Aussenumfangsbereich des Ringes 12 zwischen die Flanschen 30 und 32 eingeklemmt wird, und der Innenumfangsbereich der Dichtung in dichtenden Gleitsitz auf das innere Ende des Rohrstückes 14 mittels des Druckringes 52 gedrückt wird.