AT236191B - Mit Ziffern betätigbare Steuereinrichtung für Servomotoren - Google Patents

Mit Ziffern betätigbare Steuereinrichtung für Servomotoren

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AT236191B
AT236191B AT888062A AT888062A AT236191B AT 236191 B AT236191 B AT 236191B AT 888062 A AT888062 A AT 888062A AT 888062 A AT888062 A AT 888062A AT 236191 B AT236191 B AT 236191B
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measuring
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AT888062A
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Jenoe Dipl Ing Svingor
Jenoe Dipl Ing Baratossy
Zoltan Dipl Ing Hadik
Dezsoe Dipl Ing Schlosser
Janos Dipl Ing Varga
Ferenc Dipl Ing Zatonyi
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Szerszamgepfejlesztoe Intezet
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  • Control Of Position Or Direction (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Mit Ziffern betätigbare Steuereinrichtung für Servomotoren 
Es wurde bereits vorgeschlagen, eine Steuereinrichtung für Servomotoren zu bauen, deren Wesen darin besteht, dass eine Rolle, die sich an einer gleichmässig umlaufenden Spindel abwälzt, infolge der Schräge ihrer Umlaufebene sich in   der Richtung der Spindellängsachse   mit einer bestimmten Geschwindigkeit fortbewegt. Falls die Schräge eine Änderung erfährt, so verschiebt sich die Spindel, wobei dieser Umstand für Steuerungszwecke ausgenützt werden kann.

   Die Speicherung der die Bewegungsfolge bestimmenden 
 EMI1.1 
 schrauben usw.), die sich an einem entsprechenden Anschlagsystem einstellen lassen, u. zw. in der Weise, dass ein Taster der Rolle des mit einer Wälzspindel versehenen hydromechanischen Servomotors bei den Abschnittgrenzen desBewegungszyklus an denEnden von auf einer Anschlagtrommel befestigten Lamellen abgestützt wird. Die Koordinaten der Abschnittsendpunkte werden durch die Einstellung der Lamellen längs der Achsrichtung der Trommel - oder bei Bewegungsfolgen, die aus mehreren Komponenten zusammengesetzt sind der Trommel - bestimmt. Dreht sich die Trommel um eine Teilung weiter, so setzt sich   z.

   B.   der Schlitten der durch den Servomotor gesteuerten Werkzeugmaschine in Richtung gegen den Endpunkt der   nächsten Lamelle   in Bewegung und bewegt sich so lange fort, bis der Taster die nächste Lamelle berührt, sich auf dieser abstützt und die Bewegung des Schlittens dadurch behebt, dass er den Hebel der Rolle in Mittelstellung bringt. 



   Die Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung der vorstehend beschriebenen Konstruktionen und bezieht sich in erster Linie darauf, dass die Anschläge (Lamellen) durch Signalkombinationen ersetzt werden, die den Zahlen irgendeines Zahlensystems entsprechen. Bei der Verwirklichung dieses Prinzips bedient man sich eines Satzes   von. Messkörpern ;   im Wesen geschieht also das gleiche, als ob man das Mass aus den Elementen eines Messprismensatzes zu einer Säule zusammensetzte und sodann ein Ende dieser Säule an einer Grundfläche abstützt, während durch das andere Säulenende jener Punkt bestimmt wird, auf welchen sich derTaster derRolle einzustellen hat.

   Unter Zugrundelegung dieses Prinzips besteht das Wesen der Erfindung darin, dass bei einer mit Ziffern betätigbaren Steuereinrichtung für Servomotoren zur Drehzahlbestimmung für den Motor nach einem im voraus festgelegten Programm und zum Abstellen des Motors an programmgemäss bestimmten Stellen, unter Anwendung von selbsttätig zusammensetzbaren Messkörpern, die unter federndem Druck in ihrer Ruhelage aneinanderliegenden, entsprechend den jeweiligen Messwerteinheiten gestuften Messkörper zu einer dem jeweiligenMesswertentsprechendenMesskörperkette zusammenschiebbar gelagert sind, wobei eine mit Beginn jedes Arbeitsvorganges eingeschaltete Nockensteuerung vorhanden ist, deren Nocken Stössel zugeordnet sind,

   durch die die Messkörper nach Beginn des Arbeitsvorganges entgegen dem federnden Druck in ihre andere Extremlage angehoben und anschliessend aus dieser in ihre Ruhelage abgesenkt werden. Hiebei ist eine in Abhängigkeit vom Programmspeicher betätigte, elektromagnetische Verriegelungseinrichtung für diese Stössel an den im Programmspeicher eingeprägten Stellungen angeordnet. Ferner ist der innerhalb der Messkörperkette oberste Messkörper über einen Fühler und einen zugeordneten Taster mit dem zu verstellenden Körper verbunden.

   Im 

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 Falle, dass die Verriegelung des diesem Messkörper zugeordneten Stössels oberhalb des Anliegens dieses Messkörpers an die übrigen Messkörper der Messkörperkette erfolgt, ist ein Verstellantrieb für den zu ver-   stellendenKörper inRichtung   eines Anliegens der Messkörper aneinander eingeschaltet.

   Im Falle, dass die Verriegelung dieses Stössels erst nach Anliegen dieses Messkörpers an die übrigen Messkörper der Messkörperkette erfolgt, schaltet ein beim Abheben dieses Messkörpers vom Stössel betätigter Schalter einen Verstellantrieb in der entgegengesetzten Richtung ein, wobei bei geschlossener Messkörperkette und Anliegen des Stössels an den obersten Messkörper der Messkörperkette der Antrieb abgeschaltet, der Programmspei- 
 EMI2.1 
 
Steuereinrichtungpern dem Dezimalzahlensystem entsprechend zehn Stufen vorgesehen. Den Stellenwerten der Ziffern der mittels der Messkörper einzustellenden Masszahl sind je ein Messkörper zugeordnet ; man kann also bei- spielsweise derart vorgehen,   dass   ein Messkörper zur Einstellung der Millimeter, ein weiterer zu jener der
Zentimeter und ein dritter für die Dezimeter verwendet wird.

   Der Wert der Ziffern der Masszahl wird un- ter Anwendung der betreffenden Stufe des Messkörpers eingestellt. Falls   z.     B.   der Taster an der Stufe 3 des
Dezimetermesskörpers   aufliegt, dieserMesskörper   sich mit   seiner Endfläche   an der Stufe 5 des Zentimeter- messkörpers abstützt, wobei die Endfläche des letzteren wieder die Stufe 8 des Millimetermesskörpers be- rührt, so beträgt die eingestellte Zahl 358. Bewegt sich der Millimetermesskörper nicht auf einer festste- henden Grundfläche, sondern lässt sich mit Hilfe eines Gleitkeiles beispielsweise um Zehntelmillimeter versetzen, so kann man mittels des Gleitkeiles auch Bruchteile von Millimetern einstellen. 



   Selbstverständlich kann anstatt der Endfläche eines Messkörpers eine ausgewählte Stufe des letzteren auf einer bestimmten Stufe des andern Messkörpers aufliegen. 



   Die Zahlenwerte können prinzipiell in einer beliebigen Informationsspeichereinheit enthalten sein : bei dem in der nachfolgenden Beschreibung erörterten Beispiel liegt als die praktisch einfachste Lösung die Steuertrommel vor. Der Zahlenwert lässt sich an dieser Trommel mit Hilfe eines mechanischen Ele- mentes   (z. B.   mit einem Stecker) aufs leichteste festsetzen. Theoretisch gilt als die einfachste Lösung, wenn an der Trommel jedem   Messkörper   zehn Einsteckstellen zugeordnet sind, um eine der zehn Stufen einstellen zu können, für die tatsächliche Ausführung ist jedoch jene Lösung weniger kostspielig, bei der zu je einem Messkörper nur fünf   Einsteckstellen,   aber je zwei   Stecker gehören,   wobei letztere zehnfach kombiniert werden können.

   Hiebei werden die einzelnen Zahlenwerte derart zum Ausdruck gebracht, dass man in zwei bestimmte der fünf Einsteckstellen je einen Stecker einsetzt. Nachdem hiemit eben zehn Möglichkeiten zur Verfügung stehen, eignet sich dieses Prinzip zum Ausdruck der Zahlenwerte des Dezi- malsystems mittels zweier Stecker. 



   Dadurch, dass die Angaben für die Zyklen anstatt Lamellen, usw., einzustellen, durch Zahlen festgesetzt werden, sind nachstehende Vorteile zu erzielen :
A) Das Umstellen der Maschine von einem Werkstück auf ein anderes wird beschleunigt, da die Eingabe der Ziffern schneller bewerkstelligt werden kann, als die Feststellung der Stellen der Anschläge und die darauf folgende Einstellung der Anschläge. 



   B) Die Genauigkeit der übertragenen Angaben ist von der Sorgfalt der Bedienungsperson unabhängig, wodurch einerseits eine genaue Arbeit gesichert werden kann, anderseits aber die Bedienungsperson von der Präzisionsarbeit, die mit der Einstellung der Anschläge verbunden ist, befreit wird. Die Einstellung ist nämlich bei der erfindungsgemässen Steuereinrichtung stets zwangläufig genau ; wenn jedoch irgendwie ein Fehler unterläuft, so kann dies leicht erkannt und richtiggestellt werden. 



   C) Besitzt die Maschine mehrere Schlitten, so nimmt man die Einstellung nicht an   deneinzelnen   Schlitten, sondern an einer einzigen Zentralstelle vor ; es ist sogar auch möglich, mehrere Maschinen von einer einzigen Stelle zu steuern. Auf diese Art kann die Arbeit der Einstellung in die immer vorzunehmende, einleitende administrative Arbeit einbezogen werden. Dieser Umstand ist auch vom Gesichtspunkt der   genauenReihenfolge   der einzelnen Arbeitsprozesse, der Ineinanderfügung der Arbeitszeiten und letzen Endes der vollkommeneren Arbeitsorganisierung vorteilhaft. 



   In der Zeichnung ist eine   beispielsweise Ausführungsform der Erfindung   dargestellt. Fig. l veranschaulicht schematisch die Steuereinrichtung eines Schlittens einer Werkzeugmaschine,   z. B.   einer Revolverdrehbank. Zwecks leichterer Verständlichkeit sind sämtliche Bestandteile in einer Ebene dargestellt. In dieser Figur werden hauptsächlich die mechanischen Teile gezeigt. In Fig. 2 ist die Seitenansicht des in Fig. l nicht dargestellten Teiles gezeigt, gesehen in Richtung des links in Fig. l ersichtlichen Pfeiles, Fig. 3 zeigt die dazugehörige Draufsicht. In Fig. 4 ist die elektrische Einrichtung dargestellt ; von den mechanischen Teilen wurden jedoch nur diejenigen gezeigt, die mit den elektrischen Teilen unmittelbar verbunden sind.

   In dieser Figur sind die elektrischen Teile der Steuereinrichtung der Zentralstelle und 

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 einer Einheit (Steuerung eines Schlittens) ersichtlich. Es ist offensichtlich, dass an die Zentralstelle auch mehrere   welcher   Einheiten gleichartig angeschlossen werden können. Um dies anzudeuten, wurden die in der Figur unten ersichtlichen Leitungen nach links verlängert, und von den verlängerten Leitern kann man für die übrigen Einheiten solche (nicht dargestellte) Leitungen abzweigen lassen, wie die senkrecht ein- gezeichneten Leitungsdrähte. In den Fig. 5 und 6 sind Einzelteile der Einrichtung gemäss Fig. 4 in grösse- rem Massstab gezeigt. 



   Mit Bezug auf Fig. l wird die sich an der nicht dargestellten Spindel abwälzende Rolle 23, falls sie die in der Zeichnung ersichtliche Lage einnimmt, bei welcher ihre Umlaufebene auf der Achse der Spin- del senkrecht steht, nicht verschoben ; wird sie hingegen aus dieser Ebene herausgedreht, so wird sie sich auch in Richtung der Spindelachse bewegen. Diese Bewegung wird umso schneller sein, je grösser der Ver- drehungswinkel ist, wie dies an sich schon bekannt ist. 



   Durch die erfindungsgemässe Einrichtung soll die Steuerung derart verwirklicht werden, dass die Rol- le 23 mit Hilfe ihres Steuerhebels 23a im gewünschten Augenblick nach der entsprechenden Richtung und im   erforderlichen Ausmass   gedreht werden kann. Hiefür arbeitet dieser Steuerhebel durch die Vermittlung eines unter Federwirkung stehenden Druckknopfes 23b mit dem Taster 25 zusammen, und dieser Taster nimmt seine gewünschte Stellung in der Weise ein, wie dies in der Einleitung erwähnt und nachstehend näher beschrieben ist. 



   Die Stellung des Tasters 25 wird durch Messkörper (Messleisten) bestimmt. Gemäss Fig. l wird die La- ge des Tasters dadurch gesichert, dass eine an ihm inQuerrichtung verschiebbare, aber in Längsrichtung mitbewegte Stange 25a am Messkörper 18 befestigt ist. Dieser Messkörper 18 stützt sich mit seiner eben eingestellten Zentimeterstufe auf einer Stufe des Messkörpers 9 für Dezimeter ab, während letztere an eine bestimmte Stufe eines weiteren Messkörpers 19 für Millimeter gedrückt wird. Die Millimeterbruch- teile können mittels eines Keiles 20 eingestellt werden. Erfindungsgemäss werden   dieseMesskörper beim  
Abschluss sämtlicher einzelner Arbeitsprozesse durch die Maschine infolge der vorherigen Einstellung der schon erwähnten Stecker selbsttätig in die gewünschte Stellung gebracht.

   Diese Arbeitsweise soll nach- stehend an Hand eines Beispiels näher erläutert werden :
Bei eingeschaltetem Schalter 71 (Fig. 5) setzt die Stromquelle 72 über die geschlossenen Kontakte
73,50, 61a und 62a einen Elektromagnet 1 und einen mit diesem parallelgeschalteten Elektromagnet 40a unter Strom. Der Elektromagnet 1 zieht den Hebel 74 an und schliesst somit auch den Kontakt 75, durch welchen die Kontakte 50, 61a, 62a und 71 überbrückt werden, wodurch der Stromkreis auch für den Fall erhalten bleibt, falls sich letztere öffnen sollten. Die Klauenkupplung 2 wird gegen die Wirkung einer Feder 3 durch den Hebel 74 eingeschaltet (Fig. l) und die Nockenwelle 4 fängt sich zu drehen an. 



   Infolge eines Nockens 21 wird die Rolle 30 nach oben gedrückt, und der Riegel 22 wird durch den Winkelhebel 49 nach rechts verschoben, womit der Hebel 24 der Rolle 23 der Wälzspindel festgehalten wird. Der Nocken 5 hebt die Rolle 6 hoch und zieht die Dezimeterleiste 9 über ein Gestänge 7, 8 gegen die Wirkung einer Feder 10 nach links (Fig. 2). Die Leiste 9 bewegt sich der Fig. 3 gemäss nach unten und geht nach Fig. l auf die Zeichnungsebene senkrecht stehend aufwärts. 



   Nach der erwähnten Bewegung der Leiste (Messkörper) 9 wird durch den Einfluss des Nockens 11 bzw. der Übertragungselemente 12, 13 dieselbe Leiste 9 gegen die Wirkung der Feder 14 auch gemäss Fig. 1 nach links verschoben. Bei der nach links erfolgten Verstellung der Leiste 9 verschiebt sich auch die Mitnehmerleiste 15 gleichzeitig nach links, wodurch auch die Messkörper 18, 19 und der Keil 20 durch die Winkelhebel 16 bzw. das Gestänge 17 emporgehoben werden. Infolge der Lösung der Dezimeterleiste 9 von der Zentimeterleiste 18 wird der Taster 25 durch den Einfluss der Zugfeder 26 nach rechts bewegt, wobei aber die Rolle 23 wegen ihrer durch den Hebel 24 bedingten gesperrten Lage in dieser verharrt. 



   Darauffolgend rollt der Nocken 5 unter der Rolle 6 weiter (Fig. l). Somit bewegt sich die Dezimeterleiste 9 durch die Wirkung der Feder 10 nach rechts, wobei das Klinkwerk 27, das sich beimHochheben der Rolle 6 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gedreht hat, jetzt im Uhrzeigersinn verdreht wird. Während dieser Bewegung erhält der Elektromagnet 28 einen Impuls.

   Dieser Impuls kommt so zustande, dass beiBeginn des Senkens der Rolle 6 die Rolle 6a durch die Vertiefung der Nockenscheibe 5a nach oben hin freigegeben wird (Fig. 6), worauf die Hebel 77 mit der Stange 78 durch Einwirkung der Feder 86 infolge des Einflusses der Stange 76 nach rechts ausgeschwenkt werden und damit mit den Kontakten 87,88 in Berührung kommen ; während der Rückdrehung des Klinkwerkes 27 bleiben sie geschlossen.   Inzwischen glei-   ten die mit dem   Klinkwerk 27 gleichlaufenden Kontakthebel 81, 82   längs der Kontakte 83, 84, von denen zwei durch das an der Programmtrommel 60 angeordnete Steckerpaar 85 verbunden wurden. 



   In Fig. 4 wurde die Nockenscheibe 5a der Einfachheit halber kreisförmig dargestellt. 



     BeimVorübergleiten   derKontakthebel 81, 82 an diesem Kontaktpaar, also bei den erwähnten verbun- 

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 denen Kontakten, wird der Elektromagnet 28 durch den Strom der Stromquelle 72 erregt, der Magnet hebt somit die Klinke 29 in die entsprechende Zahnlücke des Klinkwerkes 27. Demzufolge kommt das Klinkwerk in dieser Stellung zum Stillstand. Jetzt senken sich auch die Rollen 30 und 31, wodurch sich der Riegel 22 durch den Einfluss der Feder 32 nach links bewegen könnte, woran er aber durch den Magnet 40a gehindert wird, weil dieser mit dem Magnet 1 in Nebenschluss geschaltet ist. Somit verharrt dieser Magnet in der angezogenen Lage und hält den linken Hebelarm des Winkelhebels 49 emporgehoben.

   Die Rolle 30 sinkt aber nach unten, das Klinkwerk 34 beginnt sich im Uhrzeigersinn zu drehen, bis es durch Einfluss des Elektromagneten 35 zum Stillstand kommt. 



   Mit der ebenfalls nach unten   sinkendenRolle   31 gemeinsam sinken auchdieElemente 17-20 abwärts, wobei sie aber durch die Wirkung der Elektromagnete 36-39 mit den   Klinkwerken,   die mit den Winkelhebeln 16 zusammenhängen und sich um derenGelenkpunkte 53-57 drehen, in verschiedenen Stellungen stehen bleiben (vgl. auch Fig. 4). Inzwischen sinkt die Rolle 31 weiter nach unten,. daher stützt sich die Dezimeterleiste 9 durch die Wirkung der Feder 14 auf die entsprechende Abstufung der Millimeterleiste 19.

   Nach dem Absinken der Rollen 6, 30 und 31 drückt die Nockenscheibe 5a ihrerseits die Rolle 6a so weit nach unten (Fig. 6), dass die Stange 78 gegen die Wirkung der Feder 86 in ihre Grenzstellung 
 EMI4.1 
 wo er dann in den Elektromagneten des Steuerrelais   101 fliesst ;   durch diesen wird die Schwinge 102 gegen die Feder 103 (Fig. 5) ausgeschwenkt, worauf die Kontakte   104, 105 kurzgeschlossen   werden. Die   in Fig. 6   rechts ersichtlichen gestrichelten Linien sollen andeuten, dass die durch die Magnete 36-39 gesteuerten
Wähler, die sich zwischen dem Kontakt 90 und der Leitung 100 befinden, bei der Verschiebung der Stan- ge 78 nach links ebenfalls in Reihenschluss kommen. 



   Das in Fig. 6 mit einem Pfeil bezeichnete Ende der Leitung 100 ist an die in Fig. 5 ebenfalls mit einem Pfeil bezeichnete Leitung 100 angeschlossen. 



   Durch denKontakt 104 wird derBeharrungszustand des Relais über den kurzgeschlossenen Kontakt 106 gewährleistet. Über den Kontakt 105 wird der Elektromagnet 107 unter Strom gesetzt, welcher dann den waagrechten Hebel des dreiarmigen Hebelsystems 108 emporhebt, dessen oberer Arm so nach rechts ge- schwenkt wird, dass durchdie Klinke 109 das Klinkenrad 110 gedreht wird ; damit dreht sich aber auch die mit   letzterem gekuppelte Programmtrommel   60. Inzwischen werden durch den unteren Hebel des Hebelsystems zunächst der Kontakt 73, sodann der Kontakt 106 geöffnet.

   Beim Öffnen des Kontaktes 73 lassen die Elektro-   magnete 1 und 40a los, -worauf einerseits die Wellenkupplung 2 ausschaltet und   die Drehung der Steuerwelle 4 aufhört (Fig.   l),   u. zw. mit den auf ihr sitzenden Nockenscheiben gemeinsam (diese haben inzwischen eine volle Drehung zurückgelegtund kehrten in ihre Grundstellung zurück) ; anderseits bewegt sich der Riegel 22 durch den Einfluss der Feder 32   nach links und lässt den Hebel 24 los. Jetzt lassen sich   zwei Fälle unterscheiden :
1. Die Zentimeterleiste 18 bleibt durch die Wirkung des Magneten 36 in einer Höhe stehen, bei der die Dezimeterleiste 9 durch die Leiste 18 nicht berührt wird.

   In diesem Fall schwenkt beim Freiwerden des Hebels 24 die Rolle 23 durch den Einfluss der Feder 41 nach rechts aus, der Schlitten 42 beginnt sich nach rechts zu bewegen und setzt seine Bewegung so weit fort, bis ein Zahn der Zentimeterleiste 18 an einem Zahn der Dezimeterleiste 9 hängenbleibt, worauf er zum Stillstand kommt. 



   2. Die Zentimeterleiste 18 ist so tief gesunken, dass sie während des Zurücklegens dieses Weges an die Dezimeterleiste 9 stösst. Da sich die unter ihr befindliche T-förmige Leiste 43 weiter nach unten gesenkt hat und der Kontakt 44 kurzgeschlossen ist, wird der Elektromagnet 45 erregt und der Taster 25 bewegt sich gegen die Zugfeder 26 nach links. Daher schwenkt die Rolle 23 nach links aus und der Schlitten 42 bewegt sich so lange nach links, bis der mit der stetig abwärts sinkenden Zentimeterleiste 18 gleichlaufende Kontakt 44 dieLeiste 43 wieder erreicht ; hierauf schaltet der Kontakt 44 aus und der Elektromagnet 45 lässt los. Hiebei bleibt eine Stufe der Zentimeterleiste 18 in einer Stufe der Dezimeterleiste 9 hängen und der Schlitten 42 kommt ebenfalls zum Stillstand.. 



   Es wurde bereits erwähnt, dass sich beim Einschalten des Magneten 107 zuerst der Kontakt 73, sodann auch der Kontakt 106 öffnet. Das Öffnen des Kontaktes 106 erfolgt dann, wenn die Weiterdrehung des Klinkenrades 110 um eine Teilung schon stattgefunden hat. Beim Öffnen des Kontaktes 106 hört der. Beharrungszustand des Relais 101 auf, das Relais und der Magnet 107 lassen los, wobei die Elemente 108, 109 durch den Einfluss der Feder 111 in ihre Grundstellung zurückkehren, die Kontakte 73, 106 aber wieder schliessen. Nachdem die Programmtrommel 60 inzwischen einen Schritt zurückgelegt hat, wird durch die Kontakte 61a, 62a sowie 85 usw.   (Fig. 6)   schon eine neue Reihe abgetastet. Einstweilen können die Magnete 1 bzw. 40a nicht neuerlich eingeschaltet werden und dies hält so lange an, als der Kontakt 50 of- 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 fen bleibt.

   Dieser Kontakt öffnet sich, wenn der Taster 25 in der Steuerungsperiode   (Fig. l)   nach rechts oder nach links ausschwingt. Das Sperren des Kontaktes 50 erfolgt dann neuerlich, wenn der Schlitten am
Ende des eben stattfindenden Hubes angelangt ist und der Taster 25 somit in Mittelstellung gerät. Bei sei- nem Schluss wird ein elektrisches Signal an die Magnete 1 bzw. 40a jener Schlittensteuereinheit übermit- telt, die dem neuen Programm der Kontakte 61a bzw. 62a entsprechend an die Reihe kommen. Demzu- folge wird derselbe oder ein anderer Schlitten in Gang gesetzt. 



   Würde man sich damit abfinden, dass von den einzelnen Schlitteneinheiten (von welchen in der Zeich- nung nur eine veranschaulicht ist) auf einmal nur eine betätigt wird, so wären nur die Kontakte 62a not- wendig. Dies bedeutet, es wäre ausreichend, nur jenen Schlitten zu programmieren, welcher durch das beim Schliessen des Kontaktes 50 entstandene Signal in Bewegung gesetzt werden soll. Um zu ermögli- chen, dass gleichzeitig mehrere Schlitten sich bewegen können, muss die Möglichkeit geboten werden, unter den Startsignalen, die durch den Kontakt 50 sämtlicher Einheiten erzeugt werden, wählen zu kön- nen. Deshalb finden die Leitungen 61 Anwendung ; wird also der Stecker an der gewünschten Stelle ein- gesetzt, so wird das Signal von den beispielsweise eingezeichneten vier Leitungen 61 durch diejenige ab- gegeben, die gewählt wurde.

   Durch dieses Signal wird von den vier Einheiten der Schlitten jene Einheit über die Leitung 62 in Gang gesetzt, bei welcher der Stecker 62a eingesetzt wurde. 



   Sobald sämtliche Kontakte 50 beim Stillstand der ihnen zugeordneten Schlitten geschlossen sind, ist es möglich, Signale auch von stillstehenden Schlitten abgeben zu können und somit lässt es sich verwirk- lichen, dass während der Fahrt des einen Schlittens mittels Drehung der Trommel 60 in der beschriebe- nen Weise ein weiterer Schlitten von einem stillstehenden Schlitten in Bewegung gesetzt wird, sodann mittels weiterer Drehungen auch weitere Schlitten gestartet werden. Die Trommel 60 dreht sich nämlich nach jedem Starten weiter. 



   Werden die an der Programmtrommel gespeicherten Informationen durch die einzelnen Einheiten aus irgendeinem Grunde falsch übernommen, so wird das Kontrollrelais 101 nicht ansprechen, daher finden die von diesem abhängigen Folgen nicht statt,   d. h.   der Schlitten setzt sich nicht in Gang und die Wel- lenkupplung 2 wird nicht geöffnet. Die Steuerwelle dreht sich weiter. (Fig. l) und die gesamte Steuerfolge wird sich so lange wiederholen, bis das Programm durch die Einheit fehlerlos empfangen wird (aktive Kontrolle). 



   Besteht das Programm aus weniger Folgen oder Perioden, als die Anzahl der Programmtrommelteilungen ist, so werden die überflüssigen Positionen von der Trommel übersprungen (Überdrehung). Dies erfolgt in der Weise, dass für diese Positionen nur bei den Kontakten 112 ein Stecker angebracht wird. Beim Schliessen desselben spricht desRelais 101 an und die Trommel schreitet, ohne ein Programm übermittelt zu haben, weiter. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Mit Ziffern betätigbare Steuereinrichtung für Servomotoren, zur Drehzahlbestimmung für den Motor nach einem im voraus festgelegten Programm und zum Abstellen des Motors an programmgemäss bestimmten Stellen, unter Anwendung von selbsttätig zusammensetzbaren Messkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass die unter federndem Druck in ihrer Ruhelage aneinanderliegenden, entsprechend den je- weiligenMesswerteinheiten gestuftenMesskörper (9, 18, 19) zu einer dem jeweiligenMesswert entsprechendenMesskörperkette zusammenschiebbar gelagert sind, wobei eine mit Beginn jedes Arbeitsvorganges eingeschaltete Nockensteuerung vorhanden ist, deren Nocken (5, 11, 21) Stössel (7,12) zugeordnet sind,
    durch die dieMesskörper nach Beginn des Arbeitsvorganges entgegen dem federndenDruck inihre andereExtrem- lage angehoben und anschliessend aus dieser in ihre Ruhelage abgesenkt werden, wobei eine in Abhängigkeit vom Programmspeicher (60) betätigte, elektromagnetische Verriegelungseinrichtung (27-29, 34-39) für diese Stössel an den im Programmspeicher eingeprägten Stellungen angeordnet ist und ferner der innerhalb der Messkörperkette oberste Messkörper (18) über einen Fühler (25a) und einen zugeordneten Taster (25) mit dem zu verstellenden Körper (42) verbunden ist, wobei im Falle, dass die Verriegelung des diesem Messkörper zugeordneten Stössels oberhalb des Anliegens dieses Messkörpers an die übrigen Messkörper der Messkörperkette erfolgt, ein Verstellantrieb (23)
    für den zu verstellenden Körper in Richtung eines Anliegens der Messkörper aneinander eingeschaltet ist, im Falle, dass die Verriegelung dieses Stössels erst nach Anliegen dieses Messkörpers an die übrigen Messkörper der Messkörperkette erfolgt, ein beim Abheben dieses Messkörpers vom Stössel betätigter Schalter (44) einen Verstellantrieb in der entgegengesetzten Richtung einschaltet, wobei bei geschlossener Messkörperkette und Anliegen des Stössels an den obersten Messkörper der Messkörperkette der Antrieb abgeschaltet, der Programmspeicher um eine Stufe <Desc/Clms Page number 6> weitergeschaltet und ein neuerlicher Start der Nockensteuerung bewirkt ist.
    2. Steuervorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebenen der Bewegungsbahnen der gestuften Messkörper (9,18, 19) sich kreuzen, vorzugsweise senkrecht zueinander verlaufen.
    3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellantrieb für den zu verstellendenKörper (42) aus einer Rolle (23) und einer Wälzspindel besteht, durch deren Verschiebung, die in an sich bekannter Weise von der Winkellage der Umlaufebene der Rolle abhängig ist, eine hydraulische oder andere Kraftquelle gesteuert wird, wobei ein mit der Rolle zusammenwirkender Hebel (24) zurBestimmung der Verdrehung und damit der vom Servomotor erzeugten Geschwindigkeit mit einer beweglichen Steuerkurve (22) in Eingriff steht"die mit einer Verriegelungseinrichtung (34) kuppelbar ist.
AT888062A 1962-05-15 1962-11-12 Mit Ziffern betätigbare Steuereinrichtung für Servomotoren AT236191B (de)

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