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Vorrichtungen zum winkelrechten Zusammenbau von Fenster- oder Bilderrahmen od. dgl. sind bereits bekannt, u. zw. bestehen sie im wesentlichen aus zwei auf einer Führungsschiene angeordneten und letztere mit Klauen umgreifenden kurzen Widerlagern, von denen das eine von Hand längs der Führungsschiene verschoben und auf dieser durch eine Bolzensicherung in der gewünschten Stellung festgelegt werden kann und das andere Widerlager durch einen Spindeltrieb längs der Führungsschiene verschiebbar ist und zwischen die die miteinander zu verbindenden Rahmenteile eingelegt werden. Die bisher bekannten Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil, dass bei ihnen beim Schliessen der Vorrichtung die zu verbindenden Rahmenteile leicht aus der Lotrechten gedrückt oder in sich verkantet werden.
Um diese Schwierigkeiten zu beheben, werden bei einer bekannten derartigen Vorrichtung (britische Patentschrift Nr. 155, 404) für die Halterung der Rahmenteile zwei Paar Widerlager und nach einer andern bekannten Vorrichtung (deutsche Patentschrift Nr. 919204) besonders ausgebildete Druckschlitten als Widerlager benutzt, die zur richtigen Anlage an die zu verbindenden Rahmenteile und zur Verhinderung von deren Verkantung mit verschiebbaren Spannstücken ausgestattet sind.
Erfindungsgemäss werden die genannten Schwierigkeiten dadurch behoben, dass einerseits die Widerlager als verhältnismässig lange, sich einseitig quer zur Führungsschiene erstreckende, einregulierbare Anschlagleisten ausgebildet sind, so dass beim Schliessen der Vorrichtung die an den Anschlagleisten anliegenden Rahmenteile gegen eine Verschwenkung aus der Lotrechten gesichert werden, und dass anderseits an diesen als Widerlager benutzten Anschlagleisten gegeneinander gerichtete, der Höhe nach einregulierbare Tragplatten für die Rahmenteile angeordnet sind, durch die letztere entsprechend ihrer Dicke derart gehoben oder gesenkt werden können, dass beim Schliessdruck jedes Verkanten der Rahmenteile verhindert wird.
Die neue Vorrichtung kann also durch entsprechende Höheneinstellung der genannten Tragplatten ohne Vornahme sonstiger Änderungen an der Vorrichtung sowohl zum Zusammenfügen flacher als auch dicker Rahmen benutzt werden, ohne beim Schliessen der Vorrichtung ein Verkanten der Rahmenteile befürchten zu müssen. Dabei hat die neue Vorrichtung noch den weiteren Vorteil, dass sie im Aufbau sehr einfach und daher billig herzustellen ist und dennoch einen einwandfreien Zusammenbau der Rahmen bei einfachster Bedienung der Vorrichtung gewährleistet.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
In dieser veranschaulichen : Fig. 1 eine Stirnansicht der neuen Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 und 4 eine Einzelheit in vergrössertem Massstabe.
Zwei durch Bolzen 2 mit Abstand zueinander verbundene Führungsschienen 1 sind durch dieselben Bolzen 2 auf einem kräftigen Brett 3 od. dgl. befestigt. Auf der oberen dieser Schienen 1, die mit einer Anzahl Bohrungen 4 versehen ist, können zwei schienenartige Widerlager Ja und 5 b, die je mit einer Führungsklaue 6 a bzw. 6 b die Stirnkante der oberen Schiene umgreifen, gegeneinander verschoben werden, u. zw. ist das eine Widerlager 5 a frei verschiebbar und wird an der gewünschten Stelle durch einen in die genannten Bohrungen 4 einsetzbaren Schraubbolzen 7 an der Führungsschiene befestigt, während das andere Widerlager 5 b durch eine durch Handkurbel zu betätigende Schraubenspindel 8 verschoben werden kann, die mit ihrem freien Ende in einem an diesem Widerlager befestigten Gehäuseblock 9 geführt wird.
An den beiden Widerlagern ist ferner je eine Trag- und Einstellvorrichtung für die zusammenzubauenden Rahmenteile vorgesehen, u. zw. besteht diese aus einer in den Widerlagern drehbar angeordneten Schraubenspindel10, die mit einer kleinen, als Auflage für die Rahmenteile dienenden Platte 11 zusammenarbeitet, die mit einer der Schraubenspindel entsprechenden Gewindebohrung versehen ist und durch Drehen der Schraubenspindel auf dieser der Höhe nach verschoben werden kann. Zur genauen Führung dieser Platte 11 ist an ihren beiden Längskanten je ein kurzes Rohrstück 12 befestigt, die verschiebbar mit zwei Bolzen 13 zusammenarbeiten, die rechts und links der Schraubenspindel 10 an den Widerlagern angeordnet sind.
An dem Widerlager 5 a ist ferner noch ein Winkeleisen 14 befestigt, an dem eine Stellschraube 15 vorgesehen ist, durch die das genannte Widerlager genau in die Lotrechte zur Führungsschiene einreguliert werden kann.
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Zur Verwendung der beschriebenen Vorrichtung wird sie beispielsweise auf zwei Holzböcke 16 aufgelegt, und das Widerlager 5 a wird dann von Hand längs der Führungsschiene 1 so weit von der Ausgangsstellung des Widerlagers 5 b verschoben, bis der Abstand zwischen den beiden Widerlagern etwa der Breite des herzustellenden Rahmens entspricht, worauf das Widerlager durch Einrasten des Bolzens 7 in die entsprechende Bohrung 4 der Führungsschiene 1 gegen weitere Verschiebung gesichert wird.
Hierauf werden die in üblicher Weise zusammengesteckten Rahmenteile 17 in den Raum zwischen den Widerlagern 5 a, 5 b eingesetzt und auf die Tragplatten 11 aufgelegt, worauf das Widerlager 5 b durch Betätigung des Spindelantriebes 8 gegen das Widerlager 5 a verschoben wird und die Rahmenteile in der gewünschten Weise lotrecht zur Verleimung oder Nagelung zusammengepresst werden. Um hiebei die Rahmenteile mit Bezug auf die Widerlager in die richtige Höhe bringen zu können, werden zuvor die Tragplatten 11 durch Betätigung der Schraubenspindeln 10 entsprechend einreguliert.
Beim Zusammenpressen wird die freie Seite des Rahmens durch einen (in der Zeichnung nicht dargestellten) Holzbalken gehalten, der parallel zu der Führungsschiene 1 und in einem entsprechenden Abstand von dieser quer über die Holzböcke 16 gelegt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum winkelrechten Zusammenbau von Fenster- und Bilderrahmen od. dgl. mit zwei auf einer Führungsschiene angeordneten und letztere mit Klauen umgreifenden Widerlagern, von denen das eine von Hand längs der Führungsschiene verschoben und auf dieser durch eine Bolzensicherung in der gewünschten Stellung festgelegt werden kann und das andere Widerlager durch einen Spindeltrieb längs der Führungsschiene verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerlager (5 a, 5 b) als längere, sich einseitig quer zur Führungsschiene (1) erstreckende Anschlagleisten ausgebildet und an diesen gegeneinander gerichtete, der Höhe nach einregulierbare Tragplatten (11) für die Rahmenteile (17) angeordnet sind.