<Desc/Clms Page number 1>
Automatische Verstärkungsregelung
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Signals von wachsender Stärke nimmt die Vorspannung zu, entsprechend einer Verschiebung nach links vom Punkt 40. Dies führt zu einem Anwachsen desEmitter-Kollektorstroms und des Spannungsabfalls über den Widerstand llb, wodurch die Spannung zwischen Kollektor und Basis herabgesetzt wird. Dies setzt das Verstärkungsmass der Stufe herab, wie durch den links von dem Punkt 40 liegenden Teil der Kurve ange- deutet. Einem Zunehmen des Eingangssignals entspricht somit eine Herabsetzung der Verstärkung. Ähnliche geregelte Stufen sind im ZF-Verstärker 12 vorgesehen.
Es ist ersichtlich, dass, wenn die Vorspannungen beim Verschwinden des Signals den Wert 0 annehmen würden, was ja üblicherweise der Fall ist, dies bei abnehmender Signalstärke dazu führen würde, dass der Verstärker auf dem rechtsliegenden Teil der Kennlinie arbeitet. Dies kann zu einer Sperrung ("lock-out") des Verstärkers führen, d. h. einem Zustand, bei dem es für die Transistoren nicht mehr möglich ist, bei zurückkehrendem Signal in den Normalzustand zurückzugehen. Es ist daher wichtig, dass die Rechtspannung Br bei Nichtvorhandensein eines Signals aufrechterhalten wird.
In den meistenFällen wird die Verstärkungsregelspannung in Abhängigkeit von demselben Signal erzeugt werden, dessen Verstärkung geregelt werden soll. Dies ist jedoch keine Voraussetzung für die Anwendbarkeit der Erfindung, obwohl dieser Fall an Hand der gezeigten Ausführungsform erläutert wird. Als Beispiel für den andern Fall sei die Möglichkeit erwähnt, bei einem Farbfernsehempfänger eine Regelspannung vom Tonträger abzuleiten, die zur Steuerung der Verstärkung der Farbspannung benutzt wird, wie in der USA-Patentschrift Nr. 759, 056 beschrieben.
Im Empfänger wird normÅalerweise eine Rauschspannung übertragen, die jedoch beim Empfang eines Signals wegen der dann herabgesetzten. Verstärkung sehr schwach ist, da der Störabstand einen hohen Wert hat. Bei kleiner Signalstärke aber erhöht sich das Verstärkungsmass wegen der Verstärkungsregelung und die Rauschspannung nimmt entsprechend zu. Bei verschwindendem Signal ist eine merkbare Rauschspannung am Ausgang des ersten Videoverstärkers, 15 vorhanden, die bisher als unerwünscht angesehen wurde.
Der nach-der Erfindung ausgebildete Regelspannungserzeuger 22 erzeugt nicht-nur eine Verstärkungsregel- spannung in Abhängigkeit von der Videospannung am Ausgang des Verstärkers 15 sondern verwertet auch die Rauschspannung zur Erzeugung einer Restspannung Br.
Die Schaltung 22 enthält einen NPN-Transistor 25, dessen Basis über einen Parallelkreis 26,27 mit hohem Widerstandswert am Kollektor des Transistors 15a des ersten Videoverstärkers liegt. Der Emitter des Transistors 25 erhält eine negative Vorspannung von einer Anzapfung eines Spannungsteilers 28, die über einen Kondensator 29 geerdet ist. Positive Zeilenrücklaufimpulse P werden dem Kollektor über eine Wicklung 30 zugeführt, die aus ein Paar Windungen des Transformators für die horizontale Ablenkspan- nung im Ablenkspannungserzeuger 18 bestehen kann. Ein Belastungskreis bestehend aus der Parallelverbindung
EMI2.1
die Wicklung 30 am Kollektor des Transistors 25. DieserKreis muss eine Zeitkonstante haben, die grösser als die Periode der Zeilenrucklaufimpulse ist.
Die Regelspannung gelangt zum Transistor lla über Widerstände 33 und llc, deren Verbindungspunkt über einen Kondensator 34 geerdet ist. In ähnlicher Weise gelangt die Regelspannung zum Verstärker 12 über einen festen Widerstand 35 und einen einstellbaren Widerstand 36, dessen Anzapfung über einen Kondensator 37 geerdet ist.
Wirkungsweise.
Es sei zuerst angenommen, dass ein Signal von der Antenne 10 aufgenommen wird. Da die Basis des Transistors 25 in Gleichstromverbindung über den Verstärker 15 mit dem Detektor 13 steht, stellen die Spitzen der Synchronimpulse S ein Mass für die Signalstärke dar. Die Basisvorspannung des Transistors 25 wird mittels des Spannungsteilers 28 so eingestellt, dass der Transistor für den Bildinhalt des Signals sowie für Störspannungen niederer Amplitude, die nicht den Schwarzpegel L erreichen, undurchlässig bleibt.
Zwischen den in der Wicklung 30 erzeugten Rücklaufimpulsen liegt eine kleine Vorspannung in der Sperrrichtung am Verbindungspunkt zwischen Basis und Kollektor des Transistors 25 vor. Es ist ersichtlich, dass der Transistor 25 bei dieser Schaltungsart als Verstärker für diejenigen Teile des Signals funktionieren wird, die oberhalb des Schwarzpegel liegen, so dass er sowohl für die Synchronimpulse wie für hochamplitudige Störungsimpulse durchlässig wird. Wenn jedoch die Synchronimpulse S am Kollektor des Transistors 15a sehr nahe am Sättigungsbereich des Transistors liegen, ergibt sich ein Abschneiden von Störimpulsen, so dass diese wenig Einfluss auf die erzeugte Regelspannung ausüben.
Die Rücklaufimpulse in der Wicklung 30 fallen mit den Synchronimpulsen des der Basis des Transistors 25 zugeführten Signals zusammen. Da die Synchronimpulse oberhalb des Schwarzpegels liegen, machen sie den Transistor 25 durchlässig und laden den Belastungskreis 31,32 auf eine negative Spannung entsprechend der Spitze der Synchronimpulse S. Wegen der durch den Rücklaufimpuls herbeigeführten Erhöhung der Vorspannung am Verbindungspunkt zwischen Basis und Kollektor wird die Durchlässigkeit des
<Desc/Clms Page number 3>
Transistors während der Synchronimpulse erhöht im Vergleich zu dazwischenliegenden Störimpulsen, so dass die. über den Belastungskreis 31,32 erzeugte Regelspannung im wesentlichen nur durch die Verhältnisse während des Auftretens des Rücklaufimpulses bestimmt wird.
Zusammenfassend besteht also die Einwirkung der Rücklaufimpulse darin, dass die durch sie herbeigeführte Erhöhung der Kollektorspannung eine Sättigung des Transistors durch die Synchronimpulse vermeidet, während zwischen den Rücklaufimpulsen eintreffende Störimpulse eine Sättigung bewirken. Die Regelspannung über den Belastungskreis 31,32 ist daher im wesentlichen nur von den Synchronimpulsen abhängig.
Beim Verschwinden des Signals soll eine Restspannung Br erzeugt werden. Unter diesen Umständen ist die Verstärkung der den Regelspannungserzeuger 22 enthaltenden Schleife hoch genug, damit der Transistor 15a von der vorhandenen Rauschspannung durchlässig gemacht wird, die an der Basis dieses Transistors auftritt. Der Transistor 25 spricht während der Rücklaufimpulse auf die Rauschspannung an und erzeugt im Belastungskreis 31,32 einen Strom. Da der Transistor 25 als Verstärker arbeitet, ist der Durchschnittsstrom von genügender Stärke, und die Spannung über denBelastungskreis kann als Restspannung Br verwendet werden. Der Wert dieser Spannung ist selbstverständlich von dem Verstärkungsmass der Schleife, von der Rauschstärke und vom Wert des Widerstandes 31 abhängig.