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Schienenfahrzeug mit dreigliedrigem Wagenkasten
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den Enden der Kastenglieder 1 und 3. Diese stützen sich über Drehzapfen 5, die in der Fahrzeuglängs- mittelebene angeordnet sind, auf dem mittleren Kastenglied 3 auf Bodenhöhe ab. Die Drehzapfen 5 liegen somit ausserhalb des mittleren Drehgestelles.
Im Oberteil des mittleren Kastengliedes 2 sind ferner an zwei starr mit den Kasten verbundenen verti- kalen Zapfen6zweiarmigeHebel7 schwenkbar gelagert. Die einen Enden dieser Hebel 7 sind durch Lenk- stangen 8 gelenkig mit dem äusseren Kastenglied 3 und die andern Enden der Hebel 7 durch Lenkstangen 9 mit dem äusseren Kastenglied 1 verbunden. Die Anlenkpunkte 10 bzw. 11 der Stangen 8,9 an den äusseren Kastengliedern 1, 2 liegen ausserhalb der vertikalen Längsmittelebene des Fahrzeuges.
Die beiden äusseren Kastenglieder 1 und 3 sind ferner mit dem mittleren Kastenglied 2 im Kastenoberteil durch ein weiteres Gestänge verbunden, das je ein Gelenk 12 und zwei Stangen 13,14 umfasst, die in Lagern 16 in Fahrzeuglängsrichtung verschiebbar geführt sind. Die Stangen 13,14 können somit nur Seitenkräfte, jedoch keine Längskräfte übertragen. Sie verhindern somit Torsionsbewegungen der Kastenglieder gegeneinander. Die Gelenke 12 sind mit Gummilager ausgerüstet und gestatten kleine Schwenkbewegungen der Stangen 13 und 14 in allen Richtungen. Die Stangen 13 und 14 stehen ferner mit Federn 15 in Verbindung, die eine axiale Kraft auf die Stangen ausüben. Die Vorspannung dieser Federn 15 ist einstellbar.
Die Wirkungsweise der Gestängeverbindung zwischen den einzelnen Kastengliedern ist folgende : Die Hebel 7 mit den Lenkstangen 8 und 9 bewirken eine symmetrische Auslenkung der beiden äusseren Kastenglieder 1, 3 gegenüber dem mittleren Kastenglied 2. Dieses Gestänge übernimmt nicht nur Führungskräfte, es überträgt auch allfällige unsymmetrische Kastenbelastungen, so dass die Wirkung der symmetrischen Auslenkung gewahrt bleibt. Die Stangen 13 und 14 mit den regulierbaren axial wirkenden Zug-oder Druckfedern gestatten, auf die äusseren Kastenglieder 1, 3 Drehmomente in der Vertikalmittelebene auszuüben, und damit die Drehzapfenbelastungen der äusseren Drehgestelle 4 zugunsten oder zu Lasten des mittleren Drehgestelles zu variieren.
Damit die drei Kastenglieder 1, 2 und 3 mittels zweier Hebebockpaare in üblicher Weise wie ein einziger Kasten von den drei Drehgestellen abgehoben werden können, sind einsetzbare Verriegelungsstangen 17 vorgesehen (Fig. 2), die das mittlere Kastenglied 2 mit den Hebeln 7 starr verbinden.
An Stelle eines Paares von Gestängen 7,8, 9 könnte auch nur ein einziges solches Gestänge vorgesehen sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schienenfahrzeug mit dreigliedrigem Wagenkasten, bei welchem jedes Kastenglied auf einem Drehgestell abgestützt ist und bei welchem die beiden äusseren Kastenglieder über in Kastenbodenhöhe in der Fahrzeuglängsmitte angeordnete Drehzapfen auf dem mittleren Kastenglied abgestützt sind, wobei im Oberteil des mittleren Kastengliedes mindestens ein zweiarmiger Hebel um eine vertikale Achse schwenkbar angeordnet ist, welcher Hebel über ausserhalb der Fahrzeuglängsmitte an den beiden äusseren Kastengliedern gelenkig angeschlossene Stangen mit den Kastengliedern verbunden ist, und bei dem ferner an den Wagenkastenoberseiten Führungsglieder vorgesehen sind, die eine seitliche Versetzung der Kastenglieder gegeneinander verhindern, jedoch eine Längsverschiebung der Kastenglieder gegeneinander ermöglichen, dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsglieder (12, 13,14) mit Federn (15) verbunden sind, die in Fahrzeuglängsrichtung eine Zug- oder Druckkraft auf das benachbarte Kastenglied ausüben.