AT235091B - Schubschraubtrieb für Andrehmotoren von Brennkraftmaschinen - Google Patents
Schubschraubtrieb für Andrehmotoren von BrennkraftmaschinenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Schubschraubtrieb für Andrehmotoren von Brennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft einen Schubschraubtrieb für Andrehmotoren von Brennkraftmaschinen, mit ge- gen die Andrehwelle verschieb-und drehbarem Ritzel, das über eine Freilaufkupplung mit einer auf einem Gewindeabschnitt der Welle verschraubbaren Hohlwelle verbunden ist, die in Ruhelage des Schraubtriebes durch ein sowohl in eine Vertiefung der Andrehwelle als auch in eine Aussparung der Hohlwelle eingrei- fendes Sperrglied gegen Längsverschiebung gegenüber der Andrehwelle gesichert ist sowie mit einem schwenkbaren Einrückhebel zum Längsverschieben der Hohlwelle entgegen einer Rückführfeder. Bei Schubschraubtriebendieser Art mit einer Verschiebemuffe, an welcher der Einrückhebel angreift, ist die verschraubbare Hohlwelle bei Ruhelage durch ein Sperrglied - z. B. durch eine in einer Aussparung geführte Kugel - gegen Verschiebung auf der Antriebswelle gesichert und dabei die Kugel in Sperrstellung durch die Verschiebemuffe gehalten. Bei einer andern bekannten Ausführungsform wird die Verschiebemuffe selbst zum Abbremsen des Ankers nach dem Ausrücken des Ritzels benutzt. Nach der Erfindung wird nun ein betriebssicherer, einfach aufgebauter sowie erschütterungs-unempfindlicher Schubschraubtrieb dadurch geschaffen, dass die Schwenkbewegung des Einrückhebels auf ein unter dem Druck der Rückführfeder stehendes Glied übertragen wird, welches das Sperrglied in Ruhelage des Schubschraubtriebes in seiner Sperrstellung hält, und ausserdem ein Betätigungsorgan einer an sich bekannt- ten Bremse für den Anker des Andrehmotors bildet. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Schubschraubtriebes ist das unter dem Druck der Rückführfeder stehende Glied als auf der Hohlwelle verschiebbare Hülse ausgebildet, auf die beim Einrückvorgangdie Schwenkbewegung des Einrückhebels übertragen wird und welche in Ruhelage durch die Rückführfeder in derjenigen Stellung gehalten wird, in der sie das Sperrglied sichert und die Bremse betätigt. Die Hülse ist dabei zweckmässig an ihrem dem Freilauf zugekehrten Ende erweitert und nimmt in dieser Erweiterung einen Abschnitt der Rückführfeder auf. In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Schubschraubtriebes eines elektrischen Andrehmotors dargestellt. Es zeigen Fig. 1 und 2 das Gerät in Ruhelage bzw. in Arbeitsstellung-jeweils im Mittelschnitt sowie Fig. 3 und 4 einen Querschnitt III-III gemäss Fig. 1 bzw. eine Teilansicht in Richtung A der Fig. 3, Fig. 5 und 6 eine Variante des Schubschraubtriebes im Mittelschnitt bzw. Querschnitt VI-VI der Fig. 5. Mit 10 ist c1ie als Andrehwelle dienende Ankerwelle eines elektrischen Andrehmotors bezeichnet, die einen glatten Abschnitt 11 und einen mit einem Steilgewinde 12 versehenen Abschnitt hat. Auf dem Abschnitt 11 sitzt dreh-und längsverschiebbar ein Ritzel 13, das einen Schaft 14 hat, der in einem Lagerschild 15 des Motors dreh-und verschiebbar gelagert ist. Das innere Ende des Schaftes bildet den angetriebenen Teil eines Rollenfreilaufs 16. Auf dem Steilgewindeabschnitt 12 der Antriebswelle sitzt eine Hohlwelle 17 mit entsprechendem Innengewinde, die an ihrem dem Ritzelschaft 14 zugekehrten Ende einen Flansch 18 hat, der mit dem treibenden Teil 19 der Freilaufkupplung unverdrehbar verbunden ist. In der in Fig. 1 dargestellten Ruhelage des Schubschraubtriebes steht die Hohlwelle 17 über das von der Freilauf-Kupplung abgekehrte Ende des Gewindeabschnittes 12 vor und ist dort mit mehreren radialen Bohrungen 20 versehen, in denen je eine Kugel 21 sitzt. Die Ankerwelle 10 hat eine Ringnut 22 mit schrägen Seitenflanken. In diese Ringnut können die Kugeln 21 bei der Ruhelage des Schubschraubtriebes einfallen, <Desc/Clms Page number 2> Auf der Hohlwelle 17 sitzt ein als Hülse ausgebildetes Glied 23 ; ein Abschnitt 24 dieser Hülse ist auf der Hohlwelle verschiebbar geführt. Ein dem Freilauf zugekehrter Abschnitt 25 der Hülse 23 hat einen etwas grösseren Innendurchmesser als der Abschnitt 24. Der Übergang vom Abschnitt 24 zum Abschnitt 25 wird durch eine Schulter 26 gebildet. Das von der Schulter 26 abgekehrte Ende 27 der Führungsbohrung ) im Hülsenabschnitt 24 ist bei 27 nach aussen zu konisch erweitert. Zwischen der Schulter 26 und dem Flansch 18 der Hohlwelle erstreckt sich eine Rückführfeder 28. Der Hülsenabschnitt 25 hat an seinem äusseren Ende einen hochgebogenen Flansch 29. Auf den Hül- senabschnitt 25 ist eine am Flansch 29 anliegende Metallringscheibe 30 lose aufgesteckt und anschliessend daran eine Bremsscheibe 31 aus geeignetem Stoff. Eine auf die Hülse 23 aufgepresste Spreizscheibe 29a hält die Scheiben 30 und 31 in ihrer Stellung. An zwei einander diametral gegenüberliegenden Stellen ihres äusseren Randes trägt die Metallscheibe 30 je einen gegen den Freilauf hin abgebogenen Lappen 32. Jeder dieser beiden Lappen hat, wie Fig. 3 zeigt, einen schlitzartigen Ausschnitt 33. Auf der Ankerwelle sitzt ein mit dieser umlaufender, den Hülsenabschnitt 24 eng umschliessender Blechtopf 34, dessen der Bremsscheibe zugekehrter Rand 35 derart abgebogen ist, dass er eine mit der Bremsscheibe 31 zusam- i menwirkende Reibscheibe bildet. Zum Verschieben des Schubschraubtriebes dient ein bei 36 schwenkbar gelagerter Einrückhebel 37, der mit seinem einen Arm'den Schubschraubtrieb gabelartig umfasst und mit an den Gabelarmen sitzenden Zapfen 38 in die Schlitze 33 der Lappen 32 eingreift. Der Einrückhebel kann, wie angedeutet, mittels eines Magnetschalters 39 bewegt werden, dessen Kontaktbrücke 40 den Andrehmotor 41 an eine Samm- lerbatterie 42 anzuschliessen vermag. Der Magnetschalter hat eine über einen Handschalter 43 an die Batterie anschaltbare Erregerwicklung 44 und eine Druckfeder 45, welche die Kontaktbrücke samt dem Einrückhebel nach dem Abschalten des Magnets in ihre Ruhelage zurückführt. Der Schubschraubtrieb arbeitet in folgender Weise : Um das Ritzel 13 aus seiner in Fig. l dargestellten Ruhelage in den mit 51 bezeichneten Zahnkranz einer Brennkraftmaschine einzurücken, wird durch Einschalten des Magnetschalters 39 der Einrückhebel 37 verschwenkt, der mittels der Zapfen 38 seiner Gabel die Scheibe 30 zusammen mit der Hülse 23 ent- gegen dem Druck der Feder 28 auf der Hohlwelle 17 verschiebt. Die Hohlwelle kann anfänglich der Be- wegung der Hülse 23 nicht folgen, weil sie zunächst durch die Kugeln 21 an einer Verschiebung auf der Andrehwelle verhindert ist. Wenn. die Hülse 23 unter Zusammenpressung der Feder 28 ein kleines Stück auf der Hohlwelle verschoben worden ist, können die Kugeln 21 aus der Rille 22 der Andrehwelle austre- ten und geben damit die Hohlwelle für die Längsverschiebung auf der Andrehwelle frei, so dass bei der fortgesetzten Schwenkbewegung des Einrückhebels das Ritzel samt Kupplung und Hohlwelle in die in Fig. 2 dargestellte Einrückstellung gebracht werden kann. Dabei kommen die Kugeln auf das Steilgewinde der Andrehwelle zu liegen und stehen über den Aussenumfang der Hohlwelle vor. Wenn nach einem Andrehvorgang der Andrehmotor abgeschaltet wird, bewegt die in der Schliess- stellung des Magnetschalters gespannte Druckfeder 45 den Einrückhebel in seine Ruhelage. Dieser Vor- gang wird durch die auf dem Steilgewinde sich zurückschraubende Hohlwelle 17 unterstützt, die von dem Ritzel, so lange dieses sich noch im Eingriff mit dem Zahnkranz 46 befindet, über die mit geringer Rei- bung leerlaufende Freilaufkupplung angetrieben wird. Die Hohlwelle nimmt über die Feder 28 die Hülse 23 mit. Kurz bevor die Hohlwelle ihre Ruhelage nach Fig. l erreicht hat, werden die Kugeln 21 von der unter der Spannung der Feder 28 stehenden Hülse 23, die mit ihrer konischen Innenfläche 27 an den Ku- geln anliegt, in die Rille 22 geschoben. Die Hülse 23 kann sich nun über die Kugeln hinweg weiter auf der Hohlwelle verschieben, wobei der Flansch 29 der Hülse die Scheiben 30 und 31 gegen die Reibschei- be 35 des Blechtopfes 34 anpresst. Da die in die Schlitze 33 der Lappen 32 angreifenden Zapfen 38 des Gabelhebel die Scheibe 30 festhalten, wird der Anker abgebremst. In der Ruhelage des Schubschraubtriebes hält die Feder 28 sowohl die Hülse 23 und die beiden Schei- ben 30,31 mit dem auf der Ankerwelle 10 festsitzenden Blechtopf 34, als auch die Hohlwelle samt Frei- laufkupplung mit der Ankerwelle verspannt, wodurch die Wirkung von Erschütterungen auf diese Teile stark vermindert ist. Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 und 6 sind die beim ersten Beispiel vorgesehenen Schei- ben 30 und 31 samt der Hülse 23 durch ein einziges Teil 46 aus Kunststoff ersetzt. Dieses besteht aus einem Ring 47, der aussen einen Kranz 48 und innen einen nabenartigen Ansatz 49 hat, der dem Abschnitt 24 der Hülse 23 in Fig. l entspricht. Indem Mantel des Kranzes sind zwei einander diametral gegenüberliegende, in der Umfangsrichtung verlaufende Nuten 50 angebracht, in welche die Zapfen 38 des Gabelhebels 37 eingreifen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Schubschraubtrieb für Andrehmotoren von Brennkraftmaschinen, mit gegen die Andrehwelle ver- schieb-und drehbarem Ritzel, das über eine Freilaufkupplung mit einer auf einem Gewindeabschnitt der Welle verschraubbaren Hohlwelle verbunden ist, die in Ruhelage des Schraubtriebes durch ein sowohl in eine Vertiefung der Andrehwelle, als auch in eine Aussparung der Hohlwelle eingreifendes Sperrglied gegen Längsverschiebung gegenüber der Andrehwelle gesichert ist sowie mit einem schwenkbaren Ein- rückhebel zum Längsverschieben der Hohlwelle entgegen einer Rückführfeder. dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbewegung des Einrückhebels (37) auf ein unter dem Druck der Rückführfeder (28) stehendes Glied (23 bzw.46) übertragen wird, welches das Sperrglied (21) in Ruhelage des Schubschraubtriebes in seiner Sperrstellung hält und ausserdem ein Betätigungsorgan (29) einer an sich bekannten Bremse (30, 31,35) für den Anker des Andrehmotors bildet.2. Schubschraubtriebnach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das unter dem Druck der Rückführfeder (28) stehende Glied als auf der Hohlwelle (17) verschiebbare Hülse (23) ausgebildet ist. auf die beim Einrückvorgang die Schwenkbewegung des Einrückhebels (37) übertragen wird und welche in Ruhelage durch die Rückführfeder in derjenigen Stellung gehalten wird, in der sie das Sperrglied (21) sichert und die Bremse betätigt.3. SchubschraubtriebnachAnspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Hohlwelle (17) verschiebbare Hülse (23) an ihrem dem Freilauf (16) zugekehrten Ende erweitert ist und in dieser Erweitcrung (25) einen Abschnitt der Rückführfeder (28) aufnimmt.4. Schubschraubtrieb nach Anspruch 2 oder 3, mit gabelartigem, am Schraubtrieb angreifendem Einrückhebel, dadurch gekennzeichnet, dass die Gabelarme des Einrückhebels (37) an einer auf die Hülse (23) aufgeschobenen Ringscheibe (30) zwischen aus dieser Scheibe herausragenden Ansätzen (32) angreift, die ein Mitdrehen der den feststehenden Teil der Bremse bildenden Scheibe (30) verhindern.5. Schubschraubtrieb nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der Andrehwelle (10) umlaufende Teil der Bremse aus einem die Hülse (23) übergreifenden Blechtopf (34) be- steht.6. Schubschraubtrieb nach Anspruch l, mit gabelartigem, am Schraubtrieb angreifendem Einrückhebel, dadurch gekennzeichnet, dass das unter dem Druck der Rückführfeder (28) stehende Glied als eine aus einem Kunststoff pressteil bestehende Verschiebemuffe (46) ausgebildet ist, die an ihrem Umfang zwei in Umfangsrichtung begrenzte Nuten (50) hat, in die je ein an jedem Gabelarm des Einrückhebels (37) sitzender Ansatz (38) eingreift und welche ferner an ihrer dem Motoranker zugekehrten Seite einen rohrförmigen Ansatz (49) trägt, der in Ruhelage des Schraubtriebes das Sperrglied (1) in der Hohlwelle (17) überdeckt, und die schliesslich in ihrer Ruhelage unter dem Druck der Rückführfeder (28) an einer mit deo Andrehwelle (10) umlaufenden Bremsscheibe anliegt (Fig.5 und 6).
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1962
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