AT234900B - Verfahren zur Herstellung eines neuen fungiziden Mittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen fungiziden Mittels

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AT234900B
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AT614660A
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English (en)
Inventor
Georges Ing Wetroff
Marie Adele Bouillenne-Walrand
Jean Ing Khaladji
Original Assignee
Pechiney Prod Chimiques Sa
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines neuen fungiziden Mittels 
Es ist bereits bekannt, dass die Chlorphenole wie   z. B.   die Trichlorphenole fungizide Eigenschaften besitzen, aber sie können nicht therapeutisch zur Bekämpfung von menschlichen Mycosen oder von Mycosen höherer Tiere verwendet werden. Diese Verbindungen verursachen nämlich in Berührung mit der Haut, sogar in einer Verdünnung unter   0, 010/0,   sehr rasch ernste Entzündungen. 



   Die Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung eines   Produktes zum Gegenstand, welchesbemerkens-   werte fungizide Eigenschaften besitzt und keine Hautschäden oder andere unangenehme Nebenwirkungen wie z. B. Entzündungen hervorruft. 
 EMI1.1 
 
4, 5-TrichlorphenolTrinormalbutylphosphat miteinander umsetzt, man eine neue Substanz erhält, die beachtliche fungizide Eigenschaften aufweist und insbesondere zur Bekämpfung von menschlichen Mycosen und für die Behandlung anderer Hautkrankheiten hervorragend geeignet ist. Nur beispielsweise seien erwähnt : Trichophyton interdigitale, Candida albicans, Krampfadergeschwüre, Trockenekzeme, Kinderekzeme, Flechten, Wassergeschwülste, Diabetide, Brand usw.

   Bemerkenswert ist dabei,   dass das erfindungsgemässe Produkt   weder unmittelbar loch später irgend eine Hautschädigung oder eine andere unangenehme Nebenwirkung verursacht. Dass es sich bei dem neuen fungiziden Mittel um eine neue chemische Verbindung und nicht bloss um ein einfaches Stoffgemisch handelt, geht aus der Tatsache hervor, dass seine physikalischen Eigenschaften von den zu seiner Bildung verwendeten Komponenten verschieden sind. Das 2, 4, 5-Trichlorphenol bildet nämlich mit dem   Triisobutyl- oder   Trinormalbutylphosphat eine definierte äquimolekulare Molekülverbindung. die keinerlei korrosive Eigenschaften wie das Trichlorphenol selbst aufweist.

   Die Bindung des Trichlorphenols (etwa 1 Mol) an das Tributylphosphat   (l   Mol) erfolgt dabei offenbar über Wasserstoffbrücken, denn der entstandene Komplex erweist sich als so stabil, dass er auch der Einwirkung der Temperatur bei der Destillation standhält und auch in einem relativ breiten pH-Bereich um den Neutralpunkt beständig ist. 



   Wenn man   2, 4, 5-Trichlorphenol   und   Triisobutylphosphat in äquimolaren Mengen mischt,   beobachtet man eine Wärmeentwicklung von ungefähr 1225 Kalorien pro Grammolekül. Dieser Wert liegt in der Grö- ssenordnung der   Wärmetönung,   den eine Wasserstoffbindungsreaktion liefert. Der Brechungsindex der Molekularverbindung beträgt   nid"= 1, 4781   und die Dichte D20 =   l, 155.   



   Die neue Substanz besitzt entsprechend diesen bemerkenswerten physikalischen Eigenschaften auch ein charakteristisches Infrarotspektrum. 



   Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform, die jedoch die Erfindung nicht einschränken soll, kann das neue fungizide Mittel hergestellt werden, indem man die beiden oben genannten Stoffe bei gewöhnlicher Temperatur, z. B. in den Gewichtsmengen, die ungefähr den stöchiometrischen äquivalenten molaren Mengen entsprechen, vorzugsweise in einem Gewichtsverhältnis von etwa 40 bis 50   Gew.-zu   etwa 50-60 Gew.-%, innig miteinander vermischt.

   Gemäss der Erfindung ist es auch möglich, einen Über- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> einerGlukose <SEP> 60 <SEP> g
<tb> Pepton <SEP> 10 <SEP> g <SEP> 
<tb> Agar <SEP> 20 <SEP> g <SEP> 
<tb> mit <SEP> destilliertem <SEP> Wasser <SEP> aufgefüllt <SEP> auf <SEP> 1000 <SEP> cm8
<tb> 
 wurde in eine Anzahl aliquoter Teile geteilt und jedem Teil wurde die in wässerigem Alkohol gelöste reine Molektllverbindung in bestimmter jedoch unterschiedlicher Konzentration zugesetzt. Hierauf wurden diese so vorbereiteten, verschiedenen Mengen wirksame Substanz enthaltenden Kulturmilieus in einem Autoklaven 10 min bei 1210C sterilisiert und in sterile Petrischalen gegossen.

   Nachdem Abkühlen wurden die in den Schalen befindlichen Milieus mit Kulturen von verschiedenen pathogenen Mikroorganismen wie Trychophyton interdigitale, Candida albicans usw. in gleichen Mengen beimpft und hierauf in einem Brutschrank bei   300C   10 Tage lang stehen gelassen. Bei der darauffolgenden Prüfung bzw. Untersuchung der Kulturen offenbart sich die Wirksamkeit des fungiziden Mittels, sie ist umso grösser, je geringer die Konzentration des fungiziden Mittels ist, die gerade ausreicht, das Wachstum der in das Kulturmilieu geimpften Mikroorganismen zu verhindern. Es ist das die hemmende Konzentration oder die Grenze der Wirksamkeit des fungiziden Mittels, den es bezüglich eines bestimmten Stammes von Mikroorganismen in dem bestimmten Milieu besitzt.

   Diese Wirksamkeitsgrenze der erfindungsgemässen Molekülverbindung beträgt, wie festgestellt werden konnte, bei Trychophyton interdigitale ungefähr 1/150 000 und bei Candida albicans 1/60 000, woraus sich ergibt, dass Candida albicans widerstandsfähiger als Trychophyton interdigitale ist. 



   Die ausserordentlich gute therapeutische Wirksamkeit des neuen fungiziden Mittels sowie die Verträg- 

 <Desc/Clms Page number 3> 



Claims (1)

  1. lichkeit desselben mit der menschlichen Haut wurde durch ausgedehnte Untersuchungen, die von einer Reihe von namhaften Ärzten und Instituten vorgenommen worden sind, festgestellt und durch die von diesen vorgelegten Berichte erwiesen. In allen Fällen, in denen bisher das erfindungsgemässe Mittel zur klinischen Anwendung gekommen ist, wurde nicht nur ein stets wesentlich rascherer Heilungsverlauf als mit den bisher bekannten fungiziden Mitteln beobachtet, im Durchschnitt nimmt nämlich der Heilungsprozess bei Anwendung des neuen Stoffes nur 3-7 Tage in Anspruch, sondern es konnte eine Reihe von Patienten ausgeheilt werden, deren Erkrankung durch keines der bisher bekannten Mittel gebessert werden konnte.
    Hingegen ist bisher kein einziger Fall vorgekommen, in dem der Patient das Behandlungsmittel nicht vertragen oder dieses einen schädigenden Einfluss auf die Haut ausgeübt hätte und in keinem Fall war eine Unwirksamkeit des neuen Mittels gegenüber irgend welchen Mikroorganismen festgestellt worden.
    PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung eines neuen fungiziden Mittels, dadurch gekennzeichnet, dass man EMI3.1 zu einem stabilen Komplex bzw. einer Molekülverbindung umsetzt.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die Mischung einer Azeotropdestillation unter vermindertem Druck unterwirft und das erhaltene Destillat gegebenenfalls auf eine gewünschte Konzentration, sei es durch Verwendung einer ungiftigen Flüssigkeit, eines Pulvers oder einer Salbengrundlage verdünnt.
AT614660A 1959-08-12 1960-08-10 Verfahren zur Herstellung eines neuen fungiziden Mittels AT234900B (de)

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