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Wegesuche und Auswahl von freien Verbindungswegen in einem beliebig viele Koppelstufen aufweisenden Feld von Koppelpunkten
Es sind bereits Methoden bekannt (z. B. deutsche Patentschrift Nr. 1048956 und deutsche Patentschrift Nr. 1062761), nachdenen freie Verbindungswege in einem Feld von Koppelpunkten, welches beliebig viele Koppelstufen aufweisen kann, gesucht werden können und nach denen, falls mehrere freie Verbindungswege vorhanden sind, einer ausgewählt werden kann. In einem derartigen Feld von Koppelpunkten, kurz Koppelfeld genannt, sind die Koppelpunkte in den einzelnen Stufen des Koppelfeldes kreuzfeldartig angeordnet. Zeilen- und spaltenweise vielfach geschaltete Koppelpunkte bilden ein Koppelvielfach, welches jeweils durch einen Koordinatenschalter realisiert wird.
Als Koordinatenschalter können Kreuzschienenwähler, Kreuzspulenwähler oder Relaiskoppler verwendet werden. An jedem Koppelpunkt befindet sich ein Koppelelement, welches bei Herstellung eines über diesen Koppelpunkt führenden Verbindungsweges in seinen Arbeitszustand tritt. Dabei können z. B. mehrere sogenannte Koppelpunktkontakte eingestellt werden.
Die einzelnen Koppelstufen des Koppelfeldes können mehrere Koppelvielfache enthalten und sind über Zwischenleitungen, die jeweils mehrere Adern, z. B. Sprechadern und Belegungsadern haben können, in bestimmter Weise miteinander verbunden. Die Anordnung dieser Zwischenleitungen wird durch den Gruppierungsplan bestimmt, der sich aus verkehrstheoretischen Überlegungen ergibt. Die Zwischenleitungen werdendabei vornehmlich derart angeordnet, dass von je einem Koppelvielfach der einen Koppelstufe mindestens eine Zwischenleitung zu jedem Koppelvielfach der benachbarten Koppelstufe führt.
Wenn mehrere über dieses Koppelfeld zu führende Verbindungsanforderungen gleichzeitig anfallen, so werden sie zweckmässigerweise nacheinander abgefertigt, damit die Eindeutigkeit des Abfertigung-
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ter anderem mit dem Koppelfeld in Verbindung.
Dem Koppelfeld ist bei den Schaltungsanordnungen zur Durchführung der erwähnten bekannten Methoden ein sogenanntes Wegesuchnetzwerk überlagert, dessen Adern den Zwischenleitungen zugeordnet sind und an den Stellen des Koppelfeldes, wo sich Koppelvielfache befinden, direkt miteinander verbunden sind. Die Verbindungspunkte werden hier als Markierknoten bezeichnet. An ein derartiges Wegesuchnetzwerk sind verschiedene Markierungen anzulegen, die sich gegenseitig nicht stören dürfen. Bei diesem Wegesuchnetzwerk sind daher für jede Zwischenleitung zwei voneinander getrennte Wegesuchadern vorgesehen. An diese Adern können dann im Verlauf der Wegesuche unabhängig voneinander verschiedene Markierungen mit Hilfe bestimmter Potentiale angelegt werden.
Diese Potentiale werden an Schnittstellen, die quer durch das Wegesuchnetzwerk parallel zu Koppelstufen gelegt sind, zur Auswahl von einzelnen Wegestücken ausgewertet. Die ausgewählten Wegestücke bestimmen dann den zu verwendenden Verbindungsweg.
Durch die Erfindung wird nun eine Methode angegeben, bei der das zu verwendende Wegesuchnetzwerk nur eine anstatt zwei Adern je Zwischenleitung aufzuweisen hat. Ein derartiges Wegesuchnetzwerk ist also wesentlich einfacher aufgebaut und erfordert daher weniger Aufwand. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn Änderungen in der Gruppierung des Koppelfeldes vorzunehmen sind, wie sie z. B. anfallen,
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wenn infolge von Erweiterungen bestimmte Ausgänge des Koppelfeldes besonders starken Verkehr zu über- nehmen haben. Änderungen der Gruppierung des Koppelfeldes haben nämlich auch entsprechende Ände- rungen im Wegesuchnetzwerk zur Folge.
Diese Änderung ist mit um so geringerem Arbeitsaufwand ver- knüpft, je weniger Adern das Wegesuchnetzwerk aufweist. i Die Erfindung betrifft also die Suche und Auswahl freier Verbindungswege in einem beliebig viele
Koppelstufen enthaltenden Koppelfeld, bei welchem das Suchen von freien, für die Verbindungswege ge- eigneten Zwischenleitungen mittels eines Wegesuchnetzwerkes vorgenommen wird, dessen Adern den Zwi- schenleitungen zugeordnet und über den Koppelvielfachen zugeordnete Markierknoten miteinander ver- bunden sind und bei dem so viel Schnittstellen quer durch das Wegesuchnetzwerk parallel zu Koppelstufen gelegt sind, an denen jeweils ein zu verwendendes Wegestückbestimmt wird, dass dadurch ein Verbindungs- weg eindeutig festgelegt ist.
Diese Wegesuche und Auswahl ist dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem für die ge- wünschte Verbindung in Frage kommenden Eingang eine Markierung angelegt wird, die über freien Zwi- schenleitungen zugeordnete Wegesuchadern des Wegesuchnetzwerkes zu Ausgängen des Koppelfeldes über- tragen wird, dass diese Übertragung an mindestens einem für die gewünschte Verbindung in Frage kom- menden Ausgang überprüft wird, dass nacheinander an den verschiedenen Schnittstellen die Übertragung der Markierung an den geschnittenen Wegestücken beeinflusst wird, damit die ausgangsseitige Überprü- fung der Übertragung ergibt, ob das jeweils beeinflusste Wegestück im Übertragungsweg liegt und demge- mäss für einen Verbindungsweg in Frage kommt,
und dass an jeder vorgesehenen Schnittstelle eines der in
Frage kommenden Wegestücke ausgewählt und im übertragungsfähigen Zustand gehalten wird.
Da bei der erfindungsgemässen Wegesuche und Auswahl nur einmal eine Markierung über das Wege- suchnetzwerk zu übertragen ist, werden die bei den erwähnten bekannten Methoden verwendeten zwei- ten Wegesuchadern nicht benötigt und können daher eingespart werden.
Das Wesen der Erfindung wird in der folgenden Beschreibung an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Im einzelnen zeigen Fig. l einen einfachen Gruppierungsplan für ein vierstufiges Koppelfeld, welches hier als Beispiel eines Koppelfeldes verwendet wird, Fig. 2 den Verlauf der Sprechadern a und b für einen Ver- bindungsweg zwischen einem Eingang und einem Ausgang dieses Koppelfeldes, Fig. 3 ein Beispiel für eine
Schaltungsanordnung zur Durchführung der erfindungsgemässen Wegesuche und Auswahl und Fig. 4 zeigt, wie'die Fig. 1-3 zusammenzustellen sind. Es müssen dabei die eingezeichneten Marken MA zusammen- treffen, damit die zusammengehörigen Koppelstufen bei den verschiedenen Figuren jeweils in derselben
Fluchtlinie liegen.
Es wird nun zunächst, um das VerständnisdererfindungsgemässenWegesuche und Auswahl zu erleich- tern, der in Fig. l gezeigte Aufbau des Koppelfeldes und die in Fig. 2 gezeigte Darstellung der Sprech- adern erläutert. Die Fig. l zeigt ein vierstufiges Koppelfeld mit den Koppelstufen A-D. Jede Koppelstu- fe enthält mehrere Koppelvielfache, wobei jedes Koppelvielfach durch einen Koordinatenschalter reali- siert wird. So enthält z. B. die Koppelstufe A die Koppelvielfache Al-Al, die. Koppelstufe B die Koppel- vielfache Bl-Bk usw. Die Koppelvielfache jeder Stufe sind in diesem Beispiel unter sich gleich. Die
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Koppelvielfach dieser Koppelstufe ist über eine Zwischenleitung mit jedem Koppelvielfach der Koppelstufe B verbunden. Die Koppelstufe B hat daher k Koppelvielfache mit jeweils 1 Eingängen.
Es kann jeder Eingang des Koppelfeldes mit jedem Koppelvielfach der Koppelstufe B verbunden werden.
In derselben Weise setzt sich der Aufbau des Koppelfeldes über die weiteren Koppelstufen fort. Die Ausgänge der Koppelvielfache der Koppelstufe D sind zugleich die Ausgänge des Koppelfeldes. Die Koppelvielfache sind in der Darstellung nur schematisch angedeutet und die Zwischenleitungen nur zum Teil eingezeichnet. An den Kreuzungspunkten der Reihen, also der Zeilen (waagrecht) und der Spalten (senkrecht) der Koppelvielfache, also an den Koppelpunkten, befinden sich in den Koordinatenschaltern Kontakte. die dieseHAKeppelpunkten-zugeordnet sind und daher auch Koppelpunktkontakte genannt werden.
So befindet sich z. B. im Koppelvielfach Al an der Kreuzungsstelle der j-ten Spalte und der ersten Zeile der Koppelpunkt aljl, dem der Koppelpunktkontakt lkaljl und andere zugeordnet sind.. Entsprechend sind dem im Koppel vielfach Bl liegenden Koppelpunkt bllm der Koppelpunktkontakt Ikbll mund andere zugeordnet usw. Derartige Koppelpunktkontakte sind in das Netzwerk der Sprechadern und in hier nicht dargestellte Netzwerke weiterer Adern eingefügt. Der in Fig. 1 dargestellte Gruppierungsplan stellt das Schema dar, nach dem die Koppelvielfache bzw. ihnen zugeordnete Markierknoten über die. Zwischenleitungsadern in den verschiedenen Netzwerken miteinander verbunden sind.
Die Sprechadern a und
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b des Koppelfeldes sind über Koppelpunktkontakte, die an den Koppelpunkten in den Koppelvielfachen liegen, geführt.
Die Fig. 2 stellt den Verlauf der Sprechadern a und b zwischen einem Eingang und einem Ausgang dar, u. zw. ist aus den im Netzwerk vielen möglichen Verbindungswegen ein ganz bestimmter herausgegriffen. Er wird dadurch hergestellt, dass nach der Wegesuche die in ihm liegenden Koppelpunktkon- takte eingestellt, also geschlossen werden. In Fig. 2 sind diese Koppelpunktkontakte jedoch im Ruhezu- stand und daher als geöffnet eingezeichnet. Dieser Verbindungsweg führt beispielsweise vom Koppelfeld- eingang Tlj zum Koppelfeldausgang ZU. Der Koppelfeldeingang Tlj liegt am j-ten Eingang des Koppel- vieltachs Al der Koppelstufe A und der Koppelfeldausgang ZU liegt am ersten Ausgang des Koppelviel- fachs Dn der Koppelstufe D.
Vom Koppelfeldeingang Tlj führt der Verbindungsweg in diesem Beispiel über den Koppelpunktkontakt Ikaljl zum Ausgang l des Koppelvielfachs AI. Der Koppelpunktkontakt liegt also an der Kreuzungsstelle zwischen der Spalte j und der Zeile 1 des Koppelvielfaches AI. Die rechts und links vom Koppelpunktkontakt lkaljl gezeichneten Vielfachschaltungszeichen deuten an, dass in den Spalten und Zeilen des Koppelvielfachs jeweils mehrere Koppelpunktkontakte zugleich an- geschlossen sind. Das linke Vielfachschaltungszeichen weist auf die an jeweils einer Spalte angeschlosse- nen k Koppelpunktkontakte und das rechte Vielfachschaltungszeichen weist auf die an jeweils einer W- le angeschlossenen j Koppelpunktkontakte hin.
Vom Koppelpunktkontakt lkaljl führt eine Zwischenlei- tungsader zum Eingang l des Koppelvielfachs Bl der Koppelstufe B. Hier gehört der Kuppelpunktkontakt dikbil m zum Verbindungsweg.
Auch hier sind zwei Vielfachschaltungszeichen eingezeichnet. Vom Ausgang m des Koppelvielfachs
BI führt dann eine Zwischenleitungsader zum ersten Eingang des Koppelvielfachs Cm der Koppelstufe
C. Über den Koppelpunktkontakt lkcmln verläuft der Verbindungsweg weiter, u. zw. geht er noch über den Koppelpunktkontakt Ikdnml bis zum Ausgang Zll.
In Fig. 3 ist ein Beispiel für eine Schaltungsanordnung angegeben, die nach der erfindungsgemässen
Wegesuche arbeitet. Die in Fig. 3 dargestellte Schaltungsanordnung enthält zunächst Wegesuchadern, wel- che als f-Adern bezeichnet sind. Vom Wegesuchnetzwerk ist hier in ähnlicher Weise wie bei der Fig. 2 vom Netzwerk der Sprechadern, also der a-und b-Adern, lediglich ein Auszug dargestellt. Das Netz- werk der Wegesuchadern ist dem Koppelfeld überlagert und ist nach dem in Fig. 1 dargestellten Gruppie- rungsplan aufgebaut. Es weist jedoch einige Besonderheiten auf, welche auch in Fig. 3 angegeben sind.
Es sind zunächst die Koppelvielfache durch sogenannte Markierknoten ersetzt, die aus je einem Verbindungs- punkt bestehen, in dem jeweils die Wegesuchadern, die den bei dem entsprechenden Koppelvielfach en- denden Zwischenleitungen zugeordnet sind, miteinander verbunden sind. In Fig. 3 sind bei den darge- stellten f-Adern die Markierknoten fAl, fBl, fCm und fDn enthalten. Ferner sind in die f-Adern Bele- gungskontakte eingefügt.
Sie sind jeweils bei Wegesuchadern, die zu freien Zwischenleitungen gehören, geschlossen und bei
Wegesuchadern, die zu belegten Zwischenleitungen gehören, geöffnet. In die f-Ader, die zur Zwischen- leitung gehört, die vom Koppelpunktkontakt Ikajl zum Koppelpunktkontakt lkbllm führt, ist der Bele- gungskontakt babll eingefügt. In entsprechender Weise sind in die f-Adern die weiteren Belegungskon- takte bbcml und bcdnm eingefügt. Ausserdem sind in die f-Adern die Entkoppelrichtleiter Gabll, Gbcml und Gcdnm eingefügt.
Die Entkoppelrichtleiter sind so gepolt, dass Markierungen von Eingängen zu Ausgängen des Koppel- feldes, jedoch nicht in umgekehrter Richtung, übertragen werden. Nun sind die in Fig. 3 dargestellten f-Adern nur ein Teil des gesamten Netzwerkes der f-Adern. Es sind im gesamten Netzwerk genau so viel
Markierknoten wie Koppelvielfache im Koppelfeld gemäss Fig. l vorhanden, zwischen denen die Zwischenleitungen verlaufen. Vom Markierknoten fAl aus gelangt über die dort angeschlossenen und zu freien Zwischenleitungen gehörenden Wegesuchadern das Markierpotential zu mehreren Markierknoten in der Koppelstufe B.
Die Entkoppelrichtleiter in den Wegesuchadern verhindern dabei, dass das Markierpotential in unzulässigerweise auch von den Markierknoten der Koppelstufe B aus rückwärts zu andern Eingängen des Koppelfeldes hin übertragen wird, wodurch belegte und daher durch geöffnete Belegungskontakte unterbrochene Wegesuchadern in unerwünschter Weise umgangen werden würden.
Zur Anlegung der Markierung an Eingänge des Koppelfeldes dienen Kontakte, von denen der Kontakt tlj dargestellt ist. Er gehört zum Eingang j des Koppelvielfaches AI, also zum Eingang Tlj. Es könnten auch ohne weiteres Kontakte vorgesehen sein, an die mehrere Eingänge desselben Koppelvielfaches angeschlossen sind. Zur Überprüfung der Übertragung der Markierung über das Koppelfeld dient die Prüfeinrichtung P. Sie kann über Kontakte an Ausgänge des Koppelfeldes angeschlossen werden, von denen der Kontakt zll dargestellt ist, welcher zum ersten Ausgang des Koppelvielfachs Dn, also zum Ausgang. ill
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gehört.
Die Prüfeinrichtung P spricht an, wenn das eingangsseitig am Koppelfeld angelegte Markierpotential an einem Ausgang des Koppelfeldes auftritt, an den sie über den zugehörigen Kontakt angeschlossen ist.
Die Prüfeinrichtung P ist über Leitungen mit Zählkettenschaltungen verbunden, die den Schnittstellen zugeordnet sind. Sie steuert den Ablauf von bestimmten Schaltvorgängen in diesen Zählkettenschaltungen in Abhängigkeit davon, ob das Markierpotential über das Koppelfeld übertragen wird. Die beim Koppelfeld vorgesehenen Schnittstellen können so gelegt sein, dass sie Zwischenleitungen oder Markierknoten schneiden. Wenn sie Zwischenleitungonschneiden, so werden als Wegestücke Zwischenleitungen bestimmt, wenn sie Markierknoten schneiden, so werden als Wegestücke Koppelvielfache bestimmt. Die in der Schaltung gemäss Fig. 3 vorgesehenen Zählkettenschaltungen KVB und KVC liegen an Schnittstellen, welche Markierknoten schneiden und dienen daher zur Auswahl von Koppelvielfachen.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Schaltung sind ausserdem noch die Zählkettenschaltungen KVD und PKVD vorhanden. Von ihrem Vorhandensein soll jedoch zunächst noch abgesehen werden. Es sind also die zu ihnen gehörenden Kontakte als geschlossen-anzunehmen.
Die Zählkettenschaltung KVB besitzt mehrere Arbeitskontakte. Jeder von ihnen ist in einen Markierknoten der Koppelstufe B eingefügt. Es sind dies die Arbeitskontakte bl... bk. Der Arbeitskontakt bl ist in den Markierknoten fBl eingefügt, der Arbeitskontakt b2 ist in den Markierknoten fB2 eingefügt usw. Diese Arbeitskontakte werden durch die Zählkettenschaltungen in bestimmter Weise im Verlauf einer Wegesuche geschlossen und geöffnet, u. zw. auf Veranlassung der Prüfeinrichtung P. Die Zählkettenschal-
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Es wird nun ein Beispiel für den Ablauf einer Wegesuche beschrieben, bei der die Prüfeinrichtung P und die Zählkettenschaltungen KVB und KVC in Tätigkeit treten. Es sei ein Verbindungsweg zu suchen, der vom Eingang j des Koppelvielfachs Al zum Ausgang 1 des Koppelvielfachs Dn führt. Es wird daher zunächstder Kontakt tlj geschlossen, wodurch positives Potential an den zugehörigen Eingang des Koppelfeldes als Markierung angelegt wird.
Ausserdem wird mit Hilfe des Kontaktes zll die Prüfeinrichtung P an den in Frage kommenden Ausgang des Koppelfeldes angeschlossen. Schliesslich werden noch bei den Zählkettenschaltungen KVB und
KVC die Arbeitskontakte bl... bk und cl... cm geschlossen. Wenn mindestens ein freier Verbindungweg zwischen dem in Frage kommenden Eingang und dem in Frage kommenden Ausgang vorhanden ist, wird das positive Markierpotential über das Wegesuchnetzwerk zur Prüfeinrichtung P übertragen. Wei. n dieses positive Markierpotential bei der Prüfeinrichtung P auftritt, wird daher angezeigt, dass mindestens ein geeigneter Verbindungsweg vorhanden ist. Die Prüfeinrichtung P spricht nun an und löst darauf die eigentliche Wegesuche aus.
Die Übertragung der Markierung ist nun nacheinander an den verschiedenen Schnittstellen bei den geschnittenen Wegestücken zu beeinflussen, damit die ausgangsseitige Überprüfung der Übertragung ergibt, ob das jeweils beeinflusste Wegestück im Übertragungsweg liegt. Die Schnittstellen können dabei in beliebiger Reihenfolge berücksichtigt werden. Ferner können bei einer bestimmten Schnittstelle die Wegestücke jeweils in beliebiger Reihenfolge beeinflusst werden.
Zunächst möge bei diesem Wegesuchbeispiel die Schnittstelle mit der Zählkettenschaltung KVB berücksichtigt werden. Es werden dann hier zur Beeinflussung der Übertragung zunächst die Arbeitskontakte bl... bk wieder geöffnet. Dadurch verschwindet bei der Prüfeinrichtung P das vorher dort vorhandene positive Markierpotential. Danach werden die Arbeitskontakte bl... bk der Zählkettenschaltung in beliebiger Reihenfolge wieder nacheinander geschlossen. Sowie ein Arbeitskontakt geschlossen wird, der in einem geeigneten Verbindungsweg zwischen dem markierten Eingang und dem in Frage kommenden Ausgang des Koppelfeldes liegt, tritt bei der Prüfeinrichtung P wieder das positive Markierpotential auf. Die Prüfeinrichtung P spricht wieder an und setzt die Zählkettenschaltung KVB in ihrer zuletzt erreichten Schaltstellung still.
Das zuletzt beeinflusste Wegestück wird im übertragungsfähigen Zustand belassen, in den es durch den zuletzt geschlossenen Arbeitskontakt der Zählkettenschaltung KVB versetzt wurde. Die Wahl eines Wegestückes an dieser Schnittstelle ist damit beendet. Nunmehr hat die Wahl eines Wegestückes an der Schnittstelle mit der Zählkettenschaltung KVC zu erfolgen. Hiebei werden, entsprechend wie vorher, die Arbeitskontakte der Zählkettenschaltung KVC zunächst geöffnet und dann nacheinander wieder geschlossen, bis das zunächst bei der Prüfeinrichtung P verschwundene positive Markierpotential wieder auftritt. Durch. -denjenigen der Arbeitskontakte cl... cm, der zuletzt geschlossen wurde, ist das gewähl-
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D schneidet.
Wenn an dieser Schnittstelle ebenfalls ein Wegestück, also ein Koppelvielfach, ausgewählt und damit festgelegt wird, so ist auch in diesem Fall eindeutig ein Verbindungsweg zu einem einzigen Ausgang des Koppelfeldes festgelegt. Es sei bemerkt, dass auch hier die Reihenfolge, in der die zu verwendenden Wegestücke an den verschiedenen Schnittstellen gewählt werden, vollkommen beliebig ist.
Wenn mehrere Eingänge in beliebiger Verteilung über die Koppelvielfache der Koppelstufe A für den zu suchenden Verbindungsweg in Frage kommen, so ist an alle diese Eingänge über ihnen zugeordnete Kontakte das Markierpotential anzulegen. Um einen bestimmten Eingang für den Verbindungsweg auszuwählen, ist dann noch eine Schnittstelle durch die Koppelvielfache bzw. Markierknoten der Koppelstufe A und eine Schnittstelle durch die bei den Eingängen ankommenden Leitungen zu legen. Dort sind dann zwei Zählkettenschaltungen vorzusehen, die in Aufbau und Funktion den Zählkettenschaltungen KVD und PKVD entsprechen. Es lässt sich dann in derselben Weise, wie es für Ausgänge des Koppelfeldes bereits beschrieben wurde, unter in Frage kommenden Eingängen des Koppelfeldes ein bestimmter und dar zu ihm hinführende Weg mitauswählen.
Es kann auch, sofern alle dazu benötigten Zählkettenschaltungen vorgesehen sind, ein über das Koppelfeld verlaufender Weg ausgewählt werden, wenn sowohl beliebig viele Eingänge als auch gleichzeitig beliebig viele Ausgänge des Koppelfeldes dafür in Frage kommen.
Beim Gruppierungsplan gemäss Fig. 1 ist die Anzahl der Eingänge einer Koppelstufe jeweils gleich der Anzahl der Ausgänge der vorhergehenden Koppelstufe. An den Anschlüssen der Koppelvielfache dieser Koppelstufen ist daher jeweils nur eine Zwischenleitung angeschlossen. Es können auch Gruppierungspläne für Koppelfelder vorliegen, bei denen diese Einschränkungen für ihren Aufbau nicht eingehalten sind.
Auch bei derartigen Koppelfeldern kann das Suchen und Auswählen von Verbindungswegen nach dem erfindungsgemässen Verfahren vorgenommen werden. Es sei daher auch der Fall betrachtet, dass zwischen den gewählten Koppelvielfachen benachbarter Koppelstufen mehr als eine Zwischenleitungen verläuft.
Falls die Wahlvorgänge Koppelvielfache bestimmen, ist dann jeweils von diesen Zwischenleitungen noch nicht die zu verwendende festgelegt. Um ihre Festlegung zu erreichen, ist daher hier mit Hilfe einer zusätzlichen Zählkettenschaltung noch unter diesen Zwischenleitungen eine auszuwählen. Falls aber die Wahlvorgänge sowieso Zwischenleitungen betreffen, so sind zusätzliche Zählkettenschaltungen nicht erforderlich.