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Faltpappenkarton zur Aufnahme von zwei Reihen nebeneinander stehender Zargendeckelbüchsen
Die Erfindung bezieht sich auf einen an den Enden offenen, hülsenförmigen Faltpappenkarton zur Auf- nahme von zwei Reihen nebeneinanderstehender Zargendeckelbüchsen, die aus vier miteinander verbundenen Wandfeldern bestehen, von denen zwei Felder die Büchsen erfassende und diese an einem seitlichen
Herausrutschen aus dem Karton hindernde Halteorgane aufweisen, wobei diese beiden Wandfelder, von denen eines einstückig ausgebildet ist, an den Büchsendeckelflächen anliegen und die beiden andern Wandfelder zwischen den ersteren befindliche Seitenwände bilden.
Die bekannten Kartons der genannten Art, wie sie z. B. durch die USA-Patentschrift Nr. 2, 963, 148 geschützt werden, konnten jedoch nicht ganz befriedigen, da die Büchsen unter gewissen Umständen lose werden und aus dem Karton herausfallen. Dies gilt insbesondere beim Tragen der Packung, da sich hiebei die Kartonoberwand aufwölbt oder aufbiegt und dabei die oberen Haltezungen zu entriegeln beginnen.
Das Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung eines billigen Faltpappe-Kartons für zwei Reihen nebeneinanderstehender Zargendeckelbüchsen, welcher die aufgezeigten Mängel vermeidet und die Vorteile von offenendigen Kartons mit einer Zwischenwand besitzt.
Erreicht wird dies erfindungsgemäss dadurch, dass das einstückige, eine Oberwand bildende Wandfeld mit Abstand voneinander angeordnete Stanzzungen aufweist, die sich einwärts zwischen die Büchsen erstrecken und einen zurückgebogenen, wieder nach aussen gerichteten Endteil aufweisen, mit dem sie den gegen die Längsmittelebene zu liegenden Flächenteil der Büchsenzargen untergreifen, um das Oberwandfeld dicht an den Büchsendeckelflächen festzuhalten.
Nach einem Merkmal der Erfindung sind die Zungen, einwärts biegbar und weisen Teile auf, die um 1800 in ihre die Zargen erfassende Stellung faltbar sind und die infolge der Pappenelastizität auch dazu eingerichtet sind, aus der sich senkrecht nach unten erstreckenden Ebene der Zungen heraus zu schwingen und in einer die Zargen der Büchsen erfassenden Stellung zu verbleiben.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles, welches in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung eines offenendigen Kartons mit eingesetzten Zargendeckelbüchsen, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Pappenzuschnitt und Fig. 3 einen Querschnitt durch den Karton längs der Linie 3 - 3 in Fig. 1.
Der als Ausführungsbeispiel dargestellte, einstückige Karton ist aus einem Streifen Faltpappe hergestellt, der unter Bildung einer rechtwinkeligen, offenen, zusammenlegbaren Hülse in sich geschlossen ist. In einer der die Büchsenenden berührenden Wände ist in der Mitte ein schmaler, hochstehender Anschlag oder Unterteilungsabschnitt angeformt, gegen den sich die Büchsenzargen seitlich anlegen können. An diesem Anschlag oder Unterteilungsabschnitt befinden sich zwei einander gegenüberstehende, schmale Streifen, die nach den benachbarten Büchsenzargen hin vorspringen und so viel schmäler als der Anschlag oder der Unterteilungsabschnitt sind, dass sie sich mit ihren Kanten direkt an die Kante der benachbarten Büchsenzargen anlegen können.
Die Oberwand trägt nach unten gerichtete Zungen mit zurückgefalzten Abschnitten, die einerseits Material zwischen den einander gegenüberstehenden Büchsen der beiden Reilien schaffen und anderseits die Oberwand am Verbiegen hindern und sie dicht an den Büchsendeckeln festhalten. Dadurch wird verhindert, dass die oberseitigen Büchsenhaltezungen sich von den Deckelzargen
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der Büchsen trennen und die Büchsen aus dem Karton herausfallen können.
Wie aus den Zeichnungen ersichtlich ist, besteht der als Ganzes mit 5 bezeichnete Karton aus einem Stirnwandfeld 6, das der Einfachheit halber als Oberwand bezeichnet werden kann, aus zwei Seitenwand- feldern 7 und 8 sowie aus einem zweiten Stirnwandabschnitt, der der Einfachheit halber als Bodenwand be- zeichnet wird und aus zwei Abschnitten 9 und 10 besteht. Diese Abschnitte weisen zwei schmale Ansatzstrei- fen 11 und 12 auf, die gegenüber den Abschnitten 9 und 10 durch Knick-oder Ritzlinien 13 und 14 abgegrenzt sind. Diese Streifen können gegebenenfalls z. B. mittels eines Klebstoffes zwecks Vervollständigung der
Bodenwand miteinander vereinigt werden. Die Wände sind längs trennender, mit 15 und 16 bezeichneter
Knicklinien schwenkbar verbunden.
Die Oberwand 6 kann in der Mitte bei 17 geknifft sein und dadurch eine vorgeklebte und zusammenfaltbare Konstruktion schaffen. Bei dieser Anordnung werden sich die bei- den Abschnitte der Bodenwand um das von den Knicklinien 13 und 14 gebildete Gelenk herum nach oben falten und die beiden Seitenwände 7 und 8 werden sich so verlagern, dass sie sich flach an die Bodenabschnitte 9 und 10 anlegen. Gleichzeitig werden die beiden Hälften des Oberwandfeldes 6 so um die Knifflinie 17 herumgefaltet, dass sich beide Abschnitte gegeneinander legen.
Wenn der Karton in die Büchsentragform gebracht ist, werden zwei Reihen von allgemein mit 18 bezeichneten und mit Zungen 19 versehenen Büchsen durch seitliches Einschieben in den Karton eingebracht.
Zwecks genauer Lagerung der Büchsen tragen die schmalen Streifen 11 und 12 Mittel, die sich nach unten hin an die Oberkante der Büchsenzargen anlegen und dadurch die Büchsenbodenflächen-dicht an den Karton-Bodenabschnitten 9 und 10 festhalten. Dieses Haltemittel besteht vorzugsweise aus zusätzlichen schmalen Haltestreifen 20 und 21, die als ein Stück von den zugehörigen Streifen 11 und 12 getragen und diesen gegenüber durch Knicklinien 22 und 23 abgegrenzt sind. Diese Haltestreifen werden in Arbeitsstellung nach unten heruntergefaltet und legen sich dabei mit ihren Kanten an die benachbarten Kanten der Büchsenzargen 19 an.
Infolge dieser Wirkung der Haltestreifen gleiten die von den offenen Seiten her in den Karton eingeführten Büchsen in praktisch flacher Kontaktlage zwischen ihren Böden und den Karton-Bodenabschnitten 9 und 10 einwärts. Auf diese Weise wird jegliche Neigung der an der andern Oberdeckelseite der Büchsen befindlichen Zargen unterdrückt, sich mit ihren Kanten gegeneinander zu verhaken und dadurch eine gegenseitige Schiefstellung einzunehmen.
Vorzugsweise sind in der Oberwand 6 Zungen 25 ausgestanzt, die als Fingeraufnahmeöffnungendienen, um damit den gefüllten Karton tragen zu können. Diese Zungen 25 werden von dem letzten Gebraucher der Packung heruntergedrückt. Sie besitzen Ohren 25a, um ihre'Herausbewegung aus der Wandebene zu erleichtern und sie bequemer auszugestalten.
Um die Büchsen 18 im Karton festzuhalten und am seitlichen Herausfallen zu hindern, sind auf der Ober-und Unterwand des Kartons einwärts biegbare Zungen 26 und 27 vorgesehen, die nach dem Hereinbiegen wegen der Pappen-Elastizität sich nach den Büchsenstirnwänden hin zu bewegen suchen und sich dabei mit ihren Kanten an die inneren Abschnitte der Büchsenzargen anlegen, so dass sich die Büchsen aus dem Karton nicht herausbewegen können.
Die erfindungsgemässe Verbesserung des vorstehend beschriebenen Kartons besteht aus mit der Oberwand. 6 verbundenen Mitteln, um diese ständig an den Deckelflächen der Büchsen 18 festzuhalten. Zu diesem Zweck ist die Oberwand 6 mit Zungen 28 versehen, die einen nach unten gerichteten Abschnitt 29 und einen kürzeren, nach oben zurückgebogenen Abschnitt 30 aufweisen, der wie Fig. 3 zeigt, um 1800 nach dem flach gebliebenen Abschnitt der Oberwand 6 hin herumgefalzt ist. Diese Zungen 28 besitzen eine vorgegebene Höhe und schaffen Material zwischen die Zargen benachbarter Büchsen 18 in den beiden Reihen.
Ausserdem verriegeln sich die zurückgebogenen Abschnitte 30 unter der Deckelzarge einer Büchse 18 und verhindern dadurch ein Hochwölben der Oberwand, wenn der Karton an den Tragmitteln 25 getragen wird. Die nachgiebig angelenkten Zungen 26 werden dadurch daran gehindert, sich von den Büchsen zu lösen, und verbleiben daher auch während des Kartontransportes in ihrer Haltestellung gegenüber den Büchsenzargen 19. Bei den vorher zusammengeklebten Kartons werden die Zungen 28 vorzugsweise in die in Fig. 3 dargestellte, hin und wieder zurückgebogene Stellung gebracht, bevor die Büchsen von den Seiten her in den Karton eingeschoben werden.
Der Karton kann oberseitig mit Einschnitten 31 und seitlich mit einer Reihe zueinander versetzter Einschnitte 32 versehen sein, um einen schmalen Streifen zu schaffen, der zwecks Entnahme der Büchsen aus dem Karton eingedrückt und dann heruntergerissen werden kann.
Aus der vorangehenden Beschreibung ist ersichtlich, dass die Erfindung einen leistungsfähigen, offenendigen Karton aus einem vergleichsweise kleinen Stück Pappe schafft, der auch billig herstellbar ist.
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