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Gas- und flüssigkeitsdichte, längsbewegliche
Kunststoffrohrverbindung
Die Erfindung betrifft eine Rohrverbindung, bei der die zu verbindenden Rohrkörper muffenartig in- einandergesteckt sind und in den Zwischenraum zwischen Muffe und Einsteckende eine plastische Dichtungsmasse eingebracht ist. Hiedurch wird eine Längsbewegung der Rohrteile, sei es durch Wärmedehnung oder mechanische Verschiebung, erreicht, während die Abdichtung gegen Flüssigkeit und Gas gewährleistet ist.
Es ist bekannt, die Enden der Kunststoffrohre muffenartig auszubilden und miteinander zu verkleben.
Derartige Verbindungen mit entsprechendem Kleber bewirken Druckdichtigkeit, gestatten aber eineLängs- bewegung der Rohre zueinander nicht. Diese Längsbewegung ist für Kunststoffrohre mit einem grossen Wärmeausdehnungskoeffizienten aber von Bedeutung. Man hat deshalb auch Rohrverbindungen geschaffen, bei denen der Muffenteil elastische Dichtringe verschiedenster Querschnittsformen aufnimmt. Es kann somit auf ein Kleben verzichtet werden.
Einige der vorgenannten Dichtungsringe gestatten durch ihre Gestaltung auch eine Längsbewegung der Rohrenden zueinander bei gleichzeitiger Gewährung der Dichtigkeit. Da diese Dichtungsringe zur Erzielung der Abdichtung eine gewisse Stärke haben müssen, sind die Muffen der Rohrverbindungen im Durchmesser wesentlich grösser als dasRohr selbst, was bei der Verlegung störend sein kann. Die Versuche, die Gummidichtungsringe dünnwandig zu gestalten, bringen aber nicht die gewünschten Abdichtungseffekte bei gleichzeitiger Längsbewegung. Steckmuffenverbindungen für Kunststoffrohre, bei denen die Abdichtung zwischen Muffe und Einsteckende durch eine eingebrachte an beidenTeilen haftende plastische Dichtungsmasse bewirkt wird, sind bekannt.
Diese genannten Rohrverbindungen besitzen aber nicht die zum Ausgleich der Temperaturdifferenzen nötige Beweglichkeit.
Erfindungsgemäss wurde eine gas-und flüssigkeitsdichte, längsbewegliche Kunststoffrohrverbindung, bei der die zu verbindenden Rohrkörper muffenartig ineinandergesteckt sind und in den Zwischenraum zwischen Muffe und Einsteckende eine plastische Dichtungsmasse eingebracht ist, geschaffen, die da-
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eine Längsbewegung der Rohrteile, sei es durch Wärmedehnung oder mechanische Verschiebung, ermöglicht wird, während Flüssigkeitsdichte und Gasdichte gewährleistet sind. Hiebei wird vorzugsweise Polyisobutylen und Polyisobutyläther, z. B. Polyvinylisobutyläther. mit einem K-Wert von 100 bis 120 verwendet. Beispielsweise besteht die Dichtungsmasse aus 30 Teilen Polyisobutylen und 70 Teilen Mineral- öl, wobei ein Mineralöl verwendet werden kann, das unter dem Namen "Transformatorenöl" handels- üblich ist.
Hierbei zeigt es sich, dass die Dichtungsmasse, die ihre anfängliche Zähigkeit und Geschmeidigkeit beibehält, dünnwandige Gummidichtungsringe ersetzen kann. In dünner Schicht, die nur filmartig zwischen den zu verbindenden Rohrenden liegt, wird vollkommene Dichtigkeit bei gewissen Drücken, die je nach Zähigkeit des Klebers unterschiedlich sein können, gewährleistet. Diese Dichtigkeit bleibt auch bei Bewegung der Teile zueinander erhalten. Verursacht wird dieser Effekt durch die gute Oberfläche der Kunststoffrohre, der ohne besondere Aufwendungen auch sogar bei der Verarbeitung der Rohre auf der Baustelle (Muffen herstellen) erzielt werden kann.
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Vorgenanntes Verbindungsprinzip wird natürlich nur zum Erfolg führen, wenn die Dichtungsmasse eine gewisse Zähigkeit besitzt, diese Zähigkeit auch über längere Zeiträume beibehält und bei Temperatur- schwankungen sich nur unbedeutend verändert. Die Dichtungsmasse muss ferner alterungsbeständig sein und darf von den zu transportierenden Medien nicht angegriffen werden.
Als wichtiges Konstruktionsmerkmal sei noch festgehalten, dass der Abstand zwischen den zu verbindenden Flächen der Rohre auch bei Bewegung der Teile zueinander gleichbleiben muss. Zylindrische Flächen gestatten also leichte axiale und tangentiale Verschiebungen. Doppelkegelige Flächen gestatten tangentiale Verschiebungen, also Drehungen, während z. B. kugelige Flächen allseitige Beweglichkeit ohne Längsbewegung ermöglichen. Als gut geeignet erweisen sich auch Dichtrillen, die vornehmlich auf einem der zu verbindenden Rohrteile angeordnet sind. Diese umlaufenden Ringrillen haben nur einen kleinen Querschnitt und können auch spiralig angeordnet sein, wie sie z. B. durch die Bearbeitung mit einem Drehstahl entstehen.
Zweckmässigerweise erhalten die zu verbindenden Rohrteile kein Spiel, sondern ein Übermass, d. h., dass der einzuschiebende Teil wenig grösser als die Bohrung ist. Hierdurch ergeben sich dünnste Dichtfilme, die, wie die Praxis zeigt, noch einem inneren Überdruck von einigen Atmosphären widerstehen.
Es ergeben sich durch die vorgeschlagene Rohrverbindung folgende Vorteile :
Im Gegensatz zu den bekannten Klebeverbindungen und den Gummiabdichtungen ist eine Längsbeweglichkeit und eine Alterungsbeständigkeit gegeben. Es können glatte Muffen verwendet werden, die auch auf der Baustelle hergestellt werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gas-und flüssigkeitsdichte, längsbewegliche Kunststoffrohrverbindung, beider die zu verbindenden Rohrkörper muffenartig ineinandergesteckt sind und in den Zwischenraum zwischen Muffe und Einsteckende eine plastische Dichtungsmasse eingebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsmasse ausisobutylpolymerisatenund Mineralöl besteht.