AT234053B - Verfahren und Vorrichtung zur Absicherung von rutschgefährdetem Gelände - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Absicherung von rutschgefährdetem Gelände

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AT234053B
AT234053B AT94862A AT94862A AT234053B AT 234053 B AT234053 B AT 234053B AT 94862 A AT94862 A AT 94862A AT 94862 A AT94862 A AT 94862A AT 234053 B AT234053 B AT 234053B
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dry
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slipping
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Erwin Staerk
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Erwin Staerk
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  • Pit Excavations, Shoring, Fill Or Stabilisation Of Slopes (AREA)
  • Cultivation Of Plants (AREA)

Description


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  Verfahren und Vorrichtung zur Absicherung von   rutschgefährdetem   Gelände 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Absicherung von rutschgefähr- detem Gelände. Es ist bereits ein Verfahren zur Absicherung von rutschgefährdetem Gelände bekannt, bei welchem das   Nähr- und   Haftsubstrat für die Pflanzen, das Saatgut und das Bindemittel in nasser Form zu- bereitet und das nasse Gemisch aus einem Vorratsbehälter durch Versprühen auf die zu sichernde Fläche aufgetragen wird. Dieses bekannte Verfahren hat jedoch eine Reihe wesentlicher Nachteile. So kann in einem Arbeitsgang eine Schichtdicke von höchstens 1 cm infolge der flüssigen Konsistenz der Masse auf- gebracht werden.

   Zur Bewurzelung sind aber je nach Untergrund   5 - 20   cm Schichtdicke erforderlich, so dass man mehrere dünne Schichten nacheinander auftragen muss. Jede Schichte braucht aber eine entspre- chende Trockenzeit, so dass dieses bekannte Verfahren zeitraubend und damit umständlich und kostspielig wird. Es konnte sich daher in der Praxis nicht richtig durchsetzen. Die Erfindung vermeidet diese Nachteile, indem sie die aufzubringende Masse bis auf das Bindemittel nicht in nasser Konsistenz herstellt, sondern in trockener Form zubereitet. Getrennt davon wird das nasse Bindemittel, wie Kaltasphalt-Emulsion, Kasein od. dgl. in einem gesonderten Behälter unter Druck gelagert und die Vereinigung der trokkenen und der nassen Substanz erfolgt erst knapp vor dem Auftreffen der beiden Substanzen auf der zu sichernden Fläche.

   Auf diese Weise kann man Schichtdicken bis zu 20 cm mühelos und schnell in einem einzigen Arbeitsgang erzielen. Als   Nähr- und   Haftsubstanzen kommen. wie bekannt, in erster Linie Stroh und Torf sowie bekannte Düngerzusätze zur Anwendung. Um ein rascheres Trocknen der aufgebrachten Schichte zu erzielen, werden der Trockensubstanz Zement und Feinsand und/oder Gips ebenfalls in trokkener Form beigesetzt, wodurch man dem beim Aufbringen beigegebenen Bindemittel schneller das Wasser entzieht und damit eine schnellere Trocknung der Schichte erfolgt. An besonders steilen und für das Haften der Schichte ungünstigem Gelände werden am Boden verankerte Elemente in Form von Pflöcken, Netzen, Geflechten od. dgl. vorgesehen, womit die Haftung wesentlich erhöht wird.

   Besonders günstig hat es sich in einem solchen Falle erwiesen, zweckmässig lebende Zweige zu Strängen beliebiger Länge zusammenzubinden und am Hang so zu verankern, dass gleichzeitig mit der höheren Haftfähigkeit der aufzubringenden Schichte auch eine gute Entwässerung des Hanges bei starken Niederschlägen erfolgt. 



   Zur Durchführung des Verfahrens kann eine Vorrichtung Verwendung finden, die aus einem Strohhäcksler, einem Dosierapparat für das übrige Trockengut und einem das gesamte aus dem Dosierapparat und dem Strohhäcksler anfallende Trockengut durch einen Sammelkanal zu einer Ausflussöffnung förderndem Gebläse, sowie einem zweckmässig durch einen Kompressor unter Druck stehenden Behälter für das Bindemittel mit einem getrennt vom Sammelkanal verlaufenden zweiten Kanal und einer Ausflussöffnung für das Bindemittel besteht. Hiebei werden die beiden aus den Kanälen austretenden Strahlen so geführt, dass sie sich vor dem Auftreffen auf der abzusichernden Fläche vereinigen. Praktisch geschieht dies auf einfache Weise dadurch, dass das Bindemittel feinst versprüht in den Strahl aus Trockensubstanz geleitet wird.

   Als Strohhäcksler verwendet man vorteilhaft die bekannte Type, bei welcher das Häckselmesser am äusseren Umfang gleich entsprechende mit dem umgebenden Gehäuse wie ein Gebläse zusammenwirkende Schaufeln aufweist, womit das gehäckselte Stroh durch eine Auswurföffnung wegbefördert wird. Dieses gehäckselte Stroh wird unmittelbar in einen Sammelkanal befördert und dort mit der übrigen aus einem Dosierapparat kommenden Trockensubstanz vermengt. Dieses übrige Trockengut wird ebenfalls mittels eines Gebläses zu dem gehäckselten Stroh in den Sammelkanal dazugeblasen. Der Dosierapparat besteht 

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 im einfachsten Falle aus einem länglichen Gehäuse, das durch Zwischenwände in einzelne Kammern für die verschiedenen Anteile an Trockensubstanz, wie z. B. Torf, Feinsand, Zement, Gips, Düngemittel und Saatgut aufgeteilt ist.

   Eine durch alle   Kammern hinduichreichende Igelwalze befordert   das Trockenmaterial durch einen durch einen Schuber verstellbaren Schlitz auf eine Förderschnecke oder ein Förderband. 



  Die Schuber bei jeder Kammer sind getrennt verstellbar, so dass jeder Trockenanteil je nach Bedarf beliebig dosiert werden kann. Von der Schnecke oder dem Förderband wird das Trockengut in ein Gebläse gefördert und von dort in den Sammelkanal, in den auch das gehäckselte Stroh befördert wird. Dort vereinigen und mischen sich die beiden Anteile und das gesamte Trockengut wird durch den Sammelkanal zu einer Ausflussöffnung geleitet, von wo es unmittelbar auf die abzusichernde Fläche geblasen wird. Des weiteren ist noch ein unter Kompression stehender Behälter für eine Kaltasphalt-Emulsion vorgesehen, der eine Abflussleitung mit einer Ausflussöffnung aufweist.

   Die beiden getrennten Ausflussöffnungen sind nebeneinander so angeordnet, dass der fein versprühte Strahl des Bindemittels in den fein verteilten Strahl aus Trockengut beim Aufbringen auf die abzusichernde Fläche geblasen wird. Auf diese Weise findet eine Benetzung des Trockengutes mit dem Bindemittel statt und es wird eine auf der abzusichernden Fläche fest haftende, jedoch porös bleibende Schichte in einem einzigen Arbeitsgang erzeugt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur   Absicherung von rutschgefährdetem   Gelände, dadurch   gekennzeichnet,. dass   ein 
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 die abzusichernde Fläche aufgebracht wird und eine Vereinigung zwischen nassen und trockenen Teilen erst unmittelbar beim Aufbringen auf die abzusichernde Fläche erfolgt. 
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Claims (1)

  1. de Substanzen, z. B. Zement und Feinsand und/oder Gips in trockener Form zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur besseren Haftung des Nähr- und Haftsubstrates auf dem Gelände, das Gelände mit am Boden verankerten Elementen, wie z. B. Pflöcken, Netzen, Geflechten od. dgl. versehen wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Elemente zweckmässig lebende Zweige zu Strängen beliebiger Länge zusammengebunden und am Boden verankert werden.
    5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch ge- kennzeichnet, dass sie im wesentlichen aus einem Strohhäcksler, einem Dosierapparat für das übrige Trockengut und einem das gesamte aus dem Strohhäcksler und dem Dosierapparat anfallende Trockengut durch einen Sammelkanal zu einer Ausflussöffnung fördernden Gebläse, sowie einem zweckmässig durch einen Kompressor unter Druck stehenden Behälter für das Bindemittel mit einem getrennt vom Sammelkanal verlaufenden zweiten Kanal und einer Ausflussöffnung für das Bindemittel besteht, wobei die beiden aus den Ausflussöffnungen austretenden Strahlen so gerichtet sind, dass sie sich vor dem Auftreffen auf die abzusichernde Fläche vereinigen.
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