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Kranz od. dgl.
Die Erfindung betrifft einen Kranz od. dgl. mit einer aus feuchtigkeitsabweisendem Material bestehen- den Trägereinlage, die mit einer Girlandenwendel umwickelt ist sowie in weiterer Ausgestaltung eine Vor- richtung und ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Neben rein manuell hergestellten Kränzen, bei denen die Einlagen in der Querschnittsform des Kran- zes ausgebildet und z. B. durch Flechten zusammengefügt sind, wobei der Belag in Form einzeln zur Be- festigung gelangender Zweige angebracht wird, was natürlich zeitraubend, wirtschaftlich nachteilig und nur von qualifizierten Arbeitskräften durchführbar ist, sind auch schon Kränze der eingangs genannten Art bekanntgeworden, weil diese zumindest zum Teil maschinell hergestellt werden können.
Bei einem bekannten derartigen Kranz ist als Trägerelement ein flacher, kreisringförmig ausgestanz- ter Wellpappteil vorgesehen, der in der Hauptebene des fertigen Kranzes zu liegen kommt und auf dem eine Bewicklung aus einer vorgefertigten Girlande händisch angebracht wird. Um das Aufbringen der Be- wicklung zu erleichtern, kann die Trägereinlage an einer Stelle aufgetrennt und in diesem Bereich nach dem Aufbringen der Bewicklung mit Hilfe von Heftklammern od. dgl. wieder vereinigbar sein. Ein derartiger Kranz erhält durch die Einlage keine ausreichende Stabilität.
Soll der Kranz, beispielsweise als Adventkranz, an Bändern aufgehängt werden, dann werden sich die zwischen den Aufhängungspunkten liegenden Ringsegmente der Einlage nach unten biegen, so dass der
Kranz zwischen den Aufhängungspunkten durchhängt. Sitzt der Kranz auf einer ebenen Stützfläche auf, dann werden sich die Kranzwendeln unter dem Eigengewicht und da die Einlage sie in Vertikalrichtung nicht unterstützt, zusammendrücken, so dass der Kranz ein unansehnliches Gesamtbild bietet. Die Anbringung von Kerzenhaltern und ähnlichen ausser der Girlande anzubringenden Verzierungen erscheint bei einem solchen Kranz ausgeschlossen.
Ferner ist der Kranzdurchmesser von der Stanzgrösse der Einlage abhängig und es können also nur Kränze gleichen Durchmessers hergestellt werden, wobei sich wegen dem Ausstanzen der Einlagen in Kreisringform ein sehr grosser Verschnitt des Herstellungsmaterials für die Einlagen ergibt. Es ist auch bereits eine Maschine zum Herstellen von Kränzen bekanntgeworden, bei der ein Kranzkern, dessen Querschnitt der fertigen Kranzform entspricht, um seine Hauptachse rotierend antreibbar ist, wobei für die Umwicklung des Kranzkernes ein zylindrisches Ringsegment vorgesehen wird, das ebenfalls rotierend antreibbar ist und dabei den jeweils zu bewickelnden Teil des Kranzkernes umkreist, wobei aus ihm die Bewicklung für den Kranzkern abgespult wird.
Auch diese Maschine ist äusserst umständlich in der Herstellung, erfordert zwei gesonderte Antriebe für die beiden Kreisbewegungen und ermöglicht ebenfalls nur die Herstellung von Kränzen einer bestimmten Grösse, wobei besonders feste und daher teure Einlagen Verwendung finden müssen.
Die Erfindung betrifft nun einen Kranz der eingangs genannten Art und besteht im wesentlichen darin, dass die Trägereinlage als streifenförmiger Teil mit normal zur Kranzebene angeordneter Hauptebene ausgebildet ist, welcher Teil unter Verbindung seiner übereinandergreifenden Enden vorzugsweise durch Verheften oder Verkleben zu einem Ring verformbar ist, wobei die Girlandenwendel aus mit Drahtseelen versehener Kunststoffolie besteht und endlos ineinandergreift.
Ein erfindungsgemässer Kranz besitzt zufolge der besonderen räumlichen Anordnung der Trägereinlage eine ausreichende Stabilität sowohl beim Hängen als auch bei der Anbringung auf einer ebenen Stützfläche. Durch verschiedene Längen der streifenförmigen Einlage können ohne weiteres Kränze mit ver-
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schiedenen Durchmessern hergestellt werden, wobei sich in keinem ein Verschnitt beim Ablängen der
Einlage ergibt.
Bei einem erfindungsgemässen Kranz ist es möglich, die als Belag dienende Girlandenwendel ge- trennt herzustellen und dann auf den gestreckten Einlagestreifen aufzuschieben, wonach der Einlage- streifen gemeinsam mit der Wendel erst zu dem Kranz gebogen und die Verbindung der beiden Strei- fenenden durchgeführt wird. Zufolge den vorgesehenen Drahtseelen weist auch die Girlandenwendel eine Stabilität auf und federt etwas. Die Enden der Girlandenwendel werden sich daher vermöge des
Expansionsbestrebens der gewundenen Drahtseelen federnd aneinanderlegen. Die Herstellung des Be- lages kann schnell und präzise maschinell erfolgen, wobei das Aufbringen auf die Einlage und das Fer- tigstellen des Kranzes von ungelernten Arbeitskräften ohne grossen Aufwand durchführbar ist.
Die strei- fenförmige Trägereinlage weist eine etwa dem lichten Windungsdurchmesser entsprechende Breite auf.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind an der oberen Kante der streifenförmigen
Trägereinlage Kerzenhalter durch Einstechen oder Einstecken befestigbar. Diese Art der Befestigung ist äusserst einfach und hat den wesentlichen Vorteil, dass die Girlanden beim Anbringen dieser Teile nicht beschädigt werden, wobei ferner zufolge der hochkant stehenden Einlage gewährleistet wird, dass die Kerzenhalter in der richtigen Gebrauchslage zur Befestigung gelangen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird eine Vorrichtung für die Herstellung der erfindungs- gemässen Kränze vorgesehen, die sich im wesentlichen dadurch auszeichnet, dass das auf die vorgese- hene Länge geschnittene Girlandenstück lose über eine Zuführvorrichtung gleitet, die mittels einer Ge- windespindel od. dgl. längs einer axial rotierenden, ortsfesten Aufnahmevorrichtung für die entstehende
Wendel verschiebbar ist, an deren dem Antrieb gegenüberliegenden freien Ende ein federnder Einschnitt zur Aufnahme des Einlagestreifens angeordnet ist.
Die Gewindespindel und die Aufnahmevorrichtung können in ihrer Drehrichtung umschaltbar ausgebildet und mit verschieden grossen Winkelgeschwindigkeiten schaltbat sein, so dass die Möglichkeit besteht, Wendeln mit unterschiedlicher Steigung herzustellen. Die Fertigstellung des Kranzes lässt sich noch dadurch vereinfachen, dass im Bereich des dem Antrieb gegenüberliegenden Endes der Aufnahme- vorrichtung in Richtung des Fertigungsablaufes eine Einrichtung zur Verbindung der stirnseitigen Enden der Trägereinlage, z. B. eine Hefteinrichtung vorgesehen ist. Diese Einrichtung kann mechanisch betätigbar sein. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Einrichtung zum Verbinden der Streifenenden pneumatisch, z. B. über Fusshebelauslösung betätigbar ist.
Die Herstellung der Kränze od. dgl. erfolgt nach einem erfindungsgemässen Verfahren besonders zweckmässig in der Weise, dass die Girlande über die Zuführeinrichtung auf die umlaufende Aufnahmevorrichtung aufgewunden und nachfolgend gegebenenfalls bei gegenläufiger Drehung derselben auf den an dieser gehaltenen Einlagestreifen abgestreift wird, der dann abgebogen und an den Enden verbunden wird. Durch Drehen der Aufnahmevorrichtung entgegen der Aufwindrichtung löst sich die Girlandenwendel und kann dann leicht und sicher abgeschoben werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen :
Fig. l einen Kranz im Schaubild, Fig. 2 einen Kranz nach Fig. 1 mit aufgesteckten Kerzenhaltern und befestigten Tragebändern (Adventkranz), Fig. 3 einen Kranz mit aufgesteckten Kerzenhaltern im Schnitt nach einer Durchmesserlinie, Fig. 4 ein Teilstück eines Kranzes im Schaubild, Fig. 5 und 6 eine Vorrichtung zum Aufhängen des Kranzes und Fig. 7 eine Vorrichtung zum Herstellen eines erfindungsgemässen Kranzes.
Bei dem Kranz nach Fig. 1 - 6 besteht der Belag aus einer zylindrisch gewundenen Girlande l, die eine streifenförmige Einlage 2 umfasst. Die Girlande 1 ist beim Ausführungsbeispiel durch zwei grün eingefärbte Kunststoffolien mit Drahtseelen l'gebildet, so dass die Girlandenwendel die ihr beim Winden vermittelte Querschnittsform auch nach dem Aufbringen auf die streifenförmige Einlage 2 beibehält. Die Einlage 2 verhindert ein Abknicken des an sich flexiblen Spiralenkörpers. Sie wird flachseitig nach Anbringen der Girlandenwendel gebogen, wonach ihre Enden, wie Fig. 4 zeigt, durch Klammern 3 zusammengeheftet werden.
Beim fertigen Kranz liegt somit die Hauptebene der Einlage 2 normal zur Kranzebene. Der Kranz ist in bekannter Weise mit Kerzenhaltern 4 und Tragebändern 5 versehen. Die Befestigung der Kerzenhalter 4 erfolgt mittels an diesen angeordneten Stiften 6, die in die Schmalseiten der Einlage 2 von oben her einsteckbar sind. Die Bänder 5 können in bekannter Weise mit Schmuckgirlanden 7 versehen sein, die in der Aufhängevorrichtung 8 zusammenlaufen.
In ebenfalls bekannter Weise ist der Kranz mit festlichen Motiven, z. B. Glocken 9 versehen, die
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über Bander 10 an der Aufhängevorrichtung 8 befestigbar sind.
In der Fig. 7 ist. ein Gestell 11 für die Vorrichtung zur Herstellung des Kranzes wiedergegeben. Auf diesem ist ein Antriebsmotor 12 aufgesetzt, der mittels eines Schaltgestänges 13 durch den Schaltknopf
14 schaltbar ist. Mit der Welle des Motors 12 stehen Riemenscheiben 15, 16 kraftschlüssig in Verbindung, die über den Riemen 17 oder 18 auf die Scheiben 19,20 einwirken. Diese sind über eine Kupplung 21 mit einer ortsfesten Aufnahmevorrichtung 22 kuppelbar, auf die die Girlande 1 aufwindbar ist.
Die Girlande 1 wird hiezu gleitend über eine Zuführvorrichtung 23 mit gebogenem Einlauf geführt, die mittels einer Gewindespindel 24 längs der rotierend angetriebenen Aufnahmevorrichtung 22 bewegbar ist. Mit 25 ist ein Führungsstab für die Zuführungsvorrichtung bezeichnet. Der Antrieb der Spindel 24 erfolgt über das Getriebe 26, das mit den Rollen 19 bzw. 20 kuppelbar ist. Das freie Ende der Aufnahmevorrichtung 22 ist mit einem federnden Einschnitt 27 zur Aufnahme des Einlagestreifens 2 (gemäss Fig. 4) versehen.
Es ist ferner eine Heftvorrichtung 28 vorgesehen, mittels welcher die freien Enden des Einlagestreifens 2 zusammengeheftet werden können. Die Auslösung der Heftvorrichtung 28 erfolgt über einen Fussbetätigungshebel 29. Auf dem Tisch 11 ist weiter ein Montagegestell 30 aufgesetzt, auf dem die in der Vorrichtung gefertigten Kränze weiter bearbeitbar sind. Von dort sind die fertigen Kränze an den Verpackungstisch 31 weitergebbar.
Die Handhabung der Vorrichtung erfolgt wie nachstehend beschrieben :
Durch Betätigung des Schaltknopfes 14 wird der Motor 12 eingeschaltet, dessen Drehmoment über die Rolle 15 den Riemen 17 auf die Rolle 19 und von dort über die Kupplung 21 auf die Aufnahmevorrichtung 22 übertragen wird. Durch Drehen der Aufnahmevorrichtung 22 wird das eine Ende der Girlande 1, welches an der Aufnahmevorrichtung gehaltert ist, schraubenförmig aufgewunden.
Zum Aufschieben der erhaltenen Girlandenwendel 1 auf den Einlagestreifen 2 wird ein Einlagestreifen in den Schlitz 27 der Aufnahmevorrichtung eingesteckt und durch kurzzeitiges Drehen der Aufnahmevorrichtung 22 in gegenläufiger Drehrichtung die Girlandenwendel so weit gelöst, dass sie sich leicht auf den Einlagestreifen aufschieben lässt. Hiezu wird die Kupplung 21 nach links bewegt und die Rolle 20 mit der Aufnahmevorrichtung 22 in Verbindung gebracht. Der geschränkte Riemen 18 bewirkt dabei die gegenläufige Drehrichtung der Aufnahmevorrichtung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kranz od. dgl. mit einer aus feuchtigkeitsabweisendem Material bestehenden Trägereinlage, die mit einer Girlandenwendel umwickelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinlage (2) als streifenförmiger Teil mit normal zur Kranzebene angeordneter Hauptebene ausgebildet ist, welcher Teil unter Verbindung seiner übereinandergreifenden Enden vorzugsweise durch Verheften oder Verkleben zu einem Ring verformbar ist, wobei die Girlandenwendel aus mit Drahtseelen (1') versehener Kunststoffolie besteht und endlos ineinandergreift.