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Zählrelais
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die Mittel zur Verbindung mit Schaltungsplatten oder Platinen besitzen.
Die bisher handelsüblichen mechanischen Zählrelais mit Markierungsschalter genugen in vielen Fällen nicht mehr den durch die Impulstechnik geforderten erhöhten Ansprüchen. Aus dieser Sicht heraus wurde das erfindungsgemässe Gerät entwickelt.
Besonderer Wert wurde dabei auf einfachen mechanischen Aufbau gelegt, welcher die sonst in star- kem Masse notwendige Justierung weitestgehend ausschliessen soll. Zugleich soll mit diesem Gerät eine hohe Lebensdauer und Zählgeschwindigkeit erreicht werden.
In Erkenntnis der magnetischen sowie auch mechanischen Gegebenheiten wurde, um einen möglichst grossen Wickelraum bei geringer Zählbreite zu erreichen, an Stelle der sonst allgemein üblichen Einzel- magnetspule eine Doppelmagnetspule auf U-förmigem Magnetkern aus Weicheisenblech verwendet. Als Rückholfederfürdie Ankerplatte und die damit verbundenen Antriebselemente wurde bewusst eine Blattfe- der aus nichtmagnetischem Material gewählt, da die bisher für diesen Zweck eingesetzten Schraubenfedern eine bezüglich der Rückholkraft verhältnismässig grosse Toleranz aufweisen. Diese mussten durch Justieren in vielen Fällen korrigiert werden.
Zusätzlich bringt bei entsprechender Anordnung die Blattfeder infolge ihrer Federcharakteristik günsti- gere Rückholverhältnisse als die Schraubenfeder.
Zur Lagerung der Blattfeder sowie zur Hubbegrenzung der mit dieser durch einen NietverbundenenAn- kerplatte wurden die Distanzklötze 6 verwendet. Diese sind so ausgebildet, dass sie neben dieser Funktion zugleich in entsprechende vorgesehene Aufnahmedurchbrüche in den Schaltungsplatten 2a, 2b sowie auch in Platinen la, 1b eingepresst ihre Fixierung finden und zusätzlich deren Abstand bestimmen. Ein besonderer Vorteil der Distanzklötze liegt darin, dass die vormontierten Teile der Ankerkinematik (Ankerplatte 11, Rückholfeder 10, Lagerbock 20, welche durch den Ankerniet 12 miteinander verbunden sind, sowie der durch den Triebankerstift 19 drehbar gelagerte Triebanker 18) durch Aufstecken der Distanzklötze in die vormontierte Platine la aufgesteckt werden können.
Auf der Platte sind in diesem Fall bereits die Schaltungsplatte 2a, die Achsen 17, der Elektromagnet 8 und das Triebrad 16 befestigt.
Da zur Bestimmung der Lage des Elektromagneten 8 vor dem Festschrauben desselben auf die Platine eine Lehre benutzt wird, die in die Aufnahmelöcher für die Distanzklötze eingesteckt wird, ist die Gewähr gegeben, dass nach Einfügen der Distanzklötze dieselben gleichbleibenden Abstände der Ankerplatte von den Magnetpolen erreicht werden. Zur Sicherung der gleichmässigen Lage der Ankergabel in bezug auf das Triebrad 16 wird der als Biegeteil ausgebildete Lagerbock in einer Lehre gebohrt.
Durch die beschriebenen Elemente, Vorrichtungen und Ausführungen ist die Gewähr gegeben, dass bei Serienherstellung der Zähleinheiten auch Hilfskräfte die Montage durchführen können und dabei eine verhältnismässig grosse Gleichmässigkeit des Ankerplattenabstandes sowie der Hubbewegung und des Eingriffes des Triebankers in die Zahnung des Triebrades garantiert wird. Bei der verhältnismässig hohen Hebelübersetzung des um die Achse 17 sowie den Triebankerstift 19 drehbar gelagerten Triebankers 18 ist
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die im vorhergehenden beschriebene Anordnung erforderlich.
Zur Erreichung hoher Magnetkräfte bei kleiner Massenbewegung wurde der Abstand der Ankerplatte von den Magnetpolen sowie auch deren Hub bewusst klein gehalten. Der Arbeitsweg des Triebankers 18 ist um weniges grösser als der, welcher zur Betätigung des Triebrades 16 im Halbschrittweg erforderlich wäre.
Die geforderte geringe Zählerbreite in Verbindung mit der besonderen Ausbildung der Zahlenrolle ergab die Notwendigkeit, das Triebrad nicht, wie allgemein üblich, direkt mit dem Zahlenrad selbst zu ver- binden, sondern über einen mit dem Trieb fest verbundenen Zahnkranz anzutreiben. Entscheidend für die- se Lösung und zugleich mitbestimmend war die Forderung nach hoher Lebensdauer des Zählers-das ist die Gesamtimpulszahl, bis zu welcher die normale Abnutzung die Zählfunktion nicht beeinträchtigt -, die eine Verbreiterung des Triebrades und der Triebklötzchen des Ankers notwendig machte. Zugleich wurde dadurch ein symmetrischer Aufbau der Ankerkinematik erreicht.
Die Zeichnungen stellen den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dar.
Fig. I zeigt die schaubildliche Darstellung der Zählrelaiselemente und Fig. II zeigt die Antriebskine- matik.
Die in Fig. II dargestellte Antriebskinematik zeigt die Pole des Magneten 8, die Ankerplatte 11 sowie die Rückholfeder 10. Ankerplatte und Rückholfeder sind mit dem Lagerbock 20 zusammengenietet und seitlich in die Distanzklötze 6 eingesteckt. Die Taschen der Distanzklötze sind so ausgebildet, dass die Ankerplatte nach beiden Richtungen einen Anschlag findet. Durch den Abstand der die Rückholfeder aufnehmenden Taschen von den Taschen für die Ankerplatte erhält die Rückholfeder die erforderliche Vorspannung. Der drehbar um den fest in den Lagerbock 20 eingepressten Triebankerstift 19 gelagerte Triebanker 18 bewegt sich bei Anzug der Ankerplatte um die Achse 17. Dadurch wird die erforderliche Hebel- übersetzung erwirkt.
Die beiden Distanzklötze 6 haben zusätzlich zu den angeordneten Aufnahmetaschen für Rückholfeder und Ankerplatte Anlageflächen zur Festlegung der auf den Magnetkern aufgeschobenen Magnetspulen. Weiterhin sind sie mit Zapfen versehen, die ein Einstecken der Klötze in die Platine sowie ein Distanzieren der Gegenplatine ermöglichen.
PATENTANSPRÜCHE : l. Zählrelais zur Fortschaltung einer Ziffernrolle in Halbschrittenoderganzen Schritten mittels elektro-mechanischem Antrieb, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufhängung und Lagerung der freischwingenden Ankerplatte (11) Distanzklötze (6) vorgesehen sind, die Mittel zur Verbindung mit Schaltungsplatten (2a, 2b) oder Platinen (la, lb) besitzen.