<Desc/Clms Page number 1>
Glasartiger Lichtdurchlasskörper
Die Erfindung hat einen glasartigen Lichtdurchlasskörper mit seiner Kuppel-oder Tonnenform ein- schliesslich Aufsetzkranz angepasster und mit Abstand teilweise umgebender Windleitwand für Dächer von Gebäuden zum Gegenstand.
Es sind Oberlichte bekannt, bei denen Anordnungen zur ständigen Ventilation getroffen sind. Das
Oberlicht ist hiebei mit einem Lufteinlassstutzen versehen, der durch zwei verschieden grosse Hauben- segmente mit Abstand überdacht ist, wobei die Haubensegmente an ihrer offenen Seite so ineinander geschoben sind, dass ein schikanenartiger Lufteintritt gebildet ist. Derartige Ventilationseinrichtungen haben je nach der Windeinfallsrichtung eine unterschiedliche Wirkungsweise. Trifft der Wind auf die geschlossene Seite des äusseren Haubensegmentes, wird eine Sogentlüftung erzielt ; trifft der Wind dagegen die offene Seite, so wird der Wind in den eigentlich zu entlüftenden Raum eingeleitet.
Bei reinen Entlüfteranordnungen bekannter Art ist ein ringsum mit Abstand angeordneter Windleitring bzw. -rahmen angeordnet. Auch dies hat den Nachteil, dass die windabgekehrte Seite für über die Oberkante des Windleitringes bzw. -rahmen einfallenden Wind als Windfang wirkt und den Wind in den zu entlüftenden Raum einleitet, so dass die angestrebte Sogwirkung nicht zustande kommt.
Die Erfindung hat sich demnach zur Aufgabe gemacht, eine diese Nachteile beseitigende OberlichtSaugentlüftung zu schaffen. Diese Aufgabe löst die Erfindung durch eine durchsichtige Windleitwand, die lediglich einen Umfangsabschnitt von Kuppel od. dgl. und Kranz umfasst und nach der jeweiligen Windeinfallsrichtung entlang des Umfanges dieser Körper ausgerichtet, drehbar oder um eine Basisachse schwenkbar angeordnet ist.
Gegenüber den bekannten belüftbaren Oberlichten wird eine Wirksamkeit in jedem Windeinfallsbereich, lL. zw. 1800 des Horizontkreises und einem beträchtlich grossen Höhenwinkelbereich erzielt.
Man kann-wie vorgesehen-die Windleitwände gemäss der Erfindung auch lichtzerstreuend ausbilden, so dass man sie auch als Blendschutz einsetzen kann.
Die Erfindung ist in der Zeichnung näher erläutert und beschrieben :
Fig. l ist die perspektivische Schemaansicht einer Kuppel mit Windleitfläche ; Fig. 2 die Perspektive einer abgewandelten Ausführung ; Fig. 3 eine um eine Basisachse schwenkbare Ausführung.
Beim in Fig. l dargestellten Ausführungsbeispiel ist mit 1 die Dachhaut eines Gebäudes, mit 2 der Aufsetzkranz zur Aufnahme der Lichtkuppel 3 bezeichnet. Die Lichtkuppel 3 besteht aus Kunstglas und ist an dem Aufsetzkranz bei 2a an einem Drehmittelpunkt aufklappbar gelagert. Beim Ausführungsbeispiel ist die Lichtkuppel 3 aufgeklappt und befindet sich in der Entlüftungsstellung. Die erfindungsgemässe Windleitwand 4 hat die Form eines Kugelhaubensegmentes und ist, wie die Lichtkuppel 3, aus lichtdurchlässigem Kunstglas hergestellt. Die Windleitwand ist in einer einen geschlossenen Kreis beschreibenden Führung 6 nach allen Richtungen verdrehbar gelagert.
Im Gebäudeinnern ist zum Verdrehen eine nicht dargestellte Fernsteuerung mittels eines Hebelsystems vorgesehen.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 ist die erfindungsgemässe Windleitwand das Ringwandteil 4b.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 3 sieht das um den Drehmittelpunkt a an der Dachhaut 1 schwenk-
<Desc/Clms Page number 2>
bar angeordnete Kugelhaubensegment 4c vor. Dieses ist in die punktiert angedeutete Stellung umklapp- - bar. Das Kugelhaubensegment 4c kann dort, wo man mit zwei sich gegenüberliegenden Haupteinfallsrichtungen des Windes rechnet, in einfachster Weise alle Anforderungen erfüllen.