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Medizinisches Bestrahlungsgerät
Die Erfindung betrifft ein medizinisches Bestrahlungsgerät, insbesondere für Ultraviolett- und/oder Infrarotwärmestrahlung, das aus einem kofferähnlichen Behälter besteht, in dessen an dem Unterteilselbst- hemmend schwenkbar angeordneten Oberteil die innerhalb eines Reflektors vorgesehenen Brenner angeordnet sind. Die Erfindung bezweckt, durch eine besondere Ausgestaltung der Schwenkanordnung des Ober-
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zubilden und derart die Brenner samt dem Reflektor, ohne die Lage des Gerätes durch ein Gegengewicht sichern zu müssen, in beliebige Lagen gegenüber der Vorderkante des Unterteiles bringen und daher die
Strahlrichtung der Brenner gleichfalls in weiten Grenzen ändern zu können.
Im wesentlichen besteht die
Erfindung darin, dass im Unterteil des Behälters quer zur Drehachse des Oberteiles seitliche Führungsschie- nen vorgesehen sind, an welchen Lagerlaschen für den Oberteil selbsthemmend verschiebbar geführt sind.
Bei einer bevorzugten Bauart des Bestrahlungsgerätes tragen die Lagerlaschen je zwei Führungsrollen, die in die Führungsschienen eingreifen. In Ausgestaltung der Erfindung ist auf je einer quer zur Drehachse des Oberteiles vom Boden des Unterteiles aufragenden Führungsschiene eine sie mit einem Schenkel überragende, winkelförmigen Querschnitt aufweisende Schiene unter Bildung je einer seitlichen Führungsnut federnd nachgiebig aufgesetzt und die Lagerlaschen bzw. ihre Führungsrollen greifen in die Führungsnut passend ein.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 Rückansichten des Bestrahlungsgerätes in schaubildlicher Darstellung im geschlossenen bzw. offenen Zustand, die Fig. 3 und 4 im Querschnitt bzw. in Draufsicht einen Teilausschnitt des Unterteiles mit der Führungs- und Schwenkanordnung mit dem dort nicht ersichtlichen Oberteil des Bestrahlungsgerätes.
Der schachtelförmige Unterteil 1 des aus einem kofferähnlichen Behälter bestehenden Bestrahlungsgerätes trägt im Abstand von seinen Seitenwandungen 2 je eine vom Boden 3 aufragende Führungsschiene 4, auf der eine winkelförmigen Querschnitt aufweisende Schiene 5 federnd nachgiebig aufgesetzt ist. Zu diesem Zweck sind die Führungsschienen an den Stellen der Befestigungsschrauben 6 der Schiene 5 mit Sacklöchern 7 versehen, in welchen die Befestigungsschrauben umgebende Schraubenfedern 8 eingesetzt sind, die gegen die Unterseite des gegen die Seitenwandung gerichteten Schenkels 5'der Schiene 5 drükken und sie durch die Einstellung der Schrauben im regelbaren geringen Abstand von der Stirnfläche der Führungsschiene 4 halten.
Der Schenkels* überragt Jie Führungsschiene 4 unter Bildung einer seitlichen Führungsnut 9, in die je eine Lagerlasche 10 für den Oberteil 11 eingreift, die durch die federnde Nachgiebigkeit der Schenkel 5'der Schienen 5 ein selbsthemmendes Verschieben der Lagerlaschen 10 bzw. des an gleichachsigen Gelenkzapfen 12 schwenkbaren Oberteiles ermöglicht. Jede Lagerlasche trägt zwei in die Führungsnut 9 passend eingreifende Rollen 13, die vorteilhafterweise aus Kunststoff hergestellt sind. An ihren gegen die Seitenwandungen 2 gerichtetenDrehzapfen 14 sind aus Kunststoff bestehende Puffer 16 aufgesetzt, die beim Verschieben der Lagerlaschen 10 entlang der Seitenwandungen an diesen gleiten und die Führung des Oberteiles am Unterteil dadurch erleichtern.
Das Gerät trägt am Ober-und Unterteil 11 je einen Tragbügel 15, 15', die im geschlossenen Zustand des Gerätes (Fig. l) unmittelbar nebeneinander liegen. Soll das Gerät in Gebrauch genommen werden, so wird der Tragbügel 15 angehoben (Fig. 2), worauf durch Zug am Tragbügel 15 der Oberteil mit seinen Traglaschen in den Führungsschienen des Un-
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terteiles in beliebiger Lage verschoben werden kann. Da der Oberteil 11 überdies selbsthemmend um die Gelenkzapfen 12 schwenkbar ist, was in an sich bekannter Weise z.
B. durch Reibscheiben od. dgl. erfolgen kann, ist die Einstellung des Oberteiles gegenüber dem Unterteil in jeder Schräglage möglich, so dass die auf der im geschlossenen Zustand des Gerätes an der Innenseite des Oberteiles vor einem Reflektor angeordneten Brenner in jede gewünschte Abstrahlrichtung einstellbar sind, wobei ihre Lage gegenüber dem Unterteil durch Verschieben entlang der Seitenwandungen veränderbar ist.
Das Gerät gemäss der Erfindung ist nicht an das beschriebene Ausführungsbeispiel gebunden und lässt Abänderungen der Bauart ohne weiteres zu. So kann unter Umständen auf die besondere Anordnung von Führungsrollen 13 an den Lagerlaschen verzichtet werden, wenn diese unmittelbar in die Führungsnuten 9 schlittenartig eingreifen.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Medizinisches Bestrahlungsgerät, insbesondere für Ultraviolett- und/oder Infrarotwärmestrahlung, das aus einem kofferähnlichen Behälter besteht, in dessen an dem Unterteil selbsthemmend schwenkbar angeordneten Oberteil die innerhalb eines Reflektors vorgesehenen Brenner angeordnet sind, dadurch gekenn-
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11)Führungsschienen (4, o, o') vorgesehen sind, an welchen Lagerlaschen (lU) für den Oberteil (11) selbsthemmend verschiebbar geführt sind.