AT233605B - Lack für Druckplatten - Google Patents

Lack für Druckplatten

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AT233605B
AT233605B AT961162A AT961162A AT233605B AT 233605 B AT233605 B AT 233605B AT 961162 A AT961162 A AT 961162A AT 961162 A AT961162 A AT 961162A AT 233605 B AT233605 B AT 233605B
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Kalle Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Lack für Druckplatten 
Druckplatten, welche in erster Linie für die Verwendung im Flachdruck bestimmt sind, werden erhalten, wenn man die Lösung eines lichtempfindlichen Stoffes auf einen geeigneten Träger aus Metall, Papier oder Kunststoff aufbringt, den Auftrag trocknet, die gebildete lichtempfindliche Schicht unter einer Vorlage mit einer geeigneten Lichtquelle belichtet und danach die nicht zum Druckbild gehörender Anteile der Schicht,   d. h.   die Schicht an den sogenannten bildfreien Stellen, nach der Belichtung mit geeigneten Lösungen entfernt (entwickelt). Die Bildstellen bilden eine oleophile Schablone, welche beim Einfärben mit fetter Farbe von Hand oder in einer Druckmaschine Farbe annimmt, während die Druckplatte an den bildfreien Stellen hydrophilen Charakter hat und die Druckfarbe abstösst.

   Dieses Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte wird jedoch höheren Ansprüchen nicht gerecht. Die oleophile Schablone ist sehr dünn und kann daher leicht abgerieben werden ; ferner ist die erzielbare Druckauflage nicht sehr hoch. 



   Um zu leistungsfähigeren und dauerhafteren Druckplatten zu gelangen, hat man die vorstehend beschriebenen Druckplatten nach der Entwicklung mit Lacken oder Lackemulsionen überzogen. Dadurch wird eine Verstärkung des Druckbildes erzielt. Verschiedene Lacke und Lackemulsionen für Druckplatten sind an sich bekannt und im Handel. Diese haben jedoch einige Nachteile. Die Lacke sind vielfach schwer zu verarbeiten, zu wenig haftfest auf der Schablone, zu spröde oder ungenügend filmbildend und erlauben daher keine hohen Druckauflagen. Die Lackemulsionen entmischen sich oft beim Lagern in wässerige und nichtwässerige Phase oder die in ihnen enthaltenen Farbstoffe oder Kunstharze setzen sich am Boden der zur Aufbewahrung dienenden Gefässe ab. Ausserdem lassen sich mit Lackemulsionen nur Druckplatten kleinerer Formate streifenfrei einlackieren.

   Druckplatten für den Grossoffsetdruck werden in der Branche vorzugsweise mit Lacken einlackiert, welche nur organische Lösungsmittel enthalten. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Lack für Flachdruckplatten, welcher die Nachteile beseitigt, welche nach vorstehenden Ausführungen den bekannten Lacken oder Lackemulsionen anhaften oder sich bei ihrer Verwendung zeigen. Der erfindungsgemässe Lack, welcher gleichfalls aus Lackbasis, organischen Lösungsmitteln und zweckmässig zudem aus färbendem Medium zusammengesetzt ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass er als Lackbasis nichthärtendes Phenol-Aldehyd-Harz (Novolak) in gelöster Form und neben mindestens einem andern organischen Lösungsmittel mindestens einen mehrwertigen aliphatischen Alkohol enthält.

   Die erfindungsgemäss zu verwendenden Phenol-Aldehyd-Harze sind lösliche, schmelzbare, aus einem oder mehr Phenolen und einem oder mehr Aldehyden hergestellte Kunstharze, die im wesentlichen keine Methylolgruppen im Molekül aufweisen und daher zu einer Kondensation mit einem andern Molekül des Kunstharzes   durch Erwärmen   ohne Zusatz eines Härtungsmittels im wesentlichen nicht in der Lage sind. Solche Kondensationsprodukte werden von den Kunstharzherstellern meist als PhenolFormaldehyd-Harze hergestellt. Die Phenol-Formaldehyd-Harze sind erfindungsgemäss vorzüglich geeignet. Als Phenolkomponente können in den Kunstharzen ausser Phenol selbst alle andern mit Formaldehyd reaktionsfähigen Phenole enthalten sein, z. B. Kresole, Xylenole, Phenolcarbonsäuren u. a. 
 EMI1.1 
 ringe Konzentrationen anwendbar.

   Bis herab zu 3 Gew.-% und weniger sind noch brauchbare Resultate erhalten worden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 ohne Haftung bleibt. Anschliessend wird die Druckplatte mit viel Wasser gesäubert und an der Luft oder durch Überleiten von warmer Luft oder im Trockenschrank getrocknet. 



   Bei der Anwendung des   erfindungsgemässeli   Lackes zur Herstellung von Druckplatten unter Verwendung von vorsensibilisierten Platten oder Folien, welche eine wasserlösliche lichtempfindliche Schicht besitzen, ergibt sich eine Vereinfachung der vorstehend angegebenen Arbeitsweise. Man verfährt dann beispielsweise folgendermassen : Das vorsensibilisierte Kopiermaterial wird unter einer Vorlage wie üblich belichtet. Anschliessend, gegebenenfalls nach einer kurzen Vorbehandlung mit Wasser, wird die Platte mit dem erfindungsgemässen Lack behandelt, indem man eine entsprechende Menge Lack auf die Bildseite der Druckfolie aufbringt und über die gesamte Fläche in an sich bekannter Weise möglichst gleichmässig verteilt, bis das Bild sichtbar wird. Die Nichtbildstellen nehmen den Lack nicht an.

   Die Druckplatte ist danach fertig für den Druck und leistet sehr hohe Druckauflagen. 



   Der weiteren Erläuterung des Erfindungsgegenstandes dienen die nachfolgenden Angaben, welche beispielsweise die Zusammensetzung des erfindungsgemässen Lackes veranschaulichen. Die darin genannten Teile sind Gewichtsteile. 



    Beispiel 1 :    
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Cyclohexanon <SEP> 50 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Glycerin <SEP> 50 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Novolak-Harz <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Farbstoff <SEP> Kristallviolett <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> 
 
 EMI3.2 
 vall   108-118 C.  
Beispiel 2 : 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> Di-isobutylketon <SEP> 40 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Äthylenglykol <SEP> 60 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Novolak-Harz <SEP> 7 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Farbstoff <SEP> Methylviolett <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> 
 Beispiels : 
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> Essigsäureester <SEP> von <SEP> Glykolmonomethyläther <SEP> 40 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Äthylenglykol <SEP> 60 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Novolak-Harz <SEP> 9 <SEP> Gew.-Teile
<tb> 
 Beispiel 4 :

   
 EMI3.5 
 
<tb> 
<tb> Cyclohexanon <SEP> 35 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Äthylenglykol <SEP> 65 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Novolak-Harz <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Farbstoff <SEP> Rhodamin <SEP> B <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> 
 Beispiel 5 : 
 EMI3.6 
 
<tb> 
<tb> Cyclohexanon <SEP> 40 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Äthylenglykol <SEP> 60 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Novolak-Harz <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Farbstoff <SEP> Fettrot <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> 
 Beispiele :

   
 EMI3.7 
 
<tb> 
<tb> Glykolmonoäthyläther <SEP> 35 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Äthylenglykol <SEP> 65 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Novolak-Harz <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Farbstoff <SEP> Viktoriareinblau <SEP> B <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> :Butanol <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Cyclohexanon <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Glycerin <SEP> 50 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Novolak-Harz <SEP> 4 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Farbstoff <SEP> Nigrosin <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> 
 Beispiel 8 :

   
 EMI4.3 
 
<tb> 
<tb> Essigsäureester <SEP> von <SEP> Glykolmonomethyläther <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Isopropanol <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Glycerin <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Äthylenglykol <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Phenolharz-ChloressigsäureReaktionsprodukt <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Farbstoff <SEP> Kristallviolett <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> 
 
Das   Phenolharz-Chloressigsäure-Reaktionsprodukt   wird wie eines der im Beispiel 5 der deutschen Patentschrift Nr. 1053930 angegebenen Harze A, B, C oder D hergestellt, was dort wie folgt beschrieben worden ist :
Harz A : In eine Lösung von 36 g technischem Ätznatron in 500 cm3 Wasser werden bei 500C langsam 100 g feinpulverisierter Novolak eingestreut (beispielsweise das unter   dem Warenzeichen"Alnovol 429 k"   im Handel erhältliche Erzeugnis).

   Nachdem sich der Novolak gelöst hat, wird die Lösung zum Kochen erhitzt und im Verlauf von etwa 20 min mit 125 g gepulvertem chloressigsaurem Natrium versetzt, worauf noch etwa 1 1/2 h weitergekocht wird. Eine möglicherweise auftretende Trübung wird durch Zusatz von möglichst wenig Ätznatron wieder in Lösung gebracht. Man verdünnt das Reaktionsgemisch dann mit der doppelten Menge Wasser von   400C   und macht es anschliessend mit Salzsäure (1 : 2) schwach kongosauer. Das abgeschiedene Harz wird filtriert, gründlich mit Wasser ausgezogen und bei   1100C   getrocknet. 
 EMI4.4 
 :2-Methylphenol-Formaldehyd-Harz. 



   In die Lösung von 36 g Ätznatron in 500   cm3   Wasser werden bei   500C   unter Rühren 100 g 2-Methylphenol-Formaldehyd-Harz eingetragen. Das Gemisch wird auf 1000C erwärmt. Dann trägt man innerhalb von 15 min 125 g chloressigsaures Natrium ein, das sich anfänglich löst. Später scheidet sich ein zähes Harz ab. Man gibt dann zu dem Reaktionsgemisch 100 cm3 2n-Natronlauge, wobei das Harz nur teilweise in Lösung geht, und erhitzt das Ganze nochmal 2 h unter Rühren auf   1000C.   Das auf 60 C abgekühlte Reaktionsgemisch wird mit Salzsäure (1 : 2) angesäuert, das abgeschiedene Harz abgesaugt, gut mit Wasser gewaschen und bei 1300C getrocknet. Man erhält 115 g eines braunen Harzes mit einem Carboxylgruppengehalt von 13 g COOH/100 g. 



   Harz   C : 54 g 2 -Methylphenol, 60 g Furfurol, 1, 2   g Ätznatron und 5 cm3 Wasser werden 2 1/2 h am Rückfluss erhitzt. Das Wasser wird dann bei 100 mm Druck und einer Aussentemperatur von 150 bis   160 C   abgedampft. Das Reaktionsprodukt wird mehrmals dekantiert. Nach dem Trocknen erhält man 62 g 2-Me-   thylphenol-Furfurol-Harz.   39 g dieses Harzes werden mit 9 g Ätznatron in 125 cm3 Wasser bei   60 C   erwärmt. Zu dem Gemisch gibt man unter Rühren bei 1000C 32 g chloressigsaures Natrium hinzu und erhitzt dann das Gemisch   11/2   h zum Sieden, kühlt es auf   600C   ab und säuert es mit Salzsäure (1 : 2) an. Das abgeschiedene Harz   wird-mehrmalsmit   heissem Wasser dekantiert und bei 130 C getrocknet.

   Ausbeute an Verätherungsprodukt 40 g Harz. 
 EMI4.5 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   113 g dieses Harzes werden in einer Lösung von 36 g Ätznatron in 500   cm3   Wasser bei   600C   gelöst. 



  In die Lösung trägt man innerhalb 15 min 125 g chloressigsaures Natrium bei   110 C   ein. Dabei fällt das Harz aus. Zu dem Reaktionsgemisch gibt man nach und nach 80   cm*   age Natronlauge und 1000 cm3 Wasser hinzu, erwärmt das Gemisch nach 1/2 h auf   100 C,   kühlt auf   60 C   ab und säuert mit Salzsäure   (1   : 2) an. Das ausgeschiedene feste Harz wird abgesaugt, gut mit Wasser gewaschen und bei 130 C getrocknet. Man erhält 114 g gelbes Harz mit einem Carboxylgruppengehalt von 5, 5 g COOH/100 g. 



   Beispiel 9 : 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Cyclohexanon <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> 1. <SEP> 2. <SEP> 4-Butintriol <SEP> 25 <SEP> Gew. <SEP> -Teile
<tb> Novolak-Harz <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> Farbstoff <SEP> Viktoriareinblau <SEP> B <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> Gew.-Teile
<tb> 
 Beispiel 10 : 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Cyclohexanon <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Pentaerythrit <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Novolak-Harz <SEP> 2,5 <SEP> Gew. <SEP> -Teile
<tb> Farbstoff <SEP> Echtscharlach <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> 
 Beispiel 11 :

   
 EMI5.3 
 
<tb> 
<tb> Cyclohexanon <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> 1, <SEP> 3-Dihydroxypropan <SEP> 25 <SEP> Gew. <SEP> -Teile <SEP> 
<tb> Phenolharz <SEP> -Chloressigsäure <SEP> - <SEP> 
<tb> Reaktionsprodukt <SEP> 2,5 <SEP> Gew. <SEP> -Teile
<tb> Farbstoff <SEP> Sudanrot <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> 
 Beispiel 12 : 
 EMI5.4 
 
<tb> 
<tb> Essigsäureester <SEP> von <SEP> Glykolmonoäthylester <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Isopropanol <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Glycerin <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Äthylenglykol <SEP> 25 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Phenolharz <SEP> -Chloressigsäure <SEP> - <SEP> 
<tb> Reaktionsprodukt <SEP> wie <SEP> in
<tb> Beispiel <SEP> B <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile
<tb> Farbstoff <SEP> Kristallviolett <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 
<tb> Wasser <SEP> 10 <SEP> Gew.-Teile
<tb> 
   PATENTANSPRÜCHE :    
1.

   Lack für Druckplatten, welcher aus Lackbasis, organischen Lösungsmitteln und gegebenenfalls färbendem Medium besteht, dadurch gekennzeichnet, dass er als Lackbasis nichthärtendes Phenol-Alde-   hyd-Harz   in gelöster Form und neben mindestens einem andern organischen Lösungsmittel mindestens einen mehrwertigen aliphatischen Alkohol enthält.

Claims (1)

  1. 2. Lack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die darin enthaltene Lackbasis das Umsetzungsprodukt von nichthärtendem Phenol-Formaldehyd-Harz mit Halogencarbonsäure ist.
    3. Lack nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Phenol-Aldehyd-Harz 3-20 Gew.-% und der Gehalt an mehrwertigem organischem aliphatischem Alkohol 40-80 Gew.-% beträgt.
AT961162A 1961-12-09 1962-12-07 Lack für Druckplatten AT233605B (de)

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