AT232349B - Spannfutter - Google Patents

Spannfutter

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AT232349B
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AT
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screws
chuck
pressure part
gear
ring
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AT859960A
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English (en)
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Arthur Merrick Ing Stoner
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Jacobs Mfg Co
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  Spannfutter 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Spannfutter mit einer Spannpatrone, das insbesondere für die Ver- wendung an Drehbänken geeignet ist. 



   Patronenspannfutter, die hauptsächlich für die Serienfertigung verwendet werden, erfordern eine gro- sse Genauigkeit, wodurch sich verhältnismässig hohe Herstellungskosten ergeben. Die Erfindung befasst sich mit der Aufgabe, ein mit hohem Genauigkeitsgrad arbeitendes, verhältnismässig einfaches und billi- ges Spannfutter der angegebenen Art zu schaffen, das nur relativ wenige Teile aufweist und zur Wartung oder zur Erneuerung einzelner Teile leicht auseinandergenommen und zusammengesetzt werden kann. 



   Ein gemäss der Erfindung ausgebildetes Spannfutter hat in bekannter Weise einen Körper, der eine in axialer Richtung konische innere Gleitfläche zur Aufnahme einer Spannpatrone aufweist, und einen Druckteil, der in axialer Richtung relativ zu dem Körper bewegbar ist und mit der   Spannpatrone zusammenwirkt ;   es ist gekennzeichnet durch mehrere im Abstand voneinander drehbar angeordnete Schrauben, die den Druckteil und den Körper miteinander verbinden, und durch ein Zahnradgetriebe, das ein synchrones Verdrehen der Schrauben in den beiden Körpern ermöglicht. 



   Einer der wesentlichen Vorteile der Erfindung, der erheblich zu der erreichten Genauigkeit beiträgt, besteht darin, dass durch das synchrone Verdrehen mehrerer (zumindest dreier) Schrauben eine sehr genaue Ausrichtung des Druckteiles erreicht wird, so dass die mit den Backen der Spannpatrone in Berührung tre-   tende Fläche des Druckteiles   des Spannfutters stets in einer Ebene liegt, die genau senkrecht zur Drehachse des Futters verläuft. Diese genau senkrechte Lage der erwähnten Fläche macht es unmöglich, dass eine der Backen der Spannpatrone axial oder radial vor den andern Backen verschoben wird, wodurch das konzentrische Anordnen eines Werkstückes mit Bezug auf die Drehachse des Futters gewährleistet und ein Verklemmen beim Einspannen verhindert wird. Diese Vorteile sind insbesondere bei Spannfuttern grossen Durchmessers von Bedeutung. 



   Das Zahnradgetriebe besteht vorzugsweise aus einem innen verzahnten ringförmigen Zahnrad, das an dem Körper des Spannfutters so gelagert ist, dass die Zähne dieses Zahnrades diesen Körper berühren und dadurch das Zahnrad lagern. Jede der Schrauben trägt vorzugsweise ein Ritzel, das in Antriebseingriff mit dem ringförmigen Zahnrad steht ; die Schrauben sind parallel zueinander angeordnet. 



   Der Druckteil ist am Körper des Spannfutters verschiebbar und hat vorzugsweise einen Innenflansch, der eine Arbeitsfläche bildet, welche mit dem vorderen Teil einer Spannpatrone in Eingriff tritt. Die Schrauben sind vorzugsweise in den Druckteil eingeschraubt und im Körper des Spannfutters frei drehbar ; die Arbeitsfläche, welche die Spannpatrone aufnehmen kann, ist vorzugsweise konisch. 



   Zweckmässig ist wenigstens eine der Schrauben in bekannter Weise mit einer Ausnehmung od. dgl. zum Ansetzen eines schlüsselartigen Werkzeuges versehen ; erfindungsgemäss liegt dann diese Ausnehmung vorteilhaft unterhalb des Druckteiles ; und der Druckteil hat eine Öffnung, die einen Zugang zu der Ausnehmung ermöglicht. 



   In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist ein Axialschnitt nach Linie 1-1 der Fig. 2 und zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Spannfutters gemäss der Erfindung. 



  Fig. 2 ist eine Ansicht nach Linie 2-2 der Fig. 1 mit herausgenommener Spannpatrone. Fig. 3 ist eine 

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Vorderansicht, von der rechten Seite der Fig. 1 aus gesehen. Fig. 4 ist eine auseinandergezogene Ansicht der in Fig. 1 dargestellten Aufbauteile. Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 in Fig. 6 und gibt eine abgeänderte Ausführungsform der Erfindung wieder. Fig. 6 ist eine Vorderansicht der in Fig. 5 dargestell- ten Ausführungsform. Fig. 7 ist ein Axialschnitt einer weiteren abgeänderten Ausführungsform. Fig. 8 ist i ein Schnitt nach der Linie 8- & in Fig. 7. Fig. 9 ist ein Schnitt, der eine Stufe bei der Herstellung des
Futters gemäss Fig. 1 wiedergibt. Fig. 10 ist ein Schnitt, der eine weitere Stufe bei der Herstellung des   Futters gemässFig. l   wiedergibt.

   Fig. 11 ist eine Seitenansicht einer der in dem Futter gemäss Fig. 7 ver- wendeten Buchsen. Fig. 12 ist eine Stirnansicht der Buchse gemäss Fig. 11. Fig. 13 ist eine Draufsicht auf eine der Druckscheiben, die in dem Futter gemäss Fig. 5 verwendet werden. 



  Bei der Ausführungsform gemäss den Fig.   1 - 4   enthält der Körper 10 des Futters eine zentrale koni-   sche Gleitfläche   12 zur Aufnahme einer Spannpatrone 14 bekannter Art, deren zu der Gleitfläche 12 kom- plementär ausgebildeter Aussenmantel an der Fläche 12 angreift. Die Spannpatrone 14 enthält eine Mehr- zahl von im gleichen Abstand voneinander angeordneten, sich in radialer Richtung erstreckenden platten-   förmigen Backen   11 aus Hartmetall, die miteinander durch aus biegsamem Material, wie Kautschuk, be- stehende Teile 13 verbunden sind, die zwischen den Backen angeordnet sind. Durch die Patrone erstreckt sich eine axiale   Öffnung   15 zur Aufnahme eines zylindrischen Werkstückes.

   Da die Backen 11 eine Rela- tivbewegung ausführen können, ist es wichtig, dass sie sowohl in axialer als auch in radialer Richtung gleichmässig verschoben werden, um ein konzentrisches Festklemmen des Werkstückes mit Bezug auf die
Drehachse des Futters zu gewährleisten. 



   Der vordere Teil des Körpers 10 weist eine abgesetzte zylindrische Fläche 16 auf, auf welcher ein
Druckteil18 hin- und herbewegbar angeordnet ist. Am vorderen Ende hat der Druckteil 18 die Form eines nach innen gerichteten radialen Flansches 20, der in einen nach hinten gerichteten Flansch 22 übergeht. 



   Der Flansch 22 hat eine Arbeitsfläche 76, die in einer senkrecht zur Futterachse verlaufenden Ebene liegt und zum Ausüben eines Druckes auf die Vorderkante der Backen 11 der Patrone 14 dient, um ein Zusam- menziehen der Patrone zum Erfassen des Werkstückes zu bewirken. 



   Der Druckteil 18 hat eine innere zylindrische Bohrung 26, an welcher die am Körper 10 vorgesehe- ne zylindrische Fläche 16 anliegt. Die erforderliche Relativbewegung in axialer Richtung wird mit Hil- fe von drei oder mehr Schrauben 28 mit Gewinde 30 (vgl. Fig. 4) erreicht, die in entsprechende Öffnun- gen 34 mit Innengewinden 32 eingreifen, die in dem Druckteil 18 ausgebildet sind und in ihrer Zahl der
Zahl der verwendeten Schrauben entsprechen. Jede Schraube 28 ist an ihrem linken Ende (gemäss den
Fig.   1   und 4) mit einem Ritzel 36 fest verbunden, und die Zähne 38 der Ritzel 36 kämmen mit den Zäh- nen 40 eines ringförmigen Zahnrades 42 mit Innenverzahnung, das auf einer abgesetzten zylindrischen
Abstufung 44 am hinteren Teil des Körpers 10 gelagert ist.

   Die Zähne 40 des ringförmigen Zahnrades 42 stehen in direkter Berührung mit der durch die Abstufung 44 gebildeten Mantelfläche, um eine sehr ein- fache und wirksame Lagerausführung zu schaffen. Die Schrauben 28 werden durch in dem Körper 10 vor- gesehene Öffnungen 46 eingeführt, die koaxial zu den Öffnungen 34 des Druckteiles 18 liegen, wobei die
Ritzel 36 in Ausnehmungen 48 Aufnahme finden, die in dem Körper 10 vorgesehen sind. Wenn das Ring- zahnrad 42 an dem Körper 10 angesetzt ist und die Schrauben 28 in die Öffnungen 34 des Druckteiles 18 eingeschraubt sind (Fig. 1), wird eine Abdeckplatte 50 aus Blech an der Hinterfläche des Körpers 10 ver- mittels einer Schraube 52 befestigt, die in einer Gewindebohrung 54 Aufnahme findet, Die Abdeckplatte
50 dient als Dichtung und verhindert den Eintritt von Fremdstoffen in die Zähne des Zahnradgetriebes. 



   Das Futter ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, auf einer Platte 56 mittels Kopfschraubea 55 befestigt, die sich durch Öffnungen 57 hindurcherstrecken, die in dem Körper 10 ausgebildet sind. Die Platte 56 ist zum Anbringen an der Spindelnase einer (nicht dargestellten) Drehbank mit Innengewinde versehen. Das ringförmige Zahnrad 42 ist an einem Handrad 58 befestigt (Fig. 1 und 4), das einen Innenring 60 hat, des- sen Innenfläche 62 in einem Abstand von einer zylindrischen Fläche 64 an dem Körper 10 liegt. Der Um- fangsrand 66 des Handrades 58, der von einem Bedienenden erfasst werden kann, ist an dem Ring 60 be- festigt und besteht, wie dies in der Zeichnung angedeutet ist, aus Kunststoff, der an dem Ring 60 fest an- geformt ist.

   Die Stirnseite des Ringes 60 ist mit   einem Schrägflansch 68 versehen,   der verhältnismässig nahe an der zylindrischen Fläche 70 des Druckteiles 18 liegt, um Fremdstoffe von den inneren Teilen des
Futters fernzuhalten. Der Rand 66 des Handrades 58 ist auf seinen radialen Flächen mit Einbuchtungen 72 versehen, um das Erfassen durch den Bedienenden zu erleichtern. 



   Wenn angenommen wird, dass das Futter an einer Stirnplatte angebracht ist, die von der Spindelnase einer Drehbank getragen wird, und dass sich die Patrone in einer zusammengezogenen Stellung befitdet, in der die Öffnung 15 zu klein ist, um ein besonderes Werkstück aufzunehmen, dann wird das Handrad 58 in entsprechender Richtung um seine Drehachse relativ zum Körper 10 des Futters gedreht, was be- 

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 wirkt, dass sich das ringförmige Zahnrad 42 dreht und dass den Ritzeln 36 und ihren Schrauben 28 eine
Drehbewegung erteilt wird, wodurch der Druckteil 18 vorgeschoben wird, so dass die Patrone 14 sich längs der Gleitfläche 12 unter der ausdehnenden Wirkung ihrer aus Kautschuk bestehenden Bindungsteile 13 nach vorn bewegen kann, bis durch die radiale Auswärtsbewegung der Backen 11 die Öffnung 15 in genügendem
Ausmass vergrössert ist,

   um das Werkstück aufnehmen zu können. Dann wird das Werkstück in das Futter eingeführt und das Handrad 58 in der entgegengesetzten Richtung gedreht, um die Schrauben 28 zu drehen und den Druckteil 18 zurückzuziehen, wodurch die Backen 11 durch ihre axiale Bewegung in Anlage an der Gleitfläche 12 zusammengezogen werden, bis die Backen 11 in das Werkstück einbeissen und eine weitere Drehung des Handrades 58 verhindern. 



  Während der axialen Bewegung des Druckteiles 18 bleibt die Ebene seiner Arbeitsfläche 76 genau senkrecht zur Drehachse des Futters, weil das Ringzahnrad 42 gewährleistet, dass den drei Schrauben 28   gleicheDrehbewegungsbeträge   erteilt werden und daher eine gleiche axiale Bewegung an   jederderdreiim  
Abstand voneinander angeordneten Bohrungen 34 auftritt, deren Gewinde 32 mit den Schrauben 28 zusam- menarbeiten. Infolgedessen sind die axialen Bewegungen und die sich daraus ergebenden radialen Bewe- gungen sämtlicher Futterbacken gleich gross. Durch die Verwendung von drei Schrauben wird also die senkrechte Lageder Arbeitsfläche 76 des Druckteiles 18 mit Bezug auf die Drehachse des Futters stets auf- rechterhalten. Derartige Resultate können durch Verwendung einer einzelnen Schraube, wie bei bekann- ten Futtern, nicht erreicht werden.

   Wenn der Teil 18 von dem axialen Druck entlastet wird, kann er sehr schnell vor-und zurückbewegt werden, u. zw. zufolge des hohen Übersetzungsverhältnisses der Zahnräder, welches bewirkt, dass die Ritzel 36 sich mehrere Male drehen, während das Handrad 58 nur einmal ge- dreht wird. 



   Nachdem das Handrad 58 betätigt worden ist, um den Druckteil 18 zum Körper 10 zu ziehen und eine
Einwärtsbewegung der Patrone 14 zum Erfassen des Werkstückes hervorzurufen, kann eine Verriegelungs- wirkung oder ein weiteres Festziehen der Patronenbacken um das Werkstück dadurch hervorgerufen wer- den, dass ein Werkzeug, z. B. ein Steckschlüssel mit sechskantigem Schlüsselteil, in eine entsprechend geformte Vertiefung 74 eingesteckt wird, die in dem Ende jeder Schraube 28 ausgebildet ist. Vorzugswei- se ist das sechskantige Werkzeug 74K (Fig. 3)   L-förmig, der   Bedienende führt dann den kurzen Schenkel in die sechskantige Vertiefung 74 ein und dreht ihn durch Erfassen des radialen Schenkels nahe seinem   äusseren   Ende. Der radiale Schenkel kann sich weit über den Umfang des Handrades 58 hinaus erstrecken. 



   Die   Verriegelungswirkung ergibt   sich daraus, dass mittels des Werkzeuges unmittelbar an einer Schraube
28 ein grösseres Drehmoment wirksam gemacht werden kann oder mittels des Handrades 58 über das Ring- zahnrad 42 und die Ritzel 36 mit dem verhältnismässig hohen Übersetzungsverhältnis. Jede Bewegung, die einer der Schrauben erteilt wird, wird durch das Ringzahnrad 42 auch auf die andern Schrauben übertra- gen. Gegebenenfalls können gleichzeitig zwei Schlüssel an zwei Schrauben angesetzt werden, wenn grö- ssere Drehkräfte gewünscht werden. Anstatt der sechseckigen Vertiefung 74 können an den Schrauben 28 auch andere Mittel zum Zusammenarbeiten mit verschiedenen Arten von Steckschlüssel oder Schrauben- ziehern vorgesehen sein. 



   Wenn es gewünscht wird, das Werkstück aus dem Futter herauszunehmen, wird wieder der Steck-   schlüssel oder   ein anderes Werkzeug benutzt, um die Einrichtung zu entriegeln, so dass hernach das Hand- rad   58 betätigt werden kann,   um das Ringzahnrad 42 und seine Ritzel 36 zu drehen und dadurch den Druck- teil 18 relativ zu dem Körper 10 nach vorn zu bewegen, wodurch eine Ausweitung der Patrone 14 und eine Freigabe des Werkstückes bewirkt wird. 



   Die Art des Zusammenbaues des Futters trägt zu dem präzisen und zuverlässigen Arbeiten merklich bei. Zunächst wird eine flache Scheibe 75 (Fig. 9) zwischen der Arbeitsfläche 76 des Druckteiles 18 und der vorderen radialen Fläche 78 des Körpers 10 angeordnet. Dann werden die drei Schrauben 28 durch die Öffnungen 46 des Körpers 10 hindurch in die Gewindebohrungen 34 des Druckteiles 18 eingeführt. Für das
Einführen der Schrauben ist eine besondere Technik vorgesehen, die später in Verbindung mit einem Pro- blem beschrieben wird, das bei der Verwendung des Futters auftritt. Die Schrauben werden dann mit einem Drehschlüssel gleichmässig angezogen, um den Druckteil 18 und den Körper 10 gleichförmig fest zusammenzuhalten, wobei die Scheibe 75 zwischen ihnen angeordnet ist.

   Die Zähne des innen verzahnten
Zahnrades 42 werden teilweise mit einem Ritzel 36 in Eingriff gebracht, und dann werden die beiden andern Ritzel 36 entweder im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn über die kleinste Bogenstrekke gedreht, die notwendig ist, um ihre Zähne 38 in Ausrichtung zu bringen, so dass sie mit den Zähnen des ringförmigen Zahnrades 42 kämmen. Dann kann das Ringzahnrad 42 in seine richtige Stellung auf der Stufe 44 des Körpers 10 bewegt werden. Es hat sich als erwünscht herausgestellt, ein etwas grösseres als übliches Spiel zwischen dem Gewinde 30 der Schrauben 28 und dem Gewinde 32 der Bohrungen 34 vorzuse- 

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 hen, um geringfügige Änderungen auszugleichen, die erforderlich sind, um den Eingriff der Ritzel 36 mit dem Pingzahnrad 42 zu bewirken.

   Die Teile befinden sich dann in der in Fig. 9 wiedergegebenen Stel- lung, wobei die   Arbeitsfläche 76   des Druckteiles 18 in einer Ebene genau senkrecht zur Achse liegt und in dieser Lage gehalten wird, solange diese Fläche fest gegen die ebene Scheibe 75 geklemmt wird, die sich ihrerseits gegen die genau senkrechte Ebene 78 legt. Jedoch haben die Schrauben 28, die unter ge- nau der gleichen Spannung standen, als der Drehschraubenschlüssel angesetzt wurde, bei dem Vorgang des
Ineingriffbringens der Zahnradzähne eine geringfügige Abweichung von diesem Zustand erfahren. In die- ser Stufe wird die Blechplatte 50 (Fig. 1 und 4) aufgebracht und durch ihre Schraube 52 befestigt. 



   Der Druckteil 18 wird dann von dem Unteraufbau getrennt, indem das ringförmige Zahnrad 42 und die Ritzel 36 gedreht werden, wodurch der Teil 18 relativ zu dem Körper 10 nach vorn bewegt sind, wor- auf die zwischen dem Körper 10 und dem Teil 18 angeordnete Scheibe 75 herausgenommen wird. Dann wird der Druckteil 18 in seine Stellung auf dem Körper 10 zurückgeführt, wobei Sorge dafür zu tragen ist, dass die gleiche Winkellage relativ zu den Schrauben 28 aufrechterhalten wird, so dass die vorher herge- stellte Einstellung der Zahnräder erhalten bleibt. 



   Drei Kautschukblöcke 77 (Fig. 10) werden dann im wesentlichen gleichförmig um die radiale Vorder- fläche 80 des Körpers 10 verteilt angeordnet, um mit der radialen Hinterfläche 82 des Druckteiles 18 in
Eingriff zu treten, und danach werden die Ritzel 36 vermittels des Ringzahnrades 42 gedreht, um den
Druckteil 18 in bezug auf den Körper 10 in festen Eingriff mit diesen Kautschukblöcken 77 zurückzube- wegen. Die Blöcke 77 dienen als Federn, um die axiale Beanspruchung der Schrauben 28 aufrechtzuer- halten, während sie dem Druckteil18 ermöglichen, eine Stellung einzunehmen, die durch die Arbeits- oder    Druckflächen der   Gewindegänge 30 der Schrauben und die mit ihnen zusammenarbeitenden Gewin- degänge 32 der Bohrungen 34 des Druckteiles 18 bestimmt wird.

   Der Druckteil 18 gibt gegenüber den
Reaktionskräften auf die Schraubengewindegänge nach und stellt sich von selbst in die neue Stellung ein, in welcher der axiale Zug auf die Schrauben 28 auf den ursprünglichen Zustand eines stabilen Gleichge- wichtes zurückgeführt wird, wie er vor   dem'Ineingriffkommen   der   Zahnrad zähne   vorhanden war. In die-   serneuen Stellungist jedochder Druckteil 18   aus seiner axialen Ausrichtung mit dem Körper 10 etwas ver- schoben, und die Ebene seiner Arbeitsfläche 76 liegt nicht mehr genau senkrecht zur Körperachse. Die nächste Stufte bei der Herstellung und dem Zusammenbau besteht darin, die Arbeitsfläche 76 wieder in eine senkrechte Ebene zu bringen. 



   Wenn die Teile sich in der Stellung gemäss Fig. 10 befinden, wird das Futter um seine Achse gedreht und die Arbeitsfläche 76 des Druckteiles 18 in zweckentsprechender Weise einem Schleifvorgang unter- worfen,   z. B.   durch Einführen einer auf einer Welle 81 angeordneten Schleifscheibe 79, wobei die Welle
81 von einem nicht dargestellten Motor angetrieben wird. Nachdem die Arbeitsfläche 76 derart geschliffen worden ist, dass sie in einer Ebene senkrecht zur Drehachse des Futters liegt, wird der Druckteil 18 vom Körper 10 abgenommen, und die Kautschukblöcke 77 werden entfernt. Dann wird eine Patrone 14 in den Körper eingesetzt und der Druckteil 18 wieder in seiner vorherigen Stellung auf dem Körper 10 angeordnet. 



   Das Wiederanordnen des Druckteiles 18 in der vorher von ihm eingenommenen Stellung stellt ein   schwieriges Einstellproblem nicht nur während wiederholter Auseinandernahme-und   Zusammenbauvorgänge durch den Hersteller dar, sondern auch dann, wenn der Benutzer es notwendig findet, eine Patrone gegen eine andere auszuwechseln. Dieses Problem wird im Rahmen der Erfindung durch die richtige Relation der Winkellagen der Anfangsteile der Gewinde 32 der Bohrungen 34 gelöst. Wenn beispielsweise die Winkellage des Anfangs einer der Gewindebohrungen 34 unrichtig ist oder um einen Winkel von z.

   B. 900 relativ zu der richtigen Ausgangslage zurückbleibt, würde es möglich sein, dass die Gewindegänge dieser Bohrung mit den Gewindegängen ihrer Schraube in der einen oder der andern von zwei Stellungen in Eingriff treten, wobei die erste jene Stellung ist, in der die Gewindeteile ursprünglich zusammengebaut wurden, und die zweite eine Stellung ist, in der zwei der Schrauben mit ihren Bohrungen gleichzeitig in Eingriff treten und die dritte Schraube erst mit ihrer Bohrung in Eingriff tritt, nachdem sie um 2700 weiter gedreht worden ist als die beiden andern Schrauben. Diese letztgenannte unrichtige Bedingung beeinflusst die Genauigkeit des Futters, indem sie die Ebene der Arbeitsfläche 76 aus ihrer senkrechten Lage   mit Bezug auf die Drehachseneigt und   das Bestreben hat, ein Klemmen zu verursachen.

   Da diese Schwierigkeiten sehr leicht in einem gemäss dem insoweit beschriebenen Verfahren hergestellten Futter auftreten können, könnten schwerwiegende Probleme bei Arbeiten auftreten, wo solche Futter verwendet werden. 



   Ein geeigneter Weg zum Ausschalten dieser Probleme besteht darin, die Gewinde der drei Bohrungen 34 in dem Druckteil 18 durch die Verwendung einer Gewindeschneidmaschine mit Leitspindel zu schnei- 

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 den, um das Gewinde jeder Bohrung in der gleichen Winkellage relativ zu einem Radius beginnen zu las- sen, der sich von der Drehachse des Futters durch die Mitte der jeweiligen Bohrung erstreckt. Auf diese
Weise ist die Winkeldrehung jeder Schraube 28, um sie in Eingriff mit dem Gewinde 32 ihrer Bohrung 34 in dem Teil 18 zu bringen, bei allen Schrauben identisch, unabhängig davon, welche Schraube mit wel- cher Bohrung in Ausrichtung gebracht wird, und dadurch wird ein unrichtiges Ineingrifftreten der in dem
Druckteil 18 ausgebildeten Gewinde 32 und der Gewinde30 der drei Schrauben 28 verhindert.

   Nachdem ein- mal die Schrauben 28 in richtiger Beziehung zueinander auf diese Weise eingesetzt worden sind, bleibt ihre Einstellung aufrechterhalten, unabhängig davon, wie häufig oder wie sorglos der Benutzer sie mit dem
Druckteil 18 wieder verbindet. 



   Bei der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform ist ein Druckteil vorgesehen, der aus zwei
Stücken zusammengesetzt ist, nämlich einem Ring 18a und einer Platte 18b, die miteinander durch
Schrauben 84 fest verbunden sind. Der Ring 18a ist vorzugsweise aus weichem Stahl hergestellt und mit einer Vorderfläche 86 versehen, die maschinell auf einen genauen Verlauf durch Verwendung von Kau- tschukblöcken in ähnlicher Weise bearbeitet ist, wie es in Verbindung mit dem Schleifen der Fläche 76 des Druckteiles 18 der vorhergehenden   Austuhrungsiorm   beschrieben wurde.

   Unter diesen Umständen liegt, wenn angenommen wird, dass die radialen Flächen der Platte 18b so geschliffen worden sind, dass sie zu der Plattenachse senkrecht verlaufen, wenn die Platte 18b mit dem Ring 18a vereinigt worden ist, die Ar- beitsfläche 76 in der senkrecht zur Achse des Futters verlaufenden Ebene. Bei dieser abgeänderten Aus- führungsform ist zwischen jedes Ritzel 36 und den Körper 10 eine Druckscheibe 88 zwischengeschaltet, welche die Reibung stark vermindert. Es hat sich herausgestellt, dass die Anordnung einer solchen Druck- scheibe 88 das Greifvermögen für einen gegebenen Wert des Drehmomentes merklich erhöht, das durch den Schlüssel oder Schraubenzieher angelegt wird, der in die Vertiefung 74 der Schrauben 28 eingesetzt wird.

   Derartige Druckscheiben sind insbesondere in Verbindung mit Futtern grösserer Abmessungen er- wünscht, und dabei können sie die Form von Gleitlagern der in Fig. 13 dargestellten Art oder von Kugel- oder Rollenlagern annehmen. 



   Bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten abgeänderten Ausführungsform ist ebenfalls ein Druckteil zusammengesetzter Art vorgesehen, der einen Ring 18c und eine Platte 18d aufweist, die vermittels
Schrauben 84a aneinander befestigt sind. In diesem Falle sind in dem Ring 18c mit Innengewinde versehene Buchsen oder Muttern 80 (Fig. 11 und 12) durch ein Bindemittel oder sonstwie befestigt, die mit dem Gewinde 30 der Schrauben 28 in Eingriff stehen. Diese Buchsen oder Muttern sind an ihrer Vordersei-   temit Nuten oder Ausnehmungen 92 versehen,   in die ein nicht dargestellter Steckschlüssel eingesetzt werden kann.

   Beim Zusammenbau des in den Fig. 7 und 8 dargestellten Futters werden die Grundplatte 56, die Ritzel 36, die Schrauben 28 und das ringförmige Zahnrad 42 in der in Fig. 7 dargestellten Art vereinigt, und danach wird der Ring 18c so angebracht, dass seine Hinterfläche mit der Vorderfläche des Körpers 10 im Eingriff steht. Die Zahnräder werden gegen Drehung festgehalten, während die drei Buchsen oder Muttern 90 auf die Gewinde 30 der Schrauben 28 aufgeschraubt werden, bis sie aufsitzen, worauf sie mit dem gleichen Drehmomentwert fest angezogen werden, wie er durch das Werkzeug bestimmt wird. 



  Danach wird ein Kitt aufgebracht, um die Buchsen 90 an dem Ring 18c zu sichern. Dann wird die Vorderfläche des Ringes 18c maschinell bearbeitet, um sie senkrecht zur Futterachse zu machen, so dass, wenn die Platte 18d aufgebracht wird, ihre Arbeitsfläche 76 ebenfalls senkrecht zur Futterachse verläuft und ein genauer Eingriff mit der   Vorderfläche   der einzusetzenden Patrone erhalten wird. Nachdem sich der Kitt verfestigt hat, wird der Druckteil18 von dem Körper 10 durch Drehen des Handrades 58 entfernt, worauf die Platte 18d an dem Ring 18c vermittels der sechs Kopfschrauben 84a befestigt wird. 



     Wie es bei der Ausführungsform   nach den Fig. 7 und 8 dargestellt ist, kann der Ring 42 mit Innenverzahnung an dem Handrad 58 vermittels einer Anzahl von Schrauben 94 befestigt werden. Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, ist die Platte 18d mit koaxial zu den Vertiefungen 74 der Schrauben 28 liegenden Öffnungen zum Ansetzen eines Steckschlüssels oder eines andern Werkzeuges versehen. 



   Es sind drei Ausführungsformen der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben worden, an denen jedoch im Rahmen der Erfindung Änderungen vorgenommen werden können. Beispielsweise kann die Anzahl der Schrauben 28, die Ritzel 36 und der Gewindebohrungen 34 mehr als drei betragen, mit einer entsprechenden Verringerung des Winkelabstandes zwischen ihnen. Bei Futtern grösserer Abmessungen ist es erwünscht, bis acht Schrauben und Ritzel zu verwenden, wobei die höhere Anzahl vorteilhaft ist, um eine grössere Stabilität, Wirksamkeit und Kompaktheit des Aufbaues zu erzielen, woraus sich eine Verringerung in den Herstellungskosten ergibt.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRÜCHE : 1. Spannfutter mit einem Körper, der eine in axialer Richtung konische innere Gleitfläche zur Aufnahme einer Spannpatrone aufweist, und mit einem Druckteil, der in axialer Richtung relativ zu dem Körper bewegbar ist und mit der Spannpatrone zusammenwirkt, gekennzeichnet durch mehrere im Abstand voneinander drehbar angeordnete Schrauben (28), die den Druckteil (18) und den Körper (10) miteinander verbinden, und durch ein Zahnradgetriebe (42,36, 58), das ein synchrones Verdrehen der EMI6.1 od. dgl. zum Ansetzen eines schlüsselartigen Werkzeuges versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Ausnehmung (74) innerhalb des Druckteiles (18) liegt und dass der Druckteil (18) eine Öffnung (34) aufweist, die einen Zugang zu der Ausnehmung (74) ermöglicht.
    - 3. Spannfutter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schraube (28) ein Ritzel (36) trägt.
AT859960A 1959-11-20 1960-11-18 Spannfutter AT232349B (de)

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