AT231400B - Für das Behandeln von Textilien geeignete wässerige Suspensionen von Aluminiumoxyd und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Für das Behandeln von Textilien geeignete wässerige Suspensionen von Aluminiumoxyd und Verfahren zu deren Herstellung

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AT231400B
AT231400B AT940061A AT940061A AT231400B AT 231400 B AT231400 B AT 231400B AT 940061 A AT940061 A AT 940061A AT 940061 A AT940061 A AT 940061A AT 231400 B AT231400 B AT 231400B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Für das Behandeln von Textilien geeignete wässerige Suspensionen von Aluminiumoxyd und Verfahren zu deren Herstellung 
Es ist bekannt, dass Aluminiumoxyd durch Umsetzen einer flüchtigen Aluminiumverbindung in der Gasphase bei erhöhter Temperatur mit einem oxydierend und/oder hydrolysierend wirkenden Gas oder Gasgemisch erhältlich ist. Hiebei verfährt man z. B. so, dass man dampfförmiges Aluminiumchlorid mit einem Gemisch von Wasserstoff und Luft bei Temperaturen, die zwischen 600 und   12000C   liegen, umsetzt.

   Dabei bildet sich aus dem Gemisch von Wasserstoff und Sauerstoff Wasserdampf, der das Aluminiumehlorid nach der folgenden Gleichung hydrolysiert : 
2   AlCl   + 3   HO = Al +   6   HC1   
Es entsteht ein sehr feinverteiltes Aluminiumoxyd, das chemisch indifferent ist und praktisch nicht hydratisiert ist. 



   Es ist ferner bekannt, aus einem solchen Aluminiumoxyd wässerige Suspensionen herzustellen und diese zum Veredeln von Textilien zu verwenden. Dadurch werden die behandelten Fasern schiebefester gemacht und leicht mattiert. Überraschend ist, dass das Aluminiumoxyd so fest auf der Faser haftet, dass es selbst durch mehrfaches Waschen nicht entfernt werden kann. 



   Solche wässerige Suspensionen von Aluminiumoxyd haben sich in den meisten Fällen ausgezeichnet bewährt. Schwierigkeiten treten allerdings dann ein, wenn man zum Suspendieren sehr hartes Wasser verwendet, besonders dann, wenn das Wasser   SO.-Ionen     enthält. Bei   einer solchen Zusammensetzung des Wassers beobachtet man ein Ausflocken des Aluminiumoxyds, so dass diese Suspensionen nicht sehr be-   ständig sind. sind.   



   Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass wässerige Suspensionen von Aluminiumoxyd, das durch Umsetzen einer flüchtigen Verbindung des Aluminiums in der Gasphase bei erhöhter Temperatur mit einem oxydierend und/oder hydrolysierend wirkenden Gas oder Gasgemisch erhältlich ist, besonders beständig sind, wenn sie einen Alkoxyalkylester der Kieselsäure der allgemeinen Formel 
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 enthalten. In dieser Formel bedeuten   R,R, R und R gleiche   oder verschiedene niedere Alkylenreste,   Rg, Rp R   und   Rg   gleiche oder verschiedene niedere Alkylreste. Mit Hilfe dieses Zusatzes gelingt es, be- ständige Aluminiumoxydsuspensionen mit einem Wasser herzustellen, das beliebige Mengen Sulfat ent- halten kann und beliebige Härtegrade haben kann, beispielsweise Härtegrade bis zu 300 DH. 



   Die besten Beständigkeiten werden erhalten, wenn man auf 100   Gew.-Teile Aluminiumoxyd  
25-75   Gew.-Teile   des Alkoxyalkylesters der Kieselsäure verwendet. 



   Eine weitere Steigerung der Beständigkeit und der sonstigen guten Eigenschaften der Suspensionen kann erzielt werden, wenn man ihnen Formaldehyd zusetzt, vorzugsweise in solchen Mengen, dass auf   lOOGew.-Teile Aluminiumoxyd   10-50 Gew.-Teile Formaldehyd entfallen. Ebenso ist es in vielen Fällen zweckmässig, den Suspensionen geringe Mengen Alkalicarbonat oder Alkalihydrogencarbonat zuzusetzen, vorteilhaft 1-5   Gew.-Teileauf 1, 00 Gew.-Teile   des Aluminiumoxyd. 



   Falls die beschriebenen Suspensionen zur Veredelung von Textilwaren verwendet werden sollen, kön- nen ihnen noch die üblichen in der Textilveredelung bekannten Stoffe zugegeben werden, z. B. Netzmit- tel, Weichmachungsmittel, Emulgatoren, Öle, Fette, Wachse, Kunstharze, Füllmittel, Verdickungsmit- tel, Farbstoffe und/oder Bleichmittel. Insbesondere sind hiebei nichtionogene oder kationaktive Textilhilfsmittel vorzuziehen. 



   Bei Verwendung der erfindungsgemäss zusammengesetzten Suspensionen ist es des weiteren zweck- mässig, sie auf einen pH-Wert von etwa 3 bis 6 einzustellen. Hiefür verwendet man in der Regel organische Säuren, wie Ameisensäure oder Essigsäure. 



   Es wurde ferner gefunden, dass man bei der Herstellung dieser Suspensionen mit ausgezeichnetem Erfolg so verfahren kann, dass man zuerst das Aluminiumoxyd in eine wässerige Lösung des Alkoxyalkylesters der Kieselsäure einrührt. Dann setzt man die übrigen Bestandteile zu, stellt auf den gewünschten pH-Wert ein und dispergiert schliesslich, wobei zweckmässig ein schnellaufender Dispergator verwendet wird. 



   Die Suspensionen der beschriebenen Art sind ausgezeichnet geeignet zum Behandeln von natürlichen oder synthetischen Faserstoffen, Garnen, Geweben, Gewirken und Textilwaren. Mit ihrer Hilfe gelingt es, die Fasern und Garne schiebefest und haftfest zu machen. Die Scheuerfestigkeit wird wesentlich verbessert. Ebenfalls wird eine leichte Mattierung bewirkt. Das Aluminiumoxyd haftet dabei so fest auf den Fasern, dass es auch durch eine wiederholte Wäsche nicht entfernt werden kann. 



   Zur Behandlung der Textilien verfährt man zweckmässig so, dass man die zu behandelnden Stoffe auf einem Jigger oder Foulard mit der Suspension tränkt, zweckmässig unter wiederholtem Durchziehen durch die Suspension. Dann entfernt man die überschüssige Flüssigkeit und trocknet bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur. 



     Beispiel l :   100 g    Alzo 3werden   unter langsamem Rühren in eine Lösung von 50 g Orthokieselsäu-   retetra (ss-methoxyäthyl) ester   in 775 ml dest. Wasser eingetragen. Dann wird kurz dispergiert und danach auf   500C   erwärmt. Bei dieser Temperatur wird langsam, bis zu einem PH von 5 bis 5,5, ein Zusatz von 30 ml    %iger NaHCO -Lösung   (1,5 g   NaHC03)   gegeben. Dis Viskosität steigt gegen Ende stark an. Daraufhin setzt man 75   ml   3 Öligen Formaldehyd zu und dispergiert unter Kühlung. Bei   30 C   wird mit 12 ml Eisessig auf PH 3-3, 5 angesäuert und dann unter Kühlung noch 30 min mittels eines schnellaufenden Dispergators dispergiert. 



   Die so erhaltene gebrauchsfertige Suspension ist zunächst dünnflüssig und nach einigen Stunden pastenförmig. Die thixotrope Paste wird durch Rütteln wieder dünnflüssig. 
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 liger Wäsche mit 2 g Alkylsulfat je 1 bei   600C   ergibt die Veraschung noch 96 mg Glührückstand. Das aufgebrachte Aluminiumoxyd ist also zu   92%   nach der dreimal wiederholten Wäsche auf der Reyonfaser geblieben. 



     Beispiel 2 :   Von der in Beispiel 1 hergestellten Suspension werden 7,0 kg in 100 1 Hartwasser (von 
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 Perlon besteht, geführt und dann auf 95% abgequetscht. Das Gewebe, welches vor der Behandlung stark zum Schieben neigte, ist schiebefest geworden und hat statt der glänzenden Oberfläche einen leichten seidigen Mattgrad erhalten. 



   Beispiel 3: 11 kg eines Mischgewebes aus Nylon und Baumwolle werden auf einem Foulard mit 100 1 einer Flotte behandelt, die folgende Zusätze enthält : 

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5,000 kg eines modifizierten Kunstharzes (Kaurit W der Badischen   Anilin-und Soda-Fabrik, Ludwigs-   hafen)   0, 400   kg Ammonsulfat
0,200 kg eines nichtionogenen Weichmachers (Sandozil NJ von Sandoz)   ; 2,   500 kg der in Beispiel 1 beschriebenen Emulsion. 



   Das Gewebe wird getränkt, abgequetscht, getrocknet und 20 sec auf 1240C erhitzt. 



   Die Emulsion flockt nicht aus, obwohl 2400 mg SOg je 1 vorhanden waren. 



   Nach der Behandlung zeigt das Gewebe, welches vor der Behandlung stark zum Verschieben der Fä- den im Gewebeverband neigte, eine praktisch vollständige Schiebefestigkeit, einen vollen Griff und eine ) seidige Oberfläche. Diese Eigenschaften sind nach zehnmaliger Wäsche noch erhalten. Die Knitterfestig- keit ist verbessert. 



    PATENTANSPRÜCHE :      l.   Für das Behandeln von Textilien, insbesondere von natürlichen oder synthetischen Faserstoffen,
Garnen, Geweben, Gewirken oder Textilwaren geeignete wässerige Suspensionen von Aluminiumoxyd, das durch Umsetzen einer flüchtigen Verbindung des Aluminiums in der Gasphase bei erhöhter Tempe- ratur mit einem oxydierend und/oder hydrolysierend wirkenden Gas oder Gasgemisch erhältlich ist, da- durch gekennzeichnet, dass sie mindestens einen wasserlöslichen Alkoxyalkylester der Kieselsäure der all- gemeinen Formel 
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 che oder verschiedene niedere Alkylreste bedeuten.

Claims (1)

  1. 2. Suspensionen nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf 100 Gew.-Teile Aluminiumoxyd 25-75 Gew.-Teile des Alkoxyalkylesters der Kieselsäure enthalten.
    3. Suspensionen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich Formaldehyd enthalten.
    4. Suspensionen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf 100 Gew.-Teile Aluminiumoxyd 10-50 Gew.-Teile Formaldehyd enthalten.
    5. Suspensionen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie noch ein Alkalicarbonat oder Alkalihydrogencarbonat enthalten.
    6. Suspensionen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf 10OGew. -Teile Aluminiumoxyd 1-5 Gew.-Teile Alkalicarbonat oder Alkalihydrogencarbonat enthalten.
    7. Suspensionen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie die in der Textilveredelung üblichen Zusatzstoffe enthalten.
    8. Suspensionen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf einen PH-Wert von 3 bis 6 eingestellt sind.
    9. Verfahren zur Herstellung von Suspensionen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man zuerst das Aluminiumoxyd in eine wässerige Lösung des Alkoxyalkylesters der Kieselsäure einrührt, dann die übrigen Bestandteile zusetzt, hierauf den gewünschten PH-Wert einstellt und schliesslich dispergiert.
AT940061A 1960-12-16 1961-12-12 Für das Behandeln von Textilien geeignete wässerige Suspensionen von Aluminiumoxyd und Verfahren zu deren Herstellung AT231400B (de)

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