AT230989B - Schalter mit magnetischer Beblasung - Google Patents
Schalter mit magnetischer BeblasungInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Schalter mit magnetischer Beblasung
Die Erfindung betrifft Schalter mit magnetischer Beblasung des Lichtbogens in einer Funkenkammer und mit Unterteilung des Lichtbogens in dieser durch elektrisch leitende Lamellen, die an der Lichtbo- gel1eintrittsseite schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind und deren jede aus zweierlei Material besteht.
Die Unterteilung hat den Zweck, den Lichtbogen in einzelne Stücke zu zerreissen, welche durch die ma- gnetische Beblasung nach oben getrieben werden und dann erlöschen.
Diese Bipchlamellenhat man bei den bekannten Ausführum en entweder aus Eisen oder aus nichtferro- magnetischem Material hergestellt. Beispielsweise wurde hiefür Messing, Kadmium oder Kupfer verwen- det. Beide Ausführungen haben Vorteile. Verwendet man Lamellen aus Eisen, so wird dadurch die ma- gnetische Beblasung beim Hineinziehen des Lichtbogens in die Kammer unterstützt und der Lichtbogen beschleunigt vom Kontakt weggetrieben. Auf Eisen gleitet der Fusspunkt des Lichtbogens aber sehr leicht vorwärts.
Es besteht dadurch die Gefahr, dass der Lichtbogen aus der Funkenkammer zu schnell herausgetrieben wird, bevor er abreisst. Ausserhalb der Lamellen oder sogar ausserhalb der Funkenkammer kann der
Lichtbogen dann wieder zusammenschlagen, wodurch die Löschung praktisch verhindert wird. Da diese Gefahr besonders bei grossen Strömen auftritt, ist hiedurch das Abschaltvermögen der Schalter begrenzt.
Lamellen aus nichtierromagnetischem Material haben, wie nachgewiesen werden konnte, die Eigenschaft, das Wiederzünden nach dem Abreissen des Lichtbogens zu erschweren, u. zw. umso mehr, je tiefer der Siedepunkt des verwendeten Metalls liegt. Ausserdem gleitet der Fusspunkt schwerer, so dass der Lichtbogen. besonders bei kleineren Strömen schwerer in die Funkenkammer hinaufsteigt. Das Herausschlagen des Lichtbogens ist wohl dadurch verhindert, der Lichtbogen geht aber auch schwerer in die Kammer hinein.
Man hat auch vorgeschlagen, Eisenlamellen mit einem nichtferromagnetischen Überzug zu versehen.
Hiebei kann wohl die magnetische Beblasung beim Eintritt in die Kammer verbessert werden, aber im Augenblick, wo der Lichtbogen auf den Lamellen Fuss gefasst hat, steigt er nur langsam weiter in die Höhe. Ausserdem kann es infolge der nur dunnen metallischen Schicht leicht zu Beschädigungen der Lamellen durch den Lichtbogen kommen. Dann würde der Lichtbogen zum Teil auf Eisen brennen, und die Wieder- zündfähigkeit würde mit der Betriebsdauer rasch ansteigen. Ferner ist der Überzug eine Erschwernis in der Herstellung der Lamellen.
Um die Nachteile zu vermeiden, wird nun erfindungsgemäss vorgeschlagen, jede einzelne Lamelle in ihrem dem Kontakt näheren Teil aus ferromagnetischem Material und in dem weiter in der Funkenkammer befindlichen Teil aus nichtferromagnetischem Material herzustellen.
Ausführungsbeispiele solcher Bleche sind in den Fig. 1 und 2 dargestellt. In Fig. 1 ist ein solches Blech gezeigt, bei dem der untere Teil 1 aus Eisen, der obere Teil 2 aus Messing besteht. Diese Teile werden in die Funkenkammer, welche Rillen besitzt, eingesteckt (nicht gezeigt). Der untere Teil 1 hat die übliche Schwalbenschwanzform in der Nahe des Kontaktes. In diesen wird der Lichtbogen in bekannter Weise hineingezogen. Bis zur Trennlinie 3 steigt der Lichtbogen leicht in die Höhe, dann, wenn mit Sicherheit der Lichtbogen unterteilt ist, brennt dieser auf Messing, wodurch wieder die Wiederzündfähigkeit nach dem Löschen herabgesetzt ist und der Lichtbogen langsamer hochsteigt.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Fig. 2 zeigt eine andere Ausführung, bei der beide Teile schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind. Hiedurch ergibt sich der weitere Vorteil, dass der Eisenweg in der Mitte der Lamellen und am Rande gleich ist. Es ist somit auch beim Übergang vom Eisen auf das nichtferromagnetische Metall eine Schwal- benschwanzform vorhanden, und es wird die rückziehende Kraft auf den Lichtbogen während des Über- ganges auf den Messingteil verringert. Darüber hinaus kann mannoch an der Spitze des Schwalbenschwanzes einen Einschnitt und am Teil 1 eine schmale Zunge 4 vorsehen, auf die der Lichtbogen an dieser
Stelle übergeht. Dort sind die benachbarten Eisenteile bereits soweit von der Übergangsstelle entfernt, dass sie praktisch keine rückziehende Wirkung mehr ausüben können.
Der Vorteil der vorgeschlagenen Anordnung ist, dass am unteren Teil die Beblasung des Lichtbogens verstärkt wird, dass die Lamellen dabei nicht beschädigt werden können und dass am oberen Ende eine geringere Rückzündungsfähigkeit und ein langsameres Ansteigen erreicht wird. Man kann also gleichzeitig die Verringerung der Rückzündungsgefahr, das Ausschlagen des Lichtbogens aus den Kammern verhindern und die Beblasung dort, wo sie gebraucht wird, verbessern. Ausserdem ist diese Ausführung einfach und billig herzustellen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schalter mit magnetischer Beblasung des Lichtbogens in einer Funkenkammer und mit Unterteilung des Lichtbogens in dieser durch elektrisch leitende Lamellen, die an der Lichtbogeneintrittsseite schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind und deren jede aus zweierlei Material besteht, dadurch gekennzeichnet, dass jede einzelne Lamelle in ihrem dem Kontakt näheren Teil aus ferromagnetischem Material und in dem weiter in die Funkenkammer hineinragenden Teil aus nichtferromagnetischem Material besteht.
Claims (1)
- 2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennlinie zwischen den zwei Teilen schwalbenschwanzförmig ist (Fig. 2).3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Spitze des Schwalbenschwanzes eine schmale Lunge des ersten Teiles 111 den zweIten hineinragt (Fig. z).
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1227860 | 1960-11-02 |
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Also Published As
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