AT230102B - Verfahren zur Herstellung heißgepreßter Titandiborid-Gegenstände - Google Patents

Verfahren zur Herstellung heißgepreßter Titandiborid-Gegenstände

Info

Publication number
AT230102B
AT230102B AT79361A AT79361A AT230102B AT 230102 B AT230102 B AT 230102B AT 79361 A AT79361 A AT 79361A AT 79361 A AT79361 A AT 79361A AT 230102 B AT230102 B AT 230102B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
titanium diboride
nitride
pressed
hot
Prior art date
Application number
AT79361A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Application granted granted Critical
Publication of AT230102B publication Critical patent/AT230102B/de

Links

Landscapes

  • Ceramic Products (AREA)
  • Developing Agents For Electrophotography (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung heissgepresster Titandiborid-Gegenstände 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung heissgepresster Titandiborid-   -(TiB)-Ge genstände   unter Anwendung schwer schmelzbarer Nitride als Zusätze zur Verbesserung der physikalischen Eigenschaften. Im Besonderen bezieht sich die Erfindung auf Gegenstände mit Titandiboridbasis, die einen positiven Temperatur-Biegefestigkeitskoeffizienten haben. 
 EMI1.1 
 
Elektrolyseöfen zur Herstellung von Aluminium verwendet werden, die gewöhnlich einen Durchmesser von   PO,   8 mm und eine Länge von 457 mm haben. Die Stäbe sollten eine ziemlich gleichmässige Dichte auf- weisen und die durchschnittliche Dichte sollte wenn möglich 4,00 oder darüber sein.

   Zur Herstellung die- ser Stäbe wird Titandiborid in der Kälte unter Anwendung kurzer Stücke von etwa 50 mm Länge gepresst. 



  Die geeignete Anzahl kaltgepresster Stücke wird in einer Graphitform aneinandergereiht und in der Hitze zu einem langen Stab gepresst. 



   Eine der Hauptschwierigkeiten beim Heisspressen von Titandiborid zu Gegenständen gleichmässiger Dichte beruht   darauf, dass   das Material äusserst wenig plastisch ist, u. zw. auchbei Temperaturen von etwa   2000 C.   Es wurden daher zur Erzielung geeignet hoher Dichten im fertigen Gegenstand   noch höhere   Temperaturen zusammen mit der Anwendung eines Ausgangsmaterials mit sehr feiner Teilchengrösse empfohlen. Mit diesen Mitteln trat oft in der Struktur der gepressten Gegenstände ein ausserordentliches Kristallwachstum auf, wodurch sie spröde und durch innere Spannungen im Kristall ernstlich geschwächt wurden. 



   Das vorliegende Verfahren überwindet diese Nachteile und die so hergestellten, heissgepressten Titandiboridgegenstände haben neue und verbesserte Eigenschaften, die durch frühere Verfahren nicht erreicht werden konnten. 



   Der Hauptgegenstand der Erfindung ist die Erstellung eines Verfahrens zur Herstellung heissgepresster Gegenstände mit stark verbesserter Einheitlichkeit der Festigkeit bei Dichten von 95 bis   971o   der theoretischen und zunehmender Festigkeit mit steigender Temperatur. 



   Demgemäss umfasst die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung heissgepresster Titandiboridgegenstände durch Vermischen von feinverteiltem Titandiborid mit Teilchengrösse zwischen 6 und 8   j. t   mit einem flüchtigen harzartigen Bindemittel und mit einem schwer schmelzbaren Nitrid eines oder mehrerer der folgenden Metalle : Zirkonium, Bor, Titan, Hafnium, Vanadium, Niob, Chrom, Tantal, Molybdän   und Wolfram. Die erhaltene Mischung wird in der Kälte unter einem Druck zwischen 1400 und 2800 kg/cm2 zu einem geformten Gegenstand gepresst, worauf dieser zwischen 2000 und 2300 C unter einem Druck von   etwa 140   kg/cm   heissgepresst wird. 



   Die Fig. l und 2 sind   Kurven die die Verteilungsanalyse der   Teilchengrösse zeigen, die zur Feststellung der für die Erfindung geeigneten Teilchengrösse von Titandiborid herangezogen wurde. 



   Die erfindungsgemässe Mischung besteht aus feinverteiltem Titandiborid,   1-5 Gew.-%   eines flüchtigen harzartigen Bindemittels mit niedrigem Verkokungswert und   3-10 Gew.-% eines Nitrids   eines oder mehrerer der folgenden Metalle : Zirkonium, Bor, Titan, Hafnium, Vanadium, Niob, Chrom, Tantal, Molybdän und Wolfram. Die Menge des Nitrids ist hinreichend, um im fertigen, heissgepressten Gegenstand einen Stickstoffgehalt von wenigstens 0,5   Gew. -0/0 zu   erhalten. Die erhaltene Mischung wird in der Kälte 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
2000 - 23000C undgangspulvers. Zur Erzielung höchster Dichte sollte die Verteilung der Teilchengrösse so sein, dass das Verhältnis der maximalen zur minimalen Teilchengrösse etwa   3 : 1   ist. 



   In den Fig. l und 2 sind Kurven von   Teilchengrösse-Verteilungsanalysen   von 8 Versuchen enthalten. 



  7 davon waren für die Durchführung der Erfindung geeignet und einer (Versuch 7) nicht. In diesem letzteren Falle war die durchschnittliche Teilchengrösse zu hoch und die Verteilung der Teilchengrösse nicht geeignet. Werte aus den in den Fig. l und 2 enthaltenen Kurven sind in Tabelle I enthalten. Die Versuche A und B sind aus den Kurven der Fig.   l   und die Versuche   1 - 7   aus den Kurven der Fig. 2 ersichtlich. 



   Tabelle I
Verteilung der Teilchengrösse von Titandiborid 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Versuch <SEP> Durchschnittliche <SEP> Bereich <SEP> der <SEP> Teilchen-Neigung <SEP> des <SEP> nicht <SEP> Verhältnis <SEP> der <SEP> maximalen
<tb> Nr. <SEP> Teilchengrösse <SEP> grosse <SEP> *) <SEP> logarithmischen <SEP> zur <SEP> minimalen <SEP> Teilchen-
<tb> (Mikron) <SEP> Mikromerographs <SEP> grosse <SEP> *) <SEP> 
<tb> **)
<tb> Versuch <SEP> A <SEP> 7,4 <SEP> 4, <SEP> 0-12 <SEP> 10, <SEP> 0 <SEP> 3,0
<tb> Versuch <SEP> B <SEP> 5,8 <SEP> 3, <SEP> 0-10 <SEP> 11, <SEP> 4 <SEP> 3,3
<tb> Versuch <SEP> 1 <SEP> 4,6 <SEP> 2, <SEP> 3- <SEP> 6, <SEP> 6 <SEP> 18,5 <SEP> 2,9
<tb> Versuch <SEP> 2 <SEP> 4,9 <SEP> 2, <SEP> 8- <SEP> 7, <SEP> 5 <SEP> 17,0 <SEP> 2,7
<tb> Versuch <SEP> 3 <SEP> 5,5 <SEP> 3, <SEP> 2- <SEP> 9, <SEP> 7 <SEP> 12,3 <SEP> 3,0
<tb> Versuch <SEP> 4-5 <SEP> 5, <SEP> 1 <SEP> 2,

   <SEP> 3-8, <SEP> 2 <SEP> 13,6 <SEP> 3,6
<tb> Versuch <SEP> 6 <SEP> 7,2 <SEP> 4, <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 11, <SEP> 5 <SEP> 10, <SEP> 7 <SEP> 2,9
<tb> Versuch <SEP> 7 <SEP> 20 <SEP> 6, <SEP> 2 <SEP> - <SEP> 57 <SEP> 1,6 <SEP> 9,2
<tb> 
 *) Ausschliesslich der   10%-Fraktion,   die die feinsten Teilchen und der   10%-Fraktion   die die gröbsten Teilchen enthalten. 



     * *) Die   Neigung berechnet sich durch Dividieren von 80% durch den in Kolonne 2 angegebenen Bereich der Werte für die Teilchengrösse. 



  Die Auswahl von   TiB   mit geeigneter Teilchengrösse ergibt sich aus der Neigung der Mikromerograph- 
 EMI2.3 
 oder aus dem Verhältnis der maximalen zur minimalen Teilchengrössehältnis für Teilchengrössen von 10 bis 90% zwischen 2,7 und 3,6 liegen. Zum Beispiel konnten bei allen Versuchen, mit Ausnahme von Versuch 7, die in Tabelle I enthalten sind, heissgepresste Gegenstände mit Dichten zwischen 4,35 und 4,46 erhalten werden, während die Dichte von Gegenständen nach Versuch 7 nur 3,57 betrug. 



   Um eine hohe Heiss-Biegungsfestigkeit, Druckfestigkeit und einen niedrigen Temperaturkoeffizienten des spezifischen Widerstandes zu erhalten, ist es wesentlich, dass im heissgepressten Gegenstand nur eine Feinkristallstruktur vorliegt. Um dies zu erreichen muss die anfängliche durchschnittliche Teilchengrösse des   TiB,   zwischen 6 und 8 u liegen. 



   Flüchtige Bindemittel die für das vorliegende Verfahren geeignet sind umfassen harzartige Substanzen mit einem Verkokungswert von 0,2 bis 1%. Ein Polyäthylenoxyd mit einem Molgewicht von 4000 und Kollophonium, werden bevorzugt. 



   Die wirksamen Ergebnisse des   erfindungsgemässen   Verfahrens können an Hand eines heissgepressten Titandiboridgegenstandes, enthaltend 5 Gew.-% Titannitrid im Vergleich mit einem Gegenstand, der 100% Titandiborid enthält, erläutert werden. Der Zusatz von Titannitrid hatte das Kristallwachstum eindeutig verhindert. Ein weiterer Vergleich der Kristallkörner mit Hilfe von   Mikroaufnahmen   im polarisier- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 ten Licht zeigt, dass die Verminderung des Wachstums im Durchschnitt etwa das 10fache beträgt,   d. h.,   dass das Nitrid die Kristallgrösse um einen Faktor von etwa 10 vermindert hat. Auch die Zwischenräume zwischen und innerhalb des Kristalles sind in der erstgenannten Zusammensetzung kleiner. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird durch die folgenden Beispiele weiter erläutert, wobei die Titandiborid-Zusammensetzungen zur Erzeugung stabförmiger Strom zuführungen für die Kathoden in Elektrolyseöfen zur Herstellung von Aluminium verwendet werden. In einem Fall wurden die Stäbe aus einer Titandiborid-Zusammensetzung mit   Wo   Bornitrid und in einem andern Fall mit   51o   Titannitrid heissgepresst. 



  Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gew.-Teile. 



     Beispiel l :   Eine Mischung aus 95 Teilen Titandiboridpulver mit einer Teilchengrösse von   7 m   und 5 Teilen Bornitrid (hergestellt durch thermische Umsetzung von Bortrioxyd mit Melamin) wurde in einer Umwälztrommel mit 4 Teilen eines   Polyäthylenoxydwachs-Bindemittelsmit   einem Molekulargewicht von 
 EMI3.1 
 Stücken von 50,8 mm Durchmesser und 63,4 mm Länge kalt gepresst. Aus den folgenden scheinbaren Dichten der Stücke im Vergleich mit den Werten von andern Stücken, die bei diesem Druck ohne Zusatz von Bornitrid geformt wurden, ergab sich, dass Bornitrid als Form-Schmiermittel wirkt. 



   Tabelle II 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Zusammensetzung <SEP> des <SEP> Pressstückes <SEP> Formungsdruck <SEP> Scheinbare <SEP> Dichte
<tb> Titandibond <SEP> 95 <SEP> Teile <SEP> 1680 <SEP> kg <SEP> m <SEP> 2 <SEP> 2, <SEP> 71 <SEP> 
<tb> Bornitrid <SEP> 5 <SEP> Teile
<tb> Polyäthylenoxydwachs <SEP> 4 <SEP> Teile
<tb> Titandibond <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> 1680 <SEP> kg/cm2 <SEP> 2, <SEP> 40 <SEP> 
<tb> Bornitrid <SEP> 0 <SEP> Teile
<tb> Polyäthylenoxydwachs <SEP> 4 <SEP> Teile
<tb> 
 
In einer Graphitform, die in einem Widerstandsrohrofen war, wurden so viele Pressstücke aneinandergereiht, um einen Stab von etwa 460 mm Länge zu ergeben. Die Form wurde unter Argon auf   222sOC   er- 
 EMI3.3 
 1 1/2 h aufrechterhalten. Dann wurde unter Druck auf etwa 5000C abkühlen gelassen. Die Form wurde dann aus dem Ofen entfernt. 



   Beispiel 2: Eine Mischung ähnlich jener in Beispiel   1, die an   Stelle von Bornitrid Titannitrid enthielt, wurde unter den gleichen in Beispiel 1 angeführten Bedingungen kalt und heiss gepresst. In diesem Fall zeigte die scheinbare Dichte des kaltgeformten Materials keine Wirkung des Nitrids als FormSchmiermittel wie es mit der Mischung, die Bornitrid enthält, der Fall war. Die Ergebnisse mit Titannitrid ergaben jedoch seine Eignung als Sinterhilfe. 



   In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung, Heisspressbedingungen und physikalischen Eigenschaften der fertigen Stäbe enthalten. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Tabelle III Zusammensetzung und Eigenschaften von heissgepressten Stäben 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Zusammensetzung, <SEP> Gew.-%
<tb> TiB2 <SEP> (Durchschnittliche <SEP> 100 <SEP> 95 <SEP> 95
<tb> Teilchengrösse <SEP> 7, <SEP> 0 <SEP> bt)
<tb> BN-5
<tb> TiN--5
<tb> Heisspressbedingungen <SEP> : <SEP> 
<tb> Temperatur <SEP> Oc <SEP> 2225 <SEP> 2225 <SEP> 2225 <SEP> 
<tb> Druck <SEP> kg/cm2 <SEP> 140, <SEP> 6 <SEP> 140,6 <SEP> 140,6
<tb> Physikalische <SEP> Eigenschaften <SEP> :

   <SEP> 
<tb> Länge <SEP> mm <SEP> 457 <SEP> 457 <SEP> 457
<tb> Durchmesser <SEP> mm <SEP> 50, <SEP> 4 <SEP> 50, <SEP> 4 <SEP> 50, <SEP> 4 <SEP> 
<tb> Dichte <SEP> g/cm3 <SEP> 4, <SEP> 31 <SEP> 4,21 <SEP> 4,37
<tb> % <SEP> der <SEP> theoretischen <SEP> 95, <SEP> 4 <SEP> 95, <SEP> 7 <SEP> 95, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> Spez. <SEP> Widerstand <SEP> Ohm. <SEP> cm <SEP> 
<tb> 25 C <SEP> 13 <SEP> 17 <SEP> 12
<tb> 2000C <SEP> 27 <SEP> 26 <SEP> 20
<tb> 500 C <SEP> 51 <SEP> 41 <SEP> 33
<tb> 10000C <SEP> 92 <SEP> 67 <SEP> 54
<tb> Spez. <SEP> Widerstand-Temp.Koeffizient <SEP> Ohm.

   <SEP> cmte <SEP> 0,080 <SEP> 0, <SEP> 051 <SEP> 0, <SEP> 042 <SEP> 
<tb> Biegefestigkeit <SEP> kg/cm
<tb> 25 C <SEP> 2250 <SEP> 2440 <SEP> 3050 <SEP> 
<tb> 10000C <SEP> 2040 <SEP> 3100 <SEP> 3150 <SEP> 
<tb> 15000C <SEP> 1130 <SEP> 3520 <SEP> 4860 <SEP> 
<tb> Druckfestigkeit, <SEP> kg/cm2bei <SEP> 250C <SEP> 15500 <SEP> 26000 <SEP> 28100 <SEP> 
<tb> Elastizitätsmodul, <SEP> kg/cm <SEP> bei <SEP> 25 C <SEP> 33. <SEP> 10 <SEP> 37. <SEP> 105 <SEP> 44. <SEP> 105 <SEP> 
<tb> 
 
Dichten von etwa   95% der   theoretischen werden unabhängig von der   Nitridzugabe   erzielt. Beim Vergleich der Festigkeiten der 3 Materialien bei Raumtemperatur sollte beachtet werden, dass die ohne Nitridzusatz hergestellten Stäbe einen weiten Bereich der Festigkeit zeigen,   u. zw.   von etwa 990   kg/cm   bis 2670 kg/cmz.

   Die mit einem Nitrid hergestellten Stäbe zeigen eine maximale Variation von etwa 10%. 



  Eine mögliche Erklärung für diese Verbesserung der   Einheitlichkeit beruht auf dem Unterschied   der Wachstumszunahme, wie aus den   Photographien   hervorgeht. 
 EMI4.2 
 hervor, dass die Stäbe, die Nitrid enthalten, den Stäben die nur aus TiB2 hergestellt wurden, eindeutig überlegen sind. Die Energieverluste in einer Aluminiumzelle bei 1000 C werden   z. B.   bei Anwendung der nitridhaitigen Stäbe viel kleiner sein. Ähnlich werden die nitridhaitigen Stäbe, die bei 10000C eine um   50%   höhere Festigkeit aufweisen im Betrieb viel robuster sein. 



   Andere schwer schmelzbare Nitride als Bor- und Titannitrid können, vorausgesetzt dass sie stabil sind, vorteilhaft für das erfindungsgemässe Verfahren angewendet werden. Aluminiumnitrid, das bei 22250C einen hohen Stickstoffdruck aufweist ist nicht geeignet, da das erhaltene metallische Aluminium das Kristallwachstum vergrössert. 



   Da das Additivnur einen geringeren Teil des Gesamtgewichtes ausmacht ist seine Teilchengrösse offen- 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 bar nicht so kritisch wie jene von Titandiborid. Die Teilchengrösse von beiden sollte jedoch die gleiche Grössenordnung aufweisen. 



   Versuche mit verschiedenen Mengen Nitridzusätzen zeigten, dass zur Verhinderung übermässigen Kristallwachstums der Stickstoffgehalt im heissgepressten Gegenstand wenigstens 0,   57o   sein soll. Die Zugabe von mehr Nitrid als 1   1/zp/o   Stickstoff im fertigen Gegenstand entspricht, ergibt keine weitere Verbesserung seiner Eigenschaften. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung heissgepresster Titandiboridgegenstände, dadurch gekennzeichnet, dass feinverteiltes Titandiborid mit einer Teilchengrösse zwischen 6 und 8   ja   mit einem flüchtigen harzartigen Bindemittel und einem schwerschmelzbaren Nitrid in Mengen von, 3 bis 10   Gew.-%   eines oder mehrerer der Metalle Zirkonium, Bor, Titan, Hafnium, Vanadium, Niob, Chrom, Tantal, Molybdän und Wolfram vermischt wird, worauf die erhaltene Mischung in der Kälte unter einem Druck zwischen 1400 und 2800   kg/cm ?   in einen geformten Gegenstand übergeführt und dieser zwischen 2000 - 23000C und einem Druck von etwa 140   kg/cm   heissgepresst wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das flüchtige harzartige Bindemittel in der Mischung in einer Menge von 1 bis 5 Gew.-% zugegen ist.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das flüchtige harzartige Bindemittel ein Polyäthylenoxydwachs mit einem Molgewicht von 4000 oder Kollophonium ist.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der geformte Gegenstand zwischen 2200 und 22500C heissgepresst wird.
AT79361A 1960-02-01 1961-01-31 Verfahren zur Herstellung heißgepreßter Titandiborid-Gegenstände AT230102B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US230102TA 1960-02-01 1960-02-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT230102B true AT230102B (de) 1963-11-11

Family

ID=29731369

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT79361A AT230102B (de) 1960-02-01 1961-01-31 Verfahren zur Herstellung heißgepreßter Titandiborid-Gegenstände

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT230102B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3022213C2 (de) Keramischer Formkörper mit eutektischen Gefügebestandteilen und Verfahren zu seiner Herstellung
DE3123974C2 (de)
DE3205877C2 (de)
DE1771408A1 (de) Dichte keramische koerper aus carbiden und verfahren zu ihrer herstellung
DE2813666A1 (de) Dichter, temperaturwechselbestaendiger koerper aus siliciumcarbid und verfahren zu seiner herstellung
EP0629594A1 (de) Verfahren zur Herstellung von polykristallinen dichten Formkörpern auf der Basis von Borcarbid durch drucklose Sinterung
CH623018A5 (en) Process for producing a sintered silicon carbide object
DE1471495B1 (de) Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen aus Titandiborid bestehenden elektrisch leitenden Gegenstaenden
DE3345832C2 (de) Verfahren zum Verbessern der Hochtemperatur-Biegefestigkeit von intermetallischen Titandiborid-Bornitrid-Zusammensetzungen
DE3047344A1 (de) Verfahren zur herstellung von zu hoher dichte gesinterten feuerbestaendigen zusammensetzungen
DE3002971A1 (de) Verfahren zum drucklosen sintern von siliziumkarbid
DE2813665A1 (de) Dichter, temperaturwechselbestaendiger koerper aus siliciumcarbid und verfahren zu seiner herstellung
DE2923729C2 (de)
DE69404880T2 (de) Keramikkomposit und Verfahren
DE2900440A1 (de) Fluessiges sinterhilfsmittel und verfahren zur herstellung keramischer sinterkoerper damit
DE2856593A1 (de) Sinterfaehiges pulver und verfahren zur herstellung von sinterkoerpern daraus
DE1261436C2 (de) Sinterkoerper aus Aluminiumoxid
DE1571354A1 (de) Herstellung von feuerfesten Koerpern
DE2801474A1 (de) Pulverfoermiges keramisches material und verfahren zu seiner herstellung
EP0052851B1 (de) Polykristalliner Formkörper aus Siliziumkarbid und Verfahren zu seiner Herstellung
AT230102B (de) Verfahren zur Herstellung heißgepreßter Titandiborid-Gegenstände
DE2461741C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines keramischen Materials aus einphasigem Siliciumaluminiumoxynitrid
DE1906522A1 (de) Aluminiumnitrid-Yttriumoxyd-Sintermassen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE4138481A1 (de) Wiederaufarbeitung von gebrauchten verdampferschiffchen
DE2848452A1 (de) Verfahren zur herstellung von siliziumcarbidpulvern