<Desc/Clms Page number 1>
Topfbrenner
Die Erfindung bezieht sich auf einen Topfbrenner mit einem bis auf eine obere Flammenöffnung geschlossenen Topf und seitlichen, in der Seitenwand des Topfes vorgesehenen Luftzufuhröffnungen.
Derartige Vorrichtungen sind allgemein bekannt. Sie bestehen bis jetzt aus einem zylindrischen Topf mit leicht hohl nach unten durchgebogenem Boden und einer radial oder im wesentlichen radial, etwas schräg nach oben stehenden Oberwand mit einer verhältnismässig weiten zentralen Flammenöffnung, unter der in der Seitenwand ein oder mehrere Kränze von Luftzufuhröffnungen vorgesehen sind. Das Ganze ist durch einen ebenfalls im wesentlichen zylindrischen Luftführungsmantel umgeben, der an der Oberseite durch eine ringförmige Oberwand an der Seitenwand des Topfes anschliesst und an der Unterseite eine ringförmige Unterwand mit zentraler Luftzufuhröffnung unter dem Brennerboden aufweist.
Der Topfraum kann noch durch eine oder mehrere nach innen stehende Zwischenwände mit einer zentralen Öffnung zur Vergrösserung des Regelbereiches des Brenners in zwei oder mehrere Abteile unterteilt werden. Die Zwischenwände stehen dann ungefähr parallel zur Oberwand von der Seitenwand nach innen. Der Topf ist unter jeder Zwischenwand wiederum mit einem oder mehreren Kränzen von Luftzufuhröffnungen in der Seitenwand versehen.
Bei diesen Brennern findet die Verdampfung des Brennstoffes, der beim Boden zugeführt wird, im wesentlichen in der Mitte des unteren Teiles des Topfraumes statt, also unter der verhältnismässig weiten Flammenöffnung und/oder den Zwischenwandöffnungen, und infolge des Auftriebs des Dampfes steigt derselbe sofort durch diese Öffnungen auf, wobei der Topfraum also im wesentlichen mit Luft gefüllt ist und in diesem Luftraum eine Gassäule erzeugt wird, die durch die Weite der Flammenöffnung und etwaige Durchlassöffnungen der Zwischenwände zentral nach oben strömt und nur am Umfang mit der zugeführten Luft in Berührung kommt. Demzufolge tritt eine destruktive Verbrennung mit gelber Flamme auf, mit erheblicher Russbildung (zulässige Grenze Russindex 8).
Um die Verbrennung zu verbessern, wird dann auch bei dieser Art Brennern wohl über der Flammenöffnung noch eine zusätzliche Menge Verbrennungsluft zugeführt, aber dies macht einen ziemlich langen Ausbrennraum notwendig, was die Anwendung dieser Art Brenner, z. B. für Herde, erschwert, da bei Vorrichtungen dieser Art die Höhe des Schornsteinanschlusses ein vorgeschriebenes Mass hat. Ausserdem kann die Russabsetzung im Schornstein hinderlich und sogar gefährlich sein, da dadurch Schornsteinfeuer und Explosionen im Schornstein auftreten können. Ausserdem benötigen sie einen ziemlich hohen Schornsteinzug, weil die Luft in dem Luftführungsmantel zentral zugeführt wird und verschiedene scheitrechte Krümmungen durchlaufen muss, bevor sie in den Topfraum gelangt.
Es sind auch schon Topfbrenner bekannt mit einem länglichen Topf und einer schlitzförmigen Flammenöffnung. Auch diese Topfbrenner können mit einer Zwischenwand versehen sein. Dabei hat der Topf eine vollkommen flache Oberwand mit Flammenöffnung mit aufgebogenen Rändern, während die Zwischenwand aus zwei Teilen besteht, die etwas schräg auflaufen. Die Flammenöffnung der Zwischenwand ist ungefähr gleich gross wie die Hauptflammenöffnung, und in montierter Lage bildet sich der Hauptflammenöffnung entlang an beiden Seiten eine Luftzufuhrspalte für zusätzliche Verbrennungsluft. Die Längswände des Brennertopfes sind im übrigen von oben bis in der Nähe des Bodens mit Reihen Luftzufuhröffnungen versehen.
Auch bei diesem bekannten Brenner sind die Umstände, besonders für den durch die Zwischenwand abgeschlossenen Topfraum, aber auch für den ganzen Topfraum sowohl hinsichtlich der Verdampfung wie der Luftzufuhr derart, dass eine im wesentlichen bandförmige Brennstoffdampfsäule gebildet wird, die nur an ihrer Oberfläche mit Luft in Berührung kommt, so dass auch hier nur eine destruktive Verbrennung mit einer gelben Flamme und unter Russbildung stattfinden kann, während ein ziemlich hoher Ausbrennraum notwendig ist.
Die schlitzförmige Flammenöffnung kann auch die Form eines Kreisringes haben. Bei einer bekannten Ausführungsform dieser Art weist der Brenner eine verhältnismässig geringe Bauhöhe auf. Dieser Brenner besteht aus einer flachen Schale mit seitlichen Luftzuführungsöffnungen. Die obere kreisförmige Öffnung ist durch einen Deckel mit etwas kleinerem Durchmesser bis auf einen schmalen, ringförmigen Spalt abgeschlossen. Weitere Mischkammern, wie sie zur Erzielung einer Verbrennung mit blauer, nicht russender Flamme erforderlich sind, sind bei diesem Brenner nicht vorgesehen.
<Desc/Clms Page number 2>
Ferner ist auch bereits ein runder Brenner bekannt, dessen Topf eine im wesentlichen kugelförmige
Gestalt hat mit einer Abflachung als Boden und einer diesem gegenüber liegenden verhältnismässig weiten Flammenöffnung, die von einer ringförmigen Oberwand gebildet wird. Der kugelförmige Topf ist über eine Meridianebene parallel zum Boden durchgeschnitten und enthält ungefähr auf dem Niveau dieser Meridianebene eine Widerstandsringanordnung mit einer zentralen Öffnung. Ferner hat der teilweise kugelförmige Topf an der Aussenseite des Oberteiles noch einen Luftführungsmantel, der mit einem Schlitz unter der ringförmigen Oberwand ausmündet. Die Topfwand ist ferner in beiden Teilen mit Luftzufuhröffnungen versehen.
Diese Brennerau, führung wirkt in gleicher Wiese wie die oben als erste beschriebene bekannte Brennerausführung mit zylindrischem Topf, und sie gibt also ebenfalls eine destruktive Verbrennung mit gelber Flamme und erfordert einen ziemlich hohen Ausbrennraum und einen ziemlich starken Zug.
Die Erfindung beabsichtigt, einen Topfbrenner zu schaffen, bei dem die obenerwähnten Nachteile behoben sind.
Nach der Erfindung ist dies dadurch erzielt, dass der dem Topfboden bildende untere Teil im Querschnitt im wesentlichen V-förmig ist, während der obere Teil im Querschnitt im wesentlichen umgekehrt
V-förmig ist und von dem breitesten Teil des Topfes schräg nach oben bis zur Flammenöffnung konvergierende Teile aufweist, derart, dass der ganze Brenner im Querschnitt im wesentlichen rautenförmig ist, während die Luftzufuhröffnungen nur in dem sich erweiternden Topfteil des Brenners und auch noch in einer halsförmigen Verlängerung des nach oben konvergierenden Wandteiles über der Flammenöffnung vorgesehen sind,
so dass bei entsprechender Dimensionierung der innere Brennerraum sich während des Betriebes vollständig oder praktisch vollständig mit Brennstoffdampf füllt und die durch die Luft- zufuhröffnungen einströmende Luft eine stabile Hydroxylationsverbrennung über den ganzen Regelbereich ermöglicht. Durch diese Formgebung des Topfes, die also bei runder Ausführung im wesentlichen doppelt konisch ist, wird ein Topfraum erhalten, der, wenn die Flammen- oder Durchlassöffnung in dem oberen Teil bzw. in einer Zwischenwand und in Richtung der einströmenden Luft gut gewählt werden, sich ganz mit Brennstoffdampf füllt, der durch die einströmende Luft unter Hydroxylation verbrennt.
Diese Hydroxylationsverbrennung gibt eine blaue, russlose Flamme, so dass eine Verbrennung erhalten wird, die einen Russindex Null hat und die auch praktisch keinen Ausbrennraum braucht. Bei Ausbildung als runder Brenner ist jedoch die Leistung dadurch beschränkt, dass bei Vergrösserung des Brenners die zugeführte Luft schon bald die Flammenöffnung nicht mehr abdeckt. Deshalb wird der Brenner vorzugsweise in an sich bekannter Weise als länglicher Brenner mit ziemlich schmaler länglicher Flammenöffnung im oberen Wandteil ausgeführt, wobei der Brenner dann ferner nach der Erfindung einen im wesentlichen muldenförmig nach oben nach aussen divergierenden Unterteil und eine im wesentlichen dachförmige nach oben nach der Mittenebene konvergierende Oberwand aufweist.
Hiedurch kann ein stabil blau brennender Topfbrenner von praktisch jeder gewünschten Leistung hergestellt werden, der sich ausserdem leicht und günstig dem zum Beispiel in Herden zur Verfügung stehenden Raum dadurch anpassen lässt, dass der Brenner mit der Längsrichtung parallel zur Vorder-und Hinterseite des Herdes angeordnet wird.
Bei Brennern mit für Heizungszwecke und für gewerbliche Zwecke genügend grosser Leistung ist es zweckmässig, die Flammenöffnung mit einer aufrechtstehenden Wand zu versehen, in der ebenfalls Luftzufuhröffnungen vorgesehen sind, wobei der Abstand zwischen diesen aufrechtstehenden Wänden so gross ist, dass die durch die Öffnungen in diesen Wänden eintretenden Luftströme wenigstens bis in die Mitte zwischen diesen beiden aufrechtstehenden Wänden reichen und höchstens die gegenüberliegende Wand gerade noch nicht treffen. Die Luftöffnungen in dem weichenden Unterteil des Brennertopfes sorgen dann beim Brennen mit voller Leistung für eine Vormischung des Brennstoffdampfes, während die Verbrennung am Ende in der Flammenöffnung durch die zur Stelle zugeführte Luft stattfindet.
Bei einstellbaren Brennern sind diese Luftzufuhröffnungen in der aufrecht stehenden Wand der Flammen- öffnung abschliessbar, um eine zu grosse Luftzufuhr beim Arbeiten mit geringerer Leistung zu verhüten.
Wenn der Topfraum in an sich bekannter Weise durch eine oder mehrere Zwischenwände unterteilt ist, geht die Zwischenwand oder gehen die Zwischenwände dachförmig von den schräg nach aussen laufenden Seitenwänden des Unterteiles aus und umschliessen mit dem zugehörigen Unterteil einen Raum, der im wesentlichen mit den des ganzen Brenners gleichförmig ist, wobei die Flammenöffnungen von unten nach oben allmählich grösser oder breiter werden. Man erhält somit eine Unterteilung des Brennertopfes, wobei jeder Teil mit dem darin anschliessenden Unterteil einen Topfbrenner bildet, der im wesentlichen ungefähr die gleiche Form wie der ganze Brenner hat, aber proportional kleiner ist. Dies hat zur Folge, dass ein Brenner mit einem sehr grossen Regelbereich von z. B. 1 : 10 oder mehr erhalten werden kann, der ausserdem über den ganzen Regelbereich blau brennt.
In der Praxis sind zweckmässig die Seitenwände des Unterteiles treppenförmig verlaufend ausgebildet, mit einer Anzahl Stufen, die der Anzahl Räume entspricht, in der der Brennerraum durch die Zwischenwände unterteilt wird. Hiedurch wird es ermöglicht, wenigstens die unteren der waagrechten Teile der Seitenwände des Unterteiles des Brennertopfes gleichzeitig für die Unterstützung einer oder mehrerer dachförmiger Zwischenwände zu benutzen. Gleichzeitig wird hiedurch die Möglichkeit erhalten, die Lutfzufuhröffnungen in dem Brennertopf in oder in der Nähe der einspringgenden Winkel der treppenförmig verlaufenden Seitenwände anzubringen, wodurch eine günstige Einströmung von Luft mit mög- lichst wenig Widerstand ohne zeitraubendes Ausbiegen der Ränder der Luftzufuhröffnungen erhalten werden kann.
Dabei werden zweckmässig die Luftzufuhröffnungen so durch die Seitenwände gebohrt, dass sie
<Desc/Clms Page number 3>
auf den Mund der von den dachförmigen Zwischenwänden gebildeten Räume oder etwas darunter gerichtet sind.
In der aufrecht stehenden Wand der Flammenöffnung sind die Luftzufuhröffnungen zweckmässig waagrecht oder etwas nach oben gerichtet eingebohrt. Die durch dieselben einströmenden Luftströme bestreichen dann ungefähr gerade die ganze Breite der Flammenöffnung, aber werden von dem ausströ- menden Dampfstrom am Ende derart aufgebogen, dass sie nicht auf die gegenüberliegende Wand der
Flammenöffnung auftreffen, so dass dieselbe nicht unnötig örtlich erhitzt wird, wodurch Aufspaltung des Brennstoffes entstehen und die Verbrennung destruktiv werden würde, aber anderseits der Raum unter der Flammenöffnung wohl abgeschlossen wird durch einen Luftvorhang und die dadurch stattfindende
Verbrennung.
Vorzugsweise liegen die Luftzufuhröffnungen in den aufrecht stehenden Wänden der Flammenöffnung versetzt gegenüber einander, wodurch die ganze Flammenöffnung durch die Luftzufuhröffnungen für eine vollständige Verbrennung bestrichen werden kann, ohne dass diese Öffnungen in jeder Wand besonders nahe zueinander zu liegen brauchen. Der Brenner kann jedoch auch so ausgebildet werden, dass zwischen den versetzt gegenüber einander angeordneten horizontalen oder im wesentlichen horizontalen Luftzufuhröffnungen noch schräg nach oben gerichtete Luftzufuhröffnungen vorgesehen sind. Es hat sich herausgestellt, dass diese Massnahme zweckmässig sein kann, um gegebenenfalls Brummen während des Brennens auf voller Leistung zu beheben oder dazu mitzuwirken.
Der Brenner hat weiterhin in an sich bekannter Weise einen Luftführungsmantel, der nach der Erfindung an der Oberseite am Oberrand der aufrecht stehenden Wände der Flammenöffnung anschliesst und von dort an jeder Seite zunächst ungefähr parallel mit den schräg nach aussen laufenden Oberwandteilen des Brenners, vorzugsweise nach unten etwas weichend, schräg nach aussen verläuft und darauf mit einer allmählichen Krümmung gerade oder ungefähr gerade nach unten laufend den unteren Teil des Brenners seitlich abschirmt. Ein derartiger Mantel gibt in Zusammenwirkung mit der Form des Brenners eine sehr günstige Luftzuführung nach den Luftzufuhröffnungen mit möglichst wenig Widerstand, so dass die einströmende Luft möglichst wenig Geschwindigkeit verliert und ein Brenner nach der Erfindung leicht mit natürlichem Zug brennen kann.
Es hat sich ferner gezeigt, dass der Brenner auch bei den in der Praxis auftretenden Zugschwankungen stabil blau brennt, während keine besonders hohen Schornsteine oder sonstige Mittel zur Erhöhung des Zuges in dem Schornstein notwendig sind, so dass ein Brenner nach der Erfindung auch in hohen Stockwerken von Wohnungen, wo der Schornstein kurz ist, ohne Bedenken gut brennen kann. Zug ist beim Blaubrenner nach der Erfindung jedoch ganz bestimmt notwendig. Dies im Gegensatz zu den bisher bekannten Blaubrennern, die nicht mit Zug arbeiten können, wie die Kletterflammenbrenner.
In der Praxis sind die Seitenwände des Oberteiles und der dachförmigen Zwischenwände oder die Verbindungslinie der Endränder derselben bei gebogenen Zwischenwänden so ausgebildet, dass sie einen Winkel von etwa 30 bis 70 , vorzugsweise von etwa 40 bis 50 , mit der waagrechten Ebene einschliessen.
Die Erfindung wird untenstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Querschnitt eines länglichen Topfbrenners nach der Erfindung mit zwei Zwischenwiderstandswänden und einen Luftführungsmantel und Fig. 2 eine Draufsicht eines Brenners nach Fig. 1, wobei der Luftführungsmantel weggelassen ist.
In der Zeichnung ist 1 der mulden- oder rinnenförmig gewölbte Boden des Brennertopfes, dem der flüssige Brennstoff in bekannter Weise zugeführt wird und in dem dieser Brennstoff zur Verdampfung gebracht wird. Dieser Bodenteil des Brennertopfes geht in im wesentlichen schräg nach aussen verlaufende Seitenwände 2 über, die zum Teil gestrichelt durchgezogen wurden bei 2 a und ungefähr in der Mitte der Höhe des Brenners je in einen kurzen senkrechten Teil 3, 3 a übergehen, und dann wieder unter einem Winkel von etwa 500 schräg nach oben laufen bei 4. Am oberen Ende bilden die Oberwandteile 4 die Flammenöffnung 5. Darüber sind sie mit aufstehenden Wänden 6 mit einem nach aussen stehenden Kragen 7 versehen.
Die in der Zeichnung gestrichelt gegebenen Linien 2 a und 3 a geben mit den daran anschliessenden Linien 2, 3 und 4 die allgemeine Form des Brenners an. Dieser Brenner hat also im wesentlichen eine doppelt konische oder winkelig bauchige längliche Form. In dem Ausführungsbeispiel sind jedoch die Seitenwände des Unterteiles zwischen dem unteren geraden Teil 2 und dem kurzen Übergangsteil 3 treppenförmig ausgebildet mit waagrechten Teilen 8, 9 und 10 und senkrechten Teilen 11 und 12. Die waagrechten Teile 8 dienen gleichzeitig für die Unterstützung einer dachförmigen Zwischenwand 13. Die dachförmigen Zwischenwandteile 13 stehen unter einem Winkel von etwa 400 und bilden untereinander eine enge Durchlassöffnung 14.
In dem einspringenden Winkel zwischen den Seitenwandteilen 2 und 8 sind Luftzufuhröffnungen 15 vorgesehen, die unter einem Winkel von ungefähr 500 eingebohrt sind, wie durch die Pfeile 16 angegeben ist. Dabei kommen die Pfeile 16 etwas unter der Öffnung 14 in der Mitte des Brenners oder in der Mittenlängsebene des länglichen Brenners zusammen. Wie aus der Zeichnung hervorgeht ist der untere Topfraum, der an der Oberseite durch die Zwischenwände 13 begrenzt wird, im wesentlichen dem gesamten Brennerraum gleichförmig. Der untere Teil des Brenners bildet demzufolge einen stabil blau brennenden kleinen Topfbrenner mit einer Flammenöffnung 14.
Auf
EMI3.1
<Desc/Clms Page number 4>
halbkreisförmiges Kuppeldach ausgebildet ist, dessen Verbindungslinien 19 der Endränder, die gestrichelt in der Zeichnung dargestellt sind, unter einem Winkel von ungefähr 50 mit der waagrechten Ebene stehen.
Beim einspringenden Winkel zwischen den Seitenwandteilen 9 und 11 ist in dem waagrechten Teil 9 an jeder Seite eine Reihe Lufteinlassöffnungen 20 vorgesehen, die in diesem Falle unter 450 eingebohrt sind, was die Pfeile 21 angeben, so dass sie einander etwas unter der Öffnung 18 in der Mittenlängsebene des Brenners kreuzen. Auch der Teil des Topfbrenners unter der Zwischenwand 17 bildet, wenn man die Zwischenwand 13 einen Augenblick wegdenkt, wieder einen Topfraum, der im wesentlichen dem ganzen Brennerraum gleichförmig ist.
In dem einspringenden Winkel zwischen den Seitenwandteilen 10 und 12 ist ferner noch an beiden Seiten eine Reihe Lufteinlassöffnungen 22 vorgesehen, die ebenfalls unter einem Winkel von 45 eingebohrt sind, wie angegeben durch die Pfeile 23, die gleichzeitig die Richtung der eintretenden Luftströme angeben.
Diese Luftströme 23 kommen etwas unter der FlammenöfEnung 5 in der Mittenlängsebene des Brenners zusammen. In den aufrecht stehenden Wänden 6 der Flammenöffuung 5 sind schliesslich noch Luftzufuhr- öffnungen 24 etwas schräg nach oben eingebohrt. Diese Luftzufuhröffnungen können mit Hilfe der Klappen 25 nach Wunsch abgeschlossen werden.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, sind die Luftzufuhröffnungen 24 in den einander gegenüberliegenden aufrecht stehenden Wänden 6 versetzt angeordnet, so dass die Luftströme 24 a abwechselnd in entgegengesetzter Richtung einströmen. Zwischen diesen im wesentlichen waagrecht gerichteten Lufteinlass- öffnungen können gegebenenfalls noch schräg nach oben gerichtete Lufteinlassöffnungen versetzt und gegenüber den horizontalen Öffnungen vorgesehen werden, wodurch die Geräuschlosigkeit des Brenners noch gefördert werden kann. Die schrägen Lufteinlassöffnungen können unter einem Winkel stehen, der 60-70'betragen kann.
Unter dem Kragen 7 der aufrecht stehenden Wände 6 der Auslassöffnung ist der Luftführungsmantel 26 angeschlossen, der von dem Kragen 7 ab schräg nach aussen, etwas gegenüber den schrägen Oberwänden 4 des Brenners weichend, herunterläuft und mit einer weiten Krümmung 27 in Höhe des Mittenteiles 3 des Brenners in einen senkrecht nach unten laufenden Teil übergeht.
Der dargestellte längliche Brenner hat an den beiden Enden eine flache Stirnwand 29, die gleichzeitig die Stirnwand des Luftführungsmantels bilden kann. Für die Montage der Zwischenwände 13 und 17 ist der Brenner zweckmässig aus zwei Teilen zusammengesetzt, die beispielsweise bei 30 miteinander verbunden sind, aber auch z. B. auf der Stufe 10 verbunden sein können. Der unter den Verbindungs-
EMI4.1
und flüssigkeitsdicht mit den Stirnwänden verbunden, beispielsweise durch Schweissen.
Der Topf kann jedoch bei einer länglichen Ausführung auch ganz fest mit den Stirnwänden 29 verbunden sein und ein Ganzes bilden, da die Zwischenwände in diesem Falle je aus zwei Teilen bestehen, die leicht durch die Auslassöffnung 5 von oben her eingebracht werden können. Die dachförmigen Zwischenwände werden in der Praxis auf an den Stirnwänden 29 vorgesehenen Stützen ruhend eingelegt. Es ist jedoch bei geeigneter Ausführung des Brenners auch möglich, die beiden Teile der Zwischenwände zu einer festen Einheit miteinander zu verbinden durch hochkante Verbindungsstreifen an den Enden und/oder an einer oder mehreren zwischenliegenden Stellen.
Wie aus der Zeichnung ferner hervorgeht, erfährt die Luftzufuhr sehr wenig Widerstand, da auch der Luftstrom nach den Luftzufuhröffnungen der Flammenöffuung nur zwei leichte Krümmungen von weniger als 900 zu durchlaufen braucht, wie die Pfeile 31 in Fig. 1 angeben, während die Luftströme nach den übrigen Brennerräumen nur eine einzige leichte Krümmung zu machen brauchen und ausserdem die Luft durch die Stufenwände nach den Luftzufuhröffnungen gestaut wird. Der Brenner hat deshalb nur sehr wenig Luftwiderstand, so dass er auch auf ziemlich geringem Zug ungestört arbeiten kann.
Die durch den Zug durch den Brenner gesaugte Luft erfährt auf ihrem Weg durch den Brenner also sehr wenig Widerstand, wodurch bereits bei einem geringen Zug sehr kräftige Luftströme durch die betreffenden Öffnungen in den Brennertopf eintreten, wodurch sie genau auf die richtigen Stellen gerichtet werden können und sie durch die grosse Luftgeschwindigkeit in den Mischkammem die Wirbelungen verursachen, die für eine gute Mischung von Luft und Brennstoffdampf notwendig sind, um eine Hydroxylationsverbrennung zu erhalten.
Die Wirkung des Brenners ist wie folgt :
Wenn der Brenner mit voller Leistung brennt, sind die Klappen 25 in der geöffneten Lage, wie in Fig. 1 dargestellt. Der Brennstoff verdampft in dem rinnenförmigen Boden 1, 2 und wird mit der durch die
EMI4.2
nung 5. Die Verbrennung geschieht vollständig und stabil mit einer blauen Flamme, d. h. mit einer grossen Anzahl Flammenzungen um die durch die öffnungen einströmende Luft. Die Verbrennung ist vollständig russlos, so dass kein Ausbrennraum über der Auslassöffnung vorhanden zu sein braucht. Man kann über der Auslassöffnung eine Anzahl Glühkörper anordnen, auf denen sich keine Absetzung bildet. Der Zug, den der Brenner braucht, ist etwa die Hälfte des eines normalen Topfbrenners. Das Flammenbild ist ausserdem unempfindlich für Zugschwankungen.
Wenn der Brenner heruntergeregelt wird, sinkt die Flamme allmählich in den Brenner herunter, aber der Brenner bleibt blau brennen. In einem bestimmten Moment
<Desc/Clms Page number 5>
sind die Luftzufuhröffnungen 24 nicht mehr notwendig, und man kann dieselben durch die Klappen 25 abschliessen, um das Ansaugen von unnötiger falscher Luft zu verhindern. Der Brenner bleibt dann mit einer blauen Flamme brennen, durch die durch die Luftzufuhröffnungen 15, 20 und 22 zugeführte Luft.
Wenn der Brenner noch weiter heruntergeregelt wird, fängt die Öffnung 18 an als Flammenöffnung zu wirken. Darauf sinkt die Flamme, bei weiterer Herunterregelung des Brenners, auf die Öffnung 14 und, bei noch weiterer Herunterregelung, bis in den Raum, der durch die Zwischenwände 13 abgeschlossen wird. Der Brenner kann somit in einem Verhältnis vom 1 : 10 oder mehr auf-und abgeregelt werden, wobei ständig eine stabile Hydroxylationsverbrennung, also mit blauer Flamme stattfindet.
Die Erfindung ist im obenstehenden an Hand eines Ausführungsbeispieles beschrieben, aber sie ist nicht mit der dargestellten Ausführung beschränkt. Z. B. kann die halbkreisförmige Zwischenwand 17 durch eine dachförmige Zwischenwand mit flachen oder weniger gebogenen Platten ersetzt werden. Ferner ist es möglich, unter Umständen die schräge Lage der dachförmigen Zwischenwände und der Oberwand des Brennertopfes sowie die Richtung der Luftzufuhröffnungen etwas abzuändern. Die dachförmige Zwischenwand 13 kann gegebenenfalls mehr oder weniger gewölbt ausgebildet werden, ebenso wie die schrägen Oberwände 4.
Hauptsache ist, dass die Zwischenwände mit dem ganzen Brenner gleichförmige Räume oder jedenfalls im wesentlichen gleichförmige Räume umschliessen, wobei die Öffnungen in den Zwischenwänden so dimensioniert werden, dass diese Räume auch durch die auf die zugehörigen Flam- menöffnungen gerichteten Luftströme, die zur Stelle eine Verdichtung bilden, sich während des Betriebes, abhängig von der Einstellung der Leistung des Brenners, jedenfalls von unten her ganz oder praktisch ganz mit Brennstoffdampf füllen, während die Luftströme, die durch die Luftzufuhröffnungen injektiert werden, gleichzeitig in jedem Raum, bzw. in dem ganzen Brenner immer die Bedingungen für eine Hydroxylationsverbrennung schaffen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Topfbrenner mit einem bis auf eine obere Flammenöffnung geschlossenen Topf und seitlichen, in der Seitenwand des Topfes vorgesehenen Luftzufuhröffnungen, dadurch gekennzeichnet, dass der den
EMI5.1
Topfes schräg nach oben bis zur Flammenöffnung konvergierende Teile aufweist, derart, dass der ganze Brenner im Querschnitt im wesentlichen rautenförmig ist, während die Luftzufuhröffnungen (15, 20, 22) nur in dem sich erweiternden Kopfteil (2) des Brenners (1-4) und auch noch in einer halsförmigen Verlängerung des nach oben konvergierenden Wandteiles (4) über der Flammenöffnung (5) vorgesehen sind,
so dass bei entsprechender Dimensionierung der innere Brennerraum sich während des Betriebes vollständig oder praktisch vollständig mit Brennstoffdampf füllt und die durch die Luftzufuhröffnungen einströmende Luft (16, 21, 23, 24 a) eine stabile Hydroxylationsverbrennung über den ganzen Regelbereich ermöglicht.