<Desc/Clms Page number 1>
Multistabile Kippschaltung zum Erzeugen von rechteckigen Pulsen
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Um das Potential der Speisespannung im Verhältnis zur Steuerspannung festzulegen, ist der positive
Pol der Speisespannung E sowie der Nullpunkt der Transformatorwicklung 16 geerdet worden. Um einem plötzlichen Stromansteigen in den Steuerkreisen vorzubeugen, sind die Dioden 13,14, 15 eingesetzt wor- den.
Wenn die Speisespannung E und Steuerspannung r, s, t angeschlossen werden, findet ein gewisser Ein- schwingvorgang statt, aber nachdem dieser, ungefähr nach einer Periode der Steuerspannung, beendet ist, entsteht ein stationärer, periodischer Verlauf, bei dem zu einem gewissen Zeitpunkt die Ströme der Schal- tung verlaufen, wie mit vollen Pfeilen angedeutet ist. Der Zeitpunkt entspricht dem Zeitpunkt t1 in Fig. 2.
In dem gezeigten Fall ist die Spannung r positiv, während die Spannungen s und t negativ sind, und das Ventil 10 vor einer Spannung ist gesperrt. Der Basisstrom im Transistor I ist 0, und demzufolge wird auch der Kollektorstrom 0. Die Kollektorspannung K I wird somit negativ sein. Da die Phasen s und t im Verhältnis zum Erdpunkt negativ sind, sperren die Ventile 14 und 15. Von dem Nullpunkt durch den Tran- sistor II. das Ventil 11 und den Resistor 8 fliesst nun ein Basisstrom gegen den Punkt K I, was bedeutet, dass der Transistor II stromführend und die Kollektorspannung K II folglich nahe 0 wird. Im Transistor III fliesst ein Basisstrom durch den Resistor 6 zum Kollektor K I. Auch dieser Transistor ist somit stromführend, und das Potential im Punkt K III wird auch nahe 0.
Dieser Zustand geht aus Fig. 2 hervor.
Beim Zeitpunkte wird die Eingangsspannung s positiv mit der Folge, dass das Ventil 24 stromführend wird. Mit dem Wachsen der Spannung kommutiert der Basisstrom durch den Transistor II und das Ventil 11 hinüber zum Ventil 14, und das Ventil 11 sperrt. Weil die Spannung im Punkt K III gleich Null ist, kann der Transistor II nicht länger einen Basisstrom erhalten, sondern der Transistor wird gesperrt. Der Punkt
K II wird dann negativ. Dies führt seinerseits dazu, dass ein Basisstrom durch den Transistor I und den
Widerstand'4 zu dem Punkt K II fliessen kann, weshalb dieser Transistor öffnet und das Potential Null im
Punkt K I etabliert.
Für den Transistor III bedeutet dies, dass der Basisstrom, der früher durch den Resistor 6 zu K I floss. Null wird, aber gleichzeitig kann der Basisstrom über das Ventil 12 und den Resistor
9 zu dem negativen Punkt K II fliessen, so dass der Transistor III immer noch leitend ist.
Dieser Zustand wird bis zu dem Zeitpunkt t3 stabil sein, wo die Spannung t positiv wird. Hiebei wird der ganze Verlauf wie oben beschrieben wiederholt, aber mit einer Permutation von einem Schritt, d. h. der Transistor III wird gesperrt, der Transistor II öffnet und der Transistor I bleibt - nur unter Ändern des Basisstromweges-leitend.
Ein periodischer Verlauf wird somit entwickelt, und es geht aus Fig. 2 hervor, dass jeder Transistor bei 240 elektrischen Graden offen und bei 120 elektrischen Graden gesperrt sein wird. Eine mehrphasige pulsierende Wechselspannung mit ausgeprägter rechtwinkeliger Kurvenform wird entstehen, was oben als besonders wünschenswert für Stromrichtersteuerung hervorgehoben worden ist.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Multistabile Kippschaltung zum Erzeugen von rechteckigen Pulsen mit derselben Frequenz und Phasenzahl wie eine gegebene Steuerspannung und mit einer von dieser abhängigen Phasenlage, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltung eine der Phasenzahl der Steuerspannung entsprechende Anzahl gesteu- erter elektronischer Schaltorgane umfasst, beispielsweise Transistoren, die über Belastungen von einer gemeinsamen Gleichspannungsquelle gespeist werden, wobei die verschiedenen Phasen der Steuerspannung über Dioden je an die Steuerelektrode eines der elektronischen Schaltorgane angeschlossen sind, während die Ausgangsspannung der Schaltung je von einer der genannten Belastungen entnommen wird, und dass jede der genannten Steuerelektroden an jede der genannten Ausgangsspannungen angeschlossen ist,
abgesehen von der in der Phase entsprechenden, wobei jedoch der Anschluss an die in der Phase vorhergehende Ausgangsspannung über die entsprechende der genannten Dioden erfolgt.