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Stufendrehschalter mit einer oder mehreren in gedruckter Schaltung ausgeführten Schalterebenen
In der allgemeinen Elektrotechnik werden in neuerer Zeit in immer stärkerem Masse auch die bei elektrischen Geräten verwendeten Schalter in gedruckter Schaltung ausgebildet. Dies ist insbesondere bei elektrischen Messgeräten der Fall, deren Abmessungen klein gehalten werden sollen. Die Schalterebenen derartiger Messgeräteschalter sind dabei in gedruckter Schaltung ausgeführt.
Bei sogenannten Vielfachmessern, wie sie in der elektrischen Messtechnik für die Messung von Strom, Spannung und gegebenenfalls auch Widerständen verwendet werden, wird ein Messbereichwähler verwendet, der als Stufendrehschalter ausgebildet ist, wobei über etwa 1800 beispielsweise die Strommessbereiche angeschaltet werden und über die restlichen 1800 die Spannungsmessbereiche. Aus schaltungstechnischen Gründen wird hiefür die Umschaltung für die Strom- und Spannungsmessbereiche auf zwei Schaltebenen des Drehschalters durchgeführt. Auf jeder Schaltebene sind dann also innerhalb von 3600 zwischen 0 und 1800 die Stufenkontakte für die Umschaltung angeordnet, und zwischen 180 und 3600 ist ein einziger. etwa bogenförmiger Kontakt angecrdnet.
Es ist ublich, bei Instrumenten mit drei oder vier Anschlussklemmen bei Spannungsmessungen den Stromkreis innerhalb des Instrumentes nicht zu unterbrechen. Der hiebei für die Schaltung des Strommesskreises verwendete Schalter muss also beispielsweise über etwa 1800 kurzschlie- ssen oder Verbindung zu den Einzelkontakten herstellen.
Die Fig. 1 zeigt eine derartig ausgebildete Schalterebene S, die als gedruckte Schaltung ausgebildet ist. Die Srufenkontakte für die Bereichsumschaltung sind mit 1 bezeichnet und nehmen etwa 1800 ein. Ein weiterer bogenförmiger Kontakt 2 nimmt etwa die weiteren 1800 ein. Die Kontakte 1 und 2 laufen in Leitungszüge 3 aus, die an Anschlüsse 4 führen, wie sie in der Fig. 1 für einzelne Kontakte dargestellt sind. Die Drehachse des Schalters ist mit 5 angedeutet. Um die Drehachse 5 ist eine kreisförmige Leitungsbahn 6 angeordnet. Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, wird diese Leitungsbahn 6 über eine schräg gestellte Metallbrücke 7 mit den Kontakten 1, 2 verbunden. Die Brücke 7 ist in geeigneter Weise und isoliert mit der Drehachse 5 verbunden.
Wie oben bereits erwähnt, sollen die Drehschalter für Messgeräte klein in ihren Abmessungen sein und so sollen auch die verwendeten Schalterebenen klein ausgebildet sein. Bei der Schalterebene S nach der Fig. 1 befindet sich die Leitungsbahn 6 zwischen der Drehachse 5 des Schalters und den gleichfalls kreisförmig angeordneten Kontakten 1, 2. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist die Schalterebene S vergrössert dargestellt. Offensichtlich ergibt sich bei noch kleineren Abmessungen, wie sie in Wirklichkeit vorliegen, ein sehr geringer Abstand der Bahn 6 sowohl von den Kontakten 1, 2 und auch der Achse 5. In einen dieser freien Räume muss nun der Anschluss für die Bahn 6 gelegt werden, und beim vorliegenden Beispiel ist dies der Raum zwischen der Achse 5 und der Bahn 6 selbst. Der Bahnanschluss ist mit 8 bezeichnet.
Die Anordnung des Anschlusses 8 an dieser beengten Stelle ist fur eine einfache und sichere Montage und Verdrahtung des Schalters äusserst ungeeignet. Es kann auch nicht mit Sicherheit verhindert werden, dass sich Kriechwege zwischen der in den meisten Fällen metallischen Achse 5 und dem nur kurz von dieser entfernten Anschluss 8 ergeben können.
Die Erfindung vermeidet die oben genannten Nachteile. Es wird erreicht, dass der Anschluss 8 der Leitungsbahn 6 nicht mehr in einem beengten Raum angeordnet werden muss, sondern einfach und frei zugänglich ist. Die Erfindung bezieht sich auf einen Stufendrehschalter mit in gedruckter Schaltung ausgeführter Schalterebene, bei der um die Drehachse eine kreisförmige Leitungsbahn und um diese die Stu-
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fenkontakte angeordnet sind.
Die Erfindung besteht in der Kombination folgender an sich bekannter Elemente : a) einer der Stufenkontaktereichtüber mehrere Schaltstellungen, und die kreisförmige Leitungsbahn ist mittels einer schräg gesetzten Brücke mit der Kontaktbahn verbunden, b) die kreisförmige Leitungsbahn ist als offener Ring ausgebildet, c) ein Ende dieser Leitungsbahn ist etwa radial nach aussen abgebogen und dient als äussere Kontakt- bahn und Anschluss und d) der über mehrere Schaltstellungen wirkende bogenförmige Kontakt ragt auch in die Ringöffnung und dient dort als innere Kontaktbahn.
Durch die erfindungsgemässe Kombination der an sich in anderem Zusammenhang schon bekannten Merkmale wird erreicht, dass trotz Vermeidung der viel Raum beanspruchenden Verdrahtung und der da- durch hervorgerufenen Anschlussschwierigkeiten, trotz des Wegfalles der Möglichkeit, dass sich störende
Kriechwege ergeben könnten und trotz der Vermeidung einer Unterbrechung des Stromkreises bei Ver- wendung des Schalters an Vielfachmessgeräten im Strommesskreis, eine erhebliche Verkleinerung der Ab- messungen des Schalters erzielt wird.
Die Erfindung wird an Hand der Fig. 3 - 5 näher erläutert. Gleiche Elemente tragen die gleichen
Bezugszeichen wie in der Fig. l.
Die Fig. 3 zeigt eine Schalterebene, die in ihrer Funktion der Schalterebene nach der Fig. 1 ent- spricht. Über etwa 180 sind wieder die Stufenkontakte 1 verteilt, und über die restlichen 1800 istder
Kontakt 2 vorgesehen, der über diese etwa 1800 mittels der Schaltbrücke 7 nach der Fig. 2 Kontakt mit der Leitungsbahn 6 macht. Die Leitungsbahn 6 ist als offener Ring ausgebildet, wobei das Ende 9 dieses
Ringes radial nach aussen geführt ist und als äussere Kontaktbahn 10 und als nach aussen geführter An- schluss 11 dient. Der etwa über 180 wirkende bogenförmige Kontakt 2 ragt bei 12 in die Öffnung der Lei- tungsbahn 6 hinein und wirkt hier als innere Kontaktbahn.
Bei Verwendung einer Brücke 7 nach der Fig. 2 für die Schalterebene nach der Fig. 3 wird in der gestrichelt angegebenen Stellung der Brücke 7 bei Linksdrehung erst die Bahn 6 mit dem Kontakt 2 und bei weiterer Drehung dann der Kontakt 2 wieder mit der Bahn 6 verbunden. Offensichtlich wird also durch den in die Ringöffnung eingeschobenen Kontakt 2 bei Betätigung des Schalters über 1800 einze Verbindung der Leitungsbahn 6 mit dem Kontakt 2 erreicht.
Die Fig. 4 zeigt eine Schalterebene, bei der die Verbindung des Stufenkontaktes 2 mit der Leitungsbahn 6 über weniger Schaltstellungen erfolgt. Auch bei dieser Schaltebene ist wieder vorausgesetzt, dass sich die Brücke 7 über drei Stufenkontakte erstreckt.
In der Fig. 5 ist eine weitere Schalterebene angedeutet, bei der sich die Brücke 7 nur über zwei Stufenkontakte erstreckt. Es ergibt sich so eine Verbindung des Kontaktes 2 mit der Leitungsbahn 6, die über zwei Schalterstellungen geht.
Die dargestellten Beispiele gelten für einpolige Ausführungen, wobei der Schleifring 6 der eine Pol ist. Der Schleifring 6 kann auch geteilt ausgebildet sein, so dass sich eine mehrpolige Ausführung gleicher Art ergibt.