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Kondensator zum Entfeuchten von Mauerwerk
Die Erfindung betrifft einen Kondensator zum Entfeuchten von Mauerwerk, bestehend aus einem in einer gegen das Innere des Mauerwerkes zu ansteigend verlaufenden Bohrung angeordneten und mit über die Oberfläche verteilten Durchbrechungen versehenen Rohrkörper, dessen Abschlusskappe mit waagrechten Schlitzen ausgestattet ist.
Derartige Kondensatoren zum Austrocknen von Mauerwerk sind an sich bekannt. Es werden Rohre aus Ton oder nichtkorrodierendem Metall, deren Wandung mit zahlreichen Öffnungen versehen ist, so in das betreffende Mauerwerk eingebettet, dass sie bei einer Neigung von etwa 10 bis 300 in einer etwa der halben Wandstärke entsprechenden Tiefe in das Mauerwerk reichen. Das Kondensatorrohr hat als äusseren Abschluss eine gelochte Abdeckplatte, so dass sich ständig ein Austausch von feuchter Innenluft gegen trokkene Aussenluft vollziehen kann.
Weiters wurde bereits vorgeschlagen, den Rohrkörper aus mit zylindrischen Führungsansätzen versehenen Rohrabschnitten zusammenzusetzen, wodurch in einfacher Weise eine Anpassung an die Länge der Bohrung, welche von der Manerstärke abhängt, ermöglicht wird. Bei den bisher bekannten rohrförmigen Mauerentfeuchtern (Kondensatoren) sind die mit Schlitzen ausgestatteten Abschlusskappen in den Rohrkörper eingesteckt. Diese Verbindungsart ermöglicht jedoch ein unerwünschtes leichtes Entfernen der Abschlusskappe z.
B. durch spielende Kinder und bietet keinen Schutz gegen ein Herausgleiten der Abschlusskappe aus dem Rohrkörper als Folge von Erschütterungen. Überdies wird durch den im Rohrkörper des Kondensators steckenden rohrstutzenförmigen Ansatzteil der Abschlusskappe die lichte Weite des Kondensators im äusseren Teil verringert und dadurch die fur die Entfeuchtung wesentliche Luftströmung behindert.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Kondensators wird eine sichere Verbindung der Abschlusskappe mit dem Entfeuchtungsrohr erzielt, die die aufgezeigten Nachteile vermeidet. Dies wird dadurch erreicht, dass der äusserste Rohrabschnitt des aus mit zylindrischen Führungsansätzen versehenen Rohrabschnitten zusammengesetzten Rohrkörpers einen erweiterten mit einem Innengewinde versehenen Vorderteil zum Einschrauben der stöpselartig ausgebildeten Abschlusskappe aufweist.
Der erweiterte Vorderteil des Rohrabschnittes wird zweckmässig mit zwei diametral angeordneten an sich bekannten Aussenrippen versehen, um eine Sicherung gegen Verdrehen zu erhalten und zu erreichen, dass die Schlitze der Abschlusskappe nach dem Einschrauben waagrecht liegen.
Die Kondensatorteile werden vorzugsweise aus keramischen Werkstoff hergestellt und können in bequemer und sicherer Weise durch einfaches Aufeinanderstecken mehrerer Rohrabschnitte der jeweiligen Mauerstärke angepasst werden ; hiebei gewährleisten die zylindrischen Führungsansätze zwischen benachbarten Rohrabschnitten einen sicheren Zusammenhalt. Dsr abnehmbare Verschlussstöpsel hat den Vorteil, jederzeit eine bequeme Reinigungsmöglichkeit des Rohrinneren zuzulassen. Er kann daher auch mit verhältnismässig grosser Oberfläche ausgeführt werden, so dass die Aussentemperatur gut aufgenommen und der Entfeuchtungsprozess gefördert werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Kondensators dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 eine schematische Darstellung der Anordnung des aus Vorderabschnitt und zwei weiteren Rohrabschnitten bestehenden Kondensators im Mauerwerk, teilweise geschnitten, Fig. 2 einen Seitenquerschnitt durch den vorderen Rohrabschnitt mit eingeschraubter Abschlusskappe sowie eines Teiles des fol-
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genden Rohrabschnittes, Fig. 3 eine Vorderansicht auf Fig. 2 und Fig. 4 eine Draufsicht auf den vorderen
Rohrabschnitt mit eingeschraubter Abschlusskappe.
Der Kondensator gemäss Fig. l ist rohrförmig und aus mehreren Abschnitten zusammengesetzt. Er ist im Mauerwerk 1 in geneigter Lage in einer solchen Länge eingebettet, dass er etwa über die halbe Wandstärke tief in das zu entfeuchtende Mauerwerk reicht. Der Kondensator besteht aus einem vorderen Rohrabschnitt 2, an den die Abschnitte 3 und 4 angefügt sind. Der Abschnitt 4 ist abgebrochen und mit dem Ende des Abschnittes 3 im Schnitt gezeichnet. Alle Teile bestehen zweckmässig aus keramischem Werkstoff.
Die Verbindung der einzelnen Rohrabschnitte 2,3, 4 erfolgt durch an den Rohrenden angearbeitete Zylinderführungen 5 bzw. 6, mittels deren die Rohrabschnitte ineinandergeschoben und geführt werden.
Sämtliche Rohrabschnitte 2,3, 4 usw. sind mit symmetrisch verteilten Längsschlitzen 7 versehen, um einen guten Feuchtigkeitsentzug aus dem umgebenden Mauerwerk zu gewährleisten.
Der äusserste (vorderste) Rohrabschnitt 2 besitzt einen erweiterten Vorderteil 8, der mit Innengewinde 9 versehen ist.
'Dieses Gewinde 9 dient zum Einschrauben der einen rohrstutzenförmigen Teil 10 und eine Abdeckplatte 11 mit waagrechten Schlitzen aufweisenden Abschlusskappe. Es muss sich bei dem Gewinde 9 um ein Gewinde mit grosser Steigung handeln, um das Einschrauben der Abschlusskappe trotz Taumeln der Abdeckplatte 11 während des Einschraubvorganges zu ermöglichen und ein sattes Anliegen der Abdeckplatte an der schrägen Stirnfläche des äussersten Rohrabschnittes 2 zu gewährleisten".
Um ein Verdrehen des vorderen Rohrabschnittes 2 zu verhindern und dadurch die waagrechte Lage der Schlitze 12 der Abschlusskappe zu sichern, trägt der erweiterte Vorderteil 8 des äussersten Rohrabschnittes zwei diametral angeordnete Rippen 13.
Fig. 2 zeigt im Schnitt den vorderenRohrabschnitt 2 mit eingeschraubter Abschlusskappe, ferner einen Teil eines angefügten zweiten Rohrabschnittes 3 mit den Zylinderführungen 5 bzw. 6.
Fig. 4 zeigt in Draufsicht den in Fig. 2 gezeigten vorderen Rohrabschnitt 2 mit der Abdeckplatte 11 der Abschlusskappe.
In Fig. 3 ist eine Vorderansicht der Abdeckplatte 11 der Abschlusskappe mit den waagrechten Schlitzen 12 zu sehen, die zum Schutz gegen Eindringen von Regen mit jalousieartigen Abdeckungen 14 ausgerüstet sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kondensator zum Entfeuchten von Mauerwerk, bestehend aus einem in einer gegen das Innere des Mauerwerkes zu ansteigend verlaufenden Bohrung angeordneten, mit über die Oberfläche verteilten Durchbrechungen versehenen Rohrkörper, der aus zylindrische Führungsansätze besitzenden Rohrabschnitten zusammengesetzt ist und dessen Abschlusskappe mit waagrechten Schlitzen ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der äusserste Rohrabschnitt (2) einen erweiterten mit einem Innengewinde (9) versehenen Vorderteil (8) zum Einschrauben der stöpselförmig ausgebildeten Abschlusskappe (10, 11) aufweist.