<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung eines Schmierfettes
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Schmierfett. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf die mechanische Zerstäubung eines vorgeformten Seifenverdickungsmittels und eines
Vehikels zwecks Herstellung eines Schmierfettes.
In der USA-Patentschrift Nr. 2, 950, 248 wird die Herstellung von Schmierfett beschrieben, wobei die Seifenbildung in situ erfolgt. Gemäss diesem Verfahren wird ein Gemisch, bestehend aus einem öl- artigen Vehikel und einem seifenbildenden Material gebildet. Die Seife wird im Vehikel in situ gebildet.
Das resultierende Vehikel-Seifengemisch wird bei einer Temperatur unterhalb seiner Lösungstemperatur der mechanischen Zerstäubung zu dispersen Tröpfchen unterworfen. Letztere werden sofort direkt mit einer wesentlich kühleren umgebenden Atmosphäre in Berührung gebracht, um einen Wärmeaustausch herbeizuführen. Auf diese Art wird ein Schmierfett gebildet.
In der USA-Patentschrift Nr. 2, 950, 249 ist ein mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Schmierfett beschrieben, bei welchem die Seifenbildung ebenfalls in situ erfolgt. Dieses Verfahren umfasst folgende Verfahrensstufen : Bildung eines Gemisches aus einem ölartigen Vehikel und einem seifenbildenden Material :
Bildung einer Seife im Vehikel in situ bei einer Temperatur oberhalb oder unterhalb seiner Lösungstemperatur, so dass dabei eine geringere Wassermenge zugegen ist ; mechanische Zerstäubung des resultierenden vehikelbenetzten Seifengemisches zwecks Bildung disperser Tröpfchen bei einer Temperatur unter seiner Lösungstemperatur und momentane Berührung der Tröpfchen direkt mit einer umgebenden Atmosphäre, wonach das vehikelbenetzte Seifengemisch im wesentlichen entwässert ist : intensivere mechanische Zerstäubung des im wesentlichen entwässerten Produktes bei einer Temperatur unter seiner Lösungstemperatur zwecks Bildung disperser Tröpfchen, wonach eine Homogenisierung erzielt wird, und momentane Berührung der Tröpfchen direkt mit einer wesentlich kühleren umgebenden Atmosphäre, um einen Wärmeaustausch zu bewirken.
Wie in der USA-Patentschrift Nr. 2, 950,249 ausgeführt wird, ist die "Lösungstemperatur" jene Temperatur, bei welcher eine im wesentlichen vollständige Lösung des Seifenverdickungsmittels im flüssigen Schmiermittel stattfindet. Man versteht also darunter jene Temperatur, bei welcher das Seifenverdikkungsmittel in Form abgesonderter Moleküle oder höchstens molekularer Aggregate (Kristallkerne) von annähernd kolloidaler Grösse zugegen ist. Weiters kann sie als jene Temperatur bezeichnet werden, bei welcher der Tyndall-Strahl im Gemisch verschwindet.
Während jedes Schmierfett durch eine Lösungstemperatur gekennzeichnet ist, wird es auch oft durch eine oder mehrere"Übergangstemperaturen"gekennzeichnet. Das heisst, dass die Seife in verschiedene Kristallstrukturen übergehen kann, während die Seife in festem Zustand vorliegt und im Ölanteil unlöslich ist. Diese kristallinen Strukturen differieren im Ausmass des Kristallzustandes und im Ausmass der Diffusion von ölartigem Vehikel mit der Seifen-Kristallstruktur. Jede kristalline Seifenstruktur ist über einen bestimmten, jedoch begrenzten Temperaturbereich stabil. Die Temperatur, bei welcher ein Wechsel in der Kristallstruktur des Seifenanteiles eines Fettes stattfindet, ist "eine Übergangstemperatur". Sie kann auch als eine Temperatur bezeichnet werden, bei welcher im Schmierfett ein Phasenwechsel stattfindet.
Eine solche Temperatur ist niederer als die schon erläuterte Lösungstemperatur.
Es wurde gefunden, dass, im Gegensatz zu den vorerwähnten Herstellungsverfahren, bei welchen die Seifenbildung in situ erfolgt, ein Schmierfett durch mechanische Zerstäubung eines Gemisches einer vorgeformten Seife oder Seifen und eines ölartigen Vehikels gebildet werden kann. Das neue Verfahren be-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
den Düsen 24 austretenden Produktes zu regulieren, kann dem Behälter 26 durch Einlässe 31, welche die Leitungen 23 umgeben, Luft zugeführt werden. Selbstverständlich kann dieAtmosphäre anders als Luft geartet sein und durch die Einlässe 31 eingeführt werden. Beispielsweise kann Stickstoff, Kohlendioxyd, Abgas, Dampf u. dgl. verwendet werden.
Sollte in dem den Düsen 24 zugeführtenSeifen-Vehikel-Gemisch Wasser zugegen sein, so wird dieses an der Austrittsseite der Düsen im wesentlichen als Wasserdampf entfernt. Das so vom Produkt abgetrennte Wasser entweicht durch die Leitung 32. Da ein Teil dieses Wassers zu flüssigen Wassertröpfchen kondensieren könnte, wird Luft durch die Einlässe 31 zugeführt, welche ein Gemisch bestehend aus Wasserdampf und Wassertröpfchen durch die Leitung 32 hinausspült. Es wurde jedoch gefunden, dass in der Beschickung Wasser nicht zugegen sein muss. Tatsächlich bietet die Gegenwart von Wasser keinerlei Vorteil.
Falls, wenn man nur einen Teil des gesamten ölartigen Vehikels anstatt eines Gemisches mit dem ganzen Vehikel anwendet, beim Austritt der Düsen 24 ein Schmierfettkonzentrat erhalten wird, kann das ganze oder ein Teil des restlichen Vehikels oder der Vehikel dem Behälter 26 über die Leitung 33 zugesetzt werden. Selbstverständlich können ein oder mehrere Zusätze teilweise oder zur Gänze ebenfalls durch die Leitung 33 eingebracht werden.
Das Schmierfett wird aus dem Behälter 26 durch die mit einem Schieber versehene Leitung 34 durch die Pumpe 35 entfernt und in die Leitung 36 gefördert. Gegebenenfalls kann das Produkt durch die mit Schieber versehene Leitung 37 zwecks Rückführung in den Behälter 26 im Kreislauf geführt werden. Dies ist zweckmässig, um das Vermischen des durch die mit Schieber versehene Leitung 38 zugeführten Vehikels oder Zusatzes mit dem im Behälter 26 befindlichen Produkt zu unterstützen. Das Produkt in Leitung 36 kann auch durch die Leitungen 37 und 39 zu den Düsen 24 über den Schieber 21, den Sprühverteiler 22 und die Rohre 23 im Kreislauf geführt werden. Dies ist in dem Fall zweckmässig, wenn eine weitere Zerstäubung des Schmierfettproduktes angestrebt wird.
DasSchmierfettprodukt im Behälter wird im allgemeinen stark belüftet. Es wird durch die mit Schieber versehene Leitung 34 durch die Pumpe 35 entfernt und über die Leitung 36 der Entlüftung im Entlüfter 40 zugeführt. Letzterer kann von herkömmlicher Bauart sein, beispielsweise ein Morehouse-Entlüfter,
EMI3.1
im allgemeinen nach dem Vakuum-Prinzip. Das aus dem Entlüfter durch die Leitung 41 austretende Schmierfett kann durch die Pumpe 42 und Leitung 43 durch einen herkömmlichen Filter 44 gepumpt werden. Das fertige Schmierfett wird sodann durch die Leitung 45 der Verpackungsanlage 46 zugeführt.
In der Leitung 20 ist eine Leitung 47 vorgesehen, die als Druckablassleitung für Sicherheitszwecke dient.
Fig. 2 zeigt im Querschnitt eine typischeHochdruckzerstäuberdüse, welche für die mechanische Zerstäubung gemäss der Erfindung als geeignet befunden wurde. Die Düse besteht aus einem Körper 50, in welchem ein Durchflussweg 51 ausgearbeitet ist. Gegen Ende des Weges 51 befindet sich ein entfernbarer Kern 52 von sechseckigem oder quadratischem Querschnitt, welcher Rillen 53 aufweist. Der Kern wird durch die Düsenöffnungskappe 54, die am Körper 50, wie in der Zeichnung dargestellt, befestigt ist, in seiner Lage gehalten. Das Material fliesst durch den Durchgang 51 und gelangt nach dem Durchgang entlang des Kernes 52 durch einen ringförmigen Durchgang 55, welcher durch den Kern 52 und die Kappe 54 gebildet wird. Das Material wird durch die Öffnung 56 der Kappe 54 ausgestossen.
Beim Durchgang durch die Rillen 53 im Kern 52 nimmt das Material tangentiale Geschwindigkeitskomponenten an. Dadurch tritt
EMI3.2
100 kg/cm2 belastet wird. Zweckmässige Abmessungen für eine mit einem gerillten Kern versehene Düse sind beispielsweise folgende : Durchmesser der Düsenöffnung 3, 40 mm ; ein Kern mit 6 Rillen, wovon jede Rille einen Querschnitt von l, 27 x 1, 65 mm hat. Solche Düsen werden vonderSpraying Systems Company unter der Bezeichnung 1/2 SB 30-Düse, Kern Nr. 40, geliefert.
An Stelle der in Fig. 2 dargestellten Zerstäubungseinrichtung können andere bekannte Einrichtungen verwendet werden, vorausgesetzt, dass diese mit einem Arbeitsdruck von wenigstens 70 kg/cm2 belastbar sind. Solche andere Einrichtungen sind beispielsweise Prallstrahldüsen, Zentrifugal-oder Drehscheibenzerstäuber, pneumatische Zerstäuber, Vibrationszerstäuber, Mehrstrahlzerstäuber, Staudüsen und andere Flüssigkeitsdispergiervorrichtungen.
Durch nachstehende Beispiele wird ohne Beschränkung hierauf die Erfindung näher erläutert.
Beispiel l : In diesem Beispiel wird die Herstellung eines Schmierfettes von der in der USA-Pa-
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
842, 494Lösungstemperatur von 188 C. Die Öle und Seifen wurden in den Behandlungskessel 10, der ein Fassungsvermögen von 45 kg hatte, eingebracht und vermischt und 2 h lang auf eine Temperatur von 2150C erhitzt. Die Rohranordnung 20, 21, 22 und 23 wurde auf etwa 215 C vorgewärmt. Der Behandlungskessel wurde mitLuft aus Leitung 19 derart unter Druck gesetzt, dass das Seifen-Ölgemisch durch die Rohranordnung zu einer einzigen Hochdruckdüse 24 gefördert wurde. Die Temperatur des der Düse zugeführten Gemisches betrug 212-211 C. Beim Auspressen des Produktes aus der Düse betrug seine Temperatur etwa 104 C.
Der Düsendruck lag zwischen 154 und 190 kg/cm. Das Produkt wurde in einen Trommelbehälter 26 versprüht, darinnen gesammelt und zwecks Entfernung der Luft einem Cornell-Kaltfetthomogenisator zugeführt. Die Eigenschaften des Schmierfettes sind in Tabelle I, in welcher es als "Schmierfett, Beispiel angegeben ist, zusammengefasst. Mehrere ähnliche Produkte sind ebenfalls in der gleichen Tabelle angeführt.
<Desc/Clms Page number 5>
Tabelle I
EMI5.1
EMI5.2
<tb>
<tb>
Schmierfett, <SEP> Beispiel <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3A <SEP> 4A
<tb> Gesamter <SEP> Seifengehalt, <SEP> Gew.-% <SEP> 11 <SEP> 11 <SEP> 11 <SEP> 11
<tb> (1) <SEP> Li <SEP> WF-FS, <SEP> Gew.- < % <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP> 8 <SEP> 8
<tb> (2) <SEP> Lithiumstearat, <SEP> Gew.-% <SEP> 8 <SEP> 8 <SEP> 3 <SEP> 3 <SEP>
<tb> Verhältnis <SEP> (1)/ <SEP> (2), <SEP> Gew.-% <SEP> 0,38/1 <SEP> 0,38/1 <SEP> 2,7/1 <SEP> 2,7/1
<tb> Lösungstemperatur, <SEP> OC <SEP> 188 <SEP> 188 <SEP> 188 <SEP> 188
<tb> Contactor-Temperatur, <SEP> C <SEP> 212-211 <SEP> 177-172 <SEP> 232 <SEP> 176-178
<tb> Düsen-Einlasstemperatur, <SEP> C <SEP> 191-196 <SEP> 177-172 <SEP> 193 <SEP> 166
<tb> Düsendruck, <SEP> kg/cm2 <SEP> 154-189 <SEP> 182-245 <SEP> 217 <SEP> 203-210
<tb> Penetration <SEP> (ASTM)
<tb> Unbearbeitet <SEP> 275 <SEP> 230 <SEP> 245 <SEP> 197
<tb> 60 <SEP> x <SEP> Bearbeitet <SEP> 312 <SEP> 280 <SEP> 272 <SEP> 230
<tb> Bearbeitet, <SEP> 50000 <SEP> Kolbenhübe, <SEP> 1, <SEP> 58 <SEP> mm-Löcher <SEP> 337 <SEP> 359 <SEP> 306 <SEP> 296
<tb> Wa1zstabilität <SEP> - <SEP> 2 <SEP> h <SEP>
<tb> . <SEP> Mikropenetration <SEP> - <SEP> Anfang <SEP> 90 <SEP> 69 <SEP> 66 <SEP> 45
<tb> Mikropenetration-Ende <SEP> 122 <SEP> 137 <SEP> 112 <SEP> 77
<tb>
A-Beschickung enthielt 89 Gel. to Ester-Vehikel
<Desc/Clms Page number 6>
EMI6.1
eingebracht und wurden vermischt und auf eine Temperatur von 191 C 1-1 1/2 h lang erhitzt. Die Rohranordnung 20,21, 22 und 23 wurde auf etwa 191 C vorgewärmt.
Der Behandlungskessel wurde mit Luft aus Leitung 19 derart unter Druck gesetzt, dass das Seifen-Öl-Gemisch zur Hochdruckpumpe 25 gefördert wurde. Von der Pumpe 25 gelangte das Gemisch durch Rohrleitungen 21, 22 und 23 zu einer einzigen
EMI6.2
gesammelt. Das so erhaltene, glatt aussehende Produkt hatte folgende Eigenschaften :
EMI6.3
<tb>
<tb> Penetration <SEP> (ASTM)
<tb> Unbearbeitet <SEP> 325
<tb> Bearbeitet <SEP> 338
<tb> Bearbeitet, <SEP> 50000 <SEP> Kolbenhübe, <SEP> 1, <SEP> 58 <SEP> mm-Löcher <SEP> 399
<tb> Walzstabilität <SEP> - <SEP> 2 <SEP> h
<tb> Mikropenetration, <SEP> Anfang <SEP> 125
<tb> Mikropenetration, <SEP> Ende <SEP> 187
<tb>
Ein weiteres Beispiel der Herstellung eines Schmierfettes der in Beispiel 5 beschriebenen Art ist aus Beispiel 6 in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
Beispiel 6 :
EMI6.4
<tb>
<tb> Temperatur <SEP> des <SEP> Behandlungskessels, <SEP> C <SEP> 214-212
<tb> Düsen-Einlasstemperatur, <SEP> C <SEP> 104-101
<tb> Lösungstemperatur, <SEP> OC <SEP> 195
<tb> Düsendruck, <SEP> kg/cm2 <SEP> 189-210
<tb> Penetration <SEP> (ASTM)
<tb> Unbearbeitet <SEP> 251
<tb> 60 <SEP> x <SEP> Bearbeitet <SEP> 263
<tb> Bearbeitet, <SEP> 50000 <SEP> Kolbenhübe, <SEP> 1, <SEP> 58 <SEP> mm-Löcher <SEP> 339
<tb> Walzstabilität <SEP> - <SEP> 2 <SEP> h
<tb> Mikropenetration, <SEP> Anfang <SEP> 80
<tb> Mikropenetration, <SEP> Ende <SEP> 119
<tb>
Beispiel 7 : Ein Lithiumseifen-Schmierfett wurde aus folgenden Materialien hergestellt :
EMI6.5
<tb>
<tb> Lithiumstearat <SEP> 0, <SEP> 607kg <SEP>
<tb> Lithium-12-oxystearat <SEP> 2, <SEP> 430 <SEP> kg <SEP>
<tb> Lithiumhydroxyd-Monohydrat <SEP> 15 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> 45 <SEP> g
<tb> Naphthenisches <SEP> Mineralöl <SEP> (s. <SEP> Beispiel <SEP> 1) <SEP> 41,85 <SEP> kg
<tb>
Das Lithiumhydroxyd-Monohydrat wurde der Beschickung zugesetzt, um die Neutralisation zu gewährleisten. Der Zusatz von Wasser erfolgte zur Lösung des Hydroxyds.
Seifen und Öl von einer Temperatur von 1210C wurden den Lagerbehältern 13 und 15 entnommen und dem Behandlungskessel 10 zugeführt. Lithiumhydroxyd-Monohydrat und Wasser wurden auf 1000C erhitzt und in den Behandlungskessel eingebracht, welcher verschlossen wurde, wonach die darin befindlichen Materialien 1 1/2 h lang auf 189 C erhitzt wurden.
Der Behandlungskessel wurde sodann durch Öffnen des Hahnes in Leitung 18 entlüftet. Das im Behandlungskessel befindliche Gemisch wurde durchleitung 20, wie in Beispiel 5 beschrieben, entfernt. Das ganze Rohrsystem 20-22 wurde auf etwa 177 C erhitzt.
Die Temperatur des einer einzigen Hochdruckdüse zugeführten Gemisches betrug 179 C. Der Düsendruck betrug 210-315 kg/cm2. Nachdem das Produkt aufgefangen wurde, wurde es durch einen Cornell-
<Desc/Clms Page number 7>
Kaltfetthomogenisator geschickt. Das Endprodukt war ein festes transparentes Schmierfett mit folgenden Eigenschaften :
EMI7.1
<tb>
<tb> Penetration <SEP> (ASTM)
<tb> Unbearbeitet <SEP> 267
<tb> Bearbeitet <SEP> 275
<tb> Bearbeitet, <SEP> 50000 <SEP> Doppelkolbenhübe, <SEP> 1, <SEP> 58 <SEP> mm-Löcher <SEP> 367
<tb> Walzstabilität <SEP> - <SEP> 2 <SEP> h <SEP>
<tb> Mikropenetration, <SEP> Anfang <SEP> 87
<tb> Mikropenetration, <SEP> Ende <SEP> 144
<tb>
Beispiel 8 : Ein Lithiumschmierfett wurde aus 3, 37 kg Lithiumstearat und 19, 12 kg Dipropylenglykoldipelargonat hergestellt.
Die Lösungstemperatur dieses Schmierfettes beträgt 188 C. Es wurde wie in Beispiel 5 beschrieben gearbeitet. Die Arbeitsbedingungen und Eigenschaften des Produktes waren folgende :
EMI7.2
<tb>
<tb> Temperatur <SEP> des <SEP> Behandlungskessels, <SEP> C <SEP> 199-194
<tb> Düseneinlasstemperatur, <SEP> C <SEP> 193-192
<tb> Düsendruck, <SEP> kg/cm2 <SEP> 168-189
<tb> Penetration <SEP> (ASTM)
<tb> Unbearbeitet <SEP> 274
<tb> Bearbeitet <SEP> 280
<tb>
Die Penetrationswerte sind die des gesammelten Produktes, nachdem es einen Cornell-Homogenisa- tor passiert hatte.
Beispiel 9 : Dieses Beispiel erläutert ein Lithiumschmierfett, bestehend aus Lithiumstearat und
EMI7.3
EMI7.4
<tb>
<tb>
Gesamter <SEP> Seifengehalt, <SEP> Gew.-% <SEP> 10
<tb> (1) <SEP> Lithium-12-oxystearat, <SEP> Gew.-% <SEP> 8
<tb> (2) <SEP> Lithiumstearat, <SEP> Gew.-% <SEP> 2
<tb> Verhältnis <SEP> (1)/ <SEP> (2), <SEP> Gew.-) <SEP> 4/1
<tb> Lösungstemperatur, <SEP> OC <SEP> 195
<tb> Temperatur <SEP> des <SEP> Behandlungskessels, <SEP> OC <SEP> 217-218
<tb> Düseneinlasstemperatur, <SEP> C <SEP> 192-195
<tb> Düsenauslasstemperatur, <SEP> Oc <SEP> 93
<tb> Düsendruck, <SEP> kg/cm2 <SEP> 175-189
<tb> Penetration <SEP> (ASTM)
<tb> Unbearbeitet <SEP> 252
<tb> 60 <SEP> x <SEP> Bearbeitet <SEP> 272
<tb> Bearbeitet, <SEP> 50000 <SEP> Kolbenhübe, <SEP> 1, <SEP> 58 <SEP> mm-Löcher <SEP> 354
<tb> Walzstabilität <SEP> - <SEP> 2 <SEP> h
<tb> Mikropenetration, <SEP> Anfang <SEP> 75
<tb> Mikropenetration, <SEP> Ende <SEP> 109
<tb>
Beispiel 10 :
In diesem Beispiel ist ein Lithiumstearat-Schmierfett beschrieben. 15 Gew.-% einer solchen Seife wurden mit 85 Gew.-% Dipropylenglykoldipelargonat verwendet. Nachstehend sind die Arbeitsbedingungen und Eigenschaften des Produktes angegeben.
EMI7.5
<tb>
<tb>
Temperatur <SEP> des <SEP> Behandlungskessels, <SEP> OC <SEP> 199-194
<tb> Düseneinlasstemperatur, <SEP> OC <SEP> 193-192
<tb> Düsendruck, <SEP> kg/cm2 <SEP> 168-189
<tb> Penetration <SEP> (ASTM)
<tb> Unbearbeitet <SEP> 274
<tb> Bearbeitet <SEP> 280
<tb>
<Desc/Clms Page number 8>
Beispiel 11 : In diesem Beispiel ist ein Gemisch des Grundschmierfettes, bestehend aus Lithiumund Kalziumstearat beschrieben. Das Schmierfett wurde aus Lithiumstearat (7 Gew.- ;), Kaliumstearat (2 Gew.- Xo) und einem naphthenischen Mineralöl miteinem Viskositätsindex von 10 gebildet. Das Schmierfett hatte eine Lösungstemperatur von 1860C. Es wurde wie in Beispiel 6 beschrieben gearbeitet.
EMI8.1
<tb>
<tb>
Temperatur <SEP> des <SEP> Behandlungskessels, <SEP> oc <SEP> 180
<tb> Düseneinlasstemperatur, <SEP> C <SEP> 174
<tb> Düsendruck, <SEP> kg/cm <SEP> 2 <SEP> 231-259 <SEP>
<tb> Penetration <SEP> (ASTM)
<tb> Unbearbeitet <SEP> 260
<tb> 60 <SEP> x <SEP> Bearbeitet <SEP> 274
<tb> Bearbeitet, <SEP> 50000 <SEP> Kolbenhübe, <SEP> 1, <SEP> 58 <SEP> mm-Löcher <SEP> 374
<tb> Walzstabilität <SEP> - <SEP> 2 <SEP> h
<tb> Mikropenetration <SEP> ; <SEP> Anfang <SEP> 82
<tb> Mikropenetration, <SEP> Ende <SEP> 140
<tb>
Beispiel 12 : In diesem Beispiel sind Kalziumseiien-Schmierfette in einem Estervehikel, Dipro-
EMI8.2
und 3, 70 ; 0 verwendet.In einem Falle (A) wurde das Gemisch von Salzen, Seifen und Vehikel langsam unter konstantem Mischen auf 2320C erhitzt.
Das Gemisch wurde sodann auf etwa 1490C abgekühlt und durch eine Hochdruckdüse gepresst. In einem zweiten Fall (B) wurde das Gemisch auf 2040C erhitzt und sodann zerstäubt. Nachstehend sind die Arbeitsbedingungen und die Eigenschaften der Produkte zusammengefasst.
EMI8.3
<tb>
<tb>
A <SEP> D
<tb> Temperatur <SEP> des <SEP> Behandlungskessels, <SEP> C <SEP> 232 <SEP> 204
<tb> Düseneinlasstemperatur, <SEP> C <SEP> 135-141 <SEP> 191
<tb> Düsendruck, <SEP> kg/cm2 <SEP> 70-175 <SEP> 140
<tb> Penetration <SEP> (ASTM)
<tb> Unbearbeitet <SEP> 265 <SEP> 253
<tb> 60 <SEP> x <SEP> Bearbeitet <SEP> 293 <SEP> 273
<tb> Bearbeitet, <SEP> 50000 <SEP> Kolbenhübe <SEP> 1, <SEP> 58 <SEP> mm-Löcher <SEP> 307 <SEP> 389
<tb> Walzstabilität <SEP> - <SEP> 2 <SEP> h
<tb> Mikropenetration, <SEP> Anfang <SEP> 71 <SEP> 78
<tb> Mikropenetration, <SEP> Ende <SEP> 133 <SEP> 102
<tb> Timken <SEP> O.
<SEP> K.-Belastung, <SEP> 800 <SEP> UPM <SEP> - <SEP> 6.75kg
<tb>
EMI8.4
<Desc/Clms Page number 9>
Schmierfette, die in der Luftfahrt Verwendung finden, am besten geeignet, da viele dieser Schmierfette ihre Schmierwirkung über einen weiten Temperaturbereich von etwa -75 bis etwa 260 C bewahren. Im allgemeinen sind die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendbaren Mineralöle und synthetischen Schmiermittel durch eine Viskosität (S. U. V.) von mehr als etwa 40 sec bei 38 C, vorzugsweise von etwa
60 bis etwa 6000 sec bei 38 C, gekennzeichnet.
Obgleich vorliegende Erfindung an Hand von Seifen von Lithium, von Lithium und Kalzium und von Kalzium allein näher erläutert wurde, ist es selbstverständlich, dass Seifen von beliebigen Metallen, die zur Bildung von Schmierfettzusammensetzungen geeignet sind, im Rahmen der Erfindung verwendet werden können. Beispielsweise können Seifen von einem oder mehreren Metallen der folgenden Gruppe verwendet werden : Natrium, Kalium, Lithium, Kalzium, Barium, Strontium, Zink, Aluminium usw.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Schmierfettes, dadurch gekennzeichnet, dass man ein vorgeformtes Seifenverdickungsmittel, welches in einer fettbildenden Menge vorliegt, mit einem Öl mit Schmierviskosität bei einer Temperatur zwischen etwa 121 C und der niedrigeren der Zersetzungstemperaturen des Mittels und des Öles benetzt, das resultierende Öl-Seifengemisch bei einer Temperatur im vorerwähnten Bereich und bei einem Druck von mehr als etwa 70 kgjcm2 der mechanischen Zerstäubung zu dispersen Tröpfchen unterwirft und man die Tröpfchen augenblicklich direkt mit einer wesentlich kühleren um- gebenden Atmosphäre in Berührung bringt, um einen Wärmeaustausch damit zu bewirken, wobei ein Schmierfett gebildet wird.