AT229452B - Trockene Pigmentzubereitungen zum Färben von Kunststoffen und Lacken - Google Patents

Trockene Pigmentzubereitungen zum Färben von Kunststoffen und Lacken

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AT229452B
AT229452B AT491361A AT491361A AT229452B AT 229452 B AT229452 B AT 229452B AT 491361 A AT491361 A AT 491361A AT 491361 A AT491361 A AT 491361A AT 229452 B AT229452 B AT 229452B
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Bayer Ag
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  Trockene Pigmentzubereitungen zum Färben von
Kunststoffen und Lacken 
Die zur Färbung von Kunststoffen verwendeten Pigmente sind auf Grund ihrer oft harten Textur in
Kunststoffen und Lacken vielfach nur schlecht und ungenügend verteilbar. Die Kunststoffteile zeigen in solchen Fällen bei den üblichen Verarbeitungsmethoden auf der Walze oder im Extruder ungleichmässige
Färbungen, Farbstippen oder Farbschlieren. Beispiele von Pigmenten mit harter Textur sind Phthalocyanine und Anthrachinonpigmente, Chinacridone und einige Azopigmente. 



   Es sind verschiedene Methoden bekanntgeworden, die diese Nachteile beheben sollen. So wurde bereits vorgeschlagen. Pigmente durch Anreiben auf Drei-Walzen-Stühlen mit Weichmachern anzupasten. 



  Auf diese Weise wird eine bessere Feinverteilung erzielt ; das damit gefärbte Medium zeigt im allgemeinen eine gleichmässige stippenfreie Färbung. 



   Allerdings lassen sich derartige Pasten insbesondere bei Verwendung organischer Pigmente nur mit einem verhältnismässig niedrigen Pigmentgehalt (üblicherweise etwa   40go)   herstellen. Bei maximaler Konzentration an Pigment sind die Pasten im übrigen nicht mehr giessbar, im technischen Betrieb nur unbequem dosierbar und mit trockenen Kunststoffgranulaten und-pulvern schlecht mischbar. 



   Wesentlich angenehmer im Gebrauch sind trockene Zubereitungen. So wurde vorgeschlagen, Pigmente mit Harz- und Celluloseestern oder Polymerisaten zu vermischen. Derartige Produkte haben aber nur eine geringe Einsatzbreite. Sie sind meistens nur mit einem oder wenigen Kunstharzen verträglich. 



   Erfindungsgemäss erhält man trockene Pigmentzubereitungen zum Färben von Kunststoffen und Lakken, wenn sie in feiner Verteilung 75-25 Gew.-% eines Pigments und   25-75 Gew.-%,   bezogen auf die Pigmentzubereitung, eines Phosphorsäureesters mit einem Schmelzpunkt von über 450 oder eines Dicyclohexylphthalats oder eines Kondensationsproduktes aus Phthalsäure und Trimethylolpropans enthalten. 



  Diese Zubereitungen sind in verschiedensten Medien, die bei der Herstellung von Kunststoffen in Betracht kommen, gut verteilbar. Wegen ihrer guten Verträglichkeit mit vielen Kunstharzen sind solche Formierungen fast universell einsetzbar. Im Vergleich zu den Pigmentpaste mit organischen Pigmenten ist ausserdem ein höherer, etwa   40-bis 50%oiger   Pigmentgehalt erreichbar. 



   Als Phosphorsäureester lassen sich unter anderem verwenden Triphenylphosphat bzw. p-Chlorphenyl-   -diphenylphosphat, Di-p-chlorphenyl-phenylphosphat, Tri-p-chlorphenylphosphat, Tri-p-tertiärbutyl-    -phenylphosphat, Tri-p-kresylphosphat. 



   Die Zubereitungen werden im allgemeinen derart hergestellt, dass man den Phthalsäureester oder den Phosphorsäureester in geschmolzenem Zustand zusammen mit dem Pigment in geeigneten Mahl-, Rühroder vorzugsweise Knetvorrichtungen innig vermischt oderknetet und anschliessend   nach Abkühlung   gegebenenfalls zu einem feinkörnigen Pulver vermahlt. Diese Zubereitungen können in üblicher Weise zum Färben verschiedenster Kunststoffe, wie Polyvinylchlorid, Polyäthylen, Polypropylen oder Polystyrol eingesetzt werden. 



    Beispiel 1 : 50Gew.-TeileDicyclohexylphthalatwerdengeschmolzenundineinenKnetergege-    ben. Hiezu gibt man nach und nach bei 60 - 700C unter dauerndem Kneten 50 Gew.-Teile Kupfer- 

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 phthalocyanin. Nach vierstündigem Verkneten entleert man den Kneter. Die Masse lässt sich nach dem Erstarren. fein vermahlen. Man erhält ein   feinkörniges, nicht   staubendes Produkt, mit dem man Polyvinylchlorid gleichmässig und stippenfrei einfärben kann. Die Stärke der Färbung ist zirka   30% höher   als bei Verwendung des entsprechenden nicht formierten Pigmentes. 



   Beispiel 2   : 50 Gew.-Teile   Triphenylphosphat werden geschmolzen und im Kneter, wie unter 
 EMI2.1 
 und ohne Farbstippen färben   lässt.,  
Beispiel   3 : 100 Gew.-Teile wässeriger Presskuchen, der 26 Gew.-Teile eines chlorierten Kupfer-   phthalocyanins enthält, werden mit 400 Gew.-Teilen Wasser verdünnt. Zu dieser Dispersion wird eine
Lösung von 26Gew.-Teilen Tri-p-kresylphosphat in Äthanol am Schnellrührer eingerührt. Diese Mischung wird 24 h in einer Kugelmühle gemahlen, dann filtriert und der Rückstand bei   500C   getrocknet und ge- mahlen. Man erhält ein   feinkörniges,   nicht staubendes Produkt, mit dem man Celluloseacetat gleichmässig und stippenfrei färben kann. 



   Beispiel   4 :   70   Gew.-TeileTiO Rutil   werden in 70 Gew.-Teilen Wasser angerührt. Dazu wird eine Lösung von 30   Gew. -Teilen Dicyclohexylphthalat   in 30 Gew.-Teilen Äthanol gegeben. Diese Mischung passiert einen Ein-Walzen-Stuhl und wird anschliessend bei   500C   im Umluftschrank getrocknet und gemahlen. Man erhält ein feinkörniges, nicht. staubendes Produkt, mit dem man Polyvinylchlorid gleichmässig und stippenfrei anfärben kann. 



   Beispiel 5 : 100   Gew.-Teile   eines wässerigen Presskuchens, der 36   Gew.-Teile   eines Kupferphthalocyanins enthält, werden mit 300 Gew.-Teilen Wasser verdünnt. Zu dieser Dispersion wird eine Lösung von 36   Gew.-Teilen Dicyclohexylphosphat   in Äthanol am Schnellrührer eingerührt. Diese Mischung wird 24 h in einer Kugelmühle gemahlen, dann filtriert und der Rückstand bei   500C   getrocknet und gemahlen. Man erhält ein farbstarkes, feinkörniges, nicht staubendes Produkt, mit dem man Poly- äthylen gleichmässig und stippenfrei einfärben kann. 



     Beispiel 6 : 40 Gew. -Teile   Russ werden in 800 Gew.-Teilen Wasser angerührt und am Schnellrührer mit einer Lösung von 60 Gew.-Teilen Tri-p-tertiär-butylphenylphosphat in   60 Gew. -Teilen   Äthanol versetzt. Diese Mischung wird 24 h in einer Kugelmühle gemahlen, dann filtriert und der Rückstand bei   500C   getrocknet und gemahlen. Man erhält ein feinkörniges, nicht staubendes Produkt, mit dem man weichmacherfreies Polyvinylchlorid gleichmässig und stippenfrei anfärben kann. 



   Beispiel 7: 100 Gew.-Teile wässeriger Presskuchen, der 26 Gew. -Teile eines chlorierten Kupferphthalocyanins enthält, werden mit 400 Gew.-Teilen Wasser verdünnt. In diese Dispersion wird eine Lösung von   26.     -Teilen   Tri-o-oxydiphenylphosphat in Äthanol am Schnellrührer eingerührt. Diese Mischung wird 24 h in einer Kugelmühle gemahlen, dann filtriert und der Rückstand bei   500C   getrocknet und gemahlen ; man erhält ein feinkörniges, nicht staubendes Produkt, mit dem man weichgemachtes Polyvinylchlorid in einem klaren, grünen Farbton einfärben kann. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Trockene Pigmentzubereitungen zum Färben von Kunststoffen und Lacken, dadurch gekennzeichnet, dass sie in feiner Verteilung   75-25 grew.-%   eines Pigmentes und   25-75 Gew.-%,   bezogen auf die Pigmentzubereitung, eines Phosphorsäureesters mit einem Schmelzpunkt von über   450C   oder eines Dicyclohexylphthalats oder eines Kondensationsproduktes aus Phthalsäure und Trimethylolpropan enthalten.

Claims (1)

  1. 2. Trockene Pigmentzubereitungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Pigment und Triphenylphosphat, p-Chlorphenyl-diphenylphosphat, Di-p-chlorphenyl-phenylphosphat oder Tri- -p-chlorphenylphosphat, Tri-p-tert. -butyl-phenylphosphat oder Tri-p-kresylphosphat enthalten.
AT491361A 1960-07-13 1961-06-26 Trockene Pigmentzubereitungen zum Färben von Kunststoffen und Lacken AT229452B (de)

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