AT228989B - Wandplatte und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Wandplatte und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Wandplatte und Verfahren zu deren Herstellung Die Erfindung betrifft eine Wandplatte für Innen-und Aussenflächen von Gebäuden, vorzugsweise als verlorene Schalung für Betonbauten oder als Wandverblendung im trockenen oder nassen Versatz, deren plattenförmiger Betongrundkörper an seiner Aussenfläche eine farbige Mineralteilchen enthaltende Bindeschicht trägt sowie ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Wandplatte. Es ist bekannt, für die Verkleidung von Fassaden an Betonbauten sogenannte Betonwerksteinplatten oder auch Sichtbetonplatten zu verwenden, die auch als verlorene Schalung dienen können. Diese Verkleidungen weisen eine verhältnismässig gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen auf und bieten auch gewisse Variationsmöglichkeiten hinsichtlich der Farbe und der Oberflächenbeschaffenheit. Die Variationsmöglichkeit in der Farbe beschränkt sich jedoch im wesentlichen auf lichte Farbtöne, während die Bearbeitung der Oberfläche mit verhältnismässig hohem Aufwand verbunden ist ohne die Gewähr dafür, dass diese Oberflächen auch nach längerer Gebrauchsdauer keine unerwünschten Veränderungen durch Schmutzablagerung, Erosion od. dgl. erleiden. Diese Nachteile werden vermieden, wenn bei Wandplatten, deren plattenförmiger Betongrundkörper an seiner Aussenfläche eine farbige Mineralteilchen enthaltende Bindeschicht trägt, erfindungsgemäss in dieser als farbige Mineralteilchen mit einer aufgeschmolzenen, insbesondere alkalifesten Glasur überzogene Sandkörner, die eine in sich geschlossene feinkörnige Oberfläche bilden, eingelagert sind. Die Wandplatte gemäss der Erfindung lässt sich, wie im folgenden beschrieben werden wird, einfach und billig herstellen und hat daneben gegenüber den bekannten Betonplatten den Vorteil, dass sie eine praktisch zusammenhängend glasierte Oberfläche besitzt, auf der Schmutzablagerungen und Niederschläge von Atmosphärilien nur sehr schlecht haften oder aber durch die natürlichen Niederschläge leicht wieder abgewaschen werden. Selbst wenn dies nicht in ausreichendem Mass der Fall sein sollte, lässt sich die Fassade durch eintache Massnahmen wie Waschen oder Absäuern ohne grossen Aufwand wieder säubern. Die Wandplatte und die daraus gebildete Fassadenverkleidung sind also ständig sauber und ausserdem wischfest. Gegebenenfalls kann auch die Schicht, in welche die Sandkörner eingelagert sind, gefärbt sein, so dass sich jede gewünschte farbliche Nuance erzielen lässt. Wenn die Wandplatte in an sich bekannter Weise als Element einer verlorenen Schalung eingesetzt wird, bietet sie ausserdem alle Vorzüge einer solchen verlorenen Schalung. Besteht die die Sandkörner tragende Schicht aus hydraulischem Bindemittel, kann es zweckmässig sein, z. B. als weiteren Schutz oder zur Erzielung besonderer farblicher Effekte auf dieser Schicht eine Deckschicht aus Kunststoff vorzusehen. Die Deckschicht kann sehr dünn, z. B. 100 jn dick sein. Die Herstellung der Wandplatte erfolgt zweckmässigerweise derart, dass auf den Betongrundkörper, z. B. eine Betonplatte, die Schicht aus hydraulischem Bindemittel und/oder Kunststoff in einer Stärke von beispielsweise 0, 5 bis 2 mm aufgetragen und in diese der farbig glasierte Sand eingestreut oder vorteilhafterweise mit Rüttelgeräten eingelagert wird, bevor der hydraulische Binder abgebunden hat bzw. der Kunststoff erstarrt ist. Zur besseren Verankerung der Sandkörner und zur allgemeinen Verbesserung der Oberflächeneigenschaften, kann der hydraulische Binder mit einem zusätzlichen Bindemittel oder Zusätzen anorganischer oder organischer Natur zur Anwendung gebracht werden. Hiefür haben sich beispiels- weiseQuarzmehl, Polyvinylazetat, Silikone u. a. m. bewährt. Derartige Zusätze können eine Verbesserung der Bindeschicht bewirken. Während Polyvinylazetat die Abriebfestigkeit der Bindeschicht erhöht, kann <Desc/Clms Page number 2> durch Zusatz geeigneter Silikone eine wasserabstossende Oberfläche der Bindeschicht erzielt werden. Der glasierte Sand kann zum Teil auch schon vor dem Auftragen der ihn aufnehmenden Schicht, in den hydraulischen Binder, z. B. Zement oder den Kunststoff bzw. das Gemisch aus hydraulischem Binder und Kunststoff, eingemischt werden. Je nach der gewünschten Farbe kann auch Buntsand Verwendung finden. Das Überziehen des Sandes mit Glasur soll unter Bedingungen erfolgen, die Gewähr leisten, dass möglichst jedes einzelneSandkorn mit einer Glasurschicht umhüllt wird. Man kann zu diesem Zweck beispielsweise so verfahren, dass der Sand vermischt mit der Glasur oder den Glasurbestandteilen unter Bewegung, etwa in einem Drehrohr, bis zum Schmelzbereich der fertigen Glasur erhitzt wird. Die Zusammensetzung der Glasur hängt gegebenenfalls von den gewünschten Farbeffekten und vonder geforderten Chemikalienbeständigkeit ab. Als Grundbestandteile werden zweckmässig Feldspat, Borverbindungen od. dgl. gewählt, die mit anorganischen Farben, insbesondere Oxydfarben, versetzt werden. Als eine vorteilhafte Glasur mit geringem Ausdehnungskoeffizienten und geringer Oberflächenspannung hat sich für das Überziehen des Sandes folgendes Gemisch erwiesen : 100 Teile Siliziumdioxyd (frei oder gebunden), bis zu 33 Teilen Alkalioxyd, ""50"Kalziumoxyd und Boroxyd, ""10"Magnesiumoxyd und/oder Aluminiumoxyd und/oder Titandioxyd, 12 10 Bariumoxyd. Eine Ausführungsform der Wandplatte gemäss der Erfindung ist aus der beiliegenden Zeichnung im Schnitt ersichtlich. Eine geeignete, vorzugsweise als verlorene Schalung für Betonbauten oder als Wandverblendung im trockenen oder nassen Versatz zu verwendende Wandplatte besteht aus dem plattenförmigen Betongrundkörper 1, der an der die AussenseitebildendenFläche 2 mit einer Bindeschicht 3 überzogen ist, in der die mit farbiger Glasur durch Aufschmelzen überzogenen Sandkörner 4,5 eingelagert sind. Über der Schicht 3 und den Sandkörnern 4,5 kann gegebenenfalls eine nicht veranschaulichte, vorzugsweise dünne Kunststoff-Deckschicht vorgesehen sein. Der Betonkörper ist an seiner dem Bauwerk zuzukehrenden Innenseite mitstrichpunktiert angedeuteten Aussparungen 6 versehen. Wird die Wandplatte z. B. an einer Ecke des Bauwerkes vorgesehen, so wird der Betongrundkörper vor zugsweise auch an der oder den weiteren Aussenflächen mit der Bindeschicht versehen, in welche die farbig glasierten Sandkörner eingelagert sind. Die Wandplatte gemäss der Erfindung kann ganz allgemein zur Verkleidung der beliebigsten Aussengestaltung eines Bauwerkes kongruent angepasst werden, z. B. indem plattenförmige Eckengebilde, Wölbungen u. dgl. hergestellt und aufgesetzt werden. Die Sichtflächen der Verkleidungsplatten können eben oder profiliert oder ornamentiert sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH E : 1. Wandplatte für Innen-und Aussenflächen von Gebäuden, vorzugsweise als verlorene Schalung für Betonbauten als Wandverblendung im trockenen oder nassen Versatz, deren plattenförmiger Betongrundkörper an seiner Aussenfläche eine farbige Mineralteilchen enthaltende Bindeschicht trägt, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bindeschicht (3) als farbige Mineralteilchen mit einer aufgeschmolzenen, insbesondere alkalifesten Glasur überzogene Sandkörner (4,5), die eine in sich geschlossene feinkörnige Oberfläche bilden, eingelagert sind.2. Wandplatte nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine auf der hydraulischen Bindemittelschicht (3) mit den eingelagerten Sandkörnern (4,5) befindliche Kunststoffdeckschicht.3. Verfahren zur Herstellung einer Wandplatte gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betongrundplatte mit einem hydraulischen und bzw. oder Kunststoffanstrich versehen und in die so erhaltene Schicht vor dem Abbinden bzw. Erstarren farbiger, mit einer vorzugsweise alkalifesten Glasur überzogener Sand, z. B. mit einer Rüttelmaschine unter Bildung einer in sich geschlossenen feinkörnigen Oberflächenschicht eingebracht wird.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem hydraulischen Binder noch andersartige Bindemittel oder Zusätze wie Polyvinylazetat bzw. Quarzmehl oder Silikone zugesetzt werden.5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorgebrannter, gegebenenfalls bunter Sand verwendet wird. <Desc/Clms Page number 3>6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sand verwendet wird, der mit einer Glasur folgender Zusammensetzung überzogen ist : 100 Teile Kieselsäure, bis 33 Teile Alkalioxyd, bis 50 Teile Kalziumoxyd und Boroxyd, bis 10 Teile Magnesiumoxyd und/oder Aluminiumoxyd und/oder Titandioxyd, bis 10 Teile Bariumoxyd.
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