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Hohlkörper mit Lichteffekte aufweisender Wandung, insbesondere
Abdeckung für Lichtquellen, sowie Vorrichtung zur
Herstellung solcher Hohlkörper
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bauchungen versehen ist, die eine die Lichtstreuung begünstigende Wandstärkenminderung im vorgewölbten Teil, insbesondere im Scheitelbereich, gegenüber den andern Teilen aufweisen.
Ziel der Erfindung ist es, die mit Hilfe einer solchen Ausbildung erzielbaren Lichteffekte der Hohlkörper noch wirkungsvoller zu gestalten, anderseits aber auch Hohlkörper herzustellen, aus denen durch Zerschneiden eine Anzahl von mit Ausbauchungen versehenen, ebenen oder gewölbten Platten gewonnen werden können, welche sich dann zu Formen zusammensetzen lassen, die als einstückige Ausführung nicht oder nur schwierig herzustellen sind und dass damit erforderlichenfalls auch Abdeckungen für Lichtquellen mit grossen Abmessungen und speziellen Bedingungen ausgeführt werden können. Erreicht wird dies bei Hohlkörpern erfindungsgemäss dadurch, dass bei Längskanten aneinander stossenden Wandungsteilen entlang dieser Kanten ein Rand von blasenförmigen Ausbauchungen freigehalten ist.
Nach einem Merkmal der Erfindung kann wenigstens ein Bodenteil der Wandung des Hohlkörpers mit blasenförmigen Ausbauchungen versehen sein.
Die Erfindung bezieht sich ausserdem auf eine Vorrichtung zur Herstellung eines solchen Hohlkörpers, mit Hilfe von zu einer einheitlichen Hohlform zusammenschliessbaren skelettartigen Teilen und diese Vor- richtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlform einen von ihrem Mantel trennbaren Boden aufweist und zumindest der Mantel der Hohlform mehrteilig ausgebildet ist, wobei diese eine geteilte Oberplatte aufweist, deren einzelne Teile mit jeweils einem Mantelteil der Hohlform verbunden sind und die einzelnen Mantelteile vorzugsweise mit Hilfe von Gelenken gegenüber dem zugeordneten Boden verschwenkbar sind.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 einen quaderförmigen Hohlkörper in Ansicht, Fig. 2 einen solchen Körper anderer Ausführungsform von unten gesehen, Fig. 3 einen Querschnitt durch eine blasenförmige Ausbauchung im vergrösserten Massstab, Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine prismatische Hohlform zur Herstellung des erfindungsgemässen Körpers in schematischer Darstellung und Fig. 5 eine perspektivische Darstellung dieser Hohlform im etwas aufgeklappten Zustande.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte, vorzugsweise aus Glas hergestellte quaderförmige Hohlkörper be-
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regelmässig oder unregelmässig in der Wandung verteilten blasenförmigen Ausbauchungen 3 bringt eine wesentliche Steigerung der Lichteffekte mit sich, wodurch sich derartige Hohlkörper z. B. besonders als Abdeckschalen oder Becher für Luster oder Deckenbeleuchtungen eignen. Insbesondere bei solchen Anwendungen kann es ausreichen, Ausbauchungen ausschliesslich im Bodenteil des Körpers vorzusehen (Fig. 2). Das Ausmass der Auswölbung braucht keineswegs bei sämtlichen Ausbauchungen gleich zu sein, sondern kann variieren. Sie können z. B. länglich oder, wie in den Ausführungsbeispielen, kuppenförmig ausgebildet sein.
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Längs der Kanten 5, an denen die Seitenflächen des Mantels 1 und des Bodens 2 aneinander stossen, ist ein Rand 6 von blasenförmigen Ausbauchungen 3 freigehalten, wodurch dieser Hohlkörper, wie bereits in der Beschreibungseinleitung ausgeführt wurde, in einfacher Weise entlang dieser Kanten zerschnitten und in eine Anzahl ebene oder gewölbte Platten geteilt werden kann.
Die erfindungsgemässen Hohlkörper eignen sich auf Grund ihrer starken Lichteffekte, die ihnen den Charakter von Gütegläsern verleihen, nicht nur als Abdeckung für Lichtquellen, sondern auch als Zierge-
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als Vasen od. dgl.Die in den Fig. 4 und 5 dargestellte Vorrichtung dient zur Herstellung eines erfindungsgemässen Hohl- körpers von prismatischer Gestalt. Sie besteht aus vier Mantelteilen 7 und einer Bodenplatte 8. Sowohl die Mantelteile 7 als auch der Boden 8 bestehen aus zu einem Gitter vereinigten, hochkantgestellten, flachen Metallstäben 9. Der Mantel 7 weist an seiner Oberseite eine diagonal geteilte Platte 10 auf, deren einzelne Teile mit jeweils einem Mantelteil 7 der Hohlform fest verbunden sind.
In der Oberplatte 10 ist eine Öffnung 11 vorgesehen, durch welche die verformbare Masse in Form eines Kolbens in den Hohlraum eingeführt wird und sich unter dem Einfluss eines inneren Überdruckes ausweitet. Um einen solchen Überdruck wirksam werden zu lassen, kann der Kolben entweder durch die Pfeife, an welcher er sitzt, aufgeblasen werden, oder es kann die Pfeife dicht in die von einem dichten Mantel umgebende Form eingeführt und die letztere evakuiert werden. In beidenFällen dehnt sich der entstehende Hohlkörper aus, wobei der Verformung lediglich durch die Stäbe des Gitters eine geometrische Grenze gesetzt ist, wogegen sich das Material in den Zellen 12 des Gitters frei zu Ausbauchungen auswölben kann.
Die Mantelteile 7 sind, wie Fig. 5 zeigt, gegenüber der von einem Stempel 13 getragenen Bodenplatte 8 über Gelenke 14 seitlich nach aussen verschwenkbar angeordnet, so dass die Hohlform vom fertig geblasenen Körper ohne Beschädigung desselben getrennt werden kann. Die Bodenplatte 8 könnte aber auch mehrteilig ausgebildet sein, wobei ihre einzelnen Teile mit je einem Mantelteil 7 fest verbunden und samt diesen zu einer einheitlichen Hohlform zusammenschliessbar sind.
Die Stäbe 9 der Hohlform können auch z. B. hohl ausgebildet und entweder zum Durchfliessen eines Kühlmittels oder gegebenenfalls auch zum Aufheizen der Hohlform oder auch bestimmter Teile derselben eingerichtet sein.
Als Material für erfindungsgemäss gestaltete Hohlkörper kommen nicht nur durchsichtiges, farbloses oder gefärbtes sowie überfangenes Glas, sondern auch durchscheinende Homogen- oder Überfanggläser, bzw. sämtliche in ähnlicher Weise verformbare Kunststoffe mit äquivalenten optischen Eigenschaften in Frage. Die auf der Lichtbrechung, Lichtstreuung oder einer Kombination beider Erscheinungen beruhende Lichtwirkung lässt sich durch eine entsprechende Formgebung und Anordnung der Ausbauchungen in mannigfacher Weise variieren, wobei es insbesondere auch möglich ist, bei Verwendung durchscheinender Materialien, das Austreten von Licht durch die Randpartien von Ausbauchungen zu begünstigen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hohlkörper mit Lichteffekte aufweisender Wandung, insbesondere Abdeckung für Lichtquellen, aus blasbarem Material, vorzugsweise aus Glas, nach Patent Nr. 221236, deren die Lichteffekte aufweisende Wandung des Hohlkörpers mit blasenförmigen, beiderseits eine Feuerpolitur besitzenden Ausbauchungen versehen ist, die eine die Lichtstreuung begünstigende Wandstärkenminderung im vorgewölbten Teil, insbesondere im Scheitelbereich, gegenüber den andern Teilen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass bei längs Kanten (5) aneinanderstossenden Wandungsteilen (1, 2) entlang dieser Kanten (5) ein Rand (6) von blasenförmigen Ausbauchungen (3) frei gehalten ist.