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Verfahren zur Herstellung von Chlor
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Chlor nach dem Deaconprozess, wobei Chlorwas- serstoff mit z. B. Luft über einer Kupferverbindung als Katalysator oxydiert wird.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden bessere Ergebnisse erhalten als je zuvor mit irgendeinem der bekannten Verfahren, wobei eine fast so weitgehende Umsetzung, wie sie nach dem Gleichgewicht möglich ist, bei hoher Gasgeschwindigkeit und relativ niederen Temperaturen erzielt wird. Die Anwendung der tiefen Temperaturen bringt folgende Vorteile : a) die Kupferverbindung ist nicht flüchtig ; b) die Umsetzung entsprechend der Gleichgewichtslage ist hoch, so dass nur geringe Mengen des Einsatzes im Kreislauf geführt werden müssen ; c) es tritt praktisch keine Korrosion auf.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird eine Gasmischung aus Chlorwasserstoff und Sauerstoff bei erhöhter Temperatur über einen Katalysator geleitet, der folgende Bestandteile enthält : a) ein oder mehrere Kupferchloride ; b) ein oder mehrere Chloride der Metalle aus der Gruppe der seltenen Erden (darunter sind zu verstehen die Elemente mit der Ordnungszahl 57-71 sowie Scandium, Yttrium, Zirkon, Thorium und Uran), wobei das Atomverhältnis der Metalle der seltenen Erden zu Kupfer mindestens 0, 1, vorzugsweise mindestens 0, 15 beträgt-und gegebenenfalls auch noch Verbindungen, z. B. Chloride, anderer Metalle wie Silber, Blei, Zinn vorhanden sein können-und c) ein oder mehrere Alkalimetallchloride, wobei das Atomverhältnis Alkalimetall : Kupfer zwischen 0, 6 und 3, vorzugsweise zwischen 0, 8 und 1, 2 liegt.
Immer wenn im folgenden von Chloriden gesprochen wird, sind auch die Oxychloride gemeint.
Es ist schon bekannt, beim Deaconprozess Katalysatoren aus Kupferchlorid, das seltene Erdmetalle oder Alkalimetalle enthalten kann, einzusetzen. Kupferchlorid allein ist bei den aus thermodynamischen Gründen zu bevorzugenden Temperaturen um und unter 4000C katalytisch zu wenig aktiv und ausserdem flüchtig. Kupferchlorid im Verein mit Alkalimetallchloriden ist zwar weniger flüchtig, aber dafür noch weniger aktiv. Kupferchlorid im Verein mit Chloriden der seltenen Erdmetalle zeigt wohl eine verbesserte, jedoch für die Technik immer noch ungenügende Aktivität. Erst die erfindungsgemässe Katalysatorkombination führt zu hoher Aktivität bei niedrigen Temperaturen, also günstiger Gleichgewichtslage, und bei niedriger Flüchtigkeit des Katalysators.
Aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 271. 056, Seite 2, linke Spalte, Zeile 38-45 könnte bei buchstabengetreuer, der üblichen Vorgangsweise widersprechender Auslegung allenfalls herausgelesen werden, dass beim Tränken des mit Salzen von seltenen Erden imprägnierten Trägermaterials mit z. B. Kalilauge, unmittelbar darauffolgendem-also ohne zwischengeschalteten Waschprozess-Trocknen und Erhitzen und schliesslich Behandlung des so erhaltenen Trägers mit HCl-Luft ein der vorliegenden Erfindung etwa entsprechender Katalysator erhalten wird. Eine bestimmte Verwirklichung des vorliegenden erfindungsgemässen Verfahrens oder gar eine zielbewusste Lehre, gerade in dieser Weise vorzugehen, lässt sich aber aus dieser Patentschrift nicht ableiten.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäss einzusetzenden Katalysatoren können die Ausgangsstoffe ausser Chloriden auch andere Verbindungen sein, vorausgesetzt, dass diese andern Verbindungen unter dem
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Einfluss der Reaktionsatmosphäre, d. h. der Gasmischung aus Chlorwasserstoff und Sauerstoff in Chloride und/oder Oxychloride umgesetzt werden.
Die Gruppe der seltenen Erden wird in der Literatur auf verschiedene Weise definiert. Im engeren Sinn des Wortes werden darunter die 15 Elemente der Atomnummern 57-71, die sogenannten Lathaniden, verstanden. In dieser Beschreibung und den Ansprüchen sind unter dieser Bezeichnung auch noch die 5 Elemente Scandium, Yttrium, Zirkon, Thorium und Uran gemeint. Es wird jedoch der Einfachheithalber weiterhin die Bezeichnung "seltene Erdmetalle" gebraucht, worunter demnach die Lanthaniden und die 5 obigen Elemente zu verstehen sind.
Unter den oben genannten seltenen Erdmetallen werden die Lanthaniden vorgezogen, insbesondere diejenigen, deren höchste Wertigkeitsstufe unter 4 liegt. Lanthaniden mit einer Wertigkeit auf jeden Fall
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gen von Kupfer, einem oder mehreren seltenen Erdmetallen und einem oder mehreren Alkalimetallen zur Gänze oder teilweise in geschmolzenem Zustand vorliegt.
Die erfindungsgemäss anzuwendenden Katalysatoren werden vorzugsweise auf Träger aufgebracht.
Dazu sind verschiedene Stoffe, wie Bimsstein, keramische Substanzen u. ähnl. verwendbar, so wie sie auch in ähnlichen Verfahren zur Anwendung gelangen. Jedoch werden bei weitem die besten Resultate mit dem in analoger Verwendung bekannten Kieselgel als Träger erreicht, insbesondere wenn die Mischung der Verbindungen von Kupfer, einem oder mehreren seltenen Erdmetallen und einem oder mehreren Alkalimetallen ganz oder teilweise als Schmelze vorliegt, besonders durch Aufbringen auf Kieselgel mit einer spezifischen Oberfläche von mindestens 200 m/g und einerdurchschnittlichen Porengrösse von mindestens 60 .
Ausser der spezifischen Oberfläche ist in vorliegendem Fall die durchschnittliche Porengrösse des Trägers von Wichtigkeit. Im allgemeinen steigt die Katalysatorenaktivität mit der spezifischen Oberfläche.
Bei den erfindungsgemässen Katalysatoren - deren aktive Komponenten entweder ganz oder teilweise geschmolzen sind-gilt dies nur insofern, als die Porengrösse nicht zu gering wird. Vermutlich ist die Schmelze der Katalysatorbestandteile in der Lage, die Innenwände der Poren zwar zu benetzen, ohne diese jedoch für das Reaktionsgas unzugänglich zu machen.
Die erfindungsgemäss anzuwendendeKatalysatorzubereitung ist ausgezeichnet geeignet als Fliessbettkatalysator, insbesondere wenn sie auf einem geeigneten Träger aufgebracht ist. Dies gilt zumal dann, wenn das oben angegebene Verhältnis Kupfer : Alkalimetall eingehalten wird.
Vergleichsversuche verschiedener Alkalimetallverbindungen in erfindungsgemäss anzuwendenden Mischungen wurden unter gleichen Bedingungen angestellt und zeigten bei einem optimalen Verhältnis Alkalimetall : Kupfer, dass Kalium, Natrium und Lithium hinsichtlich ihrer Aktivität nur wenig voneinander abweichen. Bei Verwendung von Natrium-oder Lithiumverbindungen konnte das Verhältnis Alkali- metall : Kupfer in einem stationären Katalysator ohne wesentliche Herabsetzung der Aktivität beträchtlich gesteigert werden ; Dies war jedoch nicht der Fall, wenn Kaliumverbindungen verwendet wurden.
Für alle Alkalimetalle führt eine Herabsetzung dieses Verhältnisses unter den optimalen Wert zu einem scharfen Absinken der Aktivität. Hinsichtlich der Verwendbarkeit der Mischungen im Fliessbett stellt sich heraus, dass Kalium als Alkalimetall am wenigsten empfindlich ist auf Veränderungen des Verhältnisses Alkalimetall : Kupfer. Es wurde gefunden, dass Abweichungen von dem günstigen Verhältnis Alkalimetall : Kupfer während der Verwendung des Katalysators zu Ablagerungen von Kristallen an der Oberfläche der Trägerteilchen und in deren Poren führen können. Diese Kristalle konnten unter dem Mikroskop be- öbachtet und ihre Natur mit polarisiertem Licht bestimmt werden.
Es wird angenommen, dass diese Kristallablagerungen einerseits die Zugänglichkeit der Poren und damit die Aktivität herabsetzen und anderseits das Verhalten im Fliessbett infolge Veränderung der Teilchenoberfläche beeinträchtigen.
Um nun die Bildung einer Schmelze zu erleichtern, kann es vorteilhaft sein, Mischungen von Verbindungen verschiedener Alkalimetalle zu verwenden. Für diesen Zweck können der Mischung auch Verbindungen, vorzugsweise Chloride, von andern Metallen, beispielsweise von Silber, Blei oder Zinn zugesetzt werden.
Geeignete Temperaturen für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens sind hauptsächlich
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Der erfindungsgemäss anzuwendende Katalysator auf Träger hat im allgemeinen einen Kupfergehalt zwischen 1 und 20 Gew.-o, bezogen auf das Metall in der Gesamtmenge der Metalle + Träger. Der Ge- 5 samtgehalt an seltenen Erdmetallen liegt im allgemeinen in denselben Grenzen.
Die Erfindung bezieht sich auch auf die Herstellung der oben beschriebenen neuen Katalysatoren aus den Chloriden von Kupfer, seltenen Erdmetallen und Alkalimetallen und auf ein Verfahren, wonach an
Stelle von Chloriden im Katalysator ein "Protokatalysator" bergestellt wird. Dieser Protokatalysator wird ganz oder teilweise aus andern Verbindungen als den Chloriden oder nur teilweise aus Chloriden gebildet, ) wobei er durch die Reaktionsgase aus Chlorwasserstoff und Sauerstoff in einen für die Herstellung von Chlor verwendbaren Katalysator umgesetzt wird. Die besagten Verbindungen ausser den Chloriden, welche durch die Reaktionsgase in Chloride umgewandelt werden können, sind beispielsweise die Oxyde, Hydroxyde,
Nitrate, Karbonate, Acetate usw. Die verschiedenen Metallverbindungen können in bekannter Weise durch Adsorption, Fällung u. ähnl. auf Träger aufgebracht werden.
Herstellung der Katalysatoren :
Der Träger wurde 2 h lang bei 500 C getrocknet und dann mit einer Lösung der Chloride von Kupfer, einem oder mehreren seltenen Erdmetallen und einem oder mehreren Alkalimetallen getränkt. Bei jedem
Versuch wurde eine bestimmte Menge Träger mit der maximalen Menge der Lösung gemischt, die von den Poren des Trägers aufgenommen werden konnte. Die Konzentration der einzelnen Bestandteile in der Lösung war so gewählt, dass der gewünschte Gehalt dieser Substanz in den Träger eingebracht wird. Der so getränkte Träger wurde getrocknet und 3 h im Luftstrom auf 2500C erhitzt.
Die angegebenen Gehalte sind Gewichtsprozente des in Rede stehenden Metalls, berechnet auf das
Gesamtgewicht der vorhandenen Metalle + Träger. Wenn nun angegeben wird 5% Cu, 5% Ce. 3% K, so bedeutet dies 5 Gew.-Teile Cu, 5 Gew.-Teile Ce und 3 Gew.-Teile K, 100 - (5+ 5 + 3) = 87 Gew.-Teile Träger.
Wenn nicht anders angegeben, werden stationäre Katalysatorbetten verwendet.
Vergleichsversuch 1 : Einfluss der Alkaliverbindungen und des Verhältnisses Alkalimetall : Kupfer.
Der verwendete Träger war Kieselgel, Korngrösse 75 -17511, durchschnittliche Porengrösse 30 , spezifische Oberfläche 688 m2/g. Der Kupfergehalt des Katalysators betrug 5lolo, der Didymgehalt eben- falls 5%. Die gasförmige Mischung von Chlorwasserstoff und Luft in stöchiometrischem Verhältnis wurde über den Katalysator mit einer Geschwindigkeit von 40 1 HCl-Gas je kg Katalysator/h geleitet.
Folgende Tabelle zeigt die Versuchsbedingungen und die Umsetzung von Chlorwasserstoff zu Chlor in 0/0. Daraus geht eindeutig hervor, dass das optimale Verhältnis Alkalimetall : Kupfer um 1 lag.
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<tb>
<tb>
Atomverhältnis <SEP> Temperatur
<tb> Alkalimetall <SEP> : <SEP> Cu <SEP> 3000C <SEP> 3500C <SEP>
<tb> Li <SEP> Na <SEP> K <SEP> Li <SEP> Na <SEP> K
<tb> 0, <SEP> 4 <SEP> 13 <SEP> 25 <SEP> 19, <SEP> 5 <SEP> 60 <SEP> 68 <SEP> 68
<tb> 0, <SEP> 9 <SEP> 28 <SEP> 38 <SEP> 32 <SEP> 73 <SEP> 75 <SEP> 71
<tb> 2 <SEP> 24 <SEP> 34, <SEP> 5 <SEP> 15, <SEP> 5 <SEP> 72 <SEP> 72 <SEP> 38
<tb> 3 <SEP> 22 <SEP> 31, <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 69 <SEP> 71 <SEP> 16
<tb>
Vergleichsversuch 2 : Mischungen von Alkalimetall-Verbindungen.
Als Träger wurde Kieselgel einer Korngrösse von 75 bis 1501l mit einer durchschnittlichen Poren- grösse von 80 und einer spezifischen Oberfläche von 390 m2/g verwendet. Der Katalysator enthielt älo Kupfer und 5% Didym. Das Atomverhältnis des gesamten Alkalimetalls : Kupfer war unverändert 1, das Verhältnis HCI : Luft war stöchiometrisch. Der Gasdurchsatz betrug 40 l HCl-Gas je kg Katalysator und Stunde.
In folgender Tabelle sind die verschiedenen Versuchsbedingungen und die erhaltenen Umsätze zusammengestellt.
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<tb>
<tb> Gew.-% <SEP> Alkalimetall <SEP> % <SEP> HC1 <SEP> umgewandelt <SEP> in <SEP> Cl2
<tb> K <SEP> Na <SEP> Li <SEP> bei <SEP> 300"C <SEP> bei350"C <SEP>
<tb> 3, <SEP> 1 <SEP> - <SEP> - <SEP> 32 <SEP> 76
<tb> 2, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 60-45 <SEP> 78 <SEP>
<tb> 1, <SEP> 56 <SEP> 0, <SEP> 92 <SEP> - <SEP> 36 <SEP> 79
<tb> 1,33 <SEP> - <SEP> 0,32 <SEP> 44 <SEP> 79
<tb> 2, <SEP> 55-0, <SEP> 10 <SEP> 37 <SEP> 78
<tb> Gleichgewicht <SEP> 85 <SEP> 79, <SEP> 5
<tb>
Die Versuche wurden bei 3500C und einem Gasdurchsatz von 80 l HCl-Gas je kg Katalysator und Stunde wiederholt. Die Ergebnisse differierten durchschnittlich um weniger als 1% von obigen Werten.
Vergleichsversuch 3 : Einfluss der seltenen Erdmetalle.
Um den Einfluss verschiedener seltener Erdmetalle in Vergleichen feststellen zu können, wurden Katalysatoren hergestellt mit 5% Kupfer, 5% seltenen Erdmetallen und 5% Natrium auf einem Kieselgelträger mit einer durchschnittlichen Porengrösse von 30Ä und einer spezifischen Oberfläche von 688 m2/g.
Die stöchiometrische Gasmischung HCl-Luft hatte eine Geschwindigkeit von 40 l HCl-Gas je kg fixem Katalysator und Stunde. Die folgende Tabelle zeigt die Umsetzung bei verschiedenen Temperaturen. Es wurden auch die Ergebnisse von 2 Versuchen aufgeführt, bei denen Katalysatoren ohne seltene Erdmetalle zur Anwendung gelangten, welche ausserhalb des Schutzbegehrens der Erfindung stehen.
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<tb>
<tb>
Seltenes <SEP> Erdmetall <SEP> Temperatur
<tb> 300 C <SEP> 3500C <SEP> 4000C
<tb> keines <SEP> (5% <SEP> Cu, <SEP> kein <SEP> Alkali)-7, <SEP> 5 <SEP> 31, <SEP> 5 <SEP>
<tb> keines <SEP> (5% <SEP> Cu, <SEP> 5% <SEP> Na)-23 <SEP> 52
<tb> Lanthan <SEP> 31 <SEP> 73 <SEP> 69,5
<tb> Cer <SEP> 38 <SEP> 46, <SEP> 5 <SEP> 60
<tb> Praseodym <SEP> 29 <SEP> 71 <SEP> 69
<tb> Neodym <SEP> 30 <SEP> 73 <SEP> 71
<tb> Samarium <SEP> 38 <SEP> 73 <SEP> 68
<tb> Didym <SEP> 32 <SEP> 72 <SEP> 71
<tb> Europium <SEP> 43 <SEP> 74,5 <SEP> 72
<tb> Gadolinium <SEP> 35 <SEP> 69'72
<tb> Dysprosium <SEP> 31 <SEP> 63, <SEP> 5 <SEP>
<tb> Yttrium <SEP> 31 <SEP> 62
<tb> Ytterbium <SEP> 19 <SEP> 45
<tb> Scandium <SEP> 17 <SEP> 42
<tb> Gleichgewicht <SEP> 85 <SEP> 79,5 <SEP> 73
<tb>
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der durchschnittlichen Porengrösse.
Der Träger war hier Kieselgel, der Gasdurchsatz betrug 40 1 Hel-Gas je kg Katalysator und Stunde.
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<tb>
<tb>
Cu <SEP> Didym <SEP> Na <SEP> durchschnittliche <SEP> spezifische <SEP> o <SEP> HCl <SEP> umgesetzt <SEP> in <SEP> Cl2
<tb> % <SEP> Ufo <SEP> Porengrösse <SEP> Oberfläche
<tb> <SEP> m2/g <SEP> bei <SEP> 300 C <SEP> bei <SEP> 3500C
<tb> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 30 <SEP> 688 <SEP> 16 <SEP> 33
<tb> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 30 <SEP> 688 <SEP> 32 <SEP> 72
<tb> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 140 <SEP> 313 <SEP> 15 <SEP> 56
<tb> 5 <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> 140 <SEP> 313 <SEP> 39 <SEP> 79
<tb> 10 <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> 140 <SEP> 313 <SEP> 32 <SEP> 77 <SEP>
<tb>
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mit einem Kupfergehalt von 5% und einem Alkalimetallgehalt von 3, 1% Kalium verwendet. Der Gasdurchsatz machte 80 l HCl-Gas je kg Katalysator und Stunde aus.
Das HCl-Luft-Gemisch lag in stöchiometrischem Verhältnis vor, die Temperatur war 350 C, als seltenes Erdmetall wurde Didym verwendet.
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<tb>
<tb> gew.-% <SEP> seltenes <SEP> Erdmetall <SEP> Umsetzung
<tb> im <SEP> Katalysator <SEP> %
<tb> 2, <SEP> 5 <SEP> 62 <SEP>
<tb> 5 <SEP> 75
<tb> 10 <SEP> 79
<tb>
Vergleichsversuch 6 : Einfluss der durchschnittlichen Porengrösse und der Temperatur.
Als Träger diente Kieselgel mit einem Gehalt von 5% Kupfer, 51o seltenen Erdmetallen und 5% Natrium als Alkalimetall.Das HCl-Luft-Gemisch war stöchiometrisch zusammengesetzt. Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Versuchsbedingungen und den Grad der Umsetzung.
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<tb>
<tb>
Temperatur <SEP> : <SEP> 3000C <SEP> 3500C <SEP> 4000C <SEP>
<tb> Gasdurchsatz <SEP> in <SEP> 1 <SEP> HCI-Gas/kg <SEP> 40 <SEP> 40 <SEP> 80 <SEP> 40 <SEP> 80
<tb> Kat. <SEP> h. <SEP> : <SEP>
<tb> seltenes <SEP> durchschnitt- <SEP> spezifische <SEP> Umsetzung <SEP> % <SEP>
<tb> Erdmetall <SEP> liche <SEP> Porengrösse <SEP> Oberfläche
<tb> m/g
<tb> Cer <SEP> 30 <SEP> 688 <SEP> 38 <SEP> 66 <SEP> 70
<tb> Cer <SEP> 80 <SEP> 390 <SEP> 34,5 <SEP> 70 <SEP> 71
<tb> Didym <SEP> 30 <SEP> 688 <SEP> 38, <SEP> 5 <SEP> 73,5 <SEP> 65 <SEP> 69 <SEP> 70
<tb> Didym <SEP> 80 <SEP> 390 <SEP> 39 <SEP> 78, <SEP> 5 <SEP> 69 <SEP> 71 <SEP> 71,5
<tb> Didym <SEP> 140 <SEP> 313 <SEP> 39 <SEP> 79 <SEP> 76 <SEP> 73 <SEP> 72
<tb> Gleichgewicht <SEP> 85 <SEP> 79 <SEP> 73
<tb>
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Das in diesem Beispiel verwendete Cer war technisch rein und enthielt 35 Gew.-% Didym.
Vergleichsversuch 7 : Einfluss der Reaktionszeit.
Der Träger war Kieselgel (durchschnittliche Porengrösse = 140 . spezifische Oberfläche = 313 m2/g,
Korngrösse =2-3 mm) mit 5% Kupfer, 5% Didym und 3,1% K. Das Verhältnis HCl-Luft war stöchiome- trisch, der Gasdurchsatz lag bei 80 1 HCl-Gas/kg Kat.Std. Die Temperatur betrug 350 C.
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<tb>
<tb> Reaktionszeit <SEP> Umsetzung
<tb> h <SEP> 0/0
<tb> 1 <SEP> 75
<tb> 20 <SEP> 78, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 40 <SEP> 78
<tb> 60 <SEP> 76, <SEP> 5
<tb> 266 <SEP> 76, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 600 <SEP> 76, <SEP> 5 <SEP>
<tb>
Nach einer Anlaufperiode blieb die Aktivität im allgemeinen 50-600 h konstant. Der Verlust an
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reicht wurde.
Vergleichsversuch 8 : Einfluss des HCl-Luft-Verhältnisses.
Als Träger diente Kieselgel, hergestellt durch Extraktion einer Kieselsäure-Tonerde-Mischung mit 12% AlOg während 24 h lang bei 200C mit4n-Salzsäure. Die Korngrösse war 20-120 , die durchschnittliche Porengrösse 36 Ä, die spezifische Oberfläche etwa 800 m2/g. Der Gehalt an Katalysatormetallen war wie folgt : Cu = 5%, Didym = 5%, K = 3, 1%.
Folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Versuchsbedingungen und die Umsetzung von HCl zu Chlor
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<tb>
<tb> Gas-Durchsatz <SEP> 1 <SEP> Luft/HCl-Volumen
<tb> HCl-Gas <SEP> je <SEP> kg
<tb> Kat. <SEP> und <SEP> Stunde <SEP> 1.19 <SEP> 1,60
<tb> Temperatur
<tb> 3500C <SEP> 365 C <SEP> 3500C <SEP> 3650C
<tb> 40 <SEP> 78,5 <SEP> 80 <SEP> 79, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 80 <SEP> 75 <SEP> 80 <SEP> 80
<tb> 120 <SEP> 71 <SEP> 75 <SEP> 77,5 <SEP> 79
<tb>
Bergleichsversuch9 :Fliessbettkatalysator.
Es wurde der Katalysator nach Vergleichsversuch 7 verwendet, u. zw. in der Weise, dass er mit einem stöchiometrischen Gasstrom Luft-HCl in das Fliessbett gebracht wurde.
Die folgende Tabelle zeigt die Umsetzung zu Chlor in % bei verschiedener Temperatur und verschiedenem Gasdurchsatz. Das Gleichgewicht wurde bei 3650C erreicht und sogar auch bei einem sehr hohen Gasdurchsatz, nämlich von nicht unter 160 l HCl-Gas je kg Katalysator und Stunde.
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<tb>
<tb>
Gasdurchsatz <SEP> 120 <SEP> 160
<tb> 1 <SEP> HCl-Gas/kg <SEP>
<tb> Kat. <SEP> h. <SEP> : <SEP>
<tb> 3500C <SEP> 75 <SEP> 70
<tb> 3650C <SEP> 77, <SEP> 5 <SEP> 77. <SEP> 5 <SEP>
<tb>
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