AT22843B - Verfahren zur kontinuierlichen Entwässerung bezw. Entsäftung von mineralischen, pflanzlichen und tierischen Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Entwässerung bezw. Entsäftung von mineralischen, pflanzlichen und tierischen Stoffen.

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AT22843B
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  Verfahren zur kontinuierlichen Entwässerung bezw. Entsäftung von mineralischen, pflanzlichen und tierischen Stoffen. 



   Nach dem Patent   Ni-. 7612,   Zusatz zu Patent Nr..   548ï, wird dio Entwässerung   von mineralischen, pflanzlichen und tierischen Stoffen mit Hilfe der Elektroosmose derart ausgeführt, dass man die zerkleinerte, zu entwässernde oder zu entsäftende Masse, z. B. Torfbrei, Schlick, zerkleinerte Zuckerrüben   etc.,   in einen Kasten bringt, dessen   durchlöcherten   Boden als Kathode dient, während die Anode wie ein Deckel auf das im   Kosten beiindliche   Material gelegt wird. Sobald durch die Einwirkung des Stromes die genügende Menge Wasser entfernt ist, wird der Kasten oder Rahmen   entleert und muss sodann   von neuem   gefüllt werden.

   Während   der zur Füllung und Entleerung notwendigen Zeit tritt naturgemäss eine Pause in der elektroosmotischen Entwässerung ein, die namentlich dann, wenn die Elektroosmose nur eine kurze Zeit andauert, einen beträchtlichen Verlust an Arbeitszeit und damit eine Verminderung der Produktionsmenge bedeutet. Es musste daher das Bestreben darauf gerichtet sein, das Verfahren der elektroosmotischen   Entwässerung kontinuierlich   zu gestalten, derart, dass die Zuführung des frischen und die Abführung des entwässerten Materials ununterbrochen während der Elektroosmose erfolgt.   Ein solches uuunterbrochf'nes   Verfahren wird schon mittels des in der Patentschrift Nr. 5487 beschriebenen Apparates angestrebt.

   Bei demselben wird das zu entwässernde oder zu entsäftende Gut zwischen den konzentrisch angeordneten Elektroden durch eine Schnecke beständig   vorwärtsbewegt und   gemischt. Indessen hat diese Arbeitsweise praktisch zu   keinem   Erfolge geführt, weil infolge der fortwährenden Mischung des Torfes der elektroosmotische Entwässerungseffekt teilweise vernichtet wird und ausserdem bei sehr weitgehender Trocknung das Material so steif wird, dass ein Vorwärtsbewegen desselben nicht mehr möglich wird. 



   Es wurde nun gefunden, dass man die elektroosmotische Entwässerung in kontinuierlicher Arbeitsweise ausführen kann, wenn man das zu entwässernde Material derart zwischen oder mit den Elektroden vorwärtsbewegt, dass eine   Durchmischung   desselben nicht stattfindet. Die zu entwässernde Masse befindet sich also in andauernder oder periodischer   Vorwärtsbewegung   ; es wird dadurch möglich,   fortwährend   frisches Gut nach Massgabe dieser Vorwärtsbewegung zu- und entwässertes bezw. entsäftetes Material abzuführen. 



   Dieses Verfahren kann in verschiedener Weise ausgeführt werden. Am einfachsten gestaltet siel : dasselbe, wenn das zu   entwässernde Gut nicht für sich,   sondern gleichzeitig mit beiden oder mindestens mit einer Elektrode in Bewegung gesetzt wird, im letzteren
Falle mit der Elektrode, an welcher die Flüssigkeit abläuft, also in der Regel der negativen. 



   Die Elektroden sind hier gleichzeitig das Transportmittel für das zu entwässernde Gut.
Bei der praktischen Ausführung   bedient man siel)   in diesem Falle zweckmässig breiter, 
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   der zweiten Elektrode gefthrt,   welch letztere infolge ihrer geneigten Stellung oder   auch   durch eine besonders angebrachte Vorrichtung zur Sicherung eines guten Kontaktes, sowie zur Beförderung des Ablaufes einen gewissen gleichmässigen oder periodischen Druck auf das Material ausübt. Das zu entwässernde material wird an einem Ende einer nach diesen 

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 einen oder beide Pole anwärmen. 



   Statt, wie beschrieben, beide Elektroden in Form eines endlosen Bandes mit dem zu entwässernden oder zu   entsaftenden Gut   in Bewegung zu setzen, kann das vorliegende Verfahren auch so ausgeführt werden, dass man nur eine der Elektroden, gewöhnlich die negative, als Transportband ausbildet, während die zweite feststeht, aber so eingerichtet ist, dass sie auf dem Material wie ein Deckel aufliegt, der von dem Material bei der Vorwärtsbewegung abgehoben und beim Stillstand wieder aufgelegt wird. Die Vorwärtsbewegung erfolgt hier also periodisch. Im übrigen aber geschieht die Ausführung wie oben beschrieben. Es bedarf keines besonderen Hinweises, dass man zwischen Elektroden und Material durchlässige   Niclltleiter, wie Tücher etc.,   legen und dadurch das Material vor der chemischen Wirkung des Stromes schützen kann. 



   Eine weitere Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens besteht   schliesslich   darin, dass man beide Elektroden feststehend anordnet und das Gut durch ein Transportband aus   nichtleitendem,   durchlässigem Material zwischen den beiden Elektroden vorwärtsbewegt. Das Transportband bewegt sich entweder gleitend an den Elektroden vorbei, die Bewegung   liann dann   gleichmässig oder periodisch sein, oder es werden beide oder eine der Elektroden während der Vorwärtsbewegung abgehoben, in den dazwischenliegenden Ruhepausen dagegen gegen die Bänder und damit gegen das zu entwässernde Gut gepresst. In dieser Phase   iiudot   die elektroosmotische Entwässerung statt.

   Um ein Unterbrechen des Stromes beim Abheben von einer oder beiden Elektroden zu verhindern, werden entweder mehrere Apparate gleichzeitig in Betrieb gehalten, die so zusammenarbeiten, dass während in dem einen Apparat das Transportband vorwärtsbewegt wird, die übrigen sich in Ruhe befinden, oder es wird z. B. bei Anwendung nur eines Apparates beim Abheben der Pole ein Widerstand   automatisch   eingeschaltet, wodurch eine Unterbrechung des Stromes ebenfalls verhindert wird. 



   Bei dem vorliegenden Verfahren können natürlich alle die Faktoren angewendet werden, wie Anwärmen der Pole, Anwärmen des Materials, die Anwendung intermittierenden Druckes, welche sich für die elektroosmotische Entwässerung bezw.   Entsäftung   als vorteilhaft   rwicsfn haben.   



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur   kontinuierlichen Entwässerung bezw. Entsäftung   von mineralischen, pflanzlichen und tierischen Stoffen in   Schlamm-oder Breiform   mit Hilfe der Elektroosmose, dadurch gekennzeichnet, dass man das zu entwässernde bezw. zu entsäftende Gut mit oder 
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 Durchmischung des Gutes verhindert wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausfilhrungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zu entwässernde oder zu entsäftende, zwischen den Elektroden befindliche Gut durch eine oder beide Elektroden selbst vorwärtsbewegt wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zu entwässernde bezw. zu entsäftende Gut durch endlose Bänder aus nichtleitendem, durchlässige Material zwischen den Elektroden gleichmässig oder periodisch vorwärtsbbwegt wird, während die Elektroden feststehen bezw. dem Transportband periodisch genähert oder von denselben entfernt worden.
AT22843D 1900-07-09 1904-11-14 Verfahren zur kontinuierlichen Entwässerung bezw. Entsäftung von mineralischen, pflanzlichen und tierischen Stoffen. AT22843B (de)

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