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Relaisstreifen mit Schutzrohrkontaktrelais
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung des Gegenstandes des Patentes Nr. 210507. Bei diesem han- delt es'sich gemäss seinem Anspruch 3 um einen Relaisstreifen mit Schutzrohrkontaktrelais, bei dem die einzelnen Relais derart nebeneinander angeordnet sind, dass ihre Lagen von Schutzrohrkontakten jeweils in eine Ebene fallen, wobei die magnetischen Rückführungen der einzelnen Relais durch einen gemeinsamen, sich über sämtliche Relais erstreckenden Blechstreifen gebildet werden.
Der erfindungsgemässe Relaisstreifen ist dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Blechstreifens eine Haltespule vorgesehen ist, welche die Schutzrohrkontakte sämtlicher Relais umfasst und dass gegebenenfalls je Relais ein Richtleiter neben den Anschlussenden der Kontaktfedern angebracht ist.
Bei den in den einzelnen Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich bei der Fig. 1 um die Draufsicht eines einlagigen Relaisstreifens, bei der Fig. 2 um die Seitensicht des gleichen Relaisstreifens, bei der Fig. 3 um die Seitensicht eines zweilagigen Relaisstreifens.
Der in der Fig. 1 dargestellte Relaisstreifen enthält einlagige Relais mit Schutzrohrkontakten 1, von denen jeweils vier zusammen mit einer Ansprechspule 2 ein Relais bilden. Sämtlichen der den Streifen bildenden Relais ist eine gemeinsame Haltespule 3 zugeordnet, welche die Schutzrohrkontakte 1 sämtli- cher Relais des Streifens umfasst.
Der Vorteil der Verwendung der Haltespule besteht darin, dass die zur Betätigung eines Relais führenden Vorgänge hinsichtlich ihrer Dauer nicht der einschränkenden Bedingung unterliegen, auch das Verbleiben des Relais im angesprochenen Zustand zu gewährleisten, da diese letztere Funktion von der Haltespule übernommen wird. Die Haltespule liefert dabei eine Erregung, die nur zum Halten einmal angesprochener Kontakte ausreicht, die aber selbständig nicht in der Lage ist, ein Relais von sich aus zum Ansprechen zu bringen.
Getragen wird der gesamte Relaisstreifen von einer allen Relais gemeinsamen magnetischen Rückführung 4, die aus einem Blechstreifen gebildet ist, der sich von den Anschlussenden 5 der Kontakte auf der einen Seite der Relais zu den Anschlussenden an der andern Seite erstreckt. Zwecks Gewährleistung einer sicheren Isolation zwischen der magnetischen Rückführung 4 und den Anschlussenden 5 ist zwischen diese Teile jeweils eine Isolierstoffplatte 6 gelegt. Um die Anschlussenden 5 der Schutzrohrkontakte auf der rechten Seite der Relais vor einem möglichen Verbiegen beim Anlöten der elektrischen Anschlüsse zu schützen, ist hier für diese Anschlussenden jeweils eine eigene Lötöse 7 vorgesehen, die über eine Blatteder 8 (s. Fig. 2) elektrisch leitend mit dem betreffenden Anschlussende 5 verbunden ist.
Die einzelnen Lötösen 7 werden von der magnetischen Rückführung 4 gehalten, wobei auch hier durch eine Isolationszwischenlage 16 für eine sichere elektrische Trennung zwischen Lötöse 7 und magnetischer Rückführung 4 gesorgt ist. Die Befestigung kann beispielsweise durch Aufkleben vorgenommen werden. Es sei noch bemerkt, dass es selbstverständlich auch möglich ist, den elektrischen Anschluss auf der rechten Seite der dargestellten Relais auch direkt an den Anschlussenden 5 vorzunehmen. In diesem Falle müsste die magnetische Rückführung 4 entsprechend verkürzt ausgebildet werden, (wie dies auf der linken Seite der Relais vorgesehen ist).
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In der Fig. 1 sind noch besondere Lötösen 9 für den Anschluss der Haltespulen und Lötösen 10 für den
Anschluss der Ansprechspulen vorgesehen.
Dieser bis hieher beschriebene Aufbau lässt sich vorteilhaft für die Erstellung von Relaiskoordinaten- wählern verwenden, indem man nämlich die einzelnen Relaisstreifen aufeinanderschichtet bzw. aneinan- derreiht, u. zw. in einer der Reihenanzahl des gewünschten Wählers entsprechenden Zahl.
Da bei einem Relaiskoordinatenwähler bekanntlich in Reihe zu den einzelnen Relaisspulen Entkoppel- richtleiter zu schalten sind, die also individuell pro Relais vorgesehen werden müssen, ist es zweckmässig, diese Richtleiter gleich in dem Relaisstreifen mit unterzubringen. Dies geschieht in vorteilhafter Weise dadurch, dass man pro Relais einen Richtleiter neben den Anschlussenden der Kontaktfedern anbringt.
Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt je ein solcher Richtleiter 11 auf der rechten Seite der Relais neben den Anschlussenden der Schutzrohrkontakte. Als seine Anschlussenden die- nen die beiden Lötfahnen 12. Die Richtleiter sind hier an der magnetischen Rückführung befestigt, bei- spielsweise durch Aufkleben. Die Aneinanderreihung derartiger Relaisstreifen zu einem Koordinatenwäh- ler kann in beliebiger Weise erfolgen, beispielsweise durch Einschieben in einen mit entsprechenden Auf- nahmen versehenen Rahmen. Will man jedoch die einzelnen Relaisstreifen aufeinanderschichten, so kann dies durch ein zusätzliches Deckblech erleichtert werden, welches, wie die magnetische Rückführung 4 von der einen Seite, den Streifen von der andern Seite her abdeckt.
Eine solche Anordnung ist in der Fig. 2, welche den in der Fig. 1 dargestellten Relaisstreifen von der
Seite her gesehen zeigt, wiedergegeben. Es ist hier mit strichpunktierten Linien ein Deckblech 13 angedeutet, welches sich von der einen Seite der Relais her zu deren andern Seite hin erstreckt, wobei wie bei der magnetischen Rückführung 4 durch Isolationszwischenlagen eine elektrisch leitende Verbindung zu den Anschlussenden unterbunden ist. Auf einen solchen Relaisstreifen lässt sich ohne weiteres ein weiterer aufschichten und so fort. Dies ist in der Fig. 2 durch die gekennzeichneten Umrisse eines weiteren Relaisstreifens angedeutet.
Die erfindungsgemäss vorgesehenen Haltespulen machen sich bei Verwendung des Relaisstreifens in Relaiskoordinatenwählern besonders vorteilhaft bemerkbar. Bei solchen Relaiskoordinatenwählern müsste man sonst ausser der Ansprechspule jeweils noch eine individuelle Haltespule vorsehen. Dies wird durch die Erfindung vermieden. An Stelle dessen treten die reihenweise vorgesehenen Haltespulen, wodurch nicht nur eine Verringerung des rein konstruktiven Aufwandes, sondern auch eine Vereinfachung der zum Betrieb eines solchen Wählers notwendigen Marier- un Steuereinrichtungen ermöglicht wird.
Die Fig. 3 zeigt eine Abwandlung des vorstehend behandelten Relaisstreifens. Die in dieser Figur dargestellte Ausführungsform besteht aus einem Relaisstreifen mit zwei Lagen von Schutzrohrkontaktrelais.
Der Aufbau pro Lage ist im Prinzip der gleiche wie der vorstehend erläuterte. Jedes Relais besitzt Schutzrohrkontakte 1, eine Ansprechspule 2 und eine Haltespule 3, wobei diese Haltespule sämtlichen Relais der betreffenden Lage gemeinsam zugeordnet ist, d. h., die Haltespule erstreckt sich über sämtliche Schutzrohrkontakte der Relais in der betreffenden Lage. Jede Lage besitzt eine magnetische Rückführung 4, gebildet aus einem Blechstreifen, der sich von den Anschlussenden 5 auf der einen Seite zu denen der andern Seite hin erstreckt. Um den richtigen Abstand der Relais zu gewährleisten, sind beiderseits Einsatzstücke 13 und 14 aus Isolierstoff vorgesehen, gegen die sich die Anschlussenden 5 abstützen. Diese Einsatzstücke können sich jeweils über den gesamten Streifen erstrecken oder auch individuell pro Relais vorgesehen sein.
In dem Einsatzstück 14 ist in einer entsprechenden Aussparung der Richtleiter 11 untergebracht. Um zu verhindern, dass sich die Relais der beiden Lagen in unerwünschter Weise gegenseitig beeinflussen, ist noch ein Abschirmblech 15 vorgesehen, welches in den beiden Einsatzstücken 13 und 14 gelagert ist. Dieses Abschirmblech 15 besteht aus magnetisch leitendem Material, also insbesondere aus Eisen und dient dazu, den Übertritt von Streufeldern aus der einen Lage in die andere zu verhindern.
Die letztere Anordnung ist ein stabiler-Aufbau, der sich besonders zur Erstellung von Relaiskoordinatenwählern durch Aufeinanderschichtung eignet.
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