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Anschlussdose für elektrische Geräte
Anschlussdosen für elektrische Geräte werden für die verschiedenen Montagearten, wie "Unter Putz", "Im Putz" oder" Auf Putz", natUrgemäss in verschiedenen Ausführungen hergestellt und verwendet.
Unter Montage "Unter Putz" versteht man die vollständige Versenkung der Dose unter dem Putz und so weit in das Mauerwerkt hinein als die Dose Platz benötigt. Unter Montage "Im Putz" versteht man die
Montage innerhalb des Putzes, wobei das Mauerwerk nicht beschädigt wird und der allfällig noch weiters benötigte Raum auch ausserhalb des Putzes gewählt wird. Unter"Auf Putz"versteht man die Montage ohne Vertiefungen innerhalb des Putzes bzw. innerhalb des Mauerwerkes.
Für die Montage "Unter Putz" besteht die Abdeckkappe lediglich aus einem Deckelteil, der nahezu in gleicher Ebene wie die äussere Oberfläche des Verputzes liegt. Die Dose selbst, die von der Abdeckkappe abgedeckt wird, ist tief und im Mauerwerk sowie Verputz, z. B. mit Gips, verankert.
Für die Montage "Im Putz" bzw. "Auf Putz" bestehen die Abdeckkappen üblicherweise aus einem einzigen Stück, welches becherförmig auf die Montagedose darübergestülpt und meistens zentral befestigt wird. Je nach der Montageart sind die Seitenwände der becherförmigen Abdeckkappen höher oder niedriger. Auch die Seitenwände der Dose entsprechen den Seitenwänden der Abdeckkappe.
Wie diese Übersicht zeigt, benötigt man für die genannten Montagearten zwei bis drei verschiedene
Varianten der Abdeckkappen und Dosenkörper. Dies zieht eine erhöhte Lagerhaltung, eine erschwerte Manipulation und schliesslich einen höheren Preis nach sich, da weniger gleiche Stückzahlen gefertigt werden können.
Es ist das Ziel der Erfindung, für die genannten Verwendungszwecke oder für zumindestens zwei dieser Verwendungszwecke eine einheitlich verwendbare Anschlussdose für elektrische Geräte vorzusehen.
Die erfindungsgemässe Anschlussdose für elektrische Geräte ist dadurch gekennzeichnet, dass für die Abdeckkappe ein Deckelteil und ein davon leicht lösbarer mindestens einteiliger Mantelteil vorgesehen ist, und dass für die Dose ein Basisteil allein oder ein Basisteil und ein davon lösbarer mindestens einteiliger Seitenteil vorgesehen ist, wobei entsprechend der Montageart der lösbare Mantelteil bzw. lösbare Seitenteil entfernt oder belassen wird.
Bei einer solchen Anschlussdose kann weiter vorgesehen werden, dass die Lösbarkeit bzw. Verbindbarkeit der einzelnen Teile durch Passsitze erreicht wird.
Weiters kann vorgesehen werden, dass die Lösbarkeit bzw. Verbindbarkeit der einzelnen Teile durch besondere Formgebung, nach Art eines Schnappverschlusses, z. B. durch Erweiterungen bzw. komplementäre Vertiefungen der Randteile der zu verbindenden Teile erreicht ist.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnung näher erläutert. Fig. 1 zeigt ein Beispiel der erfindungsgemässen Anschlussdose für elektrische Geräte in Montage"Ober Putz". Fig. 2 zeigt die gleiche Dose in Montage"Unter Putz". Fig. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welchem der Mantelteil der Abdeckkappe und der Seitenteil der Dose zweiteilig sind. Fig. 4zeigteinBeispiel der Passung zwischen dem Deckelteil und dem Mantelteil der Abdeckkappe. Fig. 5 zeigt ein anderes Beispiel der lösbaren Verbindung zwischen dem Deckelteil und dem Mantelteil der Abdeckkappe.
In Fig. 1 ist der Deckelteil mit 1 bezeichnet. Dieser ist nach aussen bombiert und trägt bei 5 eine
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Bohrung, durch welche eine Schraube oder eine sonstige Verbindungseinrichtung hindurchgeführt werden kann. die den Deckelteil mit der Dose 3 verbindet. Der Deckelteil ist mit dem einteiligen Mantelteil
2. welcher im wesentlichen den Mantel eines Zylinders oder Kegelstumpfes darstellt, durch eine Pas- sung 4 verbunden.
Die Passung 4 bzw. besondere Formgebung 16 ist in den Fig. 4 bzw. 5 zu sehen. Die Flächen 12 und
13 bzw. 17 und 18 müssen nicht miteinander in Berührung stehen, der Deckelteil l bzw. 14 ist jedoch mit dem Mantelteil 2 bzw. 15 bei 4 bzw. 16 in satter Berührung, so dass sich der Mantelteil 2 bzw. 15 vom Deckelteil 1 oder 14 nur durch Anwendung von Kraft voneinander trennen lässt.
Die in Fig. 1 dargestellte Anschlussdose ist nun auf der Oberfläche 6 der Mauer 7 oder sonstigen Un- terlage durch Befestigung der Dose 3 an dieser Mauer 7 oder sonstigen Unterlage angebracht, während der
Deckelteil1 zusammen mit dem darauf passenden und dadurch gehaltenen Mantelteil 2 seinerseits an der
Dose 3 befestigt ist.
In Fig. 2 ist nun die Montage der in Fig. 1 dargestellten Anschlussdose in der Montageart "Unter
Putz" gezeigt. Es ist hiebei lediglich notwendig, in dem für die Montage vorgesehenen Loch in der Mauer
7 die Dose 3 unterzubringen und die noch aus zusammengepasstem Deckelteil 1 und Mantelteil 2 beste- hende Abdeckkappe in Deckelteil und Mantelteil zu zertrennen und den Deckelteil 1 an der Dose 3 zu befestigen. Der Mantelteil 2 wird nicht verwendet.
Als Material der Anschlussdose kann Bakelit oder jeder andere Kunststoff verwendet werden. Es kann auch aus Metall oder teilweise aus Kunststoff und teilweise aus Metall bestehen. Die Verwendung von
Kunststoff verbessert die Passung zwischen Deckelteil l und Mantelteil 2 und erlaubt durch seine elasti- sche Verformbarkeit auch ein leichteres Trennen der beiden Teile.
In Fig. 3 ist ein Beispiel eines mehrteiligen Mantelteiles der Abdeckkappe bzw. eines mehrteili- gen Seitenteiles der Dose dargestellt. Der Deckelteil 1 ist der gleiche wie in Fig. 1 bzw. Fig. 2 darge- stellt. Der Mantelteilbesteht aus den beiden Teilen 8 und 9. Die Passung 4 ist wieder die gleiche wie bei
Fig. 1 bzw. Fig. 2. In einer beliebigen Höhe des Mantels ist eine weitere Trennung vorgesehen, welche in gleicher Art wie die Passung 4 ausgeführt ist, nämlich die Passung 20. Die Dose ist bei der Passung 19 ebenfalls in gleicher Weise wie bei der Passung 4 gestaltet.
Die in Fig. 3 dargestellte Variante der Erfindung gestattet nun folgende Verwendungsmöglichkei- ten : 1. "Ober Putz"-Montage : wie in Fig. 3 dargestellt oder, bei seichterer Dose, unterer Mantelteil 9 und oberer Dosenteil 10 entfernt.
2."Im Putz"-Montage : unterer Mantelteil 9 entfernt und Dose halb (nur mit dem unteren Dosensei- tenteil 11) in den Verputz versenkt oder, bei seichterer Dose, oberer Mantelteil 8 und unterer Mantelteil 9. sowie oberer Dosenteil 10 entfernt und Dosenteil 11 in den Verputz versenkt.
3. "Unter Putz"-Montage : Mantelteil 8 und Mantelteil 9 entfernt, Dosenseitenteil10 und 11 in die
Wand versenkt.
Die Bedeutung der Fig. 4 und 5 wurde bereits erwähnt. Ergänzend sei noch gesagt, dass in der Fig. 4 der Passsitz 4 zwischen dem Deckelteil 1 und dem Mantelteil 2 die Mantelfläche eines Zylinders oder die Mantelfläche eines Kegelstumpfes ist. In Fig. 5 ist der Passsitz 16 die Mantelfläche eines Rotationskörpers, dessen Erzeugende die dargestellte krumme Linie ist. Diese Ausführungsform ist deshalb besser geeignet, weil sich der Deckelteil 14 vom Mantelteil 15 schwerer lösen lässt. Es liegt jedoch im Rahmen der Erfindung, jede mögliche Art der Passung an Stelle der Passungen 4 bzw. 16 zu wählen. Sie kann z. B. auch mehrstufig oder rillenförmig sein. Auch eine gewindeförmige Ausbildung und dadurch entstehende schraubenförmige Verbindung ist möglich.
In den Mantelteilen der Abdeckkappe sowie in den Seitenteilen der Dosen können Öffnungen bereits vorhanden sein oder-wie an sich bekannt-durch Verdünnung. der Wandung leicht ausbrechbar oder leicht einreissbar vorgesehen sein.
Bezüglich der Farbe der einzelnen Teile besteht im Rahmen der Erfindung keine Einschränkung. Entsprechend der Mode werden manchmal auch verschiedenfarbige Einzelteile erwünscht sein.
Bezüglich der Form wurden die Erfindungsbeispiele in der kreisrunden Form dargestellt. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Form beschränkt. Die Form kann z. B. ellipsenförmig, dreieckig. quadra- tisch, rechteckig usw. gewählt werden. Es kann auch die Dose eine andere Form wie der Deckelteil mit Mantelteil haben, z. B. Dose quadratisch, Deckelteil mit Mantelteil kreisförmig.
Bezüglich der Verbindung der Abdeckkappe mit der Dose ist zu erwähnen, dass diese nicht auf die Verbindung durch eine Schraube beschränkt ist. Es können z. B. auch auf der Innenseite des Deckelteiles Ränder vorgesehen werden. die mit dem oberen inneren Rand der Dose bei Montage einen Passsitz bilden,
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so dass die Abdeckkappe einfach auf die Dose aufgeschnappt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anschlussdose für elektrische Geräte, dadurch gekennzeichnet, dass für die Abdeckkappe ein Dekkelteil (1 bzw. 14) und ein davon leicht lösbarer mindestens einteiliger Mantelteil (2 bzw. 8,9) vorgesehen ist und dass für die Dose ein Basisteil (3) allein oder ein Basisteil und ein davon lösbarer mindestens einteiliger Seitenteil (10) vorgesehen ist, wobei entsprechend der Montageart ("Unter Putz","Im Putz", "Auf Putz") der lösbare Mantelteil bzw. lösbare Seitenteil entfernt oder belassen wird.