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Kapselpumpe
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kapselpumpe mit einem in einem Gehäuse exzentrisch gelager- ten Rotor, in welchem in entsprechenden Ausnehmungen als dreiseitige Prismen ausgebildete, mit ihrer gewölbten Aussenmantelfläche an der zylindrischen Innenwandung des Arbeitsraumes geführte Dichtglie- der ein-und ausschiebbar lagern.
Bei bekannten Kapselpumpen dieser Art sind die Dichtglieder im Querschnitt gleichschenkelig drei- eckig ausgebildet, wobei die Basis wesentlich kürzer als die beiden Schenkel ausgeführt ist und die ge- wölbte Mantelfläche bildet. Diese Dichtglieder sind in bezug auf Radialebenen des Rotors und also auch in bezug auf die Basishöhe der Dreieckquerschnitte der Dichtglieder symmetrische, keilförmige Ausneh- mungen des Rotors mit im Verhältnis zu ihrer Basisbreite grosser Teilung eingesetzt.
An sich haben derartige Kapselpumpen gegenüber andern Kapselpumpen den wesentlichen Vorteil, dass die Dichtglieder bei umlaufendem Rotor durch die Fliehkraft mit ihrer gewölbten Mantelfläche mit der Wandung des Arbeitsraumes in Eingriff gehalten werden so dass die sonst häufig bei Kapselpumpen zum Ausschieben der Dichtglieder notwendigen Federn wegfallen können und sich eine einfache Bauweise des Rotors und auch der gesamten Pumpe ergibt. Bei der beschriebenen Kapselpumpe ergibt sich allerdings der Nachteil, dass die Dichtglieder eine verhältnismässig kleine Eigenmasse aufweisen, so dass nur bei sehr hohen Drehzahlen ausreichende Anpressdrücke an die Wandung des Arbeitsraumes erzielt werden.
Ferner besteht bei der Förderung von Verunreinigungen enthaltenden Flüssigkeiten die Gefahr, dass in der Flüssigkeit enthaltene Sandkörnchen an den gewölbten Mantelflächen der Dichtglieder Kratzspuren hinterlassen, über die Flüssigkeit durchtreten kann, so dass der Wirkungsgrad der Pumpe absinkt. Ferner ist bei diesen Pumpen keine ausreichende Anpressung der mit Bezug auf die Drehrichtung hinten liegenden Mantelflächen der Dichtglieder an die entsprechenden Gegenflächen der Ausnehmungen des Rotors gewährleistet, so dass auch hier Leckwege für die Flüssigkeit frei bleiben.
Bei rauhem Betrieb besteht ausserdem die Gefahr, dass Verunreinigungen sich in dem in der Ausschiebestellung eines Dichtgliedes zwischen der Vorderseite des Dichtgliedes und der Gegenfläche der Rotorausnehmung gebildeten Spalt festsetzen, welche Verunreinigungen wegen der starken Keilform der Ausnehmungen und der Dichtglieder von der Flüssigkeit nicht mehr herausgeschwemmt werden können, so dass es beim Einschieben der Dichtglieder zu Beschädigungen der Dichtglieder und des Rotors, bei stärkeren Verunreinigungen sogar zu Beschädigungen des Gehäuses durch die dann nicht mehr voll einschiebbaren Dichtglieder kommen kann.
Aus all dem ergibt sich, dass die bekannten Pumpen dieser Art nur für die Förderung sauberer Flüssigkeiten geeignet sind. Wegen der mangelhaften Abdichtung lassen sich ferner diese Pumpen nicht so bauen, dass sie von selbst ansaugen.
Neben den bereits erwähnten Kapselpumpen mit durch Federn ausschiebbaren, bevorzugt als Schieber oder Rollen ausgebildeten Dichtgliedern, die im übrigen hinsichtlich der Dichtwirkung und der Störungsanfälligkeit bei rauhem Betrieb die gleichen Nachteile wie die beschriebene Pumpe aufweisen, sind auch schon im Prinzip ähnlich wie die eingangs beschriebene Pumpe arbeitende Kapselpumpen bekanntgeworden, bei denen die Dichtglieder ebenfalls nur unter der Einwirkung der Fliehkraft mit einer entsprechend gewölbten Mantelfläche mit der Arbeitsraumwandung in Eingriff gehalten werden.
Derartige Pumpen weisen Dichtglieder mit einem beispielsweise L- oder T-förmigen Querschnitt auf und sind mit dem einen Flansch des L-Profils bzw. mit dem Steg des T-Profils in radialen Ausnehmungen des Rotors geführt, so dass der äussere Profilteil - der entsprechend gewölbt ist - grossflächig an der Wandung des Arbeitsraumes anliegt. Auch hier besitzen die Dichtglieder eine nur geringe Eigenmasse, so dass trotz
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