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Transportmittel zum Verlegen von gestapelten Mosaikparkettafeln
Mosaikparkett wird üblicherweise so verlegt, dass einzelne Mosaikparkettafeln, die aus einer Anzahl durch einen aufgeklebten Papierbogen oder Streifen zusammengehaltener Parkettriemchen bestehen, von Hand aus in eine aul dem Kaumboden beliüliche Klebemasse gelegt und eingedrückt werden. Die Mosaikparkettafeln sind aus einer Anzahl von Quadraten zusammengesetzt, die jeweils wieder aus einer gewissen Anzahl nebeneinanderliegender Parkettriemchen gebildet werden. Dabei wird die Richtung der Riemchen von Quadrat zu Quadrat um 900 gedreht, so dass sich das bekannte dekorative Bild ergibt.
Das aufgeklebte Papier übernimmt dabei die Funktion des Zusammenhaltens derRiemchen zur Erleichterung des Transportes, der Lagerung und schliesslich der gleichzeitigen Verlegung grösserer Flächeneinheiten.
Dieses bekannte Verfahren hat eine Reihe von Nachteilen : Die Herstellungskosten der vorgefertigten Tafeln sind durch die Kosten des Klebepapierbogens oder-Streifens und dessen Aufbringung auf die vorzuordnenden Quadrate erhöht, und die Stabilität der Tafeln ist durch das aufgeklebte Papier nicht genü - gend gewährleistet, der Transport im Verlegeraum an die endgültige Verlegestelle geht umständlich vor sich, indem eine Tafel z. B. auf eine Sperrholzplatte geschoben und an den Verlegestellen von ihr wieder heruntergeschoben wird. Oder die Tafeln wird in der Mitte zusammengeklappt, dadurch stabiler, zur Verlegestelle getragen und dort wieder auseinandergeklappt.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wurde das erfindungsgegenständliche Transportmittel zum Verlegen von gestapelten Mosaikparkettafeln, bestehend aus einem Plattensauger, geschaffen, dessen der Grösse einer Mosaikparkettafel angepasste Saugplatte mit einem Rohrstutzen für den Anschluss an ein, ein Vakuum erzeugendes Gerät (z. B. Ventilator) und an deren zwei winkelig aufeinanderstossenden Kanten mit je einer, nach unten um etwa die Stärke der Mosaikparkettriemchen überstehenden Leiste versehen ist.
Plattensauger sind zum Transport an sich bekannt, doch sind sie deshalb zum Transport von gestapelten Mosaikparkettafeln nicht verwendbar, da ihr Vakuum in der Saugglocke nicht dauernd erneut wird, sondern nur vor der Aufnahme des Transportstückes einmal eingestellt wird. Wenn nun aber, wie im vorliegenden Fall, ebensowohl durch die rauhe Oberfläche des Transportgegenstandes als auch insbesondere durch die Fugen zwischen den Klötzchen während des Transportes Luft in das Vakuum eindringen kann, muss das Vakuum in diesem Fall ständig aufrecht erhalten werden, wozu ein besonderes Gerät (z. B. Ventilator) erforderlich ist.
Ausserdem muss das Transportmittel mit besonderen Kantenleisten versehen sein, um die Mosaikparkettriemchen vor dem Abheben zu möglichst fugendichten Mosaikparkettafeln zusam menschieben zu können, wobei der Plattensauger die gesamte Fläche der Mosaikparkettafeln umfassen muss und nicht nur Teile derselben.
Durch dieses Transportmittel wird demnach für den beschriebenen Zweck der Vorteil erzielt, dass die Tafeln nicht zuvor durch ein aufgeklebtes Papier zusammengehalten sein müssen. Natürlich könnendie jeweils sechs Riemchen eines Quadrates in bekannter Weise durch einen schmalen Klebestreifen verbunden werden, der wegen seines relativ geringen Anteils an der Fläche an der Tafelunterseite angebracht und in der Klebemasse am Boden verbleiben kann, ohne dass damit eine die Festigkeit der Verklebung beeinträchtigende Wirkung verbunden wäre.
In der Zeichnung sind einzelne Elemente der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. l eine Draufsicht auf eine Mosaikparkettafel, Fig. 2 eine Untersicht eines quadratischen Tafeltelles, bestehend aus
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sechs Riemchen, Fig. 3 eine schaubildliche Darstellung eines Hilfskastens zum fugenlosen Zusammendrük- ken der Riemchenstapel und Fig. 4 eine schaubildliche Untersicht auf den Saugkopf.
In Fig. 1 ist eine übliche Parkettafel l dargestellt, die etwa aus sechzehn Quadraten 2 gebildet wird, wobei jedes Quadrat 2 wieder aus einer gewissen Anzahl (z. B. sechs) nebeneinanderliegender Parkettrie- men 3 gebildet wird. Gemäss Fig. 2 werden schon in der Herstellungsstätte (Parkettfabrik) in an sich be- kannter Art nur jeweils z. B. sechs Riemchen 4 durch einen schmalen Klebestrefen 5 zu einem Quadrat vereinigt und dieses Quadrat mit gleicher Riemchenrichtung zou-miner Säule aufgeschichtet verpackt. In dem mit Mosaikparkett auszulegenden Raum werden dann die einzelnen Stösse ausgepackt und so neben- einander gesetzt, dass sie-mit wechselnder Riemchenbildung - die Grundfläche z.
B. einer grossen Par- kettafel l aus z. B. sechzehn kleinen Quadraten bilden. Die Stösse werden gleich hoch gesetzt. Mit dem
Transportmittel wird sodann die oberste Schicht aus sechzehn kleinen Quadraten (Mosaikparkettafel l) abgehoben und an der vorbestimmten Stelle im Raum auf den Boden in die Klebemasse wieder abgesetzt, das Vakuum abgeschaltet, so dass die Parkettafel liegen bleibt, und der Vorgang wiederholt. Um die völ- lige Geschlossenheit aller Fugen in der zusammengelegten Tafel zu gewährleisten, werden die Stösse in einem, an sich bekannten, über Winkel zweiseitig offenen Hilfskasten 6 (Fig. 3) eingesetzt.
Die beiden
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in der Grösse der Tafel 1 ausgebildeten Saugkopf 8 (Fig. 4) des Vakuumgeräts ist an zwei winkelig zueinander stossenden Kanten je eine vorstehende Leiste 9 vorgesehen, welche beide Leisten an den beiden offenliegenden Kanten der Tafel 1 angreifen und sie gegen die gegenüberliegenden Seiten 7 des Hilfskastens 6 andrücken können. Dadurch werden etwa vorhandene offene Fugen zwischen den Riemchen oder zwischen den kleinen Quadraten geschlossen.
Zur Aufrechterhaltung des Vakuums wird etwa ein Ventilator mit Motor verwendet, dessen Saugleitung an den Stutzen 11 angeschlossen wird. Das Transportmittel besteht aus einem bis auf die Unterseite allseits geschlossenen flachen hohlen Kasten 10, in welchem der Stutzen 11 mündet. Als Unterseite des Transportmittels ist eine vielfach durchbrochene Platte 12 (Sieb, Rost, Lochplatte od. ähnl.) in der Grösse der anzusaugenden Mosaikparkettafel 1 vorgesehen. Die Parkettafel l wird im Transportmittel durch das dauernd aufrechterhaltene Vakuum so lange festgehalten, bis letzteres durch Abschalten des Ventilators abgebaut wird und das Transportmittel daher von der Parkettafel abgehoben werden kann.
Zum rascheren Abbau des wirkenden Vakuums empfiehlt es sich, bei laufendem Ventilator die Verbindung zum Transportmittel zu unterbrechen und dadurch der Raumluft den Zutritt in den Kasten 10 zu ermöglichen, wozu ein besonderer Schieber oder besonderes Ventil zwischengeschaltet werden muss.