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Drehtisch für Werkzeugmaschinen, insbesondere für Fräsmaschinen, Bohrmaschinen od. dgl.
Die Erfindung betrifft einen Drehtisch für Werkzeugmaschinen, insbesondere für Fräsmaschinen, Bohrmaschinen od. dgl., welcher eine sich auf dem Fundament abstützende Lüfteinrichtung besitzt, die aus einer einzigen in der Achse der drehbaren Tischplatte angeordneten Schraubenspindel und einer in deren Gewinde eingreifenden Schraubenmutter besteht, welch letztere an der Tischplatte durch ein Axialdruckkugellager abgestützt und mittels eines Zahn- oder Schneckenradgetriebes zum Lüften und Aufsetzen der Tischplatte gegenüber der drehungsfest im Fundament angeordneten Schraubenspindel drehbar ist, wobei die Lüfteinrichtung innerhalb einer die Tischplatte senkrecht und gegen Kippen führenden Lagerung angeordnet und eine die aufsitzende Tischplatte auf dem Fundament arretierende Klemmvorrichtung am oder nahe dem Tischplattenrand vorgesehen ist.
Die bekannten Drehtische dieser Art hatten den Nachteil, dass die Tischplatte beim Lüften nur unzureichend geführt war.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, den angeführten Nachteil zu beseitigen und einen Drehtisch der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem das Kippmoment der Tischplatte im angehobenen Zustand weiter herabgesetzt und so eine höhere Präzision erreicht wird.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die Schraubenmutter an ihrem Umfang von einer hohlzylindrischen Führung eines am Fundament drehungsfest sitzenden, topfartigen Lagerkörpers satt um- schlossen ist, an dessen zylindrischer Aussenfläche die hohle Nabe der Tischplatte bei deren Hub-und Senkbewegung geführt ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines erfindungsgemäss ausgebildeten Drehtisches dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den Drehtisch im Vertikalschnitt und Fig. 2 einen Teil des Drehtisches im teilweise geschnittenen Grundriss. Fig. 3 stellt eine Einzelheit im Schnitt dar.
Die Tischplatte B ist auf dem Fundament A um eine vertikale Achse drehbar angeordnet, welche mit irgendeiner bekannten Vorrichtung, wie z. B. Schnecke und Schneckenrad, gedreht werden kann.
Im dargestellten Falle erfolgt die Drehung der Tischplatte B. welche, wie später noch näher ausgeführt wird, auf dem Fundament A durch Bolzen festgestellt werden kann, von Hand aus. Zu diesem Zweck weist das Fundament A in zentraler Lage einen versenkten zylindrischen Sitz 10 auf, in welchen ein zylindrischer Fortsatz 12 des Bodens eines topfartigen Lagerkörpers 14 eingreift. Dieser Lagerkörper 14 iot an seinem Boden mit einem radial angeordneten Keil 16 versehen, der in eine entsprechende Ausnehmung 18 des Fundamentes A eingreift und dadurch den Lagerkörper 14 gegen Drehen sichert.
Im Inneren des Lagerkörpers 14, ist auf dessen Boden ein Gewindebolzen 22 aufrechtstehend angeordnet und durch eine ihn und den Topfboden durchsetzende und in das Fundament A einzuschraubende Be- festigungsschraube 20 befestigt. Auf dem : \ls Schraul1enspindel dienenden Gewindebolzen 22 sitzt eine Schraubenmutter 26, die von der hohlzylindrischen Wand 14 umfasst und geführt wird. Die Schraubenmutter 26 besitzt eine Aussenverzahnung 28, in deren Zähne eine zum Teilkreis des Zahnkranzes tangential angeordnete, im Lagerkörper 14 längsverschiebbar gelagerte Zahnstange 30 eingreift. Diese Zahnstange 30 ist ein Teil einer prismatischen Stange 32, die mit einem Führungskopf 34, der sich in einer entsprechenden Ausnehmung 36 im Fundament A bewegt, versehen ist.
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Die Stange 32 ist mit einer Stange 38 verbunden, die vom Fundament A vorsteht und mit einem Ge- windezapfen in eine entsprechende Hülse 42 eingreift. Diese Hülse liegt in einem am Fundament A befestigten Rohrstück 44 und endet in einem Steuerkopf 46.
Die Schraubenmutter 26 besitzt eine ringförmige Schulter für ein Axialdrucklager 48, auf dem die Tischplatte B ruht. Ein an der Tischplatte B befestigter Ring 50 verhindert ein Herausfallen des Axialdrucklagers 48 aus seinem Sitz, insbesondere wenn der Tisch vom Fundament A gelüftet wird. Die Tischplatte B besitzt eine zentrisch nach unten abstehende hohle Nabe 52, die den Hohlzylindermantel des Lagerkörpers 14 aussen satt umgreift und dadurch der Tischplatte B eine kippsichere Führung gibt.
Die Tischplatte B wird am Fundament A durch Klemmbacken C verankert, deren Schrauben D in Ausnehmungen im Fundament A eingreifen.
Um die Tischplatte B zu drehen, sind vorerst die Klemmbacken C zu lockern und hierauf das Lüften der Tischplatte vom Fundament A durch Drehen der Schraubenmutter 26 mittels der Zahnstange 30 zu bewirken. Die vom Fundament A abgehobene Tischplatte kann dann leicht und mit geringstem Kraftaufwand um ihre vertikale Achse gedreht werden. Durch Zurückdrehen der Schraubenmutter 26 wird die Tischplatte B wieder auf das Fundament aufgesetzt, so dass sie mittels der Klemmbacken C wieder am Fundament A festgeklemmt werden kann.