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Rohrverbindung
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ausgehärteten und abgekühlten Zustand eine derartige Nachgiebigkeit neben einer gewissen Elastizität aufweisen, dass beim schlagartigen Ineinanderschieben der beiden Rohrteilenden der Ringwulst des inneren Rohrteiles in die Sicke des äusseren Teiles unter kurzzeitiger elastischer Dehnung zum Einrasten kommt, ohne dass Beschädigungen, z. B. Risse oder Sprünge auftreten, wie dies bei schlagartigen Belastungen derartiger Teile bisher allgemein befürchtet worden ist. Die erzielte Verbindung ist derart, dass ein Herausziehen bzw. Lösen der einzelnen Rohrteile voneinander infolge der die Rohrteile zusammenhaltenden Spannkräfte nicht mehr möglich ist.
Für bestimmte Zwecke kann es vorteilhaft sein, die gegenseitigen Abmessungen der einzelnen Teile im Bereiche der Verbindung derart aufeinander abzustimmen, dass nach dem Einrasten des Ringwulstes in die ringförmige Sicke ein Verdrehen der beiden Rohrteile gegeneinander mehr oder weniger leicht möglich ist.
Es hat sich bei der praktischen Durchführung der erfindungsgemässen Verbindung der beiden Rohrtei- le als sinnvoll herausgestellt, das später aussen liegende Rohr in geeigneter Weise in einem Futter oder einer Fassung zu halten und das nach der Verbindung innen liegende Rohr unter Druck- oder Schlagwirkung in das aussen liegende Rohr hineinzutreiben, beispielsweise durch eine Presse bzw. einen Hammer, ein Fallgewicht od. dgl.
Es müssen nicht beide Teile der Verbindung aus thermoplastischem Kunststoff bestehen, vielmehr hat es sich in manchen Fällen als zweckmässig erwiesen, Verbindungen vorzusehen, bei denen der eine Teil aus Kunststoff, der andere hingegen beispielsweise aus Metall gefertigt ist. Sollen derartige aus verschiedenen Materialien gefertigteRohrteile zur Anwendung kommen, so muss auf die Dehnungs- bzw. Elasti- zitätseigenschaften der beiden verschiedenen Materialien Rücksicht genommen werden. Insbesondere wird hiebei der thermoplastische Kunststoff dengeforderten Eigenschaften der Dehnbarkeit und Elastizität entsprechen, so dass es eine Abmessungsfrage ist, wie ein Ineinanderschieben beider Teile, sei es unter Druck
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kommt.
Dabei kann die Kante der Ringlippe in Richtung auf die innere Anlagefläche am Aussenrohr vorteilhafterweise zu einer Ringschneide zugeschärft sein.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Fig. l zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Verbindung im Längsschnitt ; Fig. 2 eine weitere Aus- führungsform, deren oberer Teil im Schnitt, der untere hingegen in Ansicht gezeigt sind ; Fig. 3 zeigt die Verbindung eines Rohrteiles gemäss der Erfindung mit einem zapfenartigen Konstruktionsteil.
Gemäss Fig. 1 ist ein Aussenrohr 1 mit einer kegelförmigen Erweiterung 2 versehen, die kurz vor dem Stirnende 4 in einer nach aussen ragenden Sicke 3 endigt. Als Übergang zur Erweiterung 2 ist ein ringstufenförmiger Absatz 5 vorgesehen. Das innere Rohr 6 der Verbindung hat im Bereiche seines Einsteckendes einen der Erweiterung 2 des Aussenrohres 1 im wesentlichen entsprechenden, sich konisch verjüngenden Ansatz 7, der mit einem zum Einrasten in die Sicke 3 bestimmten Ringwulst 8 ausgebildet ist. Die Verbindung beider Rohrteile wird dadurch hergestellt, dass der Ansatz 7 durch Druck- oder Schlagwirkung in die Erweiterung 2 getrieben wird, wobei der Ringwulst 8 in die Sicke 3 einrastet.
Da die Teile oder zumindest ein Rohrteil aus einem harten thermoplastischen Kunststoff besteht, ist gewährleistet, dass das Einrasten ohne bleibende Deformation der die Verbindung bildenden Teile vor sich gehen kann und eine infolge der Reibungskräfte unverrückbare und selbst dichtende Rohrverbindung entsteht. Die dargestellte Verbindung weist darüber hinaus noch den besonderen Vorteil auf, dass die für beide Rohrteile im wesentlichen gleiche lichte Weite der Rohre auch im Bereich der Verbindung praktisch unveränderterhalten bleibt.
Fig. 2 zeigt-teilweise im Schnitt und zum Teil in Ansicht - eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Rohrverbindung, wobei Rohre mit voneinander verschiedenem Lumen zusammengefügt sind. Die Ausbildung des äusseren Rohrteiles 9 entspricht weitgehend der in Fig. 1 dargestellten Form, wenn auch der ringstufenförmige Absatz 12 hier stärker betont ausgebildet ist. Der konisch sich verjüngende Ansatz 14 des inneren Rohres der Verbindung weist dagegen eine nach innen gewölbte ringför- mige Lippe 16 auf. Diese Lippe 16 ist in den Abmessungen so gewählt, dass ihre äussere Kante 17 sich gegen die innere Wandung des äusseren Rohrteiles abstützt bzw. sich fest an diese Wandung anpresst.
Es kann zweckmässig sein, die Abmessungen wie im dargestellten Fall so zu wählen, dass die äussere, zu einer Ringschneide zugeschärfte Kante 17 der Ringlippe 16 an der stark konisch geformten Übergangsstelle 12 zwischen dem äusseren Rohr 9 und seiner kegelförmigen Erweiterung 10 federnd aufsitzt. Dadurch wird die scharfe Lippenkante 17 um ein Geringes in die innere Oberfläche des Aussenrohres hineingedrückt und so
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